Dein Kopf lügt!

3. Oktober 2019

Wir alle kennen und hören ständig von Umfragen und wissenschaftlichen Arbeiten, die ebenfalls in vielen Fällen auf Fragebogen basieren.
Das heißt, viel von unserem Wissen über unsere Mitwelt fußt auf Menschen- Aussagen.

Hier im blog habe ich schon oft auf die Verschiedenartigkeit und den prinzipiellen Unterschied zwischen Groß- und Kleinhirn hingewiesen.
Dem Großhirn ‚verdanken‘ wir neben all den Fortschritts- und Wohlstands- Problemen so ziemlich alle Irrtümer. Während wir dem Kleinhirn das Leben, Glück, Fühlen und alle unsere Sinne verdanken.

Langsam dämmert es den Ersten, dass zwischen dem, was Menschen sagen und tun, oder gar fühlen, oft unglaubliche Unterschiede bestehen.
Das heißt, wir können so ziemlich alle Erkenntnisse die aus Befragungen stammen vergessen.
Und das, was Leute (uns) sagen, gleich mit dazu

Eigentlich, wenn man sich und seine Mitwelt nur einigermaßen gut beobachtet, ist das ohnehin keine Überraschung. Wie sehr sich die Gespräche und Verhalten mit Eintreffen eines gegengeschlechtlichen Wesens verändern, kennt jedes Damenkränzchen, jede Herrenrunde.
Dass man dem Chef, ja nichtmal jedem Kollegen alles erzählt ist auch Allgemeingut.
Dann gibts da noch den Riesenbereich der Höflichkeiten, der Rücksichtsnahmen, Notlügen und, und, und …
Summa sumarum wird durch unser Großhirn praktisch alles umdefiniert und uminterpretiert. Also alles Versprachlichte ist verändert. Einzig unsere Körperreaktionen sind einigermaßen ehrlich.

Das heißt aber nicht, dass wir über unser ‚So- Sein‘ enttäuscht sein müssen. Wir können uns über die vielen Erinnerungen an unsere (Ur-)Selbstbestimmtheit, über unsere Intuition, über die Ehrlichkeit unserer Erstimpulse, unsere treffsicheren ‚Ur- Unstinkte‘ ja auch ehrlich und berechtigt freuen