Ich starte das Internet …

… und was lese ich?
Superfood: Nicht alles von einer Pflanze ist gesund

Aha! Interessant. Was steht da weiter?

Im Internet kursieren viele Tipps zu vermeintlichen Superfoods. Mittel aus verschiedenen Pflanzen sollen die Gesundheit fördern. Bittere Aprikosenkerne sollen angeblich sogar gegen Krebs wirken. Experten warnen aber, dass viele Wirkstoffe nicht ausreichend erforscht oder sogar schädlich sind.
Wie wäre es mit etwas Pulver aus gemahlenen Avocadokernen für den Smoothie? Oder mit bitteren Aprikosenkernen als Nahrungsergänzung? In Blogs und Internetforen kursieren viele Tipps zu solchen Mitteln aus verschiedensten Pflanzen.
Nicht immer sind diese Empfehlungen allerdings gesund: Was im Internet als Superfood angepriesen wird, ist in manchen Fällen sogar schädlich.

Huch!
‚Schädlich‘!? Wie dieses?
Ah!
Da wird es ja eh erklärt:

„Nicht alle Pflanzenteile sind für den Verzehr geeignet“, sagt Angela Clausen von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen, die die Entwicklung mit Sorge beobachtet: „Und nicht alles ist gesund, nur weil es von einer Pflanze stammt.“
Viele Mittel sind nicht ausreichend erforscht.
Im besten Fall seien die Mittel nicht erforscht und ihre gesundheitsfördernde Wirkung nicht wissenschaftlich belegt, sagt die Ernährungswissenschaftlerin. In anderen Fällen ist Vorsicht geboten.

Ahja! Diese Dinge sind ’nicht für den Verzehr geeignet‘, weil sie noch ungenügend erforscht sind!
Naja, auch eine Form der Logik!

Aber die Verunsicherung geht weiter:
Zum Beispiel bei bitteren Aprikosenkernen:

Sie sollen, Behauptungen nach, einen positiven Effekt auf die Gesundheit haben:
„Im Internet kursiert die Behauptung, dass sie sogar gegen Krebs wirken sollen“, sagt Clausen.
Dafür gibt es aber keinen wissenschaftlichen Beleg. Das bestätigt auch das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), das vor dem Verzehr größerer Mengen warnt.
Zum Teil sind schädliche Stoffe enthalten
In den Kernen ist ein Stoff enthalten, der bei der Verdauung zu Blausäure abgebaut wird. Die ist giftig für Menschen – und laut BfR gibt es Fälle, bei denen es durch den Verzehr der Kerne zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen gekommen ist.
Dazu zählen zum Beispiel Erbrechen oder Krämpfe, in hohen Dosen auch Vergiftungen. Das BfR rät deshalb, nicht mehr als zwei bittere Aprikosenkerne pro Tag zu essen – oder völlig auf den Verzehr zu verzichten. Kinder sollten die Kerne gar nicht essen.

Ah ja! Und naturnahe lebende Menschen würden ohne diese wertvollen Erkenntnisse nach dem Erbrechen noch a paar Kilo von diesen Kernen weiteressen! Ja?
Also jetzt echt! Für wie bescheuert halten die uns?!

Jetzt wirds überhaupt kriminell:

Auch andere Obstkerne enthalten Substanzen, die im Körper zu Blausäure abgebaut werden, darunter zum Beispiel Kirschkerne oder Apfelkerne.

Aha, und so Naivlinge wie ich, die denken, dass jedes Lebewesen sein Wertvollstes in den Keim legt und die Wirtschaft, die Kerne und Keime besonders teuer verkaufen, sollten bei Frau Clausen in Nachhilfe gehen, hm?

„Wenn man einmal aus Versehen einen Kern verschluckt, ist das kein Problem“, sagt Clausen.

Uff! Da bin ich aber froh!

Man sollte die Kerne aber nicht gemahlen zu sich nehmen oder zerkauen, rät sie. Das gelte auch für geriebene Stiele von Kirschen, die aktuell im Trend seien.

Ok! Hier würde ich ein dlitzedleines ‚Jein‘ akzeptieren. Kerne die man zuvor nie pur zerkaut und deren Wirkung live erlebt hat würde ich mir auch nicht in den Smoothie mixen. Doch Smoothie- Mixer sind ja kaum Rezept- user, Pharma- Junkies oder ganz Dumme. Wem Kerne nicht schmecken, der wird sie sich hochwahrscheinlich auch nicht irgendwie verdeckt ‚unterjubeln‘. Oder?

Die Warn- Orgie verbreitert sich in:
Aktueller Trend sind gemahlene Avocadokerne
Seit einiger Zeit wird im Internet auch zum Verzehr von gemahlenen Avocadokernen geraten. Laut BfR gibt es aktuell noch nicht genügend Informationen zu den Inhaltsstoffen von Avocadokernen, um mögliche gesundheitliche Risiken zu bewerten.
In Avocados ist ein Stoff namens Persin enthalten, der zumindest für viele Tiere giftig ist. „Leider gibt es bislang noch keine Untersuchungen dazu, wie viel Persin in den Kernen enthalten ist und welche weiteren Stoffe enthalten sind“, sagt Ernährungswissenschaftlerin Clausen. Auch die Effekte von größeren Mengen Persin sind noch nicht ausreichend erforscht.
Es drohen Wechselwirkungen mit Medikamenten.
Ein Problem beim Verzehr solcher Pflanzenauszüge können dabei nicht nur schädliche Stoffe an sich sein. „Es kann darüber hinaus bei pflanzlichen Stoffen zu Wechselwirkungen mit Medikamenten kommen, die noch nicht bekannt sind“, sagt Clausen.

Ooooooohoooooohohooooooo! [Ablach und Schenkel klopf!]
Schon wieder gefährlich, weil nicht erforscht!
Und dann auch noch die unerforschte Wechselwirkung mit
M e d i k a m e n te n !!!
Ok, erforscht doch bitte umgehend die Wechselwirkung von Apfelkernen mit allen 90.000 Medikameten, obwohl – ziemlich – sicher Apfelkernesser einen grooooßen Bogen um Medikamente machen.
Erforscht umgehend die Wechselwirkung von Avokadokernen mit allen 90.000 Medikameten, obwohl Avo- Esser vermutlich gar keine Medikamente brauchen.
Erforscht umgehend die Wechselwirkung von Grapfruitkernen mit allen 90.000 Medikameten.
Erforscht umgehend die Wechselwirkung von Granatapfelkernen mit allen 90.000 Medikameten.
Erforscht umgehend die Wechselwirkung von Orangenkernen mit allen 90.000 Medikameten.
Erforscht umgehend die Wechselwirkung von Zitronenkernen mit allen 90.000 Medikameten.
Erforscht umgehend die Wechselwirkung von Melonenkernen mit allen 90.000 Medikameten.
Erforscht umgehend die Wechselwirkung von allen Kernen mit allen 90.000 Medikameten.
Aber lasst uns in Ruhe!
Doch in deren Denke ist damit Zeit gewonnen!
Wir wollen doch nicht, dass sich in absehbarer Zeit alle naturrichtig verhalten, gelle

Und der Gipfel der Absurdität:
Wer sind diese Leute, die meinen, uns vor der Natur, mit der wir Jahrmillionen gedeihlichst zusammenlebten, warnen zu müssen? Gerade diese Chemiker, Mediziner und Wissenschafter stärkten jahrzehntelang den Tabakkonzernen mit gekauften Gutachten den Rücken. Genau diesen Leute fiel jahrzehntelang nichts Warnendes zu Zucker- und Amalgam- Giften ein! Genau diese Leute entwickelten und ermöglichten Atombomben und -Kraftwerke, versagen aber bis heute bei der Neutralisierung oder Beseitigung dieser strahlenden Zauberlehrlinge.
Und diese Profession, die den ganzen Planeten mit Pestiziden überzog und tagtäglich neuen Gift- und Sondermüll auf die Weltmärkte wirft, will vor Naturprodukten warnen!?

 

 

 

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