Also sprach Köhlmeier

Der wunderbare Schriftsteller und ‚DIE Stimme‘ Michael Köhlmeier ließ kürzlich via DER STANDARD, für payolis Altbekanntes, für einen Schriftsteller aber Erstaunliches verlauten:

Herr Köhlmeier, Sie haben einmal gesagt: ‚Wenn ich Carl von Linne lese, der gerade Wespen beobachtet, da hab ich mehr religiöse Gefühle, als wenn ich eine Predigt höre.’…

‚Ich habe schon lange keine Predigt mehr gehört. Wie Hamlet sagt: Worte, Worte, Worte.
Die bloße Anschauung von Natur kommt einer Offenbarung am nächsten. Je genauer ich Natur betrachte – und Linne hat sehr genau betrachtet -, desto unbegreiflicher wird sie mir erscheinen. Das spüre ich selten bei Worten …
Wenn ich Worte von Shakespeare oder Rilke lese oder den vielen anderen Dichtern, die ich liebe, dann bin ich bewegt.
Oder wenn ich Musik höre, die ich liebe. Ich denke mir: Das haben wir geschaffen.
Dass ich derselben Gattung angehöre wie Mozart, das erhebt mich.
Die Natur, die haben wir nicht selber gemacht …
Gegen ein Gänseblümchen kann selbst der beste Prediger nicht an.‘

 

 

 

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