Eins- Sein (3)

Unser Denkkonstrukt ‚Ich‘ und damit unsere eingebildete Trennung vom Rest der Welt beschränkt sich aber nicht nur auf unsere Person!
Nein! Wir haben unsere Trennungs- Wahsinne, möchte ich fast sagen, bis in alle Details vorgetrieben.
Und damit machen wir uns unsere Leben völlig unnötig schwer.
Wir glauben alles von allem getrennt sehen zu müssen.
Damit stürzen wir uns vom ersten Augenöffnen morgens bist zum Einschlafen, in eine fast unendliche Kette von Beur- Teilungen und Be-Wertungen.
Damit trennen wir nicht nur, sondern teilen die Welt, die Menschen, die Gefühle … einfach alles, noch und nöcher, in immer kleinere Fitzel.
Wir teilen so lange, bis nichts mehr für uns übrig ist. Und wir merken gar nicht wie sehr wir uns damit schaden, wie sehr damit unser Leben verarmt.
Einzig das Ego fühlt sich als Richter und Beurteiler wohl!
Wir teilen und teilen und teilen, bis diese wunderbare Fülle und Einheit ‚endlich‘ zerstört ist.
Egal ob Du Freundinnen zuhörst die über ihren neuen Schwarm oder Männer die über einen neuen Job reden. Es wird so lange nach immer weiteren Eigenschaften nachgefragt und alles beurteilt, bis der Traumprinz ein erbärmlicher Komplexler und der Traumjob miese Ausbeuterei ist 😉

LebensmobileDoch selbst in uns betreiben wir diesen Trennungswahnsinn!
Obwohl wir genau wissen, dass wir aus EINER Zelle entstanden sind, dass jede Zelle dieselben Gene in sich trägt, das wir EIN Wesen, von EINEM Elternpaar sind, obwohl wir wissen müssten, dass jeder Körperteil(!) von demselben Blut, von demselben Herz versorgt wird, von demselben Gehirn gesteuert wird, ist eine ganzheitliche Sicht auf den Körper für unsere Gesellschaft das Allerneueste, das bei Weitem noch lange nicht allgemein Anerkannte und die bereits existierenden ersten ‚Fragmente‘ sind erst erbärmliche ‚Geringfügig-Weniger-Teilungen‘, noch längst keine wirkliche Ganzheitlichkeit!
Es wird diagnostiziert, es werden einzelne Organe behandelt, es wird zu Spezialisten geschickt, es werden Einzelsymptome bekämpft … Doch es wird nie der ganze Mensch, geschweige denn auch noch in seiner ganzheitlichen Einbettung, gesehen.
Es wird nicht gesehen, dass jede Zeit sich ihre ureigenen Probleme macht, dass wir der Spiegel unserer Zeit sind.
Es wird nicht gesehen, dass jede Kultur ihre spezifischen Erkrankungen hat, dass jedermensch der Spiegel seiner Kultur ist.

Kurz gesagt: Es wird nicht die Fülle gesehen, die wir uns alle versagen.
Es wird nicht gesehen, dass DAS allein die Ursache ALLER unserer Probleme ist!

Mach Dir ab jetzt andere Gedanken!
Das Leben ist schön!
Das Leben ist wie es ist.
Die Menschen sind schön!
Die Menschen sind wie sie sind.
Die Natur ist schön!
Die Natur ist wie sie ist.
Wir alle sind eins.
Wir lassen uns beschenken und überraschen, anstatt zu wollen und zu gieren.

Oder wenn Du ein visueller Typ bist: Stell Dir alles im Leben als Element eines gigantischen Mobiles vor. Du kannst kein Element verändern/ bewegen, ohne nicht alle anderen mitzuverändern. Und umgekehrt! Es gibt keine Veränderung in dieser Welt, die nicht Dich mitbewegen würde!

 

 

 

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6 Antworten zu Eins- Sein (3)

  1. Doris Serra sagt:

    Ich glaub, das Thema hatten wir schon einaml: Um Dinge verbessern zu können, müssen wir eien Bestandsaufnahme machen udn sehen, was nicht so gut funktioniert, das „kritisieren“ wir: Auch du machst das ständig mit unserer Gesellschaft. Und innerhalb dieser Gesellschaft läuft eben vieles schief, das viele auf ihre Art kritisieren, da sie nicht damit zufrieden sind, da wir vom Paradieseszustand entfernt sind, es ist natürlich eine Tautologie zu sagen: Hätten wir den Paradieseszustand, müssten wir nicht mehr kritisieren, da wir ihn aber nicht haben, sind viele mit vielem unzufrieden, häufig sogar mit Recht, da sie sich nicht damit wohlfühlen. Auch du findest es kritiserenswert, dass es diesen „Paradieseszsutand“ nicht mehr bzw. noch nicht gibt…Sich in ungute Verhältnisse kritiklos einzufügen, ist für das kommende „Heil“ wahrscheinlich auch nicht sehr sinnvoll und arbeitet den Machthabern noch mehr in die Hände…..und wird uns dem Paradies sicher nicht näherbringen….daher muss man Fehlentwicklungen aufzeigen, also „kritisieren“….

    • payoli sagt:

      Heeeeee! Schlaues Mädchen!
      Tja, wären wir nicht rausgerudert, müssten wir nicht wieder reinrudern … 😉

      PS: Meine ‚Änderungsstrategien- Hitparade‘ sozusagen wäre:
      1. Ausschließlich Alternativen vorleben
      2. Kritisieren UND Alternativen vorleben/ aufzeigen
      (3. Ausschließlich kritisieren)

  2. Doris Serra sagt:

    Zuallerest ein schönes „Sprichwort“ von Heinrich Heine, das auch noch heute in „esoterischen“ Zeiten mit den wunderlichsten Theorien gelten könnte: „Aus Lob kann nur derjenige Nutzen ziehen, der Kritik zu schätzen weiss“…
    Auch derjenige, der sich bereits im „Paradies“ befindet oder gerade deshalb????, z.B. ein Yogi kritisiert unsere Gesellschaft und zwar ganz ordentlich!!!! Was ja du auch machen dürftest…..wenn ich mir so deine Beiträge ansehe….das heisst derjenige, der keine Kritik haben möchte, kritisiert die Kritiker…hm…da wir noch nicht im Paradies angekommen sind, und noch vieles kritikwürdig bleibt, haben wir tatsächlich die verschiedenen aufgezeigten Alternativen, die frage ist, welche ma besten ist??? Zu schweigen und die Sache laufen zu lassen, ohne auf die „Missstände“, oder von den Bedingungen, von denen man eben glaubt, sie wären-natürlich der „subjektiven“ Meinung-nach noch nicht „paradiesisch“…wird wahrscheinlich niemandem etwas bringen, im Gegenteil…kommt natürlich auf den Schweregrad, auf die Situation des Sachverhaltes über den man sich beschwert, an….Wenn man gute Alternativen weiss, kann man diese ja Hand in Hand mit der „Kritik“ anführen, das wäre eine menschenfreundliche, gemeinwohlorientierte Variante…da aber nicht jeder Alternativen weiss, kritisiert oder jammert er vielleicht ohne solche aufzuzeigen, er er erhofft sich halt diese „paradiesischen“ Alternativen, die Änderung der unerträglichen Situation von seinem Nächsten, oder von denens die die „Macht“ dazu haben oder von denen der Kritiker glaubt, sie hätten die Macht dazu….allerdings ist es auch richtig, dass so manche Kritik auf „hohem“ Niveau geübt wird, weil man ein „Pseudoparadies, also ein Schlaraffenland gewohnt ist und an einenm solchen verschwenderischen Lebensstil festhalten möchte, auch wenn Genügsamkeit mit weniger Materie und mehr Dankbarkeit angezeigt wäre, also eine cht „paradiesische“ Lebenshaltung…..

  3. susisu sagt:

    Wunderschön, Deine Gedanken! Danke!
    Mir ist noch eingefallen, dass wir auch bei unserem Glauben trennen, findest Du nicht auch?
    Bussi
    susisu

    • payoli sagt:

      Ich liebe meine Leser!!!
      Du hast vollkommen Recht, liebe susisu!
      Es gibt nichts, das wir nicht zwanghaft aus der Harmonie und Ganzheit reißen! So haben wir auch unseren Gott auf einen Altar gestellt wo er verstaubt und missbraucht wird, anstatt ihn in uns und in der Natur/ Schöpfung zu sehen und belassen. Danke für den Hinweis!
      Bussi

  4. Doris Serra sagt:

    Ja, sicher, die „Pseudoparadies-Denkkonstrukte“, die nichts mit dem „wahren Paradies“ zu tun haben,und verabsolutiert werden, führen zu Kampf und Kriegen bzw. allgemein zu Ungerechtigkeit, Unwohlsein und auch Krankheiten….

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