Partnerschaft/ Beziehung

Was bei den ‘dummen’ Affen eine ganze Gruppe erledigt, nämlich einem Individuum alle Bedürfnisse zu befriedigen, halsen wir Zivilisierten EINEM Partner auf!
Das nennt sich Ein- Ehe oder Exklusiv- Partnerschaft und ist das einzige, einigermaßen gesellschaftlich akzeptierte Partnerschaftsmodell.
Was in einer Gruppe an Babysittern, Geschlechts-, Austausch-, Streichel-, was immer, Partnern selbstverständlich und en masse vorhanden ist, ist in Exklusivpartnerschaften ein Problem, an dem sich die Partner nur all zu oft zerreiben.

jaDa es so schwierig ist einen Partner zu finden, der alle unsere Bedürfnisse befriedigt, kippten wir nicht in unsere alten Ur- Muster zurück, in der Gruppe zu leben, sondern meinen durch verschärftere Auswahl den/ die RichtigeN finden zu können.
– Eine Lachnummer!
Keine Chance!

Wie ‚alte payoli’s’ wissen: Wer urteilt, teil! Und wer teilt, erhält nie mehr das Ganze, schadet und begrenzt sich also selbst.
Bei Partnerschafts- ‚Castings’ kommt noch hinzu, dass nicht nur beurteilt wird, sondern, dass jedeR mit einer ‚Endlos’- Liste an Wünschen und Erwartungen ans Werk geht.
Je länger die Liste, desto unwahrscheinlicher der Erfolg!
Und sollte so jemand dennoch seineN IdealpartnerIn finden …
In ein paar Jahren hat er/ sie erst wieder eineN NichtpassendeN zu Hause sitzen! Denn wir alle ändern uns ständig. – Glücklicher Weise! 😉

Wie also dieser Beurteilungsfalle entkommen?

Ganz einfach! Durch Nichtbeurteilung! 😉
Durch Bekennen, demütigem Dankbarsein und bedingungslosem Ja- Sagen!

Der Ursprung unseres kirchlichen oder standesamtlichen Ja- Sagens bei der Hochzeit stammt noch aus Urzeiten, nimmt Anleihen am Verhalten unserer tierischen Mitwesen. Damals ging es weniger um Casting, um jemand noch ‚Besseren’ zu finden oder um die Top- Auswahl für sich zu sichern, sondern um die Wertschätzung jemandem gegenüber, den man durch welche Auswahlkriterien auch immer, ohnehin nie durchschauen kann, dem man nur vertrauen kann, dem man demütig danken kann, für sein So- Sein.
Es geht um das beiderseitige bedingungslose JA- Sagen!

Es geht um das Wollen! Um das Bemühen, zusammenzubleiben, um das ‚in die Tiefe’, anstatt ‚in die Breite’, zu gehen.

Warum man sich das nicht nur antun sollte, sondern warum das auch der einzig mögliche Weg zum Glück ist, demnächst.

Bis dahin:
paradise your life !

 

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8 Antworten zu Partnerschaft/ Beziehung

  1. Doris Serra sagt:

    Lieber Willi,

    meines Wissens gibt es auch in der Tierwelt Monogamie und auch bei den Affen schauen die „Chef-Männchen“ darauf, dass gewisse Regeln eingehalten werden bezüglich Weibchenverpaarung etc. das heisst, man dürfte sich vom Partner nicht trennen bzw.scheiden lassen, nur weil man ge-urteilt hat, dass es nicht mehr passt….wenn man  man den Partner be- und womöglich ver-urteilt hat aufgrund der Eigenschaften, die man nun an ihm entdeckt und die einem nicht behagen, mit denen man „nicht mehr kann“ bzw. wenn man jemanden gefunden, der besser zu einem passt, oder??? (ich nehme an, das passiert auch dir…?) Irgendwie scheine ich auf der Leitung zu sitzen…genau dasselbe gälte für die „Beurteilung“ des jetzigen Weltzustandes…laut dieser „Deutung“ erhält man keine „ganze“ Weltsicht mehr, wenn man sie be-urteilt-was du meines Wissen auch immer wieder tust…, wenn man eine „Bestandsaufnahme“ macht?? Wie komme denn ich in deiner „Berurteilungsliste“ weg? zu Beginn war das ja so negativ, das es Augenblicke gab, als du nichts mehr von mir wissen wolltest???????…… Liebe Grüße Doris

    • payoli sagt:

      Auch jetzt noch als Menschen können wir die Version des ‚von Blümchen zu Blümchen Hüpfens‘ wählen, wenn etwas nicht passt. Das ist völlig legitim.
      Nur schlaue Menschen werden irgendwann draufkommen, dass die Probleme vor denen sie davongelaufen sind beim nächten Partner, in der nächsten Situation, wieder auf der Matte stehen.
      Deshalb ist es die vielleicht günstigere Möglichkeit, das Leben so zu nehmen wie es ist. Nämlich, dass uns die Außenwelt immer nur spiegelt wie es in uns aussieht, daraus zu lernen und irgendwann jeden, jede und jedes annehmen zu können wie er, sie, es ist.

  2. inge henneberg sagt:

    Wir Menschen sind ja verschieden, haben unterschiedliche Vorstellungen von Lebensqualität bzw. was wichtig ist im Leben.

    Zitiere:“ Es geht um das beiderseitige bedingungslose JA- Sagen!“ Zitat Ende.

    Aber diese Zwei müssen erstmal zusammenkommen, immer vorausgesetzt daß keiner der Beiden sich verbiegen muß. Das wäre ideal, habe ich bis jetzt ( fast 72) noch nicht erlebt.

    Was ich immer wieder beobachte – daß nur e i n e r der Partner der JA-Sager ist, verständlich daß dann die Beziehung irgendwann auf der Strecke bleibt.

    Unser gesellschaftlich akzeptiertes Partnerschaftsmodell.war „meines“ noch nie, daher habe ich es auch immer vorgezogen (liebe die FREIHEIT und wollte mich auch nicht verbiegen) in keiner festen Partnerschaft etc. zu leben und in einer Ehe schon garnicht.

    Daher kann ich Deinem Beitrag insofern zustimmen, Ehe ist Zwang, der irgendwann in die Sackgasse führt, daran wird auch ein stetiger Partnerwechsel nichts ändern, den vollkommenen Menschen gibt es nicht und „beiderseitiges bedingungsloses Ja-Sagen“ wäre vollkommen, evtl. aber auch etwas langweilig?

    Andererseits leben wir nunmal in einer Welt die vom Geld und Gesetzen bestimmt wird, die leider den nicht ehelichen Partner benachteiligt, Beispiele gibt es viele.

    Man sollte halt wissen und entscheiden, was einem wichtiger ist.

  3. Claudia Metschen sagt:

    Freue mich auf deine Vorsetzung, denn die Polyarmore Lebensweise eröffnet sich gerade bei mir und es ist so spannend zu erleben wie man mit vielen Menschen dieses wunderbare Leben und die Liebe leben kann!! Liebste Grüße Claudia

  4. inge henneberg sagt:

    Habe Payolis Beitrag so verstanden, daß er der Polyarmore „nicht“ das Wort redet, sondern nach wie vor für die Partnerschaft zwischen zwei Menschen plädiert.

    Der Unterschied – nicht in der Ehe, sondern f r e i w i l l i g.

  5. Malina sagt:

    Partnerschaft

    Partnerschaft ist da,
    Wo man zusammen geht
    Den gleichen Weg,
    Ob Höhen oder Tiefen,
    Ob die Sonne scheint
    Oder Regen fällt,
    Keiner lässt den anderen allein.

    Partnerschaft ist da,
    Wo man vereint sich fühlt
    Und vereint auch steht,
    Vereint die größte Kraft,
    Den größten Schatz,
    Größtes Wachstum
    Und Lebensfreude spürt.

    Partnerschaft ist da,
    Wo zwei Seelen sich gefunden,
    Die zusammen gehören
    Und auf der Erde lebend
    Als ein Ganzes sich erleben
    Und als ganzes Paar
    Gottes Aufgaben annehmen.

    Partnerschaft ist da,
    Wo man als Paar
    Und nicht alleine wirkt,
    Als Paar im gleichen Boote sitzt,
    Den glaichen Garten
    Und das Miteinander
    Nährt und pflegt.

    Partnerschaft ist da,
    Wo man sich verstanden fühlt,
    Weil beide beieinander
    Auf dem gleichen Weg sich sehn
    Und Hand in Hand
    Und Schritt für Schritt
    Ihn miteinander gehen.

    Partnerschaft ist da,
    Wo ein jeder die Wunden
    Des anderen heilt,
    Weil sie von ihrer großen Liebe
    Sich fühlen durchströmt,
    Beschenkt und eingehüllt.

    Partnerschaft ist da,
    Wo Besitz nicht trennt,
    Weil jeder sich zum anderen
    Als ergänzend Teil bekennt
    Und Besitz nur ist,
    Von dem der Teufel will,
    Dass Gottes Einheit bricht.

    Partnerschaft ist da,
    Wo keiner den anderen
    Im Mangel sieht,
    Sondern jeder weiß,
    Dass das, was ist,
    Sie als ein Ganzes
    Innen und außen doch betrifft.

    Partnerschaft ist da,
    Wo beide sich gewachsen fühlen,
    Spüren, das sich
    Um den anderen vermehren,
    Erfahren, wie gemeinsame Wurzeln
    Sie lässt zum Licht erheben.
    Aus einem Fluss verläuft ihr Leben.

    ____________________________________ Ute Malina Rößner

  6. Cecilia sagt:

    Hallo Willi!
    Du weißt, jetzt muß ich auch meinen „Senf“ dazugeben…… Wenn Mann und Frau den Partner so nehmen können, wie sie sind, ist es doch gar nicht notwenig, andere zu haben? Habe ich Dich richtig verstanden? Es gibt leider noch zu wenige die wissen, dass der Partner „mich“ nur spiegelt….. Und diese Suche nach den eigenen „Ursachen“ verlangt eine neue Denkweise. Aber je mehr ich diesen Weg gehe, umso schöner wird der Weg.
    Meinen „Vorschreiberinnen“ muß ich recht geben, besonders Du bist hier sehr oft am urteilen….. Schau in Dich! Sei ein Licht! das heißt, bist Du ja schon, leuchte.
    Bussi 🙂 Cecilia

    • payoli sagt:

      Willkommen ‚Senf‘! 😉
      Ja, alles ok. Bloß, wenn wir schon soweit wären, würden wir auch nimmer auf solchen egomanischen Exklusivansprüchen beharren. Denn lernen können wir von vielen und uns spiegeln tun uns auch viele.
      Für den Lernfortschritt, für unsere Weiterentwicklung ist es sozusagen egal ob wir von Blüte zu Blüte fliegen und unsere Erfahrungen machen. Oder ob wir mit einem Partner durch dick und dünn gehen wollen.
      Ersteres ist etwas leichtlebiger beinhaltet aber immer wieder Trennungsschmerzen. Zweiteres sieht oft nach Plackerei aus, erspart einem aber die Trennungen.
      Bussi

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