How to make paradise

how to make paradiseDie wohl häufigsten Fragen an mich betreffen das paradiesische Leben.
Kaum jemand kann sich vorstellen wie soetwas in der Praxis aussehen könnte. Fast niemand glaubt, dass es ohne Geld, ohne Job, ohne Technik, ohne Fortschritt, ohne … funktionieren könnte.
Kaum jemand sieht noch die allgegenwärtige Fülle.
Praktisch alle sehen nur den – vermeintlichen – Verzicht. Obwohl jedes Weglassen eines der wenigen gewohnten; aber in Wirklichkeit armseligen; Gesellschafts- Reichtümer ein echter Segen ist.

Immer wieder erwarten sich die Leser dieses blogs konkrete Beispiele.
Nur, die kann ich nicht geben, denn jedermensch ist anders ‚gestrickt‘. Jeder hat andere Vorlieben, kann anderes problemlos weglassen, kann sich anderes vorstellen.
Für einen ist das Containern ein Spaß und sichert die tägliche Frisch- Obst- und Gemüse- Versorgung, für andere ist das eklig und ein absolutes Nogo. Einer baut sich ruckzuck ein nahezu kostenloses Strohballen- Lehm- Haus, andere wüssten nicht wo anfangen. Viele haben den Blick für Wildkräuter, andere wieder finden selbst auf fettesten Wiesen nichts. Manche können locker auf Kosmetika verzichten, für andere wieder ist das undenkbar …

Ich denke mir, die wichtigsten ‚Zutaten‘ für ein Paradiesleben sind

greenball Offenheit,
greenball ein (entsprechendes) Bewusstsein und
greenball unsere Körpersignale.

Auch gibt es keine Paradiesleben für ALLE! Es können ja auch nicht alle Millionäre sein! 😉
Für ein Paradiesleben muss man sehr wohl gewisse Voraussetzungen und Bereitschaften mitbringen.
Ein Paradiesleben ist auch nicht an jedem Ort möglich. Überspitzt gesagt: Ich kann mich nicht mit verschränkten Armen in einen innerstädtischen ‚Betonsilo‘ setzen und dort das geldlose Paradies erwarten …

Viele sitzen der Falle auf, dass sie sich in ein zwar gesellschaftlich konformes aber mit ‚Natur- Augen‘ gesehen, absolutes Sackgassen-Leben manövriert haben und meinen, da drinnen Paradies leben zu können.
Nein! Das geht natürlich nicht!
Da hättest Du schon früher spüren müssen, dass eine Stadtwohnung, ein Stressjob, Schulden … was immer, Dich überfordert, Dich runterzieht, mit Deinen Ur- Bedürfnissen nicht übereinstimmt, Dir ein Paradiesleben verunmöglicht.
Paradiesleben beginnt ‚von Grund auf‘! Ein Paradiesleben ist nicht als Hobby oder so nebenher möglich.

Warum müssen Arbeitende teure Flieger und Urlaube buchen? Weil sie nur begrenzt Zeit haben!
Warum müssen Arbeitende Fertiggerichte in die Mikrowelle schieben? Weil sie sehr wenig Zeit haben!
Ja, es ist sogar so, dass derart Eingespannte nichtmal Zeit haben, mal den Kopf frei zu bekommen um über ihr Leben nachzudenken!
Deshalb ist auch die Sicht dieser Menschen für ein Paradiesleben, für die allgegenwärtige Fülle, für alternative Möglichkeiten, sehr oft getrübt!

Doch die Palette der Paradiesmöglichkeiten ist sehr groß.
Jeder kann nur SEINE Version wählen. Sich aus meinen oder anderer Vorschläge, das Seine, das ihm Mögliche herauspicken, sich seine eigene ‚Verdünnung‘ zubereiten.

Zum Beispiel muss die absolute Geldlosigkeit nicht unbedingt sein! Doch sie ist – wie viele gelebte Beispiele zeigen – problemlos möglich.
Erspartes, Geerbtes, einst Erarbeitetes, etc. kann natürlich einiges erlechtern.
Doch auch ohne Geld ist vieles möglch. Sieh Dir z.B. die riesigen Brach- Flächen an die es gibt. Im persönlichen Gespräch überlässt einem schon mal ein Bauer oder Gutsbesitzer ein paar Quadratmeter.
Auch in Städten wird immer häufig guerilla gardening geübt oder werden städtische Brachflächen gärtnerisch genutzt.
Auch ein paar Bäume sind schon mal ‚erschnorrbar‘ und eine Blockhütte daraus ist in ein paar Wochen auch von Laien errichtbar.
Natürlich kann man ohne Genehmigung keine ‚Riesenhütten‘ errichten oder allen Komfort erwarten.

Eine andere Möglichkeit sind die vielen, vielen Häuser alter oder pflegebedürftiger Menschen. Diese freuen sich über Betreung und Versorgung und Du hast eine Wohnmöglichkeit.

Ich denke, man muss einfach von den fixen, Konsumwelt- ‚verdorbenen‘ Vorstellungen weg!

Oder die Elternhäuser! Jeder lebte als Kind in einem Haus bei seinen Eltern. Sich mit diesen nicht zu vertragen und auszuziehen wird in einer Arbeitsgesellschaft scheinbar einfach gemacht, hat aber seinen – meines Erachtens, hohen – Preis. Da pflege ich lieber meine Eltern bzw. das gute Verhältnis zu Ihnen und erspar mir 10, 20 Jahre Plackerei für ein Eigenheim …

Doch das alles muss nicht sein. Jeder hat die Wahl!
Sozusagen Konsum oder Paradies, Geld oder Leben! 😉

Oder die Bekleidung! Die Kleider- Sammelcontainer, second hand- Läden, Flohmärkte quellen über!
Bio- Bauern verschenken teilweise bereits ihre Schafwolle, weil der Preis so niedrig ist! Und Spinnen und Stricken sind für jedermensch lern- und machbar und so ein Pullover ist in ein paar Tagen fertig, ein wunderbares Unikat und wärmt und macht jahrelang Freude.

Oder die Ernährung! Jährlich bleiben Tonnen an Früchten, Samen und Nüsse acht- und verwendungslos unter ihren Bäumen liegen. Man braucht sie nur aufzusammeln, anstatt Leute dafür zu bezahlen, dass sie das für einen tun. Und wachsen tut all dieses ‚Zeugs‘ mitsamt diesen zahllosen, wunderbaren Wildkräutern ohnehin gratis …

Auch Besitz muss nicht unbedingt sein. Ich lag schon an den schönsten Stränden und Plätzen, auf den schönsten Hängen und Lichtungen, durchradelte die schönsten Gegenden, ohne sie zu besitzen.

Das gilt auch umgekehrt. Man darf auch von fremden Grundstücken naschen!
Unser Rechts- und Besitzsystem ist ein Unrechtssystem, das aus ‚Recht des Stärkeren‘- Zeiten stammt. Unsere Vorfahren ‚durften‘ dieses Land teilweise mit ihrem Leben bezahlen und wir sollen es nicht nutzen dürfen!?
Dass man einem alten Mutterl die sich alle ihre Zwetschken aufklaubt um daraus Marmelade zu kochen diese nicht wegnimmt ist wohl moralisch klar. Aber in Parks und auf ungenutzten Flächen zu ernten ist für mich moralisch einwandfrei. Nicht zufällig ist ‚Mundraub‘ auch juristisch straffrei.
Oder allein schon die vielen, vielen Baumüberhänge auf Straßen und Gehsteige die ganz legal genutzt werden dürfen …
Es holen sich auch die Stare und andere Tiere die Kirschen und Weintrauben aus Bauerngärten und sie kommen nicht ins Gefängnis! 😉
Aber die sind eben FREI!
Und wir sind das auch, wenn wir das wollen!!! 🙂

Jedes ‚dumme‘ Tier kann ohne Besitz, Geld, Job und Stress bestens leben. Und uns ‚Krone der Schöpfung‘ soll das nicht möglich sein!? … 😉

 

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6 Responses to How to make paradise

  1. Inge Henneberg sagt:

    Wie so oft bei diesem PARADIES-Thema, die REALITÄT bleibt außen vor. Ja ich weiß, positiv denken ist angesagt, aber alles denken nutzt nichts, wenn jeder leicht erkennen und es täglich erleben kann, daß die von Dir genannten Beispiele hinken.

    Zitat:

    „Jedes ‘dumme’ Tier kann ohne Besitz, Geld, Job und Stress bestens leben. Und uns ‘Krone der Schöpfung’ soll das nicht möglich sein!?“ Zitat Ende.

    Besonders dieser letzte Satz bringt es auf den Punkt, wir sind eben MENSCHEN und keine Tiere. Eine Kuh, Ziege oder Schaf brauchen nicht mehr als GRAS etc. und sind zufrieden. Der Mensch hat einen anderen BEDARF.

    Wir brauchen und wollen ein ordentliches nässe- und kälteresistentes, warmes Dach (keine Lehm- oder Blockhütte) über dem Kopf und würden ohne Kleidung (wie die Tiere) einen Winter nicht überleben.

    Einen Kommentar zu den anderen genannten Punkten erspare ich mir mal, nur soviel, sie haben mit einem PARADIESleben wenig gemeinsam.

    Übrigens, die Mehrheit aller Deutschen lebt zur Miete und noch lange nicht alle Eltern besitzen Wohneigentum.

    Alles Gründe, warum nur sehr WENIGE (absolute Ausnahmen und an einer Hand abzählbar) freiwillig jenseits von berufl. Arbeit etc. und finanziellem Einkommen leben.

    • payoli sagt:

      Liebe Inge,
      auch wenn Du noch so strampfst, opponierst und die Augen (oder Fanatsie) verschließt: All das, was ich schreibe ist möglich und es gibt gelebte Beispiele dafür- – Und noch weitaus darüber Hinausgehendes mehr!
      Ich kann Dir nur empfehlen, anstatt meine Vorschläge so massiv zu bezweifeln, mal vor der eigenen Tür zu ‚kehren‘, denn – siehe oben – meine Beispiele gibt es!
      Wie sehr Du im selbstgeschaffenen Käfig zu stecken scheinst, zeigt allein schon Deine Ablehnung eines Strohballen- Lehm- Hauses. Das ist eine Top- Technologie mit unvergleichlich gutem Raumklima, die mittlerweile auch schon gegen ‚Schweinegeld‘ angeboten wird.
      Dass die ‚Mehrheit der Deutschen‘ angeblich nicht irren kann haben wir schon mal gehört … Und es hat auch damals nicht gestimmt! 😉
      Jedermensch kann sich aber dennoch gern in diese ‚Mehrheits- Riege‘ eingliedern wenn ihm schon das ‚Paradies-/ Lebenskünstler- Gen‘ fehlt… 😉

  2. Inge Henneberg sagt:

    Lieber Willi,
    meine Zweifel beziehen sich nicht auf Strohballen/Lehm-H ä u s e r sondern ich habe etwas gegen Blockhütten, die mit ein paar „erschnorrten“ Bäumen und auch für Laien errichtbar wären.
    Solche Blockhütten dienen normalerweise lediglich als Geräteschuppen, das meinte ich. Zum Wohnen absolut ungeeignet und weit entfernt vom Paradies.
    Zitat: „Jeder hat die Wahl!
    Sozusagen Konsum oder Paradies, Geld oder Leben!“ Zitat Ende.

    Aber das „eine“ schließt doch das „andere“ nicht aus. Nur so viel Konsum/Geld wie nötig (warum auf all die weltweit wachsenden herrlichen Früchte, Mandeln, Kokosnüsse, etc. verzichten?) Diese Vielfalt bereichert unser Leben und gehört zum Paradies.
    Gibt es natürlich nicht gratis, wie übrigens auch viele heimische Früchte, Gemüse, Nüsse etc. nicht, es sei denn wir begnügen uns mit einer täglichen handvoll Wildies, wäre allerdings etwas eintönig und widerspräche wieder einem Paradiesleben.

    • payoli sagt:

      Ja und was hab ich gleich eingangs geschrieben?:
      „Immer wieder erwarten sich die Leser dieses blogs konkrete Beispiele. Nur, die kann ich nicht geben, denn jedermensch ist anders ‘gestrickt’.“
      Und wenn ich dann gerade für Leut wie Dich doch ein paar Beispiele bringe werden die bezweifelt und kritisiert!
      Und damit sind wir wiederr bei der Stelle:
      „Ich kann mich nicht mit verschränkten Armen in einen innerstädtischen ‘Betonsilo’ setzen und dort das geldlose Paradies erwarten …“
      Man muss den Hintern schon mal in Richtung Paradies auch bewegen oder mal den Geist etwas flexibilisieren.
      Entweder man kann mit meinen Beispielen leben oder ist flexibel genug um sich eigene auszudenken oder man lässt es bleiben. Aber ausschließlich, sehr wohl Mögliches und Lebbares zu kritisieren oder zu bezweifeln ist ein bisserl gar billig, denke ich.

  3. Inge Henneberg sagt:

    Beispiele sind wichtig, damit überhaupt deutlich wird, w a s DU unter einem Paradiesleben verstehst und worüber wir diskutieren.

    Fazit: Das direkte Gegenteil von dem was man sich generell – und auch ich – darunter vorstellt.

    Zitat:“Aber ausschließlich, sehr wohl Mögliches und Lebbares zu kritisieren oder zu bezweifeln ist ein bisserl gar billig, denke ich.“ Zitat Ende.

    Mir wäre es viel lieber, ich könnte auch bei diesem Thema zustimmen, aber die REALITÄT bzw. meine Erfahrungen halten mich davon ab.

    • payoli sagt:

      Nicht DIE Realität!
      DEINE Realität hält DICH davon ab.
      Viele andere leben – wie bereits geschrieben – genau diese, für Dich unmögliche Realität!
      Aber auch Deine Realität ist natürlich ok. Wenn Du mit Geld und teuren Importfrüchten leben willst, ist das wunderbar, wenn’s für Dich so passt bzw. sich paradiesisch anfühlt.
      Meine Paradies- Definition leitet sich primär vom Körperbedürfnis ab. Wenn es Dir und Deinem Körper mit Deiner Lebensweise im Sinn des Super- Egoismus gut geht, ist das perfekt.

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