Die Illusion der Singularität

Kierkegaard sagte: „Wenn Du mir einen Namen gibst, verneinst du mich! Indem man mir einen Namen, eine Bezeichnung gibt, verneinst Du alle die anderen Dinge, die ich vielleicht sein könnte. Du beschränkst das Teilchen etwas zu sein indem Du es festnagelst… es benennst! Aber gleichzeitig erschaffst Du es. Du definierst es zu existieren.“

Du kannst nie einen Baum in seiner Gesamtheit sehen. Denn der Baum ist immer in Bewegung, immer in Entwicklung, Der Baum ist das Licht der Sonne, das Wasser des Regens, die Luft um uns, die Erde unter uns …

Auch Heraklit schon, sprach vom ‚panda rei‘, vom ‚alles Fließen‘, vom alles sich permanent Verändernden, vom ‚Man kann nicht zweimal in denselben Fluss steigen‘.

Sogar ‚harte‘ Laborversuche der Quantenphysiker zeigen, dass auch kleinste Teilchen nie für sich alleine bestehen und reagieren. Alles ist mit allem verbunden, nichts ist allein.

Es gibt keine Singularität!
Es gibt keinen Stillstand.
Es gibt keine ‚Stehbilder‘.
Es gibt keine Persönlichkeiten, Charaktere, Einzelwesen, Einzelerlebnisse …
Eine Persönlichkeit, ein Ego, eine Singularität … das sind Denkkonstrukte, die wir uns zurechtdenken und uns oft auch an sie klammern.

Das wissend und weich und anpassungsfähig werden, erleichtert und bereichert das Leben ungemein …

 

 

 

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