Mal ehrlich! (1)

11. November 2013

mal ehrlich 1Ich bin kein Übermensch!
Auch nicht alles, was ich hier in paradiseyourlife_kl blogge, schaffe ich immer.

Sehr oft haben Menschen, die mich nur vom blog her kennen, persönlich ein Aha- Erlebnis a la ‚Oh, der ist ja fast normal‘ 😉

Ich möchte diese vermeintliche Diskrepanz heute einmal aufklären:

greenballIch schreibe nie, dass ich all diese Gedanken auch lebe
greenballIch verwende diesen blog mehr oder weniger als mein Notizbuch, das ich auch anderen zugängig mache.
greenballIch schreibe ausschließlich von Dingen und Überlegungen, die ich erlebt oder beobachtet habe oder von denen ich zutiefst überzeugt bin.

Und das für viele Unverständlichste:
greenballIch hab‘ kein Problem mit meinem ‚Scheitern‘!

Für mich ist alles wie es ist, immer ok! 🙂
Selbst wenn ich meinen oder fremden Ansprüchen nicht genüge, ist das in Ordnung für mich.
Ich weiß sehr genau meine Körpersignale einzuschätzen. Damit weiß ich auch, was ich mir zumuten kann.

Dennoch habe ich immer diese Fernziele, die ich liebe und von denen und deren Erreichung ich zutiefst überzeugt bin, vor Augen.

Meines Erachtens zerstört nichts unsere Träume bzw. deren Verwirklichung mehr, als an ihnen zu zweifeln oder über unsere Misserfolge enttäuscht zu sein.
Ich sehe mich wie einen schlingernden Sturm- Piloten oder -Kapitän, der, um eine Zerstörung seines Vehikels zu verhindern gelegentlich den Stürmen ‚ihren Willen‘ lassen muss. Doch solange er sein Ziel im Auge hat, wird er es auch erreichen …
Wann und wie bestimmen die Umstände und Naturgewalten 😉

Ähnlich ’nachsichtig‘ bin ich auch mit meinen Mitmenschen.
Mit EINER Ausnahme:
Wenn mich die Leute anjammern und über ihre Wehwechen klagen und es dennoch nicht schaffen, probeweise mal ein paar Fasten- oder Paradies- Wochen einzulegen, kann meine Toleranz schon mal enden 😉

 


Alterserscheinungen

8. November 2013

‚Alter‘ wird nur zu gern, ja sogar völlig selbstverständlich als Erklärung für so ziemlich alles Versagen oder Schwächeln von Körperfunktionen verwendet. Dabei ist Alter doch keine Krankheit!

TattergreisDoch die Zivilisation hat es zu einer Erkrankung gemacht!
Man sollte besser von Altersverstopfungen, von Altersvergiftungen, von Altersdeponien, etc. sprechen.
Denn wir sind es, die den Körper mit nichtartgerechter Ernährung verstopfen und vergiften, die ihm Stoffe zuführen, die er irgendwo deponieren muss.
Wir sind es, die durch zu wenig und zu falsche Bewegung Muskeln schwächen, Nähr- und Schadstoff- Flüsse behindern bis verunmöglichen, unsere Aktivitäten lähmen. Wir sind es, die durch unsere Bequemlichkeiten ‚versulzen‘ und ‚versauern‘.
Wir sind es, die lieber vereinsamen, als zu lieben. Wir sind es, die erst geistig und in der Folge körperlich erstarren und versteinern.
Wir sind es, die die unbeschwerte Kindheit nach und nach abgeben wie lästigen Ballast!
Wir sind es, die Zug um Zug den selbstverursachten Alterserscheinungen zustreben!

Wir könnten auch topfit und gesund, beweglich und offen, vielleicht sogar liebevoll und kindisch altern!
Wir können als erste Generation von
   alten, aber großen Liebenden,
   als alte, aber leidenschaftliche Weltretter,
   als alte, aber bemühte Menschenhelfer,
   als alte, aber fleißige Arbeiter,
   als alte, aber erfahrene Gärtner,
   als alte, aber charismatische Redner,
   als alte, aber entspannte Glücksvermittler,
   als alte, aber erfahrene Ratgeben,
   als alte aber erfolgreiche Vermittler und Mentoren
   und, und, und …
in die Geschichte eingehen.

Horch und sieh mal genau hin, wie oft diese Zivilisations- verursachten Probleme mit dem Alter gleichgesetzt werden! Da wird im Alter das Sehvermögen schlechter, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit auf Krebs, versteifen die Gelenke, wird die Haut unreiner, lässt das Gedächtnis nach …
Lass Dich davon nicht ‚programmieren‘! Nichts davon ist wahr!
All diese Probleme sind Zivilisationserscheinungen und waren vor Generationen – natürlich auch bei den Alten – noch völlig unbekannt!

Wir wissen aus der Placebo- und Nocebo- Forschung, dass werden wird, was wir glauben, das werden wird. Das gilt auch fürs Altern.
Indem wir von klein an und tagtäglich gebrechliche und kranke Alte sehen, programmieren wir uns auf diese Art des Alterns.
– Wenn wir uns nicht dagegen wappnen!

redball Sei Dir des Obengesagten klar!

redball Sieh künftig den Begriff des Alterns anders und in diesem Sinne!

redball ‚Veraltere‘ Dich nicht durch eine nichtartgerechte Lebensweise! Dann wird das Dylan- Lied ‚Forever young‘ Wirklichkeit 🙂

Oder noch kürzer gesagt:

paradise your life ! 😉

 

 

 


Das Klopapierblattometer

6. November 2013

Wie werden wir oft Staunen gemacht durch neueste Geräten und Erfindungen. Oft auch durch Meldungen über neue hochgenaue Mess- und Nachweisverfahren bzw. durch die diese Genauigkeit erst ermöglichenden Geräte.

Das Lobgehudel über neueste und genaueste Labor- Leistungen täuscht uns über die Tatsache hinweg, dass die hochgenauesten ‚Messgeräte‘ in uns selber sitzen!
Alle unsere Körper- und damit Wohlbefindens- Parameter werden ständig geregelt (siehe auch „Ein Erklärungsversuch“), das heißt auf das optimale Maß eingestellt.
Dazu muss der augenblickliche Messwert bekannt sein, was nichts anderes heißt, als dass unser Körper ständig über alle Größen, wie Temperatur, ph- Wert, Blutdruck, Sauerstoffsättigung, Blutzucker, Harnsäurewerte, Muskeltonus, Hormonstatus, und, und und, bescheid weiß.
Wir bräuchten also keine Labors, keine Untersuchungen, keine Blutabnahmen, Harnuntersuchungen, etc. Wir bräuchten nur den Zugriff auf all diese vorhandenen Messwerte wiedererlangen.

Klopapierblattometer

Dazu dienen uns unsere Körpersignale. Wir spüren, wenn wir hungrig sind. Schon weniger, wenn wir satt, um nicht zu sagen ‚überfressen‘, sind 😉
Wir spüren, wenn uns heiß oder kalt ist. Wir sehen, wenn wir Hautunreinheiten, Pickel, Rötungen, Rauheiten, etc. haben. Wir merken, wenn wir unangenehm riechen usw.

Was leider oft fehlt ist die dazu nötige Aufmerksamkeit und das Ernstnehmen dieser Signale.
Kaum jemand glaubt, dass ALLES was der Körper so von sich gibt eine Ursache und einen Sinn hat und dass praktisch immer WIR die Verursacher sind. Dennoch ist es so!

So ist z.B. das Klopapierblattometer ein wunderbar genaues und zudem kostenloses Anzeige- Intrument unserer Verdauung bzw. unserer Ernährung.
Je artgerechter wir uns ernähren, desto weniger schmutzend ist unser Stuhl.
Je mehr wir mit dem Klopapier wischen müssen, desto schlechter ist unsere Ernährung und um so lauter sollten eigentlich unsere Alarmglocken im Kopf läuten.
Gesunde Menschen bräuchten gar kein Klopapier. – Maximal ein Blatt zur Kontrolle.

So leg Dir auch ein Rotzometer, das Deine Schleimproduktion anzeigt, ein Räusperhäufigkeitsphon, das Deine Verschleimung hörbar macht, einen Mundgeruchscanner, ein Klare-Augen-Scop und noch viele, viele weitere wertvolle ‚Geräte‘ zu, – indem Du achtsamer mit DEinen Körperäußerungen umgehst 😉

 

 


Alphabet – der Film

5. November 2013

alphabet_plakatDer Wiener Filmemacher Erwin Wagenhofer hat nach seinen wunderbaren und höchst erfolgreichen Dokus ‚We feed the world‘ und ‚Let’s make money‘ mit ‚Alphabet‘ treffsicher seine Finger auf die dritte große Schwachstelle dieser Gesellschaft gelegt.
Denn neben dem Ernährungs- und Finanzwelt- Thema liegt unsere Kinder- (V)Erziehung extrem im Argen. Oder wie es im Film heißt: 98% aller Kinder kommen hochbegabt zur Welt. Nach der Schule sind es nur noch 2%.

Ich würde dieser Trilogie noch einen Film über den Wahnsinn unseres Gesundheitssystems bzw. unseres katastrophalen Gesundheitszustandes und unseres nichtartgerechten Fehlverhaltens hintanstellen.

Oder noch besser, nach all dem Aufzeigen von Missständen einen Positiv- Film darüberstellen, wie all diese Themen ‚in einem Aufwasch‘ gelöst werden könnten.
Sozusagen einen paradiseyourlife_kl– Film über paradiesisches Leben.
Denn ich mache immer wieder die Erfahrung, dass immer mehr unserer Zivilisations- Fehler und Sackgassen zwar gesehen werden und der Bedarf an Alternativen, Lösungs- Anregungen, Ideen, Beispielen und Vorleben vorhanden ist aber weitgehend unbefriedigt bleibt.

Dabei geht es bei all diesen Problem- Themen weder darum vom Bestehenden MEHR zu brauchen, noch es künftig BESSER zu machen. Nein! Wir müssen es grundsätzlich ANDERS machen!

Und was könnte da besser sein, als sich des Beispiels und Vorbilds der NATUR zu bedienen, die mit ihrer Milliarden- langen Erfahrung und Verlässlichkeit uns eine wunderbar paradiesische Kür hingelegt hat, die wir bloß weiterzutanzen bräuchten …

Doch die Leser dieses blogs wissen und leben das ja längst …
Bleibt bloß noch die spannende Frage wie lange der Rest der Welt noch brauchen wird um uns nachzufolgen. 😉

 

 


Ein Stich ins Herz

4. November 2013

Oder besser gesagt viele ‚Stiche ins Herz‘ erleben wir tagtäglich.
Und verrückter Weise von Menschen, die uns gar nichts Böses wollen!
Wie das?

Dass unser aller Kommunikation primär über Worte läuft, ist so selbstverständlich, dass wir uns nur wenige Gedanken darüber machen.
Unser Vokabular umfasst tausende bis zigtausende Worte.
Was davon aber, und wie, in unserem Inneren ankommt wissen oder bedenken nur wenige.

Stell Dir vor, wie wohl all diese vielen Worten entstanden sein mögen:
Je gebildeter wir wurden, je spezialisierter wir arbeiteten und kommunizierten, desto mehr Worte brauchten wir und entstanden.
Je historisch früher man den Sprachschatz erhoben hätte, desto weniger Begriffe hätte er umfasst.
Dieser ‚Wörter- Entwicklungsbaum‘ hat sicherlich irgendwann einmal mit einzelnen, damals wichtigen, Worten oder Lauten begonnen. Um sich in der Folge immer weiter zu verbreitern.
Genau genommen entspringt dieser Baum zwei ‚Kernen‘ bzw. Befindlichkeiten: ‚Es geht mir gut/ Ich fühle mich angenommen‘ und ‚Ich fühle mich schlecht/ nicht angenommen‘.

Nach der ‚paradise your life‘- Auffassung, die sich hier interessanterweise mit der modernen Hirnforschung deckt, wirkt das Gesagte weitaus einfacher und ursprünglicher auf uns, als wir gemeinhin denken.
Man könnte auch sagen, das Ur- Tier, die Urzelle steckt immer noch in jedem hochzivilisierten Menschen und reagiert dementsprechend (einfach).

Es ist also vollkommen egal, wie blumenreich oder ausführlich der Liebesschwur oder die Kündigung übermittelt wird. Unserem Befinden geht es ausschließlich darum, ob wir uns angenommen oder abgelehnt fühlen.
Wir nehmen also primär den ‚Ur- Wert‘ der jeweiligen Aussage – oder sogar der einzelnen Worte – wahr.

SynapsenDu kannst Dir das so vorstellen, dass jedes Kind, diese Sprachentwicklung der Menschheit im Kleinen nocheinmal durchläuft. Aus ersten Lauten, werden einzelne Worte, die wiederum um immer komplexere Begriffe erweitert werden.
Dabei sind die zuvor angelernten ‚Ur- Einteilungen‘ aber immer noch aktiv und ‚hängen‘ sozusagen an jedem neuen Begriff, an jedem neuen Wort dran.
Mit praktisch jedem Gedanken schwingt die Hirnzelle, die Synapsenverbindung für ‚Ich fühle mich angenommen‘ oder ‚Ich fühle mich abgelehnt‘ mit.

So wie beispielsweise für ein Kind ein Hund nach und nach erlebt, erschlossen und in neuen ‚Abschleck-‚, ‚Weich-‚, ‚Fell-‚, ‚rote Zunge-‚, Wau Wau-‚, etc. Gehirnzellen abgespeichert wird, so ’schwingen‘ bei jedem Erwachsenen immer noch beim Wort ‚Hund‘, beim Sehen eines Hundes, beim Hören eines Hundes, etc. all diese Eigenschafts- Nervenzellen mit.

Genauso wird bei jedem Wort eine der ursprünglichsten ‚Befindlichkeits- Zellen‘, also ‚Ich fühle mich angenommen‘ oder ‚Ich fühle mich abgelehnt‘, für eine zwar nur extrem kurze Zeit, aber dennoch anschwingen und das dazugehörige Gefühl aktiviert werden.

DAS sollte uns, die wir tagtäglich kommunizieren, bewusst sein!
Wir alle heben durch unsere Worte Menschen hoch oder stoßen sie emotional runter.
Jedes unserer Worte wirkt nachhaltig, macht etwas mit den Menschen.

Genauso unsere Gestik, Mimik, Körpersprache, Art der Tonformung …
Dies alles zusammengenommen, macht sogar mehr als der Wortanteil, nämlich ca. 80% unserer gesamten Kommunikation, aus.

Das heißt, jede Mimik, jede Geste, jede Bewegung macht etwas mit dem Gegenüber, nimmt ihn an oder lehnt ihn ab!

Ist man an einer angenehmen, wertschätzenden, menschlichen, herzlichen Kommunikation interessiert, kann man sich jedes Wort genau ansehen, wie es konnotiert ist und sich die negativ wirkenden abtrainieren bzw. durch positiv wirkende Begriffe ersetzen.
– Eine Mega- Aufgabe!
Auch könnte man sich vor den Spiegel oder Video- Monitor stellen und alle seine Gesten und Bewegungen auf ihre Ur- Wirkung hin untersuchen und sich die unangenehm wirkenden abtrainieren.
– Die nächste Mega- Aufgabe!

Aber was bliebe uns sonst anderes übrig!?
Weiterhin Menschen verletzen, obwohl wir das gar nicht wollen?
Nein! Den payoli- Baum der Erkenntnis nochmal durcharbeiten!
Damit lässt sich auch dieses Problem leicht lösen … 🙂

 


How to make paradise

1. November 2013

how to make paradiseDie wohl häufigsten Fragen an mich betreffen das paradiesische Leben.
Kaum jemand kann sich vorstellen wie soetwas in der Praxis aussehen könnte. Fast niemand glaubt, dass es ohne Geld, ohne Job, ohne Technik, ohne Fortschritt, ohne … funktionieren könnte.
Kaum jemand sieht noch die allgegenwärtige Fülle.
Praktisch alle sehen nur den – vermeintlichen – Verzicht. Obwohl jedes Weglassen eines der wenigen gewohnten; aber in Wirklichkeit armseligen; Gesellschafts- Reichtümer ein echter Segen ist.

Immer wieder erwarten sich die Leser dieses blogs konkrete Beispiele.
Nur, die kann ich nicht geben, denn jedermensch ist anders ‚gestrickt‘. Jeder hat andere Vorlieben, kann anderes problemlos weglassen, kann sich anderes vorstellen.
Für einen ist das Containern ein Spaß und sichert die tägliche Frisch- Obst- und Gemüse- Versorgung, für andere ist das eklig und ein absolutes Nogo. Einer baut sich ruckzuck ein nahezu kostenloses Strohballen- Lehm- Haus, andere wüssten nicht wo anfangen. Viele haben den Blick für Wildkräuter, andere wieder finden selbst auf fettesten Wiesen nichts. Manche können locker auf Kosmetika verzichten, für andere wieder ist das undenkbar …

Ich denke mir, die wichtigsten ‚Zutaten‘ für ein Paradiesleben sind

greenball Offenheit,
greenball ein (entsprechendes) Bewusstsein und
greenball unsere Körpersignale.

Auch gibt es keine Paradiesleben für ALLE! Es können ja auch nicht alle Millionäre sein! 😉
Für ein Paradiesleben muss man sehr wohl gewisse Voraussetzungen und Bereitschaften mitbringen.
Ein Paradiesleben ist auch nicht an jedem Ort möglich. Überspitzt gesagt: Ich kann mich nicht mit verschränkten Armen in einen innerstädtischen ‚Betonsilo‘ setzen und dort das geldlose Paradies erwarten …

Viele sitzen der Falle auf, dass sie sich in ein zwar gesellschaftlich konformes aber mit ‚Natur- Augen‘ gesehen, absolutes Sackgassen-Leben manövriert haben und meinen, da drinnen Paradies leben zu können.
Nein! Das geht natürlich nicht!
Da hättest Du schon früher spüren müssen, dass eine Stadtwohnung, ein Stressjob, Schulden … was immer, Dich überfordert, Dich runterzieht, mit Deinen Ur- Bedürfnissen nicht übereinstimmt, Dir ein Paradiesleben verunmöglicht.
Paradiesleben beginnt ‚von Grund auf‘! Ein Paradiesleben ist nicht als Hobby oder so nebenher möglich.

Warum müssen Arbeitende teure Flieger und Urlaube buchen? Weil sie nur begrenzt Zeit haben!
Warum müssen Arbeitende Fertiggerichte in die Mikrowelle schieben? Weil sie sehr wenig Zeit haben!
Ja, es ist sogar so, dass derart Eingespannte nichtmal Zeit haben, mal den Kopf frei zu bekommen um über ihr Leben nachzudenken!
Deshalb ist auch die Sicht dieser Menschen für ein Paradiesleben, für die allgegenwärtige Fülle, für alternative Möglichkeiten, sehr oft getrübt!

Doch die Palette der Paradiesmöglichkeiten ist sehr groß.
Jeder kann nur SEINE Version wählen. Sich aus meinen oder anderer Vorschläge, das Seine, das ihm Mögliche herauspicken, sich seine eigene ‚Verdünnung‘ zubereiten.

Zum Beispiel muss die absolute Geldlosigkeit nicht unbedingt sein! Doch sie ist – wie viele gelebte Beispiele zeigen – problemlos möglich.
Erspartes, Geerbtes, einst Erarbeitetes, etc. kann natürlich einiges erlechtern.
Doch auch ohne Geld ist vieles möglch. Sieh Dir z.B. die riesigen Brach- Flächen an die es gibt. Im persönlichen Gespräch überlässt einem schon mal ein Bauer oder Gutsbesitzer ein paar Quadratmeter.
Auch in Städten wird immer häufig guerilla gardening geübt oder werden städtische Brachflächen gärtnerisch genutzt.
Auch ein paar Bäume sind schon mal ‚erschnorrbar‘ und eine Blockhütte daraus ist in ein paar Wochen auch von Laien errichtbar.
Natürlich kann man ohne Genehmigung keine ‚Riesenhütten‘ errichten oder allen Komfort erwarten.

Eine andere Möglichkeit sind die vielen, vielen Häuser alter oder pflegebedürftiger Menschen. Diese freuen sich über Betreung und Versorgung und Du hast eine Wohnmöglichkeit.

Ich denke, man muss einfach von den fixen, Konsumwelt- ‚verdorbenen‘ Vorstellungen weg!

Oder die Elternhäuser! Jeder lebte als Kind in einem Haus bei seinen Eltern. Sich mit diesen nicht zu vertragen und auszuziehen wird in einer Arbeitsgesellschaft scheinbar einfach gemacht, hat aber seinen – meines Erachtens, hohen – Preis. Da pflege ich lieber meine Eltern bzw. das gute Verhältnis zu Ihnen und erspar mir 10, 20 Jahre Plackerei für ein Eigenheim …

Doch das alles muss nicht sein. Jeder hat die Wahl!
Sozusagen Konsum oder Paradies, Geld oder Leben! 😉

Oder die Bekleidung! Die Kleider- Sammelcontainer, second hand- Läden, Flohmärkte quellen über!
Bio- Bauern verschenken teilweise bereits ihre Schafwolle, weil der Preis so niedrig ist! Und Spinnen und Stricken sind für jedermensch lern- und machbar und so ein Pullover ist in ein paar Tagen fertig, ein wunderbares Unikat und wärmt und macht jahrelang Freude.

Oder die Ernährung! Jährlich bleiben Tonnen an Früchten, Samen und Nüsse acht- und verwendungslos unter ihren Bäumen liegen. Man braucht sie nur aufzusammeln, anstatt Leute dafür zu bezahlen, dass sie das für einen tun. Und wachsen tut all dieses ‚Zeugs‘ mitsamt diesen zahllosen, wunderbaren Wildkräutern ohnehin gratis …

Auch Besitz muss nicht unbedingt sein. Ich lag schon an den schönsten Stränden und Plätzen, auf den schönsten Hängen und Lichtungen, durchradelte die schönsten Gegenden, ohne sie zu besitzen.

Das gilt auch umgekehrt. Man darf auch von fremden Grundstücken naschen!
Unser Rechts- und Besitzsystem ist ein Unrechtssystem, das aus ‚Recht des Stärkeren‘- Zeiten stammt. Unsere Vorfahren ‚durften‘ dieses Land teilweise mit ihrem Leben bezahlen und wir sollen es nicht nutzen dürfen!?
Dass man einem alten Mutterl die sich alle ihre Zwetschken aufklaubt um daraus Marmelade zu kochen diese nicht wegnimmt ist wohl moralisch klar. Aber in Parks und auf ungenutzten Flächen zu ernten ist für mich moralisch einwandfrei. Nicht zufällig ist ‚Mundraub‘ auch juristisch straffrei.
Oder allein schon die vielen, vielen Baumüberhänge auf Straßen und Gehsteige die ganz legal genutzt werden dürfen …
Es holen sich auch die Stare und andere Tiere die Kirschen und Weintrauben aus Bauerngärten und sie kommen nicht ins Gefängnis! 😉
Aber die sind eben FREI!
Und wir sind das auch, wenn wir das wollen!!! 🙂

Jedes ‚dumme‘ Tier kann ohne Besitz, Geld, Job und Stress bestens leben. Und uns ‚Krone der Schöpfung‘ soll das nicht möglich sein!? … 😉

 


Allerheiligen/ Allerseelen

1. November 2013

Allerheiligen

Wieder einmal gedenken wir der Toten, werden von Medien und Pfarrern an unsere eigene Endlichkeit erinnert.
Wieder möchte ich an diesen Tagen daran erinnern, dass unser aller Endlichkeit viel zu kurz ist, selbstverursacht verkürzt wird bzw. wir uns unser Leben verkürzen und erschweren.
Daran erinnern, dass wir durch unsere unparadiesische und nicht artgerechte Lebensweise wunderbare Lebensjahre – ja nichteinmal ‚verschenken‘, sondern – wegwerfen. Dass wir uns durch vermeintlich Gutes unendlich viel Schmerz, seelisch wie körperlich, aufladen.

Das alles müsste nicht sein! Unsere verstorbenen Lieben könnten noch am Leben sein, könnten sich bester Gesundheit erfreuen, könnten mit uns und in Liebe sein!
– Wenn wir bereit wären, die Geschenke des Lebens, wenn wir nur bereit wären das Paradies anzunehmen, wie es für uns vorgesehen ist, wie es uns geschenkt wurde …

Doch noch einen Aspekt dieser Gedenkzeit möchte ich heute beleuchten:
Der Tod ist, trotz allen Schmerzes, den er auslöst, ein starker Motor für unser aller Entwicklung.

a) Wir alle heute Lebende verdanken unseren Vorfahren eine Millionenjahre lange Entwicklung und dadurch unser heutiges so Sein, gesellschaftlich, technisch und biologisch.
Das bedeutet für viele ein Geschenk, einen Vorteils-/ Vorsprungs- ‚Sockel‘ auf den wir durch unsere Geburt gestellt wurden, ohne unser Zutun.
Natürlich kann man darin auch eine Altlast der vergangenen Irrtümer sehen …

b) Der zweite, eher übersehene Aspekt des ‚Motors Tod‘ ist die Tatsache, dass viele Entwicklungsschritte erst DURCH den Tod möglich wurden und werden. Da Weiterentwicklung oft erst durch das Abtreten einer (erstarrten) Generation möglich ist.
Aber auch innerhalb unserer Leben werden viele Abschlüsse, Ziele, Projekte erst durch den Termindruck vor Abgabetermin erreicht. Das kann man auch über die Lebensspanne hin beobachten. Wenn es dem Ende zugeht, hört man all die ‚Es wäre noch soviel zu sagen gewesen‘, ‚Das hätte ich noch gern gesehen‘, ‚Soviel wäre noch zu tun gewesen‘ …

Warum dieser Torschlusspanik- Effekt?
Hätten wir vielleicht gar noch etwas zu lernen?
Existiert der Tod vielleicht gar nur mehr deshalb, um uns zu lehren, dass wir das Leben besser nutzen sollten, dass wir flexibler sein sollten?
‚Müssen‘ etwa gar die alten Erstarrten nur deshalb weg, weil sie der Weiterentwicklung im Wege stehen, weil sie zu unflexibel für das Neue sind?
‚Müssen‘ wir etwa gar nur deshalb so früh sterben, weil das Schicksal durch unsere Erstarrt- und Fixiertheit keine Möglichkeit mehr sieht, uns all die noch vorhandenen Schönheiten zu präsentieren?

Ich kann und will keine Antworten auf diese Fragen geben, weiß, spüre und erlebe aber tagtäglich, dass das Leben es gut mit uns meint und uns weitaus mehr anbietet als wir bereit sind anzunehmen …
Vielleicht denkt die Eine oder der Andere gerade heute daran, sich mehr als bisher, sich mehr als üblich, sich mehr als ‚denkbar‘ vom Leben zu nehmen, offener zu sein.
– Um damit vielleicht sogar dem Tod ein Schnippchen zu schlagen … 😉