Das Götter- Puzzle

Oft schon hab ich hier geschrieben, dass wir alle Götter sind, die das bloß vergessen haben und unsere Kleinheit leben.
Immer wieder werde ich gefragt, wie das denn sein könne, wie man diese Göttlichkeit umsetzen könne, dass das doch so nicht stimmen könne, etc.

Im Prinzip ist es seeeehr einfach!
Man denkt sich ‚im Brustton tiefster Überzeugung‘ ‚Ich kann alles!‘ und man kann alles.

payoli- puzzleDoch der Haken steckt, wie bei vielem im Detail.
Ich verwende jetzt hier ein Bild als Vergleich:
Du kennst vielleicht diese Puzzlespiele, bei denen viele kleine Puzzlesteine zu einem Gesamtbild zusammengesetzt werden können.
Es gibt auch Ausführungen die die doppelte Spielfreude ermöglichen, indem auch auf der Rückseite des einen Bildes sich ein zweites befindet.

Stell Dir vor, im Laufe Deines Lebens haben Dir viele Leute, Deine Eltern, Großeltern, Geschwister, Nachbarn, Lehrer, Kindergärtnerinnen, etc. einzelne Puzzleteile gelegt. Zwischendurch hast auch Du Dir durch das Lesen von Büchern, durch Gespräche, Filme, Fanatsien, Erlebnissen weitere Steinchen gelegt.
Irgendwann wird sozusagen Dein ‚Lebensbild‘, das ganze Puzzle- Bild sichtbar und komplett.
Nun liest Du den ‚paradise your life‘- blog und da wird postuliert: ‚Du hast ein zu kleines Leben und Denken. Du könntest auch Gott sein. Dein Puzzle könnte anstatt des Bildes eines gebeugten Arbeiters auch das Bild eines Gottes zeigen‘.
Dieses neue, dieses Gottesbild, sag ich Dir, befindet sich auf der Rückseite Deines Puzzle- Bildes!

Nun kannst Du – siehe oben – einfach die gesamtheitliche Lösung versuchen und sagen ‚Ab heute bin ich ein Gott‘ und das ganze Bild umdrehen.
Gehst Du geschickt vor, gelingt es.
Es kann aber auch passieren, dass Dir das Bild beim Umdrehen zerbricht. Dann musst Du wohl das neue Puzzle von Anfang an neu aufbauen.
Jede einzelne Alltags- Situation will nun einzeln umgedreht werden von der ‚Da kann man nichts machen‘- auf die ‚Ich erschaffe was ich will‘- Seite.
Selbst wenn es gelingen sollte, das ganze Bild zu wenden, werden vielleicht immer wieder einzelne Situationen auftreten, in denen Du der alten Gewohnheit entsprechend noch als ‚Kleiner‘ reagierst. Diese Puzzle- Steinchen wollen genau und bewusst besehen und hin- und her- gedreht werden, wollen bewusst auf die ‚göttliche Seite‘ gelegt wwerden.

Soweit, so einfach bist eventuell mühsam. Doch es klappt! 🙂

Problematisch sind, und das ist der eigentliche Grund, warum soviele zweifeln und warum so wenige erst diesen Weg erfolgreich gehen konnten. Problematisch sind die Situationen bei denen wir unser Verhalten aus so tiefen Schichten holen, dass wir uns gar nicht bewusst sind, wie wir denken/ reagieren bzw. die uns so selbstverständlich erscheinen und automatisch ablaufen, dass wir nichtmal auf die Idee kommen, uns auch diese kritisch anzusehen, geschweige denn für änder-/ umdrehbar halten.
Davon gibt es viele, viele, viele … 😉

Relativ deutlich wird das m.E. bei der Frauen- Emanzipation. So lange schon kämpfen Frauen für die Gleichberechtigung und Gleichstellung. Die Fortschritte stellen sich so zäh nur ein, nicht weil die Männer so böse sind und ihre Bastionen so sehr verteidigen, sondern weil die Frauen in ihrem ‚Klein- Puzzle- Teil‘- Verhalten immer noch ‚Lichtjahre‘ von dem entfernt sind, was Männer als ebenbürtig annehmen könnten.
Es gibt nicht nur höchst interessante Studien die zeigen, dass Frauen sogar ein anderes Vokabular verwenden als Männer, man kann das auch in Gesprächen oder Körpersprache-/ Gestik-/ Mimik- Beobachtungen feststellen.

Das Gottwerden kann also auch viel – aber sehr lohnende! – Arbeit bedeuten … 😉

 

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4 Responses to Das Götter- Puzzle

  1. hexesofia sagt:

    Ja, es ist halt immer das Bewusstsein, das zählt. In welche Richtung richte ich meine Aufmerksamkeit? Und es bringt nichts, sich klein zu fühlen, weil sowieso alles relativ ist.
    Aber das soll doch nicht heißen, dass Frauen so wie Männer werden müssen, um ihre Emanzipation zu erreichen, oder? Ich finde vielmehr, dass wir Frauen lernen müssen, uns in unserer Weiblichkeit zu etablieren, eben mit unserem Vokabular, Mimik und Gestik. Ich glaube, wir sind eben in unserer Andersheit zum Manne diesem ebenbürtig. Aber viele Frauen wollen wie Männer sein, was keine eigentliche Emanzipation ist, sondern total kontraproduktiv für ihr Ziel, weil es lächerlich ist, wenn eine Frau ein Mann sein will und da muss man sich nicht wundern, wenn man belächelt wird.

    • payoli sagt:

      Du hast vollkommen Recht! Doppelt Recht!
      Natürlich geht es immer wieder um das Bewusssein, um die Bewusstheit.
      Und: Natürlich sollen Frauen keine Männer werden! Die (berufliche) Emanzipationsversuche zeigen nur sehr gut den Detailreichtum unseres Verschiedensein-Könnens, wenn Frauen immer wieder erstaunt bis verärgert sind, dass sie in der – nun mal – Männerberufswelt nicht akzeptiert werden, was ich aber eher für eine Auszeichnung halte 😉

  2. Lina sagt:

    Lieber Willi,dein Frauen-Emanzipations-Beispiel zeigt wie falsch das Denken in unserer immer noch männlich dominierten Gesellschaft ist. Solange Frauen versuchen den Männern auf ihre Weise ebenbürtig zu werden, wird diese Gesellschaft nie ganz/heil werden. Wir Frauen dürfen lernen, dass wir genau so wie wir sind wundervoll und eben göttlich sind und dann können uns auch die Männer so akzeptieren wie wir sind. Und wenn das endlich klappt, dass sich männliche und weibliche Energien als gleichwertig aber eben als gegensätzliche Energien annehmen, dann können wir endlich miteinander wirken und unsre gesamte Göttlichkeit leben. Als sollten wir alle lernen uns selbst so zu lieben wie wir sind, weiblich, männlich und natürlich auch irgendwann beides in uns selbst finden. Aber bis das so weit ist haben wir eben noch Partner, die uns den jeweiligen Gegenpol spiegeln und uns helfen auch ihn zu lieben. Und das ist ja auch wundervoll 🙂

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