KOCHMOBIL

Schuetzer der ErdeMan fasst es nicht!
Es gibt offensichtlich nichts was es nicht gibt!
Vor allem nichts Dümmeres, als man für möglich hält.

Da bietet doch tatsächlich ein Verein, der die Erde schützen und den Klimawandel abwenden will, ein KOCHMOBIL an!
Vielleicht bin ich ja völlig verwirrt und hab nichts vom Klimawandel verstanden, aber ich denke mir, weder KOCHEN noch ein MOBIL verhindert doch bitte einen Klimawandel! Ganz im Gegenteil! – Oder?

Ich hab diesem dubiosen Verein relativ harmlos geschrieben:

Liebe Leute,
Euer Engagement in Ehren, aber für mich als u.a. autolosen und veganen Rohköstler ist KOCHMOBIL im Zusammenhang mit Klimaschutz oder gar ‚Schützer der Erde’ ein schlechter Scherz!

Weder Kochen noch ein Mobil ist gut für’s Klima!

Esst erstmal ‚ordentlich’! Dann werden sich Eure Sinne soweit verbessern, dass Ihr selber merkt, was für einen Unsinn Ihr da abzieht und dass Missionieren, Warnen und Erziehen gestern waren.

Heute ist: Vorleben, statt predigen!

Aber, alles für gut, gell!

… und eine seeeehr witzige Antwort erhalten:

… in unserem nächsten Projekt wird es bestimmt um Lichtnahrung gehen (siehe: http://www.amanfangwardaslicht.at/). Wir suchen dafür noch einen Protagonisten, der dies vorlebt statt predigt. Dieser sollte natürlich kleiderlos und wohnungslos in freier Natur leben und selbstverständlich nur zu Fuß gehen. Das wäre dann eine noch konsequentere Variante des Klima- und Umweltschutzes. Wir hoffen, Du bist bald so weit, uns dafür als Protagonist zur Verfügung zu stehen …

Hoffe, Ihr habt auch so gelacht!
Wenn nicht, bedenkt bitte, dass solche Leute gegen ordentlich viel Geld Kinder und Erwachsene ‚A U S B I L D E N‘! … 😉

 

PS: Ich hatte diesen Artikel vor einiger Zeit online gestellt, dann aber wieder weggenommen, da er mir doch zu läppisch erschien.
David hat ihn aber zufällig gesehen und mir geschrieben. Daraufhin habe ich ihn jetzt doch noch auch Euch anderen zu hoffentlich gutem Gemüte gebracht. – Inklusive Davids süßen und absolut richtigen ‚Erdöl- Ausführungen‘:

Lieber Wilhelm,

dein Artikel über das KOCHMOBIL war ja superklasse!
Ich glaub, er ist nicht mehr auf deiner Homepage, wahrscheinlich haben die sich zu sehr auf den Schlips getreten gefühlt.
Deine Energie kann man nur bewundern, dass du solche Vereine sogar anschreibst.
Früher war ich auch mal so, aber irgendwie habe ich die Kraft nicht mehr, solche Misstände anzuprangern.
Aber was für eine Frechheit die da geantwortet haben… unglaublich!
Da gibt’s doch den Spruch: „Getroffene Hunde bellen“.
Also du hast sie definitiv getroffen.

Ich habe mich jedenfalls köstlich amüsiert über die Show, die da abgezogen wurde.

Jedenfalls ist es absolut verrückt, wie die Gesellschaft in Deutschland, Österreich und der Schweiz funktioniert! Eigentlich müssten wir uns längst übergeben… was da alles an Rohstoffen verbraten wird, an Erdöl, an Bodenschätzen, an Holz, Wasser etc. – und nicht zu vergessen: Luft.

Komisch – es ist noch nicht allzu lange her, da kamen die Deutschen, Österreicher und Schweizer noch sehr gut ohne Erdöl aus! Sie hatten Gemüsegärten, Streuobstwiesen, sammelten Beeren in Wäldern und auf den Feldern, und noch ein bisschen früher ganz sicher auch grüne Blätter. Die Leute gingen riesige Strecken zu Fuß! Meine Ur-Oma war Hebamme in meinem Heimat-Ort Oberstdorf. Sie ging zu jeder Geburt zu Fuß in sämtliche Täler! Zu Fuß ins Oytal, Trettachtal, Stillachtal, und in die angrenzenden Dörfer Rubi, Reichenbach, Schöllang und Tiefenbach!
Mein Opa kaufte sich nach dem Krieg ein Fahrrad, das er sein ganzes Leben lang hatte. Ein unglaublich stabiler „Draht-Esel“, auf dem er vorn auf dem Lenker und hintendrauf zwei Kinder transportierte, wenn er zum Heu machen auf die Wiesen radelte. Der Heuwagen mit Holzrädern wurde von einer KUH gezogen! Diese Kuh war also vor einen Wagen gespannt und zog das Futter heim.

Aber noch besser ist ja, dass vor der Milchwirtschaft in Oberstdorf der Flachs angebaut wurde. Da aßen die Leute keine Molkereiprodukte, sondern es gab weitaus mehr Gemüse und Leinsamen etc.
Die Milchwirtschaft war ja der Anfang vom Ende.
Aber die Leute haben ganz vergessen, dass man vor der Milchwirtschaft auch schon gelebt hat.
Sogar vor dem flächenmäßigen Flachs-Anbau hat man im Allgäu schon gelebt!

Tolle Bauernhäuser aus Massivholz geben davon Zeugnis ab. Man wusch sich draußen vor dem Haus! Licht- und Luftbäder garantiert! Erdöl? Strom? Es ging ohne! Und von solchen Menschen stammen wir ab! Wir kennen die Namen dieser Menschen! Unsere direkten Vorfahren!

Ach ja. Es ist alles so unglaublich. Kochmobil. Ich lach mich tot. Insulinspritze. Ist das alles krass.
Man muss sich mal Schulklassen von 1950 anschauen. Die Kinder waren alle schlank und sahen ohne Brille scharf! Und jetzt geh mal auf den Schulhof und guck dir die Kinder an! Ein großer Prozentsatz dick und fehlsichtig!

Liebe Grüße von David

Ich weiß ja nicht, wie es Euch geht. Aber ich bin tief berührt von den einfachen aber punktgenauen Schilderungen Davids.
Danke, lieber David!
Du bist ein selten heller Strahl in meinem Leben! …

 

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4 Responses to KOCHMOBIL

  1. Kocher sagt:

    Na und ? Sei du mal ganz still, lieber Payoli, selbst Franz Konz isst Kochkost, und du selbst doch auch von Zeit zu Zeit…

  2. Silvi sagt:

    ich halte es auch so mit den Ausnahmen,die nicht die Regel sind. Muss man päpstlicher sein als der Papst? Kleine Unzulänglichkeiten sollte man sich zugestehen,wir sind Menschen,und sind nun mal nicht perkekt.
    wenn ich darf lieber Payoli hier ein kleiner selbstgeschriebener Vers von mir,der hier wohl passt:

    Fehler muss man solange machen
    bis man gelernt hat sie nicht zu wiederholen.
    Wer keine Fehler macht ist perfekt.
    Wer perfekt sein will ist Illusionist,
    doch die Illusion lebt von der Phantasie.
    Hoffentlich stirbt sie nie.

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