#Me Too

Endlich hat uns der ORF amüsante Einblicke gegeben in diese gerade höchst virulente ‚Sexuelle Übergriffs‘- Bewegung.
Ich frage mich nämlich seit Strauss-Kahn, Köln- Silvester und Weinstein was da wohl wirklich passiert ist, was emanzipierte Frau nicht unterbinden hätte können.
Seit heute – jede Stunde in den ORF- Nachrichten – gibt es insider- Details. Der Ex- Grün- Abgeordnete Peter Pilz hatte zu einer Mitarbeiterin ‚Schatzi‘ gesagt, woraufhin sie zur Gleichbehandlungskommission ging und ihrem Wunsch entsprechend versetzt wurde.
Ok, es gibt sicher auch schlimmere Vergehen. Nur frage ich mich wo da, nach der alten Weisheit ‚Es gehören immer zwei dazu‘ der Anteil der Frauen bleibt.
Ich meine jetzt nicht diese alte Kamelle von den, zu aufreizenden Frauen, obwohl jedermensch natürlich weiß, dass Möchtegern- Schauspielerinnen sicher nicht in Sack und Asche zu Vorstellungsgesprächen gehen und sehr wohl wissen wie Sexappeal wirkt …
Nein, ich meine das Selbstbewusstsein, das einer gewissen Emanzipation eigentlich immanent sein sollte, sich solchen männlichen Ansinnen entgegenzustellen.

Ich selber hab in meiner Kindheit und Jugend auch einige ‚Übergriffe‘ erlebt, aber nicht als solche empfunden. Das waren einfach Menschen die etwas wollten, das ich nicht wollte, was sie aber nicht wissen konnten. Ich hab es ihnen gesagt, meist mit einem Witzchen, sodass sie Menschen blieben und sich nicht abgewiesen oder unangenehm berührt fühlten und der Fall war erledigt.

Was bitte hindert eine Pilz- Sekretärin daran zu sagen: ‚Liebes Fliegenpilzchen, bebrumme doch bitte andere Schwammerl. Ich sag Dir wann ich eventuell Interesse daran haben sollte. Jetzt aber bitte nicht. Klar?‘?

Es ist m.E. nämlich ebenfalls ein Übergriff, wenn nicht sogar ein weit schlimmerer, wenn solche Missgeschicke verschwiegen werden und Jahrzehnte später durch Veröffentlichungen Karrieren oder Leben dadurch zerstört werden. Hätte man den ‚Täter‘ angesprochen, täte es ihm vielleicht eh schon längst leid. Denn gerade bei diesen nun ‚älteren Herren‘ muss man schon dazusagen, dass in deren Jugend das Wissen über das andere Geschlecht durch die damalige Prüderie praktisch nicht vorhanden war, die Zeiten und das Wissen sich aber glücklicher Weise geändert haben.
Man kann es sich fast nicht mehr vorstellen. Doch das waren damals Zeiten in denen männliche Filmstars bewundert wurden, die ihre Partnerinnen mit eisernem Gewaltgriff in einen Kuss zwangen.
– Aber vielleicht outet sich ja morgen schon irgendeine 90-jährige Schauspielerin als John Wayne- Opfer …

 
PS: Ich hab übrigens einmal einige Paar- Seminare gegeben bei denen die Frauen lernen konnten wie Männer ticken und die Männer lernen konnten wie Frauen ticken: Es zeigte sich, dass Männer – wenn sie’s vielleicht auch nicht immer anwenden – weitaus mehr über die Frauenbedürfnisse wissen als umgekehrt!

 
PPS: Ich hoffe sehr, dass ich jetzt nicht frauenfeindlich rübergekommen bin oder gar gewalttätige Männer verteidigen will. Ich liebe alle Wesen, finde sie wunderbar und akzeptiere deren Bedürfnisse. Jedermensch sollte alles versuchen, alles ablehnen und alles akzeptieren dürfen.

 

 

 

12 Responses to #Me Too

  1. schorsch sagt:

    Das ist bloß natürliche Auslese, payoli! All diese modernen Geschlechtervielfältigen, Emanzipierten und völlig überdrehten political correctnesserinnen werden aussterben und wir richtigen Männer und Frauen wie die Nina Proll werden uns weiterhin recht unterhaltsam fortpflanzen

  2. relaxedlive sagt:

    Es treibt manchmal seltsame Blüten – heute wird man ja manchmal schon schief angesehen wenn man einer Frau ein nettes Kompliment macht …

    • payoli sagt:

      Nur wenn Du ‚der Falsche‘ für sie bist! 😉
      Ich hab mal mit einem echten Womanizer zusammengewohnt. Der hat sich Dinge rausgenommen die ich nichtmal zu denken wagte. Das war alles ok für die Grazien.

  3. genogramma sagt:

    was ich nicht verstehe warum, um beim beispiel weinstein zu bleiben, diese jungen schauspielerinnen sich auf den oralverkehr einliessen? weil sie eine rolle im film unbedingt wollten?
    sie gaben weinstein damit soviel macht über sich.

    der globale sexismus ist schon zu weit gegangen.
    damit will ich nicht alle männer als täter bezeichnen, mir sind differenzierungen bekannt.

  4. Mit irgendwelchen übergriffigen Anliegen an Kinder heranzutreten und dann noch zu behaupten, man habe ja nicht wissen können, dass das KIND xy nicht möchte … ja, da fällt mir dann auch nichts mehr ein. Was Du hier tust ist eine klar Verantwortungsverschiebung!

  5. schorsch sagt:

    payolis geniale Antwort hat schon alles gesagt!
    Ich ergänze nur für die Schlichten: ’nötig‘ wäre wirkliche Emanzipation von der die #meetoo’s meilenweit entfernt sind. Geradlinige Offenheit statt widerrechtlicher, feiger Gemeinschaftsverurteilung.

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