Emanzipation aus evolutionärer Sicht

Frauen- powerFrauen- Emanzipation ist Teil unseres derzeitigen Lebens.
Notwendig bis überflüssig. – Je nach Sichtweise.
Dass Frauen für gleiche Arbeit ‚gleiches’ Geld bekommen müssen ist klar. Dass Schluss mit Ausbeutung, Ungleichheit oder gar Unterdrückung mehr als sein muss, noch klarer. – In allen Bereichen!

Doch ist es für Frauen generell vorteilhaft, alles gleichberechtigt können und machen zu dürfen oder gar zu müssen?
Dass Frauen so ziemlich alles können, was das Leben erfordert, haben sie in zahllosen Situationen schon bewiesen und sollte niemand bezweifeln. Sie waren es, die in allen Kriegszeiten zum Beispiel das Leben am Laufen hielten.

Aber so wirklich gut finde ich es, unabhängig vom Gender- Thema, dennoch nicht, wenn alle alles können und alles tun.
Denn, stell Dir vor, jeder Zulu und Inuit könnte Schuh platteln und jeder Franzose und Norweger perfekte Makis rollen. Wohin könnten wir dann fahren oder wandern um uns von fremden Kulturen überraschen und beschenken zu lassen?
Die Welt wäre einförmig gleich und in keinster Weise so wunderbar bunt und abwechslungsreich wie sie es – derzeit – noch ist.

Ähnlich sehe ich es in der Geschlechterfrage. Haben nicht die Frauen ebenso wie die Männer ihr Frau- bzw. Mann- Sein über Jahrmillionen kultiviert und perfektioniert? Und gibt das nun nicht genug Anlass die andere Seite zu bewundern, zu bestaunen, begeistert zu sein von ihr?

Ist es nicht schöner Andersartiges bewundern zu können als zu sagen ‚Was Du kannst, kann ich noch lange’?

Und, um noch zur Evolution zu kommen: Man kann alle Fragen, so auch die Emanzipationsfrage von vielen Seiten betrachten, wird vielerlei Antworten bekommen. Doch welche ist die ’richtige’?

Genau hier mag ich die Evolution sehr. Denn sie ist eine schöne Subsumierung aller Meinungen und Aspekte. Alles was für die jeweilige Gruppe von Menschen vorteilhaft war, bleibt bestehen. Alles was ungünstig war ist verschwunden.
Natürlich müssen derartige Entscheidungen und Weichenstellungen nicht für alle Zeiten stimmen und können sich auch wieder ändern oder können später noch revidiert werden.

Doch dieser Blick bewahrt m.E. vor der teilweise extremen Verschwörungstheorie ‚Frauen wurden unterdrückt’.
Denn, seien wir ehrlich, welcher männliche Unternehmer wäre so bescheuert eine weibliche Fachkraft oder Ideenbringerin die es einfach drauf hat, NICHT anzunehmen, einzustellen!?
Welcher Mann wäre so verrückt, seine Frau nicht Holzhacken lassen, wenn sie es besser könnte?
Damit meine ich, es hat schon einen vernünftigen und für alle Seiten befriedigenden Grund gegeben, warum sich unsere Spezies und Gesellschaft so und nicht anders entwickelte. – Ohne jemanden von etwas auszuschließen.

Klar wollen die, die etwas Neues begonnen haben und es zu einer gewissen Reife geführt haben, irgendwann unter sich bleiben und sich nicht ständig mit Neulingen und Quereinsteigern herumschlagen. Obwohl auch das natürlich wunderbare und unkonventionelle Ergebnisse zeitigen kann.
Nur denke ich, beschränkt sich so etwas auf Ausnahmefälle und kann nicht Quoten- geregelt werden.
Klar sollen die paar Frauen die das interessiert, zur Armee dürfen! Klar darf die Frau Merkel weiterhin den bessere Macho raushängen lassen. Aber das Gro der Frauen ist meines Erachtens besser beraten ihre angelegte und schon hochentwickelte Weiblich- und Fraulichkeit weiter zu entwickeln.

Wer würde sich nicht gern durch Leistung überzeugen lassen, dass jemand etwas besser kann?
Aber umgekehrt, wer verspürt nicht ein etwas unangenehmes Protektions- Gefühl wenn etwas Quoten- geregelt werden soll?

Nicht zuletzt die historischen Matriarchate haben gezeigt, dass Frauen auch wunderbare weibliche Welten erschaffen können, ohne die ‚besseren Männer’ sein zu müssen.

Zudem finde ich die derzeitige Männerwelt absolut nicht so attraktiv, um sie kopieren oder gar in diesem Sinn weiterführen zu müssen!
Warum dann, liebe Frauen, in diesen sterbenden Männer- Wahnsinn auch noch einsteigen wollen!?
Die paar ‚verrückten Weltbeherrscher’ werden sich sicher weder ‚entthronen’, noch Änderungen zu-, lassen.
Unsere jetzige Gesellschaft ist nun mal, evolutionär gesehen, sicher nicht zufällig und unbegründet, eine Männergesellschaft geworden (- von der auch Frauen in nicht eben geringem Maß profitieren).
Klar, dass sich deren Erschaffer da nicht gern ‚in die Suppe spucken lassen‘.

Gegen eine gelungene weibliche ‚Parallelwelt’ zu der die Menschen gern und freiwillig überlaufen, können sie aber nichts tun.
Und die weibliche Vision hätte dann auch noch ihren reality check mit Bravour bestanden, den sie mit den derzeitigen Emanzipationsbemühungen wohl nicht mehr schaffen wird …
– Oder eben nur die ‚Männer- Frauen‘.

So gesehen haben wir eigentlich in weiten Teilen bereits diese beiden Welten. Hie die technische, rationale und effiziente Männerwelt. Da die gefühlsbetonte, angenehme Wohlfühlwelt der Frauen …

Doch, so ganz persönlich und privat: Ein wirklich frauliches Matriarchat würde mich seeeehr interessieren und ich könnte mir gut vorstellen, der erste ‚Überläufer‘ zu sein. Doch ich seh in der ganzen Emanzipationsbewegung nichts davon! – Überall bloß bessere weibliche Männer! 😦

 

 

 

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3 Antworten zu Emanzipation aus evolutionärer Sicht

  1. verafu23 sagt:

    Irgendwie erfrischend, was Du da schreibst. Irgendwie eine Macho-Frechheit.
    Entscheide Dich! Willst Du weiterhin Frauen unterdrücken oder fördern?
    Du bist nicht Fisch und nicht Fleisch für mich. Ich werde eigentlich nicht worklich schlau aus Deinem Geschwurbel. Irgendwie macht es mich unsicher. Irgendwie finde ich es stimmig.
    Kannst Du Dich nicht eindeutiger für oder gegen Frauen entscheiden?
    vera

    • payoli sagt:

      Weder brauch ich mich ‚zu entscheiden‘, noch bin ich iregendein totes Tier, noch will ich Frauen fördern oder unterdrücken.
      Ich bin zutiefst davon überzeugt, dass Frauen wunderbar sind und mir unendliche Freude machen.
      Frauen sind Göttinnen, wie Männer Götter sind. Wir alle sind Gestalter unser aller Leben.
      DAS sollten wir uns tagtäglich, ja sogar sekündlich, vor Augen führen!
      Liebe Grüße!

  2. hexesofia sagt:

    Lieber Payoli,
    ich weiß ganz genau, was du meinst und ich hätte es ehrlich gesagt nicht besser ausdrücken können! Den Artikel reblogge ich direkt auf meiner Seite, wenn ich darf 😉
    Ich empfinde genau so wie du. Emanzipation bedeutet heutzutage eine gewisse „Männersehnsucht“, die sich in zwei Ausformungen offenbart: entweder Frauen wollen wie Männer sein oder sie wollen dem Frauenbild der Männer entsprechen und repräsentativ sein. Beides richtet sich allerdings ins Maskuline und ist alles andere als emanzipatorisch: eher die totale Unterwerfung gegenüber dem männlichen Prinzip. Frauen haben eigene Talente, Dinge, die Männer so ganz und gar nicht können (es ist bei all dem klar, dass es immer Ausnahmen gibt und das ist auch gut so) – allerdings werden diese weiblichen Eigenschaften von Männern und sogar von Frauen selbst auf eine niedere Ebene gebracht. Es wird Zeit, dass die Frauen die eigene Form und Stärke ihrer Schaffenskraft (wieder)erkennen und weiterentwickeln. Dann kann ein gesunder Ausgleich zwischen den Geschlechtern entstehen.

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