Gute Ärzte

27. April 2017

Gute, im Sinn von ‚heilkräftigen‘ Ärzten ‚verschreiben‘ Liebe!
Nein, Du hast Dich nicht verlesen!
Ich will jetzt nicht unverschämt sein und sagen ‚alle‘. Aber viele, viele, viele Erkrankungen beruhe auf Liebesmangel.
Das wird vermutlich der überwiegende Teil der Leser nicht glauben können. Doch Liebe zieht gar weite Kreise!    😉
Ein liebender Mensch isst keine Tiere oder von Tieren stammende Produkte. Ein liebender Mensch isst keine Dinge für die andere Menschen malochen müssen. Ein liebender Mensch sieht auch die viele unnatürliche Arbeit, die Familienzerstörungen und ungesunden Arbeitsbedingungen hinter all unseren Produkten. Ein liebender Mensch schafft Harmonie in seinem Umfeld ….
Diese lebensaufbauende und -erhaltende Kraft der Liebe geht sogar so weit, dass an Rattenbabys gezeigt werden konnte, dass das Fehlen der mütterlichen Zuwendung das Genom der Jungen veränderte.

herzarztNun ist durch unser krankes, im Sinne von unnatürlichem, Gesellschaftssystem schon einiges passiert an uns, an unseren Kindern und Mitgeschöpfen. Daraus resultierende Krankheiten sind allgegenwärtig. Doch es ist nie zu spät. Vieles kann auch später noch in Liebe aufgelöst werden.
Und das ist der Grund, warum die Profitmedizin überhaupt Erfolge aufweisen kann. Schon Hippokrates von Kos, der berühmteste Arzt des Altertums wusste vor 2000 Jahren, dass es wichtiger ist, zu wissen welcher Mensch eine Krankheit hat, als zu wissen welche Krankheit ein Mensch hat. Diesen feinen Unterschied haben charismatische Ärzte erfasst und gehen heilsam auf die Biographien der Patienten ein, was nichts anderes ist als Zuwendung und Liebe zu geben.
Doch das kann natürlich jedermensch!
Wir sind wieder einmal, sogar in ganz ‚egostischem‘ Interesse, gefordert zu lieben, zu lieben, zu lieben und noch mehr zu lieben.
Oder umgekehrt gesagt: Solange nicht jedeR jedeN liebt, werden wir in Form von Problemen und Krankheiten dafür zu zahlen haben.
In diesem Sinne:
paradise your life!   😉

 

 

 


Weg mit dem Schwachdenken

24. April 2017

 

 

 


Bist Du abhängig?

20. April 2017

Neiheihein! Wirst Du vermutlich im Brustton der Überzeugung sagen.
Wir sind doch alle selbständig, verdienen unser eigenes Geld, machen was wir wollen. Wir sind doch absolut frei, waren noch nie so frei wie heute!

abhängigWenn Du das glaubst, war Deine Programmierung erfolgreich!    😉
Wir waren nämlich noch nie so abhängig von zahllosen Menschen, Fachleuten, Firmen und Institutionen wie heute.
Selbst für simples Essen brauchen wir Ernährungsberater. Sag nicht, Du liest nie ’neueste wissenschaftliche‘ Ernährungs- Empfehlungen oder Artikel!
Manche brauchen sogar fürs Fasten sündteure Seminare! Für Lachen Lach- Yoga und für guten Sex Tantra- Seminare oder Bücher.
Richtiges Schlafen, Atmen, Bewegen … Für alles gibt es Ratgeber! Und sie werden angenommen bis dringendst gebraucht!
‚Was braucht meine Haut‘ fragen wir die Kosmetikerin. ‚Womit wasche ich am besten mein Auto?‘, ‚Welche Windel empfehlen sie mir für mein Baby?‘ …
Welche Anlageform, Versicherung, Urlaubs- Destination, Regenjacke, welchen Schi, welches Fahrrad, Duschgel … Alles, alles erfragen wir von Fachleuten und machen uns abhängig!

Doch auch die Freiheit des eigenen Geldverdienens ist eine trügerische. Kaum jemand ist heute noch wirklich unabhängig im Sinne von autark überlebensfähig.
Auch unsere Partnerbeziehungen sind häufig eher klammernde und bedürftige als freie und wirklich freiwillige.
Das alles sind die ‚Erfolgs- Ergebnisse‘ unserer Erziehung, Eltern, unserer Bildung, LehrerInnen, unserer ChefInnen, der ProfiteurInnen und der Medien. Sie alle wollen uns klein, abhängig und lenkbar!

Ich sage Dir: Du brauchst nichts und niemenden!
Halte Dich sowohl als Vorbild, als auch mit ihren Geschenken, an die Natur und schon kannst Du Dich auf Deine Sinne, auf Dein Gefühl verlassen.
Erst und nur die Menschen- Tricks beim Würzen, Aromatisieren, Lackieren, Lehren, Vortragen, Schreiben, Werben, Anpreisen … verunmöglichen uns, uns auf unsere Sinne, auf unsere Intuition zu verlassen!
Doch für alles Natürliche haben wir ein sicheres Gespür. Das wirkt sicherer als alle Wissenschaften und Experten- Meinungen zusammen!
Das macht Dich wirklich unabhängig!
Fast hätte ich gesagt paradiesisch unabhängig     😉
Erst dieses Gefühl des nichts und niemanden zu brauchen macht Dich frei und bringt Dich Deiner Göttlichkeit näher.

 

 

 


‚Forum Ernährung Heute‘

19. April 2017

Klingt doch hochseriös, oder?

Dementsprechend gerne tritt dieses Forum auch groß und seriös, mit Eröffnungsreden von Gesundheitsministerinnen und Eigenpräsentationen wie „An erster Stelle steht die Vermittlung von ausgewogenen, wissenschaftlich fundierten Informationen“ auf ihrer website, auf.

Ein Blick auf die Zusammensetzung dieses Vereins, die dankenswerter Weise das rührige dossier.at zusammenstellte, zeigt wieder einmal WIE vorsichtig man Empfehlungen gegenüber sein sollte und wie sehr die Alarmglocken bei jedem ‚Wissenschaftlich‘ schrillen sollten:

 

 

 


E- Mobilität

18. April 2017

Die Umstellung unseres Straßenverkehrs auf e- Mobilität ist bereits voll im Gange.
Dennoch Ich rechne ich nochmal schnell nach:

Pfeil 6,54 Mio. zum Verkehr zugelassene Kraftfahrzeuge in Österreich,
Pfeil durchschnittliche jährliche Fahrleistung 13.100 km
Pfeil macht: 85674000000 jährlich gefahrene Kilometer

Pfeil Der Durchschnittsverbrauch eines e- Mobils ist 15kWh/ 100km
Pfeil also bedürfen die jährlich gefahrenen km Österreichs 12851100000 kWh
oder 12851100 MWh
oder 12851 GWh

Pfeil Das leistungsstärkste Wasserkraftwerk (Grafenwörth) liefert 1967,6 GWh jährlich.
Pfeil Das heißt wir bräuchten ca. 7 weitere ‚leistungsstärkste‘ Donaukraftwerke oder
man rechnet mit Solarkollektoren:

Pfeil In unseren Breiten sind solar ca. 1000kWh pro Quadratmeter zu erzielen.
Pfeil Das heißt für Österreichs e- Mobilität bräuchte man 12851100 qm oder
1285 ha Kollektorfläche
Pfeil das wären 3212 Fußballplätze. Keine schlechte Herausforderung, wenn man bedenkt dass es nur 2100 Gemeinden gibt in Österreich! 😉
Pfeil Oder 214185 durchschnittliche Südseiten Hausdach- Kollektoren, in jedem Ort also 100 Dächer! Ich kenn
Orte die haben nichtmal 100 Häuser! 😉

Von dem allen erfährt aber Konsument nichts. Im Gegenteil auf den entsprechenden web- und Hochglanz- Seiten wird mit Förderungen verschleiert was das Zeug hält und wird viel von Öko und von günstiger als Bezin schwadroniert.

Ok, e- Autos sind tatsächlich vom Wirkungsgrad her besser als Benziner, auch die Eleganz der Beschleunigung und Laufruhe sind bestechend.
Nur hätte ich im Zuge einer so massiv geförderten Umstellung schon auch gern mehr Bewusstheit gesehen. Denn kritisch betrachtet ist der weit überwiegende Teil der gefahrenen Kilometer nicht notwendig. Und Gedankenlosigkeit mit steuerlichen Fördergeldern zu fördern ist absolut kontraproduktiv.

Wenn man dann auch noch bedenkt, was derartige Massen von irgendwann kaputten Akkus und Solarpanelen für die Umwelt bedeuten und dass der erforderliche Strom – zusätzliche Wasserkraft wird nicht zu finden sein – dann aus kalorischen Giftschleudern oder gar AKWs kommen wird, sieht man, dass Autofahren bei allem Öko- Getöns, weiterhin dumm und umweltzerstörend bleiben wird.

 

 

 


Der Smoothie- Komponist

16. April 2017

Was macht ein Komponist, der seine Musiker, Sänger und auch die Ohren seines Publikums schonen möchte?
Er nimmt erst einmal dieses unerträgliche Bum-Bum-Bum, von dem sich kleine Kinder sogar fallweise fürchten, auch Rhytmus genannt, heraus und schreibt seine Noten ohne Taktstriche, ’schön‘ in einem Fluss hin. Dann sieht er aber, dass auch dieser Wechsel von hoch nach tief und umgekehrt den Musikern viel Arbeit macht. Er zählt also nach getaner Komposition alle Noten gleicher Tonhöhe zusammen und bildet aus allen einen Mittelwert.
Dieser eine Ton wird in der Länge der ursprünglichen Komposition zur Aufführung gebracht!
Ist doch wunderbar, nicht?
Und so schonend und harmonisch!

Aber nur für die, die keine Abwechlung mehr brauchen! Die begeisterten Fußwipper und Hohes C- Bewunderer, die Gänsehaut- und Wiedererkennungs- Liebenden, die sich gerne bewegen Lassenden, werden enttäuscht sein. Es bewegt sich nichts. Es ’nimmt‘ einen nichts mit. Es liefert weder Abwechslung, noch Gesprächsstoff.

Und unser Körper? Braucht der noch Abwechlung? Oder funtzt er auch mit jahrzehntelangem Reindrücken von Astronautennahrung, die ‚alles‘ enthält?

Smoothies sind wunderbar!
Smoothies sind ein Trick!
Der Trick besteht darin, den völlig naturentfremdeten Menschen durch das geschmackliche Verbessern Naturgeschenke, wie Wildkräuter oder auch nur das in der Kindheit schon verleidete Gemüsegrün, reinzukriegen.
Denn Grün ist wichtig, da basisch. Die heutige, nie zuvor so massiv grassierende, Zuckerorgie schreit förmlich nach Basen, um die vom Zucker ausgehöhlten Mineralstofflager wieder aufzufüllen.
Doch ausschließlich Basen sind auch nicht das Gelbe vom Ei oder treffender: Das Grüne vom Löwenzahn. Von Zeit zu Zeit wollen die Zellen, will das Gewebe, wollen Schadstoffdepots durchgeputzt werden. Dazu braucht es Saures.
Dieses Basen-Säuren- Wechsel- Beispiel ist nur eines von vielen!
Einmal fehlt irgendwo Phosphor, dann wieder ist irgendwo zuviel Eisen …
Leben ist lebendiges bewegen, ist ein Wechselspiel. – Auch auf Zell- und Molekularebene.

Smoothies sind zum ‚Anfüttern‘, zum Abholen der Menschen von dort, wo sie stehen, zum Zurückkehren zur Natur, wunderbar! Doch bleib nicht dabei! Steigere den Grünanteil in Deinem Genusstempo aber sukzessive.
Wenn Du die Wildkräuter irgendwann auch pur oder zumindest nimmer gesüßt oder gefruchtigt genießen kannst, bist Du ‚bei den Affen‘, bei naturrichtigem Verhalten angekommen.
Dann kannst Du zwischen Basen und Säuren wechseln und komponieren nach Herzenslust und bist damit wieder beim Lebendigen, bei berückenden Melodien und Rhytmen angekommen.

Es ist einfach so, dass alle chemischen Reaktionen, die Du außerhalb Deines Körpers durch Mischen initiierst, keine Impulse und Reaktionen im Körper auslösen können. Ok, es bleibt für innen immer noch genug zu tun, aber wir hören eben noch immer gerne aufwühlende oder beschwingte Musik. Oder? 😉

Und um nach langem Ausflug in menschliche Logik wieder zur wunderbaren Einfachheit der Natur zurückzukommen: Guck Dir an wie Affen essen! Oder sieh Dir mein Uraltrezept ‚Eine Banane geht durch den Garten‘ an.

 

 

 


Unsichtbarer Stress

13. April 2017

Stress ist heute einer der großen Krankmacher. Das ist durch zahllose Studien bestens belegt.
Was jedoch kaum noch bekannt ist, ist der ‚unsichtbare Stress‘!
Gemeinhin verstehen wir unter Stress diese Gehetztheit und Angetriebenheit, den Druck, dem wir meist in unserer Arbeit ausgesetzt sind.

Doch viele von uns haben permanent Stress. – Unsichtbaren, nicht wahrgenommenen Stress.
In unserer Gesellschaft, in unseren Staaten, Gemeinden, in unseren Familien, Beziehungen, in unserer Kultur gibt es soviele Regeln und Vorschriften, dass ein stressfreies Leben nur mehr für die ‚Dickfelligsten‘ möglich ist.

Doch es gibt einige Stress- Indikatoren auf die Du immer wieder achtsam fokussieren kannst. – OHNE Dir damit neuen, zusätzlichen Stress zu machen!    😉
Achte auf verschiedene Muskelpartien ob sie angespannt sind. Hochgezogene Schultern, angespannter Bauch, der Schließmuskel, Gesichtsmuskeln und sehr wichtig die Kiefermuskeln und die Zunge.
Sie alle zeigen durch ihre Angespanntheit Stress an.
Häufig sind wir derartige Verspannungen schon so gewöhnt, dass sie uns als normal erscheinen. Da wäre Außenhilfe angebracht.
Doch auch die aus der Progressiven Muskelrelaxation bekannte Technik des gezielten Anspannens mit nachfolgender Entspannung kann Klarheit bringen.

verklDoch auch bei diesem Thema, wie schon so oft hier: Alles geht vom Kopf aus!
Unsere An- und Verspannungen haben Ursachen. Und die wollen gefunden und ge- und erlöst werden!
Dazu muss man sich nicht unbedingt auf die Therapeuten- Couch legen. Träume und auftauchende Erinnerungen ernst nehmen, achtsam auf Gefühle und Muskelreaktionen beim Ansehen von alten Fotos, bei Kontakt mit Menschen oder Situationen können schon viele ‚Kellerleichen‘ entlarven.

Oder ganz wichtig: Vergeben!
Vergeben hat den Vorteil, dass man von der ursprünglichen Problemsituation nichts zu wissen braucht. Es genügt – obwohl, es sagt sich so einfach, bedarf aber einiger Übung – ein vom Herzen kommendes Vergeben und Freude und Dankbarkeit, dass es diese Menschen, Tiere, Dinge, Situationen gab/ gibt.
Als logische Hilfe kann wieder einmal das bestens bekannte halbgefüllte Glas dienen. Selbst schlimmste Erlebnisse haben auch einen positiven Aspekt. Es bedarf oft bloß einiges an Bemühen, um ihn zu erkennen und anzunehmen. Doch es geht!    🙂
In diesem Sinne, ein stressfreies und entspanntes Paradiesleben!

 

 

 


Von Bienen lernen

10. April 2017

Bruce Ellis, Professor der Philosophie an der Universität of Arizona und Thomas Boyce, Professor der Psychiatrie und Pädiatrie an der University of California haben in ihrem ‚Biological sensitivity to context‘ klargestellt, was zu viele Genetiker den Menschen reinwürgen wollen: ‚Da kann man gar nix machen. Das ist genetisch!‘.
Die Gene sind sozusagen zur General- Entschuldigung und -Erklärung von so ziemlich allem geworden. Kürzlich z.B. entblödeten sich Forscher der Universität Zürich nichteinmal, selbst Karies als genetisch determiniert zu postulieren.

bieneKeine Rede davon, was Epigenetik längst schon weiß: Dass WIR unsere Gene machen und beeinflussen!
Gene kann man sich wie eine Bibliothek vorstellen: Manche Bücher werden gelesen, manche nicht. Manche werden wieder zurückgebracht, andere wieder verschwinden. Manche werden neu geschrieben oder durch andere ersetzt.
Die Bienen liefern uns das beste Beispiel, wie genetisches Leben funktioniert. Alle Bienen haben genau dieselben Gene. Einzig wenige Tage mit anderer Ernährung machen sie zu Arbeiterinnen oder Königinnen!
Genauso ist es auch bei uns. Vorab sich die Brüste absäbeln zu lassen oder sich angstvoll in Todesnähe zu zittern, nur weil es einige Krebse im Stammbaum gibt ist Unsinn pur. Irgendwelche nicht artgerecht lebende Vorfahren haben solchen Menschen einen Gen- Abschnitt eingebaut, der ihnen damals half mit irgendeinem Problem fertig zu werden. Dieses ‚Krebs- Gen‘ aber MUSS niemand auslesen! Wenn keine Veranlassung besteht, WIRD es auch nicht ausgelesen. Und ein gesundes, im Sinne von naturrichtig bzw. artgerecht und glückliches Leben gibt keinerlei Veranlassung ein ‚Krebs- Gen‘ auszulesen.

Also zusammenfassend und jedem ‚Gen- Deterministen‘ dick, dick ins Stammbuch geschrieben: Es bleibt dabei! WIR sind Götter! WIR sind die Lenker unserer Schicksale!

 

 

 


Altern

6. April 2017

alternViele weise Menschen schon, wähnten Himmel und Hölle diesseits des Todes. Sehe ich mir die heutige Jugend- und Aktivitäts- Verliebtheit an, kann ich ihnen nur recht geben. Wer Alter, Vergesslichkeit, Verlangsamung so sehr ablehnt kann im Alter nur durch die Hölle gehen …
Dabei, wer bitte, kennt nicht dieses angenehme, entspannte Nichtsdenken, dieses ‚Ins-Narrenkastl-starren‘ oder auch Meditieren!? Alle Tiere leben das lebenslang so und erscheinen mir nicht unglücklich damit.
Unser Denken, Merken, unsere Aktivitäten samt Unrast sind doch genau besehen völlig überzogen. Ich kenne erschreckend viele Menschen, die nur dann ’sind‘, wenn sie etwas tun, etwas ‚vorweisen‘ können. Nicht zufällig sehen die Buddhisten unsere Gedanken als verrückt und rastlos herumtobende Affenbande.
Ich denk‘ mir, wer zu Lebzeiten schon immer wieder gerne und genussvoll abschalten kann, wird von einer ausklingenden Verlangsamung und Reduzierung im Alter weder überrascht, noch enttäuscht sein … 😉
Jede Jahreszeit, jeder Landstrich, jede Lebensphase hat doch seinen Reiz. An einem festzuhalten ist doch eng und dumm. Wer sich an seine Jugendlichkeit klammert hat sie nicht gelebt oder kann sich die Fülle und Gnade des Alterns nicht vorstellen.
Dass diesem unseligen Zeitgeist die, aus Profitgründen alles pathologisierde, Medizin natürlich um nichts nachsteht, darf niemanden der diese Branche kennt, wundern    😉

Es könnte aber auch völlig anders sein! Wissen wir nicht von der ’schwierigen‘ Pupertät unserer Jugendlichen, dass sie angeblich die letzte Chance für die Eltern ist, ihnen doch noch ihre Liebe zu zeigen?
Wer weiß, vielleicht sind Demenz und Hilflosigkeit die Letzte Chance für uns, den Alten die uns soviel aufgebaut haben, doch noch unsere Liebe zu zeigen.
Vielleicht ist das Altern eine ganz wunderbare Zeit, in der man sich ruhigen Gewissens um nichts mehr zu kümmern braucht …    😉

 

 

 


Augenblicke

3. April 2017

Schon im Beitrag ‚Mach’s besser!‘ berichtete ich von den 5 Punkten, die viele Sterbende äußern und die Krankenschwester Bronnie Ware beobachtete.
Hier die etwas literarischere Version des Argentinische Schriftstellers Jorge Luis Borges der kurz nach diesen Zeilen verstarb:

borges„Wenn ich mein Leben noch einmal leben könnte, würde ich im nächsten Leben versuchen, mehr Fehler zu machen. Ich würde nicht so perfekt sein wollen, ich würde mich mehr entspannen, ich wäre ein bisschen verrückter, als ich es gewesen bin, ich würde viel weniger Dinge so ernst nehmen, ich würde nicht so gesund leben, ich würde mehr riskieren, würde mehr reisen, Sonnenuntergänge betrachten, mehr bergsteigen, mehr in Flüssen schwimmen. Ich war einer dieser klugen Menschen, die jede Minute ihres Lebens fruchtbar verbrachten; freilich hatte ich auch Momente der Freude, aber wenn ich noch einmal anfangen könnte, würde ich versuchen, nur mehr gute Augenblicke zu haben. Falls du es noch nicht weißt, aus diesen besteht nämlich das Leben. Nur aus Augenblicken; vergiss nicht den jetzigen. Wenn ich noch einmal leben könnte, würde ich von Frühlingsbeginn an bis in den Spätherbst hinein barfuß gehen. Und ich würde mehr mit Kindern spielen, wenn ich das Leben noch vor mir hätte. Aber sehen Sie … ich bin 85 Jahre alt und weiß, dass ich bald sterben werde.“

 
PS: Das ’nicht so gesund leben‘ stammt noch aus alten, vorrohköstlichen ‚gesund = Verzicht‘- Zeiten    😉