Arbeitsplätze

ArbeitsplätzeSeit den 70er- Jahren sind ‚Arbeitsplätze‘ ein geflügeltes Wort und einer der, ich denke für alle, wichtigsten Polit- und Forderungs- Vokabel.
Auch heute noch: Keine Polit- Diskussion ohne den Themen ‚Arbeitsplätze‘ und ‚Arbeitsplatzsicherung‘.
Selbst die allermeisten Arbeitnehmer werden es vermutlich für vordringlich halten, genügend gute Arbeitsplätze zur Auswahl zu haben.

Doch was genau wünschen sie sich damit!?
a) eine unselbständige,
b) gleichförmige und damit langweilige,
c) unschöpferische, da angeordnete,
d) persönlichkeitsdeformierende, gleichschaltende Tätigkeit.

Und wofür?
Um Geld zu verdienen! – Anstatt ihrer Passion, Fantasie, ihren Interessen oder Leidenschaften nachzukommen!

Und wofür brauchen sie das Geld?
Um all die Dinge sich von anderen tun zu lassen, die sie selber auch könnten, die sie bereichern, von denen sie lernen, könnten.

Wofür aber wären wir angelegt?
Wir sind, wie ‚alte payoli’s wissen, schöpferische Götter, die alles könn(t)en!

Wie anders könnte unsere Welt aussehen?
Wir könnten in der Vielfalt und Fülle leben. Wir könnten endlich unser ganzes Potenzial ausschöpfen. Wir könnten uns auf allen Gebieten weiterentwickeln, uns durch Austausch und ‚learning by doing‘ enorm bereichern. Wir könnten unser Leben bunter gestalten. Wir könnten in einem Leben BäckerInnen, GärtnerInnen, MaurerInnen, TischlerInnen, NäherInnen, KöchInnen, ÄrztInnen, PflegerInnen, HeilerInnen, VorleberInnen, JournalistInnen und noch vieles mehr sein.

Was spricht dagegen?
Dass ‚Professionisten‘ schneller, effizienter und fehlerfreier arbeiten.
Das allerdings, stimmt leider nicht all zu oft.
Zudem muss man bedenken, dass diese Menschen von ihrer Arbeit, das Gro von ihnen sogar allerbestens, leben wollen. Sie verrechnen also weitaus mehr, als sie ‚wert‘ sind!

Mach eine einfache Rechnung:
Bestell Dir einen Fliesenleger oder Installateur und rechne durch wieviele Stunden Du für die Begleichung seiner Rechnung arbeiten musst und wieviele Stunden er gearbeitet hat.

Natürlich ist es nicht sinnvoll, für jeden Nagel Erz schürfen zu gehen und ihn zu schmieden. Arbeitsteilung ist etwas Wunderbares!
Doch unsere heutige, arbeitsteilige Spezialisten- Gesellschaft hat den Bogen bereits mehr als überspannt und hat mittlerweile etwas von Begrenzung, Bescheuklappung und Einschränkung.
Sie verarmt und beschränkt, bis entmündigt uns!

 

PS: Unter diesem Aspekt sollte vielleicht auch die derzeit stattfindende Bildungs- Diskussion gesehen werden, bei der die ‚Fortschrittlichen‘ für die Förderung der Stärken sind und nicht die Konzentration auf die Schwächen favorisiert wird. Vielleicht ist der Weg dazwischen der ‚richtige‘. Doch lies vielleicht selber demnächst meine Bildungs- Serie …

 

4 Antworten zu Arbeitsplätze

  1. Inge Henneberg sagt:

    Sicher, was wir heute unter Arbeit verstehen, bedeutet nichts anderes als moderne Versklavung.

    Wir benötigen – in unserem System – aber ein gewisses finanz. Einkommen, allerdings – wie Du richtig schreibst, wir haben den Bogen weit überspannt.

    Vieles was heute als normaler Standard gilt, ist im Grunde verzichtbar und überflüssig.

    Und um diese überflüssigen Dinge finanzieren zu können, tun wir u.a. unseren Kindern die KITA und ähnliche Aufbewahrungsstätten an.

    Allerdings, um all das zu machen was unserem Naturell entspricht, (z.B. Backen, Kochen, Gärtnern, Nähen, Stricken, Schneidern, Maurern, Tischlern usw.) benötigen wir nunmal einen gewissen finanziellen Hintergrund, um u.a. das MATERIAL dafür zu erwerben.

    Jene Zeiten, in denen dieses Rohmaterial (für ein Haus beginnt es beim Grundstück und endet bei den Dachziegeln) für alle kostenlos in der NATUR zur Verfügung stand, sind längst vorbei.

    Wir sind aber sehr gespannt auf Deine Vorschläge, dieses Thema erscheint ja in Deinem BLOG immer wieder, wie es auch ohne die entsprechenden Finanzen (sogenannte Arbeit) realisierbar wäre.

    • payoli sagt:

      Liebe Inge,
      so wie ein Mathe- Lehrer nur die Grund- Rechnungsarten bzw. Prinzipien und nicht alle damit möglichen Beispiele weitergeben kann, wird es vermutlich auch mir nicht gelingen, Beispiele zu nennen, die auch für andere oder gar alle nützlich sind.
      Wenn ich zum Beispiel jetzt sage ‚Lass alle Mode- Artikel weg!‘, werden so manche damit einverstanden sein. Andere wieder empört aufheulen.
      Es muss schon jeder SEINE Wertigkeiten eruieren und all seine Ausgaben kritisch hinterfragen.
      Detto mit der Einkommensseite! Für einen wäre es Null Problem Leute um Geld anzusprechen, für andere wieder, wäre soetwas völlig unmöglich. Manche sind in der Lage durch ihre Fähigkeit in kurzer Zeit viel Geld zu verdienen um dann wieder ausgiebig zu paradiesisieren, für andere ist das keine Option.
      Was also sollte ich da jetzt für Antworten geben, hm? 😉
      Ich kann Dir nur sagen, es gibt genug Leute die das auf die eine oder andere Art schaffen. Also müsste es jeder können.

  2. Inge Henneberg sagt:

    Genau das ist der Punkt, ein Leben jenseits der von der Mehrheit aller Menschen praktizierenden (sogenannten) Arbeit, gibt es nicht. Und das ist auch der Grund, warum Arbeitsplätze so begehrt sind, sie sichern ein entsprechendes finanzielles Einkommen.

    Auch in meinen Augen – nicht ideal – ein Paradiesleben sieht anders aus – aber das kleinere von zwei Übeln, das die Mehrheit aller Menschen wählt, um nicht zu verhungern, gesund zu bleiben und ein einigermaßen angenehmes Leben zu haben.

    Dein Beispiel, wenn einige es schaffen in kurzer Zeit viel Geld zu verdienen um paradiesisch zu leben, bestätigt doch, ohne finanz. Hintergrund funktioniert in – unserer Zeit – kein Paradiesleben.

    Trotzdem – und so verstehe ich Dein aktuelles Blogthema, wir können mit all unseren Möglichkeiten das Beste daraus machen.

    Nur soviel ARBEIT wie nötig und da stimmen wir wieder überein, Vieles was heute als erstrebenswert und normaler Standard angesehen wird, ist überflüssig, ja sogar Ballast.

    Und diese Erkenntnis bringt uns dem Paradies wieder näher,

    Paradise your life!

    • payoli sagt:

      Genau das habe ich befürchtet!
      Sowie ich Beispiele bringe werden sie missbräuchlich verwendet oder missgedeutet.
      Es geht sehr wohl auch ohne Einkommen!
      Wir brauchen auch kein ‚finanzielles Einkommen‘. Wir brauchen genug, um gut zu leben! Und das findet sich und wächst alles gratis. Wer zu Leuten geht die Geld dafür verlangen, dass sie ihnen die Nüsse zusammenklauben, sind selber ‚Schuld‘ 😉

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