Die Beharrlichkeit der Mittelmäßigkeit

Gauß- VerteilungDie Gauß- Verteilung ist uns noch aus der Mathe- Stunde bekannt. Ihr ‚gehorchen‘ auch die Menschen. Die ‚breite Masse‘ drängt sich immer in der Mitte und nahe der Mittelmäßigkeit, egal ob in puncto Meinung, Konsum- oder Wahlverhalten, während die beidseitigen Ränder nur von Minderheiten bespielt werden.

So weit, so gut, so Tatsache und so evolutionär erklärbar, da man mit der Mehrheits- Meinung früher auf der eher sichereren Seite lag.
– Aber auch auf der, den Fortschritt bremsenden!
Fortschritt und Sicherheit gehen nun einmal nicht so wirklich bzw. nicht sofort zusammen …
Was ich aber immer wieder bemerkenswert finde und mich erst kürzlich wieder bei einem Vortrag verblüffte ist die Beständigkeit der Mittelmäßigkeit. Ich meine damit Menschen die alte Massenmeinung gegen neuen Fortschritt auszuspielen versuchen.

Ok, im derzeit grassierenden Mangeldenken sind natürlich Ängste und das daraus resultierende Beharren auf Bekanntem und das Zusammenrücken vor, und das Ablehnen von, Unbekanntem verständlich.
Wilhelm Reich hat in seiner ‚Rede an den kleinen Mann‘ treffend wie selten jemand dargestellt, dass kleine Egos große Ideen erst einmal runtermachen müssen um sie – obwohl zum eigenen Schaden, zu verhindern oder zu verzögern, aber – auch ertragen zu können.

Nur denk‘ ich mir: ‚Haben solche Leute keine Logik? Was macht sie zu ihrem eigenen Feind?‘
Denn ein Mehr das ich bekomme, wäre – das kann man drehen und wenden wie man will – einfach ein Mehr. Ein Mehr an Vielfalt, ein Mehr an Wissen, ein Mehr an ‚Breitbandigkeit‘, ein Mehr an Unterhaltung, ein Mehr an Flexibilität … Sozusagen die ganze Breite der Gauß- Kurve und der Lebens- Fülle.
Lehne ich aber Neues von vornherein ab, schränke ich mich selber ein, auf einen schmalen Streifen des ganzen Horizonts, schränke ich mich selber ein auf das, was ich ohnehin schon habe und kenne.
Also ganz simpel und egoistisch gefragt: ‚Bitte, gehts noch selbstfeindlicher!?‘
Und das nur um ein erbärmliches Ego aufzumöbeln!? Das müsste dann ja ordentlich in Bodennähe vegetieren …

Eine, in diesem Zusammenhang ebenfalls viel zu selten gestellte Frage:
Das Bekannte hatte seine Chance ohnehin bereits. Warum wohl sollten Alternativen dazu auftauchen, wenn diese Chance so angeblich bestens genutzt wurde?
Vor 100 Jahren schon ließ die Schulmedizin von ihren Medien ‚Krebs ist besiegt‘ titeln! Heute haben wir eine Heilungsrate von 2%. Wann bitte, wenn nicht jetzt ’schon‘     😉
‚dürfen‘ Alternativen angesprochen, angeboten oder gefordert werden?

Ok, außergewöhnliche Ideen werden immer zuerst belächelt, dann bekämpft und schließlich hat es jeder schon immer gewusst     😉
In Zeiten aber, in denen schlimmster Werbe- Unsinn (egal ob ‚weißeres Weiß‘, ‚Vorsorge die nicht vorsorgt‘, ‚Angstmache gegen Zecken die seit Jahrmillionen problemlos mit uns zusammenleben‘ oder ‚Butter fürs Fasten‘) aus reinen Profitinteressen mit Millionenetats verbreitet wird, diesen auch noch als vermeintlichen Diskussionsbeitrag oder noch schlimmer, als eigene Meinung postulieren zu müssen, ist für mich alarmierend tragisch.

In diesem Sinne:
Denke groß! Denke Dich größer als Du Dir im Moment noch vorstellen kannst!
Mach Dein Meinungs- Spektrum breit! Mach es breiter als Du es Dir jetzt noch vorstellen kannst!
Sei offen für alles. Sei offen selbst für Dinge die Du Dir heute noch nicht vorstellen/ erklären kannst.
Lass Dich nie wieder kleinmachen!
Lass alles zu, alles ‚einwirken‘.
Probier‘ alles aus.
Spür‘ allem nach.
Damit wirst Du reicher, klüger und zukunftsfähiger.
Oder kurz gesagt:

paradise your life!
Du bist damit nicht allein! Wir werden stetig mehr …

 

 

 

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