Zum Hunderter

20. September 2016

sitzt ich und resümier‘,
seh‘ an mir runter,
seh‘ meinen Schwanz und denkt mir:

So alt bin ich,
so jung, Du!
Alle sagen’s,
dass ihr an uns hängt.
Ich seh Dich steh’n.
Ich seh Dich
in Deiner Kürze
wie ehedem,
klein wie ein Spatzi,
stark wie ein Stamm!
Du Wunder der Natur,
Du Wirker des Testosterons,
Du Lieber,
Du Treiber,
Du Taucher in in Tiefen der Lust.
PenisIch seh,
Du bist fast nichts
und doch warst Du mein alles.
Das Alles vieler Lieben,
der Ausdruck meiner Liebe,
das Alfa meiner Kinder,
das Omega meines Harndrangs.
Du Hautfetzen
der so göttlich war.
Du Kleiner,
Du Großer,
Du Schöpfer,
der alles vermag.
Du Geschenk
und Beschenker,
ich pack es nicht,
was Du vollbrachtest!
So unscheinbar
und doch ein ganzes Leben dirigierend
Kinder zeugend
Frauen beglückend
Wasser abschlagend,
Lust anzeigend,
Dunkles erkundend.
Du Drängender,
Du Lehrender,
Du Enttäuschender,
Du Strammer und Erfreuender,
Du Wunder der Wunder.
Ich danke Dir
Du Schwanz der Schwänze,
Du Fülle der Völle,
Du Maß aller Dinge,
Du Freund der Frauen
Du …
Du König,
von den Prüden genannt
Penis!