Glücklich ohne Denken

Dieser Titel ist natürlich scherzhaft gemeint, enthält aber ein Körnchen Wahrheit über das ich heute erzählen möchte.
Ich versuch sozusagen nochmal die Quadratur des Kreises. Ich versuche mit (logischem) Denken für’s Nichtdenken zu werben 😉

Wer ‚Katastrophen in Folge‘ nicht gelesen hat oder es noch immer nicht glauben kann: Wir sollten uns mit unserer Fähigkeit zu Denken nicht privilegiert, sondern fast schon gestraft fühlen. Denn kaum eine Erfindung, eine Idee, eine Errungenschaft hielt dauerhaft, was wir uns von ihr erwartet hatten.
Ganz im Gegenteil! All diese Errungenschaften wurden zu Selbstschüssen, die bloß viele noch immer nicht als solche erkennen.
Deshalb postuliere ich:
Je weniger wir denken, desto mehr SIND wir, und desto besser ist das für uns, – und die Mitwelt!
Das kannst Du vermutlich nicht sofort so annehmen, denke ich.

Ich geb Dir zwei Beispiele:
Du kennst doch sicherlich auch den Effekt, dass einem oft ein Begriff, ein Wort, ein Name nicht und nicht einfallen will. Wir zermartern uns das Hirn, durchforsten es, denken und denken. Aber es will uns partout nicht einfallen.
Dann gehen wir aufs Klo oder befassen uns mit etwas anderem und – zack! – das Wort ist da!
Es ließ sich also durch Denken nicht hervorholen, war aber durch Nicht(daran)denken sofort da. Ist nun das Denken gut oder das Nichtdenken zielführender!?

urzeitbierZweites Beispiel:
In inserer ganzen Jahrmillionen langen Evolutionsgeschichte wurde nie geplant, gedacht. Kein Einzeller wünschte sich je mit anderen Einzellern zusammen ein höheres Wesen zu bilden oder an Land zu gehen. Dennoch passierte es!
Kein Saurier dachte je: ‚Es müsste schön sein, sich zu einem süßen, fiederflauschigen Zwitscher- Vogerl zu entwickeln‘. Dennoch passierte es!
Kein mausähnliches Säugetier dachte je ‚Wie nur, kann ich zu einem Primaten oder gar zur ‚Krone der Schöpfung‘ werden?‘. Dennoch passierte es!
Und frag alle Wissenschafter, einigermaßen Denkenden und Sehenden! Sie alle werden Dir bestätigen, dass es nichts besseres, effizienteres und genialeres als die so entstandene Natur gibt.
War nun das Denken der Antrieb für all diese größten Naturwunder dfie wir kennen oder das Nichtdenken!?

Oder die alte Weisheit eine Entscheidung ‚zu überschlafen‘! Denken oder Nichtdenken?
Oder all die erfolgreichen (Geist-)Heiler, die sich nicht zufällig als Kanal einer höheren Kraft fühlen! Sie alle wissen: Je mehr sie sich zurücknehmen, je weniger sie denken, je weniger sie sich vorstellen, sich wünschen, um so besser funktionieren die ‚Höheren Mächte‘.

Demnächst verrat‘ ich Dir einen weiteren seeeehr wichtigen Grund, warum wir nicht denken sollten.

 

 

 

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6 Antworten zu Glücklich ohne Denken

  1. Susanne sagt:

    „Wenn Gott spricht, dann spricht er durch wen er will.“ Ich dachte mir, dieses Zitat von Ivo Sasek könnte dir gefallen… 🙂 Passt nicht ganz zu deinem Artikel, aber eigentlich auch wieder doch. 🙂

  2. Susanne sagt:

    Da man nicht einfach – nicht denken- kann, würde ich dazu gerne noch anfügen: Man lernt das „Nichtdenken“ z.B. dadurch, dass es einem immer öfter bewusst wird, dass man gerade wieder denkt/zu viel denkt und dadurch kann man seine Aufmerksamkeit dann auf etwas anderes lenken; z.B. seinen Atem, die Natur, das Zimmer in dem man sich gerade befindet, auf Geräusche oder Gerüche oder auf einen geschriebene Text/Buch oder auf das was man gerade tut. Also, immer (mal) wieder zu merken dass man zuviel denkt und bestenfalls zu begreifen, dass das sinnlos ist und zu nichts führt ist der Weg – weil auch das Leben und das Lernen immer nur JETZT ist. Man kann nicht bewusst nicht denken, man kann nur bewusst immer wieder merken das man (zu viel) denkt und dadurch seinen Aufmerksamkeit verändern. Und Probleme die man hat aufschreiben und nach Wegen suchen diese zu klären – nicht im Kopf, erstmal auf dem Papier. Das fiel mir auf meinem 20 minütigen Spaziergang in der arktischen Kälte gerade noch zu deinen Ausführungen ein. Ich übe mich auch immer wieder darin, falle dann aber auch immer mal wieder in wahres Geschnatter zurück, aber das wird und ist der Weg.
    Danke fürs Erinnern und Aufschreiben!

    • payoli sagt:

      Danke für Deinen sehr interessanten Kommentar!
      Ich denke, in Anbetracht der doch schon sehr vielen regelmäßig Meditierenden werden wir irgendwann sehr wohl ’nicht denken‘ können.
      Denken ist ja auch nicht prinzipiell schlecht wie ja auch Du schreibst. Aber es sollte wie ein nützliches Werkzeug in unserem Wewrkzeugkoffer liegen, bis wir es rausholen und benutzen möchten.
      Bei Deiner Nicht- Denk- Aufzählung fehlt mir die Liebe, das Verliebtsein! 😉
      Wir empfinden das deshalb so schön, weil es genau dieses Zuviel an ‚Kopfgeratter‘ zugunsten Bewunderung, ‚Anschmachten‘, Spüren, ‚anders‘, weil ganzheitlicher Sehen und Wahrnehmen, ersetzt.
      Danke und liebe Grüße!

  3. Doris Serra sagt:

    Auch das Gegenteil kann glcklich machen, nmlich das Denken, zumindest das“richtige“ Denken mit richtigen Schlussfolgerungen und neuen Erkenntnissen fr einen selbst…sodass man auf dem „Weg der Wahrheit“ voranschreiten kann…payoli meinte ja herabwrdigend, eine „Meinung“ zu haben, wre „frauenspezifisch“, aber solange man nicht die ganze Wahrheit hat, kann man nur eine Meinung, eine Sichtweise vertreten…. und die Frau wrde sich auf dieselbe primitive Stufe eines Mannes stellen, der aus seiner Meinung, seiner kleinen Sichtweise die ganze Wahrheit machen wrde und andere fr ihre Meinung mundtot oder ganz tot machen wollte…..wie es ja die ganze „Mnnergeschichte“ hindurch passiert ist und weiterhin passiert…also insofern kann sie dem Mann, der eine derartige Lebenshaltung hat wirklich nicht das „Wasser reichen“, aber im negativen Sinne…

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  4. Doris Serra sagt:

    „Payoli“ drfte Denken sehr „geil“ finden, sonst wrde er nicht stndig anderen „vordenken“ und diese Vordenkerei offenbar als die absolute Wahrheit ansehen, denn er findet Ergnzungen oder Berichtigungen seiner Denkweise „destruktiv“…., ja, andere Meinungen, Vorstellungen und Sichtweisen knnen tatschlich „destruktiv“ fr die eigene ergnzungsbedrftige Sichtweise sein…..

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