Tag der (Nicht-)Arbeit

Noch schnell zum 1. Mai ein schöner Text, den mein einmaliger Lieblingssender Ö1 heute brachte:

Ich spreche zu Euch vom Leben, wie ein Wassertropfen zu toten Fischen. Ich spreche zu spät, weil Ihr tot seid. – Für immer tot!
Ich schlage Euch kein besseres Leben vor, ich spreche nur von dem Leben, das Ihr haben hättet können.
Ihr seid nichts, weil Ihr nichts wollt.
Was Ihr wollt ist Schein.
Ihr wollt, was andere wollen. Ihr wollt, was Eure Eltern wollen. Ihr wollt, was Eure Lehrer wollen. Ihr wollt, was Eure Lehrherren wollen. Ihr wollt, was Eure Lebensmittelkonzerne wollen.
Ihr orientiert Euch an Reisebüros, an Zeitungen, an Büchern, Filmen, am Fernsehen, an Versicherungen, an Parteien, an der Caritas, an den Kirchen, an den Autofahrervereinigungen.
Ihr wollt, was die Großkonzerne wollen. Ihr wollt, was die Alternativen wollen. Ihr wollt, was die Gesellschaft will.
Dass Ihr nichts Eigentliches wollt, nichts, das Euch selber gut täte, Ihr wollt, was der Stabilität der Macht gut tut.
Ihr wollt Fremdes. Ihr wollt nichts Gutes für Euch selbst. Ihr habt glauben gelernt, dass das einzig gute Wollen das Wollen der Gesellschaft ist.
Ihr habt das gesellschaftliche Wollen, das ein Wollen der Versteinerung von Macht ist, verinnerlicht.
Ihr kennt Euch nicht anders, als auf dem Weg zur Macht.
Dieser Weg ist Euer Fortschritt!
Euer Aufstieg ist vorgezeichnet auf der Leiter des Kapitals.
Eines Tages wollt Ihr Euch des Kapitals als Mittel bedienen, für das gute Leben.
Doch dieser Tag kommt nicht!
Dieser Tag ist schon gekommen! – Schon längst ist er gekommen!
Für die Kapitalisten die das Kapital schon zerfressen hat.
Sie verbringen Ihr Leben mit dem Beschützen ihres Kapitals.

Habt Ihr nicht das beste Leben?
Frei ist, wer nichts zu verlieren hat!
Ihr alle seid frei!
Aber nur, wenn Ihr erkennt, dass das alles, was Ihr besitzt nichts ist. Erst wenn Ihr seht, dass Ihr Verwalter von Gerümpel seid, das Euch die Gerümpelerzeuger verkauft haben, erst wenn Ihr fähig seid Gerümpel zum Abfall zu werfen, erst dann werdet Ihr frei sein …

Ich rufe Euch zum Nichtstun auf, weil Eure Arbeit krank ist und krank macht! Wenn Ihr leben wollt, lasst Euch zuerst in das Nichtstun hinabgleiten.
Sie nennen es sozial wenn Ihr Arbeitslosengeld bekommt. Es ist das Geld, mit dem sie ihre Unfähigkeit bezahlen Euch weiterhin anstelle von Maschinen zu beschäftigen.
Sie haben Euch die Arbeit verschrieben und sie verschreiben sie weiterhin.
Habt Ihr nie, wirklich noch nie bemerkt, dass die verordnete Arbeit, das Verordnen der Arbeit als Arbeit betrachten?

Wer immer Euch ein besseres Leben verspricht, der tut es nicht, ohne Gegenleistungen von Euch zu verlangen.
Glaubt ihm nicht!
Alles, was jetzt nottut, ist L e b e n !
Seid unnützlich!
Leistet nichts!
Seid zu nichts nutze.
Lasst Euch vor keinen Karren spannen.
Euer Leben hat nur ein einziges Ziel: Das Leben selbst!
Traut keinem der spricht und nicht lebt!
Traut auch mir nicht, solange Ihr mein Leben nicht kennt.

(aus „Nie wieder Arbeit – Schivkovs Botschaften vom anderen Leben“ von REINHARD P. GRUBER)

 

 

 

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