Die 99- 100%- Klippe

‚paradise your life‘ ist wunderbar, wie immer mehr Menschen erfahren und erleben. Allein schon die ‚paradise your life- Säule‘ Roh- bzw. Paradies- Ernährung kann schon Veränderungen, Verbesserungen, ja sogar Heilungen bewirken, die fast unglaublich erscheinen.

Einen Punkt aber wollen oder können selbst rohköstlich Praktizierende nur schwer einsehen:
Die 99- 100%- Klippe!

Was meine ich damit?
Ganz einfach! Je mehr Rohköstliches man verzehrt, je höher der Rohkost- Anteil ist, desto besser wird die Gesundheit sein.
Das ist ein relativ linearer Verlauf. Bis, – ja, bis kurz vor dem 100% Rohkostanteil!

Ich stoppe hier und versuch’s erst mit Beispielen aus anderen Gebieten.
Nehmen wir an, Du bis ein völliger musikalischer Laie. Als solcher wirst Du den reinen Musikgenuss haben und kleine Fehler, Unregelmäßigkeiten, Einfachheiten u.Ä. kaum merken.
Beginnst Du nun ein Instrument zu lernen, wird Dein Ohr, Dein musikalisches Verständnis geschult und feiner werden. Du wirst bald genauer hinhören und auch mehr Feinheiten, aber auch Fehler heraushören als früher.
Du wirst in ein neues Musikverständnis hineinwachsen und die ‚frühere Unschuld‘ verlieren.
Was nach den ersten Musikstunden ein riesiges Erfolgserlebnis war, wäre nun eine Katastrophe.
Oder anders ausgedrückt: Von unten rauf gesehen, kann man kaum ermessen, was einen noch erwartet oder woran ‚die da oben‘ so lange arbeiten. Von oben runtergesehen, erscheinen selbst kleinste Fehler sonnenklar.
So verhält es sich in der Musik, der bildenden Kunst, im Marketing oder in der Technik, Medizin und Dolmetscherei.
So verhält es sich auch bei der Ernährung.

Je natürlicher bzw. naturrichtiger wir uns ernähren, desto besser für uns und die Umwelt.
100%ige Rohernährung wird uns eine perfekte Gesundheit schenken.

Doch bereits eine nur 99%ige Rohernährung kann uns jede Menge an Problemen machen!
Wie dieses!?
Eine fast perfekte Ernährung müsste doch eine fast perfekte Gesundheit garantieren!

Unsere (armen) Körper werden von klein an – ernährungsmäßig – vergewaltigt!
Was soll also so ein kleiner Körper sonst tun, als ‚Augen zu und durch‘? Ich nenne das auch gern ‚Toleranzstarre‘.
Kotzt er all das Ungenießbare, das ihm reingestopft wird aus, verhungert er.
Reagiert er auf all das reingestopfte Ungesunde natürlich, ist er ständig krank, da er diesen Mist ständig ausscheiden und deponieren müsste.
Die vermeintlich vorübergehende Lösung also heißt Toleranzstarre. Das heißt, stillhalten, bis vielleicht irgendwann mal wieder etwas Vernünftiges reinkommt.

Mit dieser Toleranzstarre überleben wir so recht und schlecht oft Jahrzehnte.
Doch je mehr artgerecht Gesundes der Körper kriegt, desto mehr schüttelt er diese Toleranzstarre ab, desto besser entgiftet er, desto sensibler wird er, desto wachsamer reagiert er.

SteilküsteDas heißt – es sieht auf den ersten Blick ungerecht aus, ist tatsächlich aber eine wunderbare Weisheit – je gesünder wir uns ernähren, desto eher wird der Körper gegen ‚Sünden‘ rebellieren bzw. diese umgehendst ausscheiden oder deponieren.

Dieser Mechanismus bewirkt, dass wir häufig nach dem Motto ‚Ich hab’s probiert, aber es hilft nichts‘ reagieren werden.
Die Leute schaffen keine 100%! Sie ‚müssen‘ sich immer irgendwo ein Hintertürchen offenlassen, sich irgend eine Ausnahme genehmigen …
Und dann haben sie ihre Kopfschmerzen, ihren Husten, Ihre Ausschläge, ihre Hämorrhoiden, ihre Blähungen, Hautunreinheiten, und, und, und.
Und sie können es sich dann auch nicht und nicht erklären, wie sie trotz ihrer ohnehin soooo gesunden Ernährung zu diesen Problemen kommen können … 😉

Ein Tipp: Es einige Wochen mit 100%iger Rohernährung versuchen. Von dieser ‚gesicherten Plattform‘ aus kann man dann

a) ev. noch immer vorhandene Probleme leichter lokalisieren oder
b) ev. sich beobachtend wieder Schritt für Schritt ‚in die heißgeliebte Sünde‘ zurückbegeben

Als Bild zusammengefasst: Das Ufer unter dem Krankheitsmeer ist ein stetig ansteigendes. Die letzten Meter vor dem Gesundheitsfestland aber steigt steil die 1%- Klippe an, gegen die die Brandung noch oft heftig antobt …

Auch Menschen die schon gefastet haben, kennen diesen Effekt. Nach drei Tagen hat der Körper meist die Nahrungslosigkeit akzeptiert, hat auf Entgiftung ‚umgeschaltet‘ und man verspürt keinen Hunger mehr.
Unterbricht man aber, auch nur durch einen kleinen Happen, beginnt das ‚ganze Spielchen‘ samt Hungeranfällen wieder von vorne …

 

 

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