‚Unsere Medizin ist ein Witz‘ …

… sagt jemand der es wissen muss und titelt der online- STANDARD über die Gesundheitsgespräche in Alpbach.

AlpbachNun sind die alljährlichen Alpbacher Gespräche alles andere als hilfreich zur Findung von Zukunftslösungen, da hier frei nach Einsteins ‚Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind‘ verkopfte Akademiker vorgeben Lösungen gegen Probleme zu finden, die verkopfte Akademiker verursacht haben.
Doch es ist nett zu sehen, wie doch immer wieder in einzelne fremde Suppen gespuckt wird 😉

Generelle Aufklärung oder gar Strukturkritik kann man sich von diesem Verein natürlich nicht erwarten und passierte auch heuer wieder nicht.

Obigen Ausspruch formulierte der finnische Arzt Teppo Järvinen der auch erkannte: ‚Jede Krankheit ist auch eine Geschäftsidee‘. Er kritisierte scharf die Geschäftemacherei u.a. mit Bluthochdruck oder Osteoporose. 50 Prozent aller medizinischen Anwendungen seien vollkommen sinnlos, wetterte er.
– Von wegen 50%! Da lachen die payoli- Hühner! 😉

Die Gesundheitswissenschafterin Ingrid Mühlhauser ortete das Grundproblem eher im ‚Ärzte können statistische Daten nicht lesen und sie insofern auch Patienten nicht näherbringen‘, was ‚aufgeklärte, weil informierte Entscheidungen‘ vollkommen unmöglich mache.
– Ist auch nicht notwendig, meine ich. Einigermaßen naturrichtig leben reicht bereits! 😉

Diese erfreulichen Einsichten wurden aber immer wieder gleich mit neuen, ebenso unsinnigen Vorschlägen zugedeckt. So meinte obige Dame von der Universität Hamburg in der evidenzbasierten Medizin, also Behandlungsempfehlungen nach statistisch gesicherter Wirksamkeit, eine Lösung des Dilemmas zu sehen.
– Absurd zu meinen, absolut unnatürliche und nicht artgerechte Methoden seien nur deshalb richtig, weil bei ein paar Probanden geringsignifikante Veränderung beobachtet wurden …

Wenn auch alles beim Alten bleibt, wagte doch zumindest die Innsbrucker Anästhesistin Barbara Friesenecker einzuwerfen: ‚manchmal richten wir mit einer Behandlung mehr Schaden an‘.
– Wie wahr, wie wahr! Bereits jeder 3. Tod(!) ist auf ärztliche Fehler und Nebenwirkungen zurückzuführen!

 

 

 

Eine Antwort zu ‚Unsere Medizin ist ein Witz‘ …

  1. Gudrun Haack sagt:

    Ja klar, Mensch stirbt an der Medizin, weil man den Mensch an die Medizin anzupassen sucht, statt andersrum die Medizin an den entsprechenden Menschen. Weil Krankheitsbehandlung Gewinn bringt, werden die Maßstäbe auch immer niedriger gesetzt. Früher z.B. sagte der Doktor: „Sie sind 70? Ihr Blutdruck beträgt 165? Okay, kein Problem…“ Oder: „Sie sind 40? Ihr Blutdruck beträgt 140? Okay, kein Problem…“
    Da Blutdruckbetrachtung auf diese Weise jedoch kein Geld bringt, hat die Pharmaindustrie es geschafft, durchzudrücken, dass ein Blutdruckstandard allerhöchstens 120 betragen darf, egal wie alt Mensch ist, und hopp ist dreiviertel Europa „krank“ und braucht Blutdrucktabletten, was lustig klimpernd die Kassen füllt und die Krankenversicherungskosten auf mindestens dreifache Höhe ansteigen lässt.
    Du hast recht Payoli, wir werden immer mehr von hinten bis vorn betrogen, wenn wir nicht endlich bereit sind, aufzuwachen und Verantwortung für uns selbst zu übernehmen.

    Ein Knuddel für deine Aufmerksamkeiten. Danke. ♥♥♥

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