Entschuldigung und zweiter Versuch

Nach einer ‚Standpauke‘ per mail (Danke Peter D.) die sich auf meinen Beitrag ‘Zuckerrüben für Österreich’ bezog, versuche ich nun nocheinmal das Problem darzustellen:

Liebe Landwirte, Bauern, insbesondere Rübenbauern!
Ich bin überzeugt davon, dass Ihr Eure Arbeit gut, gerne und mit Überzeugung macht. Nicht zufällig stellt Ihr ja derzeit Eure Schilder auf die Felder und posiert damit stolz auf Fotos im Internet.
Um die Zuckerversorgung bräuchten wir uns also, dank Eurer Arbeit keine Sorgen zu machen.
ABER die Zeiten ändern sich! Wir haben längst keinen Zuckermangel mehr. – Genau besehen hatten wir noch nie Zuckermangel …
Was die Menschen heute nicht haben und dringendst bräuchten ist nicht Zucker, sondern Gesundheit!
99% der Menschen haben kaputte bzw. aufwändigst, teuer und leider auch giftig (vielleicht schreib ich ja auch den Zahnärzten demnächst so ein Briefchen) reparierte Zähne. Die Menschen, die Ihr ja sicherlich gut versorgen wollt mit Euerer Arbeit haben neben Karies auch noch Diabetes, Bluthochdruck, Krebs, Osteoporose- und Übergewicht. Sie sollten und bräuchten das alles nicht haben.
Mit etwas weniger Zucker würde sich ihr Gesundheitszustand sofort bessern. Bzw. mit einer geänderten Nutzung Eurer Felder könnte der Zuckerpreis ev. steigen und so den Süßmarkt wieder normalisieren.
Aber egal, was der Markt macht …
Was die Menschen bräuchten für ihre Gesundheit, wäre neben weniger Zucker, auch weniger Fleisch, weniger Getreide- und Milch- Produkte! Dafür mehr GRÜN!
Und damit wären wir auch schon wieder bei Euch Landwirten.
Was als Un- oder Beikräutern auf Euren Feldern wächst wäre für die Menschen weitaus wertvoller als die Nutzpflanzen Zuckerrüben, Getreide oder Mais. Und sie brächten Euch auch mehr ein!
Ja, geht mal in eine Apotheke und fragt nach dem Preis von 100g Schachtelhalm oder Beifuß!
Zuckerrübenbauern2‚Pfeift‘ doch auf die Infos Eurer ‚Bauernbündler‘ und ‚Lagerhäuser‘ und lasst doch einfach mal auf einem Acker die Aussaat weg, mäht das ‚Unkraut‘ ab, trocknet es schonend (unter 42°C), füllt es in Papiertüten und verkauft es in Bioläden!
Ich freu mich schon auf Eure neuen Tafeln auf den Äckern!     😉

 

 

 

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