Vorwärts, es geht zurück

14. November 2017

Was als Spruch der erleichterten Soldaten über Rückzüge am Ende des 2. Weltkriegs- Wahnsinns überliefert ist, lässt sich auch heute noch und immer wieder anwenden.

Nicht nur beim Klimawandel wäre ein ‚vorwärts, wir bauen rück‘ bzw. ein Weniger mehr. Nicht nur für all die Wohlstandskranken wäre ein Weniger mehr. Auch puncto Verarbeitung von Nahrungsmitteln, Konsum, Schulunterricht, Technisierung, Automatisierung, Landschaftszerstörung, Verpackungsmüll, Energieverbrauch, Bodenversiegelung, Umweltvergiftung, Licht- und Elektro- smog, Luftverschmutzung, Lärm, Stress, und, und, und wäre ein Weniger ein Segen für alle.
Auch führende Hirnforscher wie Joe Dispenza haben ‚ermessen‘ und sagen, was von Jahrtausende alten Weisheitslehren bekannt ist: Erst das Weniger- bis Nichtdenken öffnet dem Leben die wirklich ungeahnte Fülle.

Auch hier im blog war schon wiederholt die Rede vom ‚mentalen Rückzug‘ auf den harmonischen Seins- Level den uns die Natur tagtäglich in atemberaubender Komplexität vorführt. Nicht zufällig ist das ‚richtige‘ Denken eine der 4 – Säulen.

Solange die Menschen so angstvoll am Haben hängen, werden sie in ihren Hamsterrädern verbleiben müssen.
Nur wenigen gelingt der heilsame ‚Quanten‘- Sprung ins allerorten bestätigte

Weniger ist mehr!
bzw.
Das Haben und Raffen verunmöglicht uns glückliche Erfüllung!

Nur wenige erkennen den einfachen Zusammenhang:
Nicht alles (vermeintlich) Gute ist gut!
oder
Gutes ist nur gut, wenn es langfristig und für alle gut ist

 

 

 


Bei uns daheim …

13. November 2017

 


 

 

 


Martini- Gansl

11. November 2017

Und wieder einmal ist heute ein Bedenktag, an dem mit verharmlosenden Begriffen, Katholen- Legenden, geschönten Bildern, Berufung auf Traditionen, Qualität, Bio, Kulinarik, etc. verschleiert wird, dass ‚Zivilisation’smensch just for Gaumenkitzel Millionen wunderbarer Wesen erst quält und dann ermordet …
Vielleicht mag ja jemand zu seinem heutigen Ganslessen ‚Das Gänsekind Martina‘ des Nobelpreisträgers Konrad Lorenz, der mit der Beobachtung und Erforschung dieser wunderbar liebenswerten Wesen sein Leben verbrachte, als Beilage mitnehmen …

 

 

 


Liebe, technisch

9. November 2017

Unglaublich wie nüchtern wissenschaftlich Liebe dargestellt werden kann. Aber auch interessant wie sich diese Anziehung durch alle Entwicklungsstufen und Arten zieht:

Der amerikanische Zoologe und Präsident des Sexual- Untersuchungsausschusses Alfred C. Kinsey’s, Robert M. Yerkes ließ 5300 Männer und 5940 Frauen über ihr Geschlechtsleben befragen und brachte das mit tierischem Verhalten in Zusammenhang:

»Eine der charakteristischen Leistungen der Materie, ob Pflanze, Tier oder Mensch, ist die Fähigkeit, auf Berührung zu reagieren. Die normale erste Reaktion eines Organismus besteht darin, sich gegen jedes Objekt zu drängen, mit dem es in Berührung kommt. Einzellige Lebewesen ballen sich zusammen. Mehrzellige Lebewesen drängen sich in die Ecke, schmiegen sich spontan an andere Körper an … Reagiert das Tier mit Gegendruck auf das Objekt, so kann sich daraus eine Kette physiologischer Erscheinungen entwickeln. Wenn der taktile Reiz rhythmisch wird oder ein stetiger Druck anhält, kann sich der Reaktionsgrad erhöhen und neuromuskuläre Spannungen erzeugen, die als Sexualreaktion kenntlich sind.«

Sind sie nicht süß unsere Wissenschafts- Schrullis!?

 

 

 


Wir sind überfordert!

8. November 2017

Leopold Kohr der große Österreicher hat es gesagt und wissenschaftlich bearbeiet und untermauert:
Small is beautiful.
Zahllose kleinräumige Strukturen funktionieren in aller Welt bestens. Ich, der nach wie vor begeisterte ‚Wir sind immer noch Affen‘- Postulierer empfahl immer wieder Kleinstrukturiertes.
Und wie geht der Trend in unseren Gesellschaften?
Genau umgekehrt!

Hat der, selbst aufmerksame und gebildete Österreicher früher schon nie wahlwichtige staatspolitische Details verstanden, so ist er heute mit der EU- Dimmension völlig überfordert.
Den Menschen wird Demokratie vorgespielt, dabei stimmen sie mit maximal Hausverstand etwas ab, was von diesem nie und nimmer verstanden werden kann.
Es ist aber nicht so, dass staatspolitische Themen so überaus kompliziert wären. Es ist nur die Bandbreite für die Menschen zu groß. Sie können nicht alle Fragen von ihrem kleinräumigen sozialen Umfeld, über ihren Beruf, über Kommunalpolitik, bis zu Staats- und EU- Politik überblicken.
Da dürfen dann schon einmal Populisten Zuwandererpanik verbreiten die fern der Realität ist, ohne aufzufliegen. Da darf ein Donald Trump in den großen USA schon mal von der Errichtung von Grenzmauern, als Arbeitslosen- Maßnahme schwadronieren, ohne dass die Menschen wissen, dass längst mehr Mexikaner aus- als einwandern.
Da dürfen sich schon mal EU- Bürger über diesen genialen Türkei- deal der uns alle Emigranten fernhält, ohne zu sehen, dass uns das ein Vermögen kostet und ausschließlich negativ gecastete Syrer und Millionen von Türken bringt, wundern.
Durchschnittsmensch KANN das nicht alles wissen und verstehen! Und diese Themen kontrolllos unseren Politikern zu übergeben ist einfach verrückt!

Wir haben uns Jahrmillionen an kleinstrukturierte Gemeinschaften gewöhnt, wurden in ihnen sozialisiert, haben uns an sie angepasst. Wir sind darin perfekt!
Warum leben wir nicht, was wir gut können, für das wir ‚ausgelegt‘ sind und in dem wir uns wohlfühlen?
Warum lassen wir uns, mit unseren Familien, Gemeinschaften, Dörfern und Grätzeln in Staaten oder noch größer zusammenfassen!?
Es wird uns damit Entscheidungsmacht genommen, Sand in die Augen gestreut. Wir führen damit ‚die Mächtigen‘ in unverantwortliche Versuchungen und haben deren ‚Ausrutscher‘ bis Sauereien zu bezahlen.

Detto Firmen!
Ein Tischler, ein Mauer, der schlampt ist in ’small- town‘ bald entlarvt und weg vom Fenster. Was uns Multis reinwürgen, können wir nur höchst aufwändig analysieren und entdecken’s meist erst Jahre zu spät, wenn überhaupt.

Detto das Bildungswesen, die Medizin, die Wissenschaft …!

Bitte, wozu die vielen, vielen Auszeichnungen und Ehrungen, das weltweite Ansehen Leopold Kohrs, wenn wir es nicht nutzen!?
Werden wir doch wieder small! Pfeifen wir doch auf die Bundesregierung. Lösen wir diesen Staat auf! Lasst doch jedem Schuldirektor seine Schule führen wie er will! Macht er’s schlecht wird er es zu spüren kriegen
Sieh doch einmal genau hin! Was hat uns all dieser Fortschritt, auch so ein Kind ‚der Größe‘, gebracht? Ok, vielleicht sieht die Arbeit heute leichter aus als vor 100 Jahren. Doch dafür sind wir seltene Schlaffis, anfälliger für Erkrankungen, gestresster, haben weniger Zeit …

 

 

 


Ein paar einfache Fragen (2)

7. November 2017

Die heutige Situation:

Die Grünen die mit dem Klimawandel wahlwarben wurden abgewählt und rausgekickt.
Primär wurden Parteien gewählt die Asylanten rauskicken werden.
Kein neuer Supermarkt ist gleich groß oder kleiner als der vorige.
Der Automarkt brummt, auch für die Diesel- Betrüger- Firmen, wie eh und je.
So ziemlich alle Umsätze steigen und steigen.
Wir verdoppeln ca. alle 10 Jahre alles was wir haben.
Unser Reichtum wird, trotz aller Erfindungen, wohl nie für die gesamte Weltbevölkerung möglich sein.
Wir werden, trotz steigender Ausgaben für das Gesundheitssystem immer kränker, Lebenserwartungen sinken bereits, Kinder erkranken immer jünger schwerst.

Jetzt frage ich Dich:
Hast Du Dich schon mal gefragt, wie es in 10, in 20, 50 Jahren aussehen wird?
Wo und wie siehst DU Dich in 10, in 20, 50 Jahren?
Wie lange halten wohl die Schwellenländer noch still?
Werden wir nach der nächsten Verdopplung unserer Konsumgüter noch unzufriedener sein?
Wie sehen Deine Visionen, Wunschbilder aus?
Wird uns das Immer- Schneller, Immer- Lauter, Immer- Mehr, Immer- Unpersönlicher, Immer-mehr-Müll nie zum Hals raushängen?
Was tust Du persönlich dafür oder dagegen?

 

 

 


So ein einfaches Prinzip!

6. November 2017

Der international erfolgreiche Wissenschaftsautor Johannes von Buttlar schrieb schon ‚vor Ewigkeiten‘ in seinem ‚Unsichtbare Kräfte‘:

Die Menschheit hat den Weg zum Selbstmord bereits beschritten, weil sie bisher keine Symbiose zwischen Sensus und Ratio – Natur und Technik – eingegangen ist.
Ist es nicht bezeichnend für den Menschen, die Natur unter seinen Willen zwingen zu wollen, aber keinen Gedanken daran zu verschwenden, der eigenen, bösen Triebkraft Herr zu werden? Hier manifestiert sich, wie sehr der Mensch immer noch von seinem Reptilienhirn dominiert wird. Nicht genug, dass er seine Aggressionen an den eigenen Artgenossen ausläßt, er vernichtet zudem den eigenen Lebensraum. Der Mensch mordet den Menschen und tötet die Natur Fauna wie Flora -, das heißt: er tötet seine Welt.

‚Und sein Leben‘ würde ich dazu sagen.
Denn das ist das Credo und der soooo einfach einzusehende Grundgedanke von ‚paradise your life‘:

Was für uns gut ist, ist auch für unsere Um- und Mitwelt gut.
Was unsere Um- und Mitwelt ruiniert, macht auch uns kaputt!

 

 

 


#Me Too

3. November 2017

Endlich hat uns der ORF amüsante Einblicke gegeben in diese gerade höchst virulente ‚Sexuelle Übergriffs‘- Bewegung.
Ich frage mich nämlich seit Strauss-Kahn, Köln- Silvester und Weinstein was da wohl wirklich passiert ist, was emanzipierte Frau nicht unterbinden hätte können.
Seit heute – jede Stunde in den ORF- Nachrichten – gibt es insider- Details. Der Ex- Grün- Abgeordnete Peter Pilz hatte zu einer Mitarbeiterin ‚Schatzi‘ gesagt, woraufhin sie zur Gleichbehandlungskommission ging und ihrem Wunsch entsprechend versetzt wurde.
Ok, es gibt sicher auch schlimmere Vergehen. Nur frage ich mich wo da, nach der alten Weisheit ‚Es gehören immer zwei dazu‘ der Anteil der Frauen bleibt.
Ich meine jetzt nicht diese alte Kamelle von den, zu aufreizenden Frauen, obwohl jedermensch natürlich weiß, dass Möchtegern- Schauspielerinnen sicher nicht in Sack und Asche zu Vorstellungsgesprächen gehen und sehr wohl wissen wie Sexappeal wirkt …
Nein, ich meine das Selbstbewusstsein, das einer gewissen Emanzipation eigentlich immanent sein sollte, sich solchen männlichen Ansinnen entgegenzustellen.

Ich selber hab in meiner Kindheit und Jugend auch einige ‚Übergriffe‘ erlebt, aber nicht als solche empfunden. Das waren einfach Menschen die etwas wollten, das ich nicht wollte, was sie aber nicht wissen konnten. Ich hab es ihnen gesagt, meist mit einem Witzchen, sodass sie Menschen blieben und sich nicht abgewiesen oder unangenehm berührt fühlten und der Fall war erledigt.

Was bitte hindert eine Pilz- Sekretärin daran zu sagen: ‚Liebes Fliegenpilzchen, bebrumme doch bitte andere Schwammerl. Ich sag Dir wann ich eventuell Interesse daran haben sollte. Jetzt aber bitte nicht. Klar?‘?

Es ist m.E. nämlich ebenfalls ein Übergriff, wenn nicht sogar ein weit schlimmerer, wenn solche Missgeschicke verschwiegen werden und Jahrzehnte später durch Veröffentlichungen Karrieren oder Leben dadurch zerstört werden. Hätte man den ‚Täter‘ angesprochen, täte es ihm vielleicht eh schon längst leid. Denn gerade bei diesen nun ‚älteren Herren‘ muss man schon dazusagen, dass in deren Jugend das Wissen über das andere Geschlecht durch die damalige Prüderie praktisch nicht vorhanden war, die Zeiten und das Wissen sich aber glücklicher Weise geändert haben.
Man kann es sich fast nicht mehr vorstellen. Doch das waren damals Zeiten in denen männliche Filmstars bewundert wurden, die ihre Partnerinnen mit eisernem Gewaltgriff in einen Kuss zwangen.
– Aber vielleicht outet sich ja morgen schon irgendeine 90-jährige Schauspielerin als John Wayne- Opfer …

 
PS: Ich hab übrigens einmal einige Paar- Seminare gegeben bei denen die Frauen lernen konnten wie Männer ticken und die Männer lernen konnten wie Frauen ticken: Es zeigte sich, dass Männer – wenn sie’s vielleicht auch nicht immer anwenden – weitaus mehr über die Frauenbedürfnisse wissen als umgekehrt!

 
PPS: Ich hoffe sehr, dass ich jetzt nicht frauenfeindlich rübergekommen bin oder gar gewalttätige Männer verteidigen will. Ich liebe alle Wesen, finde sie wunderbar und akzeptiere deren Bedürfnisse. Jedermensch sollte alles versuchen, alles ablehnen und alles akzeptieren dürfen.

 

 

 


Unglaublich!

2. November 2017

Schon 1956 schrieb der wunderbare Erich Fromm in seinem genialen ‚Die Kunst des Liebens‘:

Der moderne Mensch ist sich selbst, seinen Mitmenschen und der Natur entfremdet. Er hat sich in eine Gebrauchsware verwandelt und erlebt seine Lebenskräfte als Kapitalanlage, die ihm unter den jeweils gegebenen Marktbedingungen den größtmöglichen Profit einzubringen hat. Die menschlichen Beziehungen sind im wesentlichen die von entfremdeten Automaten.
Jeder glaubt sich dann in Sicherheit, wenn er möglichst dicht bei der Herde bleibt und sich in seinem Denken, Fühlen und Handeln nicht von den anderen unterscheidet. Während aber jeder versucht, den übrigen so nahe wie möglich zu sein, bleibt er doch völlig allein und hat ein tiefes Gefühl der Unsicherheit, Angst und Schuld, wie es immer dann entsteht, wenn der Mensch sein Getrenntsein nicht zu überwinden vermag.
Unsere Zivilisation verfügt über viele Betäubungsmittel, die den Leuten helfen, sich ihres Alleinseins nicht bewußt zu werden: Da ist vor allem die strenge Routine der bürokratischen, mechanischen Arbeit, die verhindern hilft, daß sich die Menschen ihres tiefsten Bedürfnisses, des Verlangens nach Transzendenz und Einheit, bewußt werden.
Da die Arbeitsroutine hierzu nicht ausreicht, überwindet der Mensch seine unbewußte Verzweiflung durch die Routine des Vergnügens, durch den passiven Konsum von Tönen und Bildern, wie sie ihm die Vergnügungsindustrie bietet; außerdem durch die Befriedigung, ständig neue Dinge zu kaufen und diese bald wieder gegen andere auszuwechseln.
Der moderne Mensch kommt tatsächlich dem Bild nahe, das Aldous Huxley in seinem Roman „Brave New World“ (1946) beschreibt: Er ist gut genährt, gut gekleidet und sexuell befriedigt, aber ohne Selbst und steht nur in einem höchst oberflächlichen Kontakt mit seinen Mitmenschen …

So früh, so treffend!
Was würde er wohl zu den heutigen tablet- ‚Wischern‘ und Couch-Potatos sagen!?