Eigentlich erschreckend …

… wenn man bedenkt, dass die eine Hälfte der Menschheit permanent und unterschwellig immer Angst vor der anderen Hälfte der Menschheit hat, diese für potentielle Täter hält und sich stets vor ihnen in Acht nimmt.

AngstJa, Du hast richtig getippt! Es geht um Frauen und Männer.

Wie muss ein Leben aussehen, frage ich mich als Mann, in dem man jeden Mann als potentiellen Täter sieht, in dem jeder schnelle Schritt hinter sich einen Angst- Impuls auslöst, in dem man meint, ein erstes Treffen immer in die Öffentlichkeit verlegen zu müssen, in dem man beim Reinigen immer die Hotelzimmer-, die WC-, welche auch immer, Tür offenlassen, muss?

Schon kleine Mädchen werden gewarnt mit keinem Fremden mitzugehen, unbekannte, fremde Männer vor Schulen und Kindergärtnen zu melden.

Teils sind diese Ängste natürlich berechtigt, teils ruinieren sie unbegründet Frauen- Leben, Entspanntheiten und Vertrauen.
Aber nicht nur für die Frauen! Es ist auch für Männer unangenehm, wenn eine Frau demonstrativ die Straßenseite wechselt, einen vorgehen lässt etc.; man ist ja schließlich ein Netter und kein Verbrecher …

Und warum das Ganze?
Weil Sex – immer noch! – hoffnungslos tabuisiert ist. Weil das, was Männer von Frauen wollen immer noch von diesen verknappt wird. Weil Männer bezüglich Frauen immer noch Exklusiv- und Besitzansprüche stellen.
Oder ganz schlicht und einfach gesagt, weil wir uns für ein stressiges Schimpansen-, anstatt für ein entspanntes Bonobo- Leben entschieden haben bzw. dazu entschieden ‚wurden‘.
Siehe ‚Diametrale Geschwister‘

 

 
PS: Und all diese uns gar nicht bewussten Gedankengänge kosten uns genau die Energie, die ich im letzten Beitrag beschrieben habe.

 

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14 Responses to Eigentlich erschreckend …

  1. inge henneberg sagt:

    Zitat: „Teils sind diese Ängste natürlich berechtigt, teils ruinieren sie unbegründet Frauen- Leben, Entspanntheiten und Vertrauen.“ Zitat Ende.

    Dieser Vertrauensverlust kommt ja nicht von ungefähr, er ist leider durch wiederholte Übergriffe an Menschen (Frauen, Kindern) entstanden, die g e g e n ihren Willen zu etwas gezwungen wurden.

    Fazit: Die Ängste sind eben n i c h t unbegründet, leider.

    Ich finde das auch bedauerlich, aber die Menschen sind halt verschieden.

    Ebenso verschieden wie übrigens die von Dir im früheren Beitrag beschriebenen Schimpansen im Vergleich zu den Bonobos, die NATUR setzt die Maßstäbe.

    Zitat:“ Ganz schlicht und einfach gesagt, weil wir uns für ein stressiges Schimpansen-, anstatt für ein entspanntes Bonobo- Leben entschieden haben bzw. dazu entschieden ‘wurden“.Zitat Ende.

    Ich sehe das eher so, weder die Schimpansen noch Bonobos hatten (haben) eine Wahl, warum sollte das bei uns Menschen anders sein?

    • payoli sagt:

      Vorsicht ist ok; Zuversicht noch besser.
      Aber Misstrauen ist Gift (für einen selber).
      Und Angst ist IMMER unbegründet!
      Denn wenn’s einmal passiert, ist es eben passiert. Aber wenn man sich ein Leben lang fürchtet, ohne dass mal etwas passiert, ist das m.E. eine Katastrophe, ein angstzerstörtes Leben.

      Zum zweiten Punkt: Bei uns Menschen könnte das anders sein, weil wir eben den freien Willen haben, den bloß kaum jemand lebt.
      Aber wie payoi immer wieder trommelt: Wir sind Götter!
      Wir könn(t)en uns täglich neu erschaffen …
      Bussi

  2. turtle of doom sagt:

    Kein Sex?

    Kein Problem!

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  3. inge henneberg sagt:

    Zitat: „Bei uns Menschen könnte das anders sein, weil wir eben den freien Willen haben, den bloß kaum jemand lebt.“ Zitat Ende.

    Meinst Du den Freien Willen der Frau oder den des Mannes?

    Frauen und Männer sind ja von NATUR aus u n t e r s c h i e d l i c h , was besonders beim Sexualtrieb deutlich wird. Übrigens auch in der Tierwelt oft zu beobachten. Noch lange nicht jedes Weibchen „ist allzeit bereit“, eher im Gegenteil.

    Zitat: „Wir sind Götter! Wir könn(t)en uns täglich neu erschaffen …“ Zitat Ende.

    Bitte nicht, dazu fehlt uns eine wesentliche Voraussetzung – die VOLLKOMMENHEIT. Die traurige Bestätigung dafür erleben wir (leider) täglich.

    • payoli sagt:

      Was für eine Frage! Sind wir nicht alle Menschen?
      Wir MENSCHEN haben natürlich den freien Willen!

      Auch die ‚VOLLKOMMENHEIT‘ ist kein Geschenk, kein Erbstück, kein Zufall, sondern machbar, erringbar, erschaffbar – von (uns) Göttern! 😉
      Wenn Du es Dir nicht für Dich oder für andere Erwachsene vorstellen kannst, erinnere Dich an Kinder. Der eine sagte ‚Das schaff ich nie‘, ein anderer ‚Das mach ich mit links‘. Ersterer wird es bis heute nicht können, zweiterer hat es sicher locker geschafft. Oder umgekehrt gefragt: ‚Meinst Du ernsthaft, die sogenannten Wunderkinder könnten solche gewesen sein, die immer nur herumgejammert haben!?‘.
      Oder wie oft gibt es Errungenschaften oder Leistungen, die noch Jahre zuvor undenkbar gewesen wären …
      Du begrenzt Dich mit Deinem ‚Wir sind nicht vollkommen‘ selber. Wer sonst sollte uns die Vollkommenheit geben, wenn nicht wir selber!?

    • griefen sagt:

      Der Mensch ist Herr über alle seine Triebe. Man kann sich nach ihnen richten, muss es aber nicht. Triebe lassen sich auch sehr leicht manipulieren – grade der Sexualtrieb wird künstlich von Medien und Umwelt hochgezogen – der Urmensch war bisexuell und polygam, warum sollte sich Liebe auch auf sowas oberflächliches wie das Geschlecht einschränken?
      Wir bestimmen über unsere Sexualität, unser Schmerzempfinden und unseren Überlebenswillen selber. Wir sind keine Idioten, die sich von Trieben steuern lassen.
      Männer und Frauen sind in heutigen Zeiten sehr verschieden – nicht nur biologisch. Das heißt aber nicht, dass sie es von Natur aus sind..

      @ payoli:
      Super blog! Ich selber gehöre zu den Menschen die unter der Zerstörung und Ausnutzung der Umwelt und Tiere (inkl. Menschen) sehr leiden. Solche Blogs wie deiner regen zum Nachdenken an und veranschaulichen, warum es nötig ist die Utopie aller Menschen zu erkämpfen! (Gewaltfrei versteht sich ;))

      Grüße

      • payoli sagt:

        Lieber griefen,
        Deine Meinung sei Dir unbenommen. Doch ich seh die Situation genau umgekehrt. Ich denk mir, so alte und starke Triebe wie Ernährungs- und Sexualtrieb haben sich evolutiotiv bestens bewährt und ‚dürfen‘ sehr wohl über der relativ ’neuen‘ und deshalb fehleranfälligen und weitaus weniger erprobten Intelligenz und Kultur stehen.
        Auch halte ich Deine Einschätzung Triebe und Schmerzempfinden beherrschen zu können nur für bedingt realistisch. Es gibt für mich zu viele Beispiele und Erlebnisse, die zeigen, dass ein wirklich starker Trieb/ Schmerz sich durch nichts bremsen/ ausschalten lässt …
        Das Thema der natürlichen, kulturellen oder gar der nicht vorhandenen Verschiedenheit von Mann und Frau beschäftigt mich auch sehr. Ich würde mir aber keine so kühne Aussage wie Du sie tätigst, erlauben …
        Dennoch: Danke und Danke auch für Dein liebes Kompliment!
        Liebe Grüße!

  4. inge henneberg sagt:

    Du weichst leider meiner Frage aus, was ist mit der Tatsache daß Menschen (Frauen und Männer) verschieden sind und demzufolge auch ihre Wünsche etc..? Der stärkste Wille kann und wird das nicht ändern, es liegt einfach nicht in unserer Macht. Beispiele gibt es genug.

    Und das sage ich, obwohl ich eine große Optimistin bin, aber ich bin auch Realistin, das eine schließt doch das andere nicht aus. Und diese gesunde Mischung hat mir bis jetzt alle Türen weit geöffnet, von Begrenzung keine Spur.

    Sogenannte Wunderkinder haben zwar auf „ihrem Gebiet“ Außergewöhnliches vollbracht, aber sie waren doch deshalb nicht vollkommen.

    Offensichtlich definierst Du Vollkommenheit anders als ich.

    Zitat:: „Oder wie oft gibt es Errungenschaften oder Leistungen, die noch Jahre zuvor undenkbar gewesen wären“ Zitat Ende

    Auch diese Beispiele hinken, wäre der Mensch tätsächlich vollkommen, müßten wir nicht darüber diskutieren wie wir all die (vom Menschen verursachten) Mißstände aus der Welt schaffen können.

    • payoli sagt:

      Liebe Inge,
      Menschen – auch Männer und Frauen – sind verschieden, weil sie sich – unbewusst – verschieden erschaffen bzw. so verschieden erzogen/ geprägt/ geschaffen wurden.

      Nirgends habe ich behauptet, dass Wunderkinder vollkommen sind. Ich wollte Dir ein Beispiel dafür geben, dass wir alles vollbringen können. Wunderkinder (auf einem Gebiet) wollten eben auf diesem Gebiet Großes vollbringen (das für andere unvorstellbar wäre).

      Missstände gibt es, weil noch nicht alle wissen, dass sie Götter sind bzw. manche (unbewusst) noch anderes als das Allgemeingute erschaffen woll(t)en.

      Der payoli- blog dient dazu, Menschen die Willens sind sich zu verändern oder Neues auszuprobieren, dazu zu verhelfen. Nicht um mir zu beweisen, dass ich mich irre 😉
      Ich bringe hier nichts, was nicht möglich, beweisbar, tatsächlich so, wäre.
      Zudem geht es (mir) mehr um das ’sich strebend sich bemühen‘ als um schon vollkommen zu sein
      Bussi

  5. Susanne sagt:

    Wenn ich sehe (grade gehäuft hier bei mir im Hof), wie manche Mütter/Eltern ihre Kinder behandeln und meinen diese ständig »erziehen« (gängeln) zu müssen, dann ist das ein weiterer Aspekt von vielen, die unser Miteinander krank sein lässt…!! Liebe Mütter, lasst eure kleinen Kinder sein wie sie sind und erlaubt ihnen sich zu bewegen (auch von euch weg! und gebt eure eigene Bequemlichkeit auf!) und auszuprobieren-sich selbst zu spüren. Erziehung sollte etwas sein, was abgeschafft gehört; Kinder passen sich guten Vorbildern undihrer Umgebung an bzw. bringen ihre eigene Persönlichkeit in diese Welt und das gilt es zu sehen und zu respektieren!! Es fehlt das Bewusstsein für diese Zusammenhänge. Also, da fängt es schon an….wir müssen bei uns selbst anfangen, denn wir alle sind mehr oder weniger gegen unsere Bedürfnisse und gegen unser Sein aufgewachsen!!

    • payoli sagt:

      Ja wunderbar! Danke!
      Würden wir bei uns selbst anfangen, könnten wir von den Kindern lernen, was alle Seminarhäuser und Unis der Welt nicht lehren, bräuchten keine Kinder mehr verziehen und könnten uns alle verlogenen Hierarchien, Entwicklungshilfen, Höflichkeiten, Therapien, etc. sparen.

  6. Susanne sagt:

    Hier bei Lübeck wurde vorletzten Sonntag eine junge Mutter beim Joggen von einem Mann ermordet…man vermutet einen sexuellen Hintergrund, es gab aber keine Anzeichen dafür. Die Frau war hier nur zu Besuch, Mann und Kind leben in Italien. Der Täter ist mittlerweile gefasst.

    Ich bin nachhaltig geschockt und getroffen, zumal mir am Abend zuvor auch eine merkwürdige Situation in der Natur passiert ist, die mir zeigte, ich muss mehr aufpassen als ich es eh schon tue…Wäre nicht am nächsten Tag diser entsetzliche Mord passiert, hätte ich dem nicht so eine Bedeutung beigemessen. Ich habe derzeit sehr stark das Gefühl, dass mir etwas nachhaltig genommen wurde, nämlich meinen Genuss und meine Freiheit an und in der Natur zu sein…War ich bisher zu unbedarft (?)…Ich werde sehen, inwieweit mich das beeinflusst. Ich muss mir die Natur und meine Freiheit und Lust an ihr erst wieder zurückholen…so fühle ich mich gerade..ein bisschen, als hätte ich etwas verloren…. Viele sagen, Frauen sollten nicht alleine an einsamen Orten in der Natur sein -selbst hier am Stadtrand sei es zu gefährlich, obwohl ja teilweise Höfe und Häuser in Sichtweite sind…das kann es doch nicht sein, oder?

    • payoli sagt:

      Es gibt eine wunderschöne buddhistische Geschichte die ich gern Leuten erzähle die Angst haben, zu Selbstverteidigungskursen raten, die Welt bedrohlich sehen, etc.

      Ein finsterer Wald so voller Räuber und bösester Ungeheuer, dass niemand vom angrenzenden Dorf es wagt einen Schritt in den Wald zu tun. Eines Tages erstarren die Menschen förmlich, als sie ein kleines Mädchen unbeschadet und frohgemut aus dem Wald kommen sehen.
      ‚Ja sag mal? Hattest Du keine Angst da durchzugehen?‘
      ‚Angst? Wovor sollte ich Angst haben? Da waren so schöne Blumen und Bäume, ein paar lustig gekleidete Männer, interessante Tiere … Aber fürchten? Wovor hätte ich mich fürchten sollen?‘

      Die Geschichte will zeigen, dass man ‚reinen Herzens‘ keine Angst zu haben braucht …

      Oder umgekehrt gesagt: Zu Tode gefürchtet ist auch gestorben! 😉

  7. Susanne sagt:

    Vielen herzlichen Dank Payoli!!! Damit kann ich etwas anfangen und das habe ich/hat`s gebraucht. Ganz liebe Grüße Susanne

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