Das Leben …

… ist unglaublich und wunderbar einfach.
Das Leben ist unerträglich komplex und kompliziert.
Das Leben schenkt sich uns in unüberschaubarer Fülle an Glück, Erleben und Gesundheit.
Das Leben straft uns hart und leidvoll.

So widersprüchlich obige Aussagen auch klingen mögen, sie sind allesamt richtig.
WIR entscheiden, was davon wir abkriegen, wohin wir uns stellen …

Wenn ich in meinem Seminarhäuschen draußen bin, schwelge ich darin, mir herrlichste Wildkräuter aus dem großen Garten zu holen oder noch lieber die noch fetteren am nahen Waldrand zu ‚erjagen‘.
Dabei pflücke ich direkt vor den Fenstern eines Hauses, aus dem einmal eine alte Frau keifte, was ich hier zu suchen hätte, der Wald gehöre mir nicht. – Ihr auch nicht!
Und ‚alt‘, naja, sie sieht steinalt aus, ist es aber noch nicht.
Sie war Jahrzehnte- lang die eifrigste Kirchenbesucherin des Ortes, wusselte nur in der Kirche und um den ‚Herrn Pfarrer‘ herum und sollte also einen guten Draht zu ihrem Gott haben.
Doch diese ‚Heiligkeit‘, die sich eventuell bis in ihr Schlafzimmer zog, bewirkte, dass ihr Mann ständig Freundinnen hatte, irgendwann zu trinken begann und elendiglich an Krebs zu Grunde ging.
Mittlerweile ist auch sie ein schwerer Pflegefall mit Krebs, soll laut ihrer Haushaltshilfe sehr schwierig bis unangenehm sein und mit ihrem Schicksal und Leid sehr hadern.

Während ich mir die herrlichsten Jung- und Gesundheitsbrunnen- Kräuter dort pflücke, erlebe ich regelmäßig mit, dass nur wenige Meter daneben ihr Haus einem Taubenschlag an Hilfskräften gleicht. Da kommen und gehen den ganzen Tag Haushaltshilfen, Ärzte, Rot Kreuz- Leute, Caritas- Helfer, Essen auf Rädern- und Apotheken- Boten, Reinemacherinnen, und, und, und.

So nah beieinander können die oben angeführten Antipoden oft liegen. Und jeder hat sich dorthin gestellt wo er steht …

 

3 Antworten zu Das Leben …

  1. evafon sagt:

    Ja, ich denke mir das auch oft! Wo bleibt denn der Gott all dieser leidenden Gläubigen, die häufig auch noch glauben, dass das eine Prüfung Gottes sei!
    Da ist mir der Glaube an mich selber und meine Kraft sehr viel lieber. Auch fühlt er sich besser an.

  2. inge henneberg sagt:

    Du hast das PARADIES und die Hölle geschildert, wir haben die WAHL.
    Die Hölle wünsche ich meinem ärgsten Feind nicht, es gäbe z.B. für mich nichts Furchtbareres als meine FREIHEIT zu verlieren oder von anderen abhängig zu sein.

    Und das passiert unweigerlich früher oder später, wenn wir uns nicht den Naturgesetzen entsprechend verhalten. Deine Schilderung ist typisch dafür.
    Jede noch so kleine gesundheitliche Beeinträchtigung ist ein Stück Freiheitsverlust und zwangsläufig verbunden mit Reduzierung der Lebensqualität.
    Niemand will das, aber trotzdem ist es tägliche traurige Realität. Schade drum!

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