Die Großhirn- Welt

3. August 2017

Seinem Großhirn zu vertrauen, ist nicht sehr klug. Der Australische Hirnforscher Allan Snyder, hält das Bewusstsein im Großen und Ganzen lediglich für einen PR-Gag des Gehirns – damit wir glauben, wir hätten auch noch was zu sagen.

Der Physiologe Benjamin Libet wies schon in den 1980er- Jahren experimentell nach, dass unsere vermeintlich freien Entscheidungen im Gehirn bereits getroffen sind bevor wir sie zu treffen glauben.

98% aller Kinder kommen hochbegabt zur Welt. Nach der Schule sind es nur noch 2%.

Kinder lernen gehen, bewegen, verstehen, sprechen …, praktisch alles Lebensnotwendige schul- und problemlos. In den Schulen jedoch gibt es immer wieder Durchfaller und Gescheiterte.

… Diese Großhirn- Liste ließe sich beliebig fortsetzen.

Und wie sieht unsere Welt aus!?
Es ist durch und durch eine Großhirn- Welt!
– Mit daraus resultierenden Kriegen, Hungertoten, Finanzkrisen, Arbeitsleben, Konsumterror, Krankheiten, Gescheiterten, Umweltproblemen, Gesetzen, Gefängnissen, Morden …
– Die es bei ‚kleinhirnigen‘ Tieren nicht gibt!

Frag Dich vielleicht öfter, ob wir das wirklich so wollen!

 

 

 


Lichtverschmutzung

2. August 2017

Demnächst schenk ich Euch ein wunderbares Zitat vom genialen Erich Fromm, der schon in den 1950er- Jahren selten klar- und hellsichtig erkannte mit WIEVIELEN und perfiden Ablenkungen wir vom Leben und Erleben ferngehalten werden.
Diese Liste ist so atemberaubend und überkomplett … Ich fasse es oft nicht.
Ein relativ unbedachter und für uns schon selbstverständlicher Punkt ist die Lichtverschmutzung unserer Welt.
Dazu 3 kleine persönliche Erlebnisse:
Ich war in Gegenden Äthiopiens in denen es Null Straßenbeleuchtung und immer wieder großflächige Stromabschaltungen gab. In solch einer stromlosen Nacht hatte ich beim nächtlichen Heimgehen alle Unsicherheits-, Verzweiflungs- und Angstzustände die man sich nur vorstellen kann. Die Straßen uneben, ungerade und ich hab, obwohl für unsere Begriffe sehr gut sehend, absolut NICHTS gesehen, aber gespürt, gehört, wahrgenommen, dass rund um mich in dieser absoluten Schwärze die Menschen völlig arglos gingen, plauderten, herumwusselten ohne auch nur einmal angerempelt worden zu sein …
Ich verbringe immer wieder einmal einige Zeit auf Almhütten und bin jedesmal wieder völlig fassungslos WIE still und dunkel Nächte sein können und wie beeindruckend und ohne all das Zivilisationslicht erst sichtbar werdend so ein Sternenhimmel sein kann.
Ich leiste mir täglich vor dem Schlafengehen einen barfüßigen Schritt vor die Tür und seh in den Himmel. Gestern war ich wie vom Donner gerührt. Ich blickte hoch und sah den, wie ich meinte, ‚Sternenhimmel meines Lebens‘. Er war einfach zum Niederknien! Erst dann wurde mir klar welchem glücklichen Umstand ich dieses Wunder zu verdanken hatte. Gleich zwei der nächstgelegenen Straßenlampen waren ausgefallen.
Bereits heute waren Reparaturtrupps am Arbeiten und damit Ruinieren dieses herrlichen Nachtbildes. Und wozu? In diesem kleinen Ort wurde seit Jahren niemand nach 22 Uhr auf der Straße gesehen, Fahrende haben ohnehin ihre Scheinwerfer, aber es ist gesetzlich geregelt, dass die ganze Nacht die Straße ausgeleuchtet zu sein hat. Und wenn nur eine Lampe ausfällt springt schon todsicher jemand zum Telefon um das zu melden. – Anstatt rauszugehen und niederzuknien …