Sterbefasten

Ein schreckliches Wort, finde ich!
Doch eine wunderbare Sache!
Gerade jetzt in Zeiten des großen Pflegekräftemangels und -gejammeres (1)
Gerade jetzt wo so viele, voll der Sterbehilfe- Hoffnung, in die Schweiz oder Niederlande blicken …

Leute, was brauchen wir Pfleger, Ärzte oder Gesetzesänderungen!?
Es gibt auch für unser Lebensende eine payoli-, das heißt eigenverantwortliche selbstbewusste, Hilfe:

Das Sterbefasten. Oder wie ich es lieber nenne: Das Hinüberfasten.

So wie generell das Fasten: Eine ganz wunderbare Sache!
Bloß hat das Hinüberfasten zwei Haken:

Aufgrund der enormen Heilwirkung des Fastens, könnte es schon auch mal passieren, dass man sich auf den Weg ‚hinüber‘ macht, aber plötzlich wieder gesund und lebensfreudig ‚zurück‘ ist

Es wird sich nur dann gut anspüren, wenn man es zuvor schon einige Male probiert/ ‚geübt‘ hat.

Wer schon gefastet hat, wird das ja kennen, dass man nach ca. 3 Tagen kein Hungergefühl mehr verspürt und sich alles so wunderbar ‚wolkig/ flockig/ wattig‘ anfühlt.
Mir geht’s sogar so, dass ich an manchen Tagen richtig Gusto aufs Fasten, auf dieses ganz eigene Gefühl in Mund und Kopf habe und spontan faste.

Sich mit so einer Lust im Ernstfall vom Leben zu verabschieden, könnte schon eine feine Sache sein …
Da kommt der Sterbehilfe- Doc mit seinen Schlaf- und Giftmitteln nicht mit
– Damit hat man doch Null Genuss!

Ah ja! Und Vertraute braucht man natürlich auch, die einen abschirmen und in Ruhe lassen, oder sich vielleicht gar noch liebevoll verhalten.
Denn bei heutigem Lebensrettungs- und -erhaltungs- Wahnsinn besteht die größte Gefahr für’s Rüberfasten zweifellos in all den Rettenwollenden.
Na, das wär was! Wenn so ein lebenslang Dauergesunder und ‚Nie-im-Krankenhaus-Gewesener‘ dann vielleicht gar noch am Zwangsernährungstropf hängen würde, wenn’s ‚drüben‘ schon so schön sein könnte!

Zur Sicherheit sollte man seine Angehörigen rechtlich absichern, indem man schreibt, dass man seinen Sterbeprozess selbst gewählt und verheimlicht hat.
Denn wenn so ein ‚verhungertes Gankerl‘ gefunden wird, beginnt sicherlich umgehend die Suche nach ‚Schuldigen‘.

Ich hab, bestimmt schon vor 30 Jahren, ein sehr berührendes Buch einer Frau über das Hinüberfasten ihres Mannes gelesen.
– Macht direkt Appetit darauf!
Nein, ein wirklich sehr schönes Buch. Bei Interesse müsst ich’s raussuchen …
Man braucht es aber nicht wirklich.
Es ist so einfach, dass wir es ganz intuitiv schon Jahrmillionen lang machten.
Alle Tiere tun es.

Wenn man das Heilfasten praktiziert ist es überhaupt spannend. Man wird jedesmal wieder überrascht, ob man gesund wieder hier, oder lustig drüben, wieder auftaucht!

Ich mach mir jedenfalls keinerlei Sorgen über mein, zweifellos noch fernes, Ende. Es wird in jedem Fall ein Fest!
Wie das Leben, so das Sterben!

In diesem Sinne:

 
(1) Die Alternative zum heute üblichen Pflegen siehe hier!

 

 

 

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