Früher …

… war es mühevoll mit einem Kienspan, später dann mit einer Petroleumlampe, Licht zu machen. Es brauchte Geduld und war mühevoll bis die Wäsche wieder sauber war, bis ein neuer Tisch gezimmert war, bis der Esel oder Ochse in Bewegung gesetzt war …
Heute funktioniert praktisch alles in Sekundenschnelle auf einen Tastendruck oder Mausklick.

helferleinDiese Perfektion und Schnelligkeit tut aber auch etwas mit den Menschen!
Kaum jemand hat noch Geduld, ist bereit sich für irgendetwas Mühe zu geben, Geduld aufzubringen, sich um jemanden zu bemühen. Egal ob das Service- oder Verkaufspersonal, der Partner oder Kollege. Die Menschen haben umgehend zu funktionieren.
Damit verschwindet auch viel Liebe aus unseren Leben. Denn sich um Menschen bemühen, ihnen achtsam zu begegnen, Geduld für sie aufzubringen sind Zuwendungen und damit eine Form von Liebe. Klicken und Funktionieren hingegen sind eiskalt und lieblos.

Dabei – das ist völlig ver-rückt! – hätten gerade die heutigen Menschen allen Grund ihren nie zuvor genossenen, durch Technik und gestraffte Abläufe ermöglichten Verwöhnstatus, zu genießen und dankbar dafür zu sein.
Doch was vor wenigen Jahren noch ein seltenes Zuwendungs- Geschenk gewesen wäre gilt heute als unbedankt selbstverständlich und reizt bei kleinsten Abweichungen schon zu Unmut.

Ich liebe meine Freude und Dankbarkeit für, schon kleinste Annehmlichkeiten oder Erfreuungen, sei es das Dach überm Kopf, die dichten Türen und hellen Fenster, das herrlich warme, fließende Wasser, das wunderbar flauschige Bett, diese vielen vielschichtigen Menschen, die leicht abwaschbaren Teller, das scharfe Messer, den praktischen Raffler und den genialen Mixer, die süßen Kinder, wunderbaren Tiere, das praktische Waschbecken, den glatten Boden, die schönen Bilder an der Wand, das Radio, die Badewanne, das Fahrrad, das herrliche Grün auf der Fensterbank, die so praktischen Plastiksackerl, die dichtschließenden Glasflaschen, der immer neue, verlässlich ‚alte‘ Himmel, die herrliche Waldluft …
Ach, wir haben’s so schön!    🙂

Ich hab mir diese Liste, die ich noch fast endlos weiterführen hätte können, nicht etwa krampfhaft zusammengedacht. Nein, ich denke tatsächlich sehr oft bei der Verwendung all dieser vermeintlichen Selbstverständlichkeiten voller Dankbarkeit und Freude daran wieviel Freude sie mir machen …
Und fühle mich dann noch besser und beschenkter!    😉

 

 

 

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