John Lame Deer

13. September 2012

Die Logik des Sioux John Lame Deer ist bestechend:

Bevor unsere weißen Brüder kamen, um zivilisierte Menschen aus uns zu machen, hatten wir keine Gefängnisse. Aus diesem Grunde hatten wir auch keine Verbrecher. Ohne ein Gefängnis kann es keine Verbrecher geben. Wir hatten weder Schlösser noch Schlüssel, und deshalb gab es bei uns keine Diebe. Wenn jemand so arm war, dass er kein Pferd, kein Zelt oder keine Decke besaß, so bekam er all dies geschenkt. Wir waren viel zu unzivilisiert, um großen Wert auf persönlichen Besitz zu legen. Wir strebten Besitz nur an, um ihn weitergeben zu können. Wir kannten kein Geld, und daher wurde der Wert eines Menschen nicht nach seinem Reichtum gemessen. Wir hatten keine schriftlich niedergelegten Gesetze, keine Rechtsanwälte und keine Politiker, daher konnten wir einander nicht betrügen.

Es stand wirklich schlecht um uns, bevor die Weißen kamen und ich kann es mir nicht erklären, wie wir ohne die grundlegenden Dinge auskommen konnten, die – wie man sagt – für eine zivilisierte Gesellschaft notwendig sind.

 


Ein Engelchen wird in die Hölle gezerrt

29. Juli 2012

In die menschliche Hölle! Aber bekanntlich gibt es ja nur diese … 😉

Vielleicht erinnert sich der/ die eine oder andere noch an meine Reiseberichte aus Äthiopien. Ich hatte damals meinen, dort lebenden Sohn besucht.
Nun wurde ich vor einer Woche Großvater.
Eine problemlose 20 Minuten- Geburt, ein Engelchen mehr auf dieser Welt.
Heute bekomme ich von meinem Sohn ein email, in dem er schreibt, dass die Kleine eine Woche lang nicht geweint hat und Friedlichkeit pur gewesen sei.
Seit der – natürlich sinnlosen – Impfung aber, habe sie einen Hautausschlag und weine immer wieder.
Zudem wird sie von der ‚eingeborenen Frauensippe‘ täglich mit Butter eingeschmiert und festumwickelt in einem stockdunklen Zimmer ‚abgelegt‘!
Nicht nur diesen Wahnsinn lassen sich all diese – in Kindersterblichkeit höchst erfahrenen Mütter – nicht ausreden.
Nein, die Kleine wird jetzt nach EINER Woche auch auf Milchpulverfläschchen umgestellt. Alle ‚Stillen ist doch das Beste‘- Einwände wurden mit Unterstützung des Arztes hinweggefegt. – Wenn ich an den hygienischen Standard dort denke und mir vorstelle wie das Fläschen bald aussehen wird, könnte ich mich übergeben!

Jetzt beginnt der ganze Wahnsinn, den ich bei unseren eigenen Kindern erlebte, dass sie nach jeder Impfung fiebern, dass sie Allergien kriegen, dass sie trotz Impfung ständig krank sind, mit der 50jährigen, äthiopischen Entwicklungs- Verzögerung wieder von vorne …

Nachdem wir hier langsam durch diesen Irrtums- Wahnsinn der Alten und der Docs durch sind und langsam – immer noch viiiel zu langsam – zu einer artgerechten Kinderliebe zurückfinden, feiert dieser sinnlose, kinderquälerische und leidproduzierende Wahnsinn anderswo noch traurige Urstände …

Überflüssig zu sagen, dass unsere letzten Kinder nicht mehr geimpft wurden und – großteils – rohköstlich großgezogen wurden. Beide waren bis zu ihrer Pubertät, in der sie dann natürlich auch nicht mehr an McDo & Co verbeikonnten, nicht EINMAL krank …

Aber mensch will es eben anders …
So wird Hölle gemacht!

Deshalb, wer es vermag, der paradise his life

 


Entwicklungshilfe …

17. April 2012

… ist ein Begriff, über den wir nicht mehr allzuviel nachdenken. So selbstverständlich er uns ist, so sehr hat er es aber ‚in sich‘.

Nicht nur, dass Österreich, als eines der weltweit reichsten Länder es nicht schafft, seine ohnehin schon peinliche Rate von 0,7% des Bruttonationalproduktes als Entwicklungshilfe abzuführen! Wir liegen bei skandalösen 0,34%!

Erst kürzlich wurde mir attestiert, bei vielen Themen eine sehr ungewöhliche Herangehensweise an den Tag zu legen. Ich strebe das nicht an, sondern wundere mich selber oft, wie anders andere denken.
So auch bei unserem heutigen Thema.

Also es kommt jetzt sozusagen noch dicker, als diese 0,34% 😉

Für mich sind alle Entwicklungshilfen

ein peinlicher Reinwasch- Versuch für unsere unverschämten Ausbeutungen, denn die beste und gerechteste Entwicklungshilfe wäre, unsere Ausbeutungen augenblicklich einzustellen, die von uns dort verursachten Schäden zu reparieren und diese Menschen in Ruhe zu lassen.
Auf einer Seite die Menschen des Südens wirtschaftlich auszubeuten und auf der anderen Seite vorgeblich ‚großzügige‘ Entwicklungshilfe- Almosen zu spenden ist peinlich verlogen.

ein absolut unzulässiger Übergriff. Denn wer bitte sind wir, dass wir uns anmaßen, andere Menschen ‚entwickeln‘ zu können/ müssen!? Wohin entwickeln? In unsere erbärmlich missratene Weltzerstörungs- Sackgasse!?

eine peinliche Bevormundung. Denn wir tun so als, wüssten wir besser, wie man gut lebt! Dabei handelt es sich durchwegs um Kulturen die vor der Kolonialisation, langfristig stabile Strategien lebten, während wir in kürzester Zeit den Globus ‚abgewirtschaftet‘ haben.

ein gedankenloser Selbstschuss. Denn anstatt – aus reinem Egoismus schon – die Welt kulturenbunt zu erhalten und das Lern- Revervoir möglichst groß und vielfältig zu halten, schalten wir nach und nach, Land um Land, alles mit unserer Einfalts- und Zerstörungs- Unkultur gleich.

Selbst das Gute, das unsere Gutmenschen zu tun glauben, wenn sie in Dritte Welt- Läden einkaufen, kann ich nicht sehen. Wir füttern damit die Produzenten mit unserem Geld und unserer Konsum- Glitzerwelt an und zwingen sie in unser Hamsterrad- System. Oder anders gesagt: Nur weil gelangweilte Society- Ladys ihren Reichtum mit Gut- Taten behübschen wollen indem sie exotische Folklore- Produkte kaufen, müssen Frauen des Südens von ihren Kindern, Ziegen und Häusern weg und an Fließbänder!

Da wär’s doch besser die Frau Bankdirektor oder der Herr Doktor würden mal in ein Land der Dritten Welt trampen und dort Hand anlegen, die Augen, Ohren und das Empfinden offenhalten und von diesen Menschen lernen und mit nach Hause bringen, wie man qualitätsvoll lebt, anstatt westlich herumzuprotzen.
Also: Im Prinzip, paradise your life !
Amen! 😉

 


1600000000 Menschen …

13. April 2012

… oder in Worten:
1,6 Milliarden Menschen sind übergewichtig.
1 Milliarde Menschen hungert!

Damit dürften wir einigermaßen Erklärungsbedarf gegenüber der nächsten Generation haben …

Sowohl Hunger, als auch Übergewicht sind tödlich! – Mehr oder weniger!
Früher oder später …

 


Mein Wohlstands- Regulativ

16. Januar 2012

Wir leben in unseren Breiten hier in einer so wunderbar reichen bis wahnwitzig verschwenderischen Gesellschaft und merken das oft gar nicht.
Ich bin seit Jahrzehnten begeisterter Ökodenker und kritischer Betrachter unseres Tuns und bemühe mich redlich, zumindest meinen Konsum- und Verschwendungswahn in Grenzen zu halten.
Manchmal gelingt es, manchmal misslingt es, – leider!
Doch hab ein ganz wunderbares Regulativ und Erinnerungs- Medium: Eines meiner Kinder lebt in Äthiopien zwischen ‚bescheiden‘ und ‚paradiesisch‘, meines Erachtens aber stets zufrieden. Seine Nachrichten rücken mein Weltbild nur zu oft wieder zurecht.
Ich möchte Euch heute einen kleinen Ausschnitt eines seiner mails nicht vorenthalten, in dem er vom heurigen Weihnachtspaket schreibt, das seine Mutter sicherlich für ganz normal gehalten, und nur gut gemeint, hat:

ich musste stundenlang yenu und nachbarn erklaeren was denn das alles ist und wozu es gut ist – aber bei einer riesigen spieluhr versteht das niemand. und was ich auch schade fand ist, dass man in aethiopien nirgens ein email-kochgeschirr bekommt; immer nur die ultraduennen rohaluminium-toepfe. und da bekomme ich 4 christbaumgeschmuecke die emailiert sind und temperaturen von ueber 1000 grad standhalten und fast das haerteste material auf der welt darstellen – und ich nicht weiss was ich machen soll damit (ohne weihnachtsbaum) und wir weiterhin aus unseren 50cent zerkratzten farblosen aluminiumreindln essen.
und was ich mit hunderten winzigen goldengerln machen soll weiss ich bis heute nicht – und sollte mir irgendwann irgendwas einfallen so versteht das hier in asella sicher niemand *ggg*

 


Bisphenol A …

11. Dezember 2011

… oder kurz BPA genannt ist mittlerweile in unser aller Leben allgegenwertig, da es in Kunststoffen vorkommt und dort nicht verbleibt. Ganz im Gegenteil es verbreitet sich in die Umwelt durch Säuren wie Kohlen- oder Frucht- Säuren, durch Hitze, Schweiß und durch Abrieb. Das heißt, es ist ihr kaum zu entkommen, egal ob wir den entsprechenden Kunststoff als Kleidung tragen, aus ihm trinken, in berühren, mit ihm mixen, aufbewahren, servieren, abbürsten, und, und, und.
Was daran schlimm ist?
Dieser Stoff wird für viele Erkrankungen wie z.B. Unfruchtbarkeit, Prostata- und Brustkrebs und Adipositas verantwortlich gemacht.

Seit dem Film ‚Plastic Planet‘ versuchen immer mehr Menschen diesem Plastik- Wahnsinn zu entkommen, was, wie einige Dokumentationen, die solche Familien zeigen, klarmachen.
Aber auch der eigene Versuch bringt viel ins Bewusstsein, das schon der alltäglichen Selbstverständlichkeit anheim fiel.
Dieser Unbewusstheit dürfte es auch zu danken sein, dass selbst ‚Entwicklungs- rückständige‘ Länder wie Äthiopien von Plastik(säckchen)müll übersäht sind und dass sich z.B. im Pazifik nahe Hawaiis ein Plastikmüllwirbel von der Größe Mitteleuropas dreht.
Was ‚Jute statt Plastik‘ das in den 1970er- Jahren für manchen vielleicht noch schrullig geklungen hat, ist nun überlebensnotwendig geworden.
So überlebensnotwendig, dass man jedermensch nur dringend empfehlen kann, seinen eigenen Lebensbereich höchst genau und kritisch auf Kunststoffe ‚abzuklopfen‘.
Dabei sollte man natürlich schon mit Bedacht vorgehen und z.B. langlebige und in Gebrauch befindliche Kunststoff- Produkte ev. ‚auslaufen‘ lassen.
Es stellen sich allein schon beim Neukauf genug Probleme. Den Weizen oder die Äpfel kann man sich im Bioladen leicht in die mitgebrachte Tasche füllen lassen, Plastik- sind auch noch einigermaßen durch Glas- Flaschen ersetzbar. Doch bei Cremen, Shampoos, etc. wird es schon schwieriger.

Doch don’t panic! 😉
Die Gerechtigkeit ist glücklicherweise allgegenwärtig!
Meist ist in Plastik Verpacktes ohnehin nur unnötiger Krempel 🙂
Bei Obst- und Gemüseverpackungen ist sicherlich noch viel Zivilcourage und Meinungsbildung gefordert.
Zumindest der Verzicht auf das fast schon obligate Nylonsackerl im Supermarkt sollte wohl jedermensch gelingen …

Also, vielleicht magst Du ja auch in dieses – zumindest – Plastik- arme Boot steigen und in Richtung Gesundheit, Müllvermeidung und schönerer Umwelt segeln.
Ich verspreche Dir, auch Du wirst staunend einige ‚blinde Flecken‘ in Deinem Verhalten entdecken.

PS: Ein m.E. ganz böser Anschlag auf unsere Gesundheit läuft zur Zeit relativ unbemerkt ab: Neue Wasserleitungsrohre werden vermehrt bis teilweise schon lückenlos in Kunststoff verlegt!

 


Der Irrtum des Alterns

15. März 2011

Praktisch jedermensch in unserer Gesellschaft glaubt, dass Gebrechlichkeit und Hilflosigkeit fixer Bestandteil des Lebens sind.
Tatsächlich aber sind wir für ein Alter von ca. 120 Jahren ausgelegt ohne in den letzten Tagen Hilfe zu brauchen.
Dieses hier bekannte Dahinsiechen ist ein Teil des Zeitgeistes, ein Ergebnis des nichtartgerechten Lebens.
Nicht nur freilebende Tiere, auch von einfach lebenden Ethnien und unseren frühen Vorfahren weiß man, dass alte Menschen nicht gebrechlich sein müssen. Ganz im Gegenteil, viele Alte schupfen noch den Betrieb, werden noch zu Reisenden, Gärtnern, Liebenden oder andseren Aktiven.
Ich habe kürzlich in Äthiopien eine glaubhaft 110jährige Frau kennenlernen dürfen, die sehr ‚gut drauf‘ war und sicher nicht zufällig in einer traumhaft unberührten Natur inmitten ihrer Großfamilie lebte.
Es ist bloß unsere Energie, unsere Motivation, unsere Lebensweise, die uns jung oder alt sterben lässt …
Wir können spielend 120 Jahre – vollgefüllt mit (erfüllender) Arbeit – werden …
Wir können spielend – bzw. artgerecht – alle unsere Ressourcen auskosten …
Wir müssen nie mehr krank sein …
Handle danach!

Bleib gesund! Leb‘ glücklich und zufrieden …
Wenn Du Anregungen, wenn Du Motivation brauchst,
Ich bin hier 😉

 


Nein, nein, die Suppe ess ich nicht!

4. März 2011

Auch in Äthiopien konnte ich wieder sehen, wie stark alte Gewohnheiten, im Ernährungsbereich das altbekannte Mama- Happa- Happa, wirken. Das Essen, mit dem wir ‚aufgezogen’ wurden, mit dem wir ‚Mutter’, ‚Geborgenheit’, ‚Vertrautheit’ assoziieren, an dem bleiben wir ein Leben lang hängen, wenn wir uns nicht bewusst davon lösen.
Ja ‚bewusst’!
Wenn wir nix tun, passiert gar keine Veränderung. Oder nur die schleichenden Veränderungen die die gesellschaftlichen Veränderungen, die von der Wirtschaft und Werbung initiiert wurden, mit sich bringen.
Wir lernten ja bei der Mama auch bloß das Laufen und nicht das Autofahren. Genauso müssen wir auch lernen ÜBER das gewohnte Essen – oder auch Verhalten – HINAUSzugehen, um zwar nicht schneller und bequemer uns fortzubewegen, sondern um gesünder und länger zu leben, um die Mitwelt zu schonen und uns wieder ein einfacheres und dabei genussvolleres Leben zu ermöglichen.
Äthiopier sind von klein an so sehr auf ihr Inschara gedrillt, dass sie es 3x täglich essen und auch noch gut finden, obwohl es für unseren Geschmack unattraktiv wie altbackenes, übersäuertes und eingeweichtes Brot schmeckt.
Selbst Kinder greifen lieber zum Inschara als zu den herrlichen Früchten, die da überall wachsen.
Dazu kommt natürlich auch die völlig unnatürliche, um nicht zu sagen ver-rückte Preispolitik. Ungesündestes wird allerorten preisgestützt und die Tiere für die Reichen fressen die Nahrung der Armen.
Sieh Dir also genau an woher Deine Vorlieben kommen, was sie mit Dir tun (werden) und wie Du zu Deinem ‚Führerschein für ein besseres Leben’ kommst …

 


Sofort bestellen!

3. März 2011

Das ist jetzt keine plumpe Werbung, aber ich hatte in Äthiopien auch immer wieder ‚Erholungs- und Leer- Zeiten’. Aus Langeweile hab ich mal zwei meiner Bücher (‚Ab ins Paradies’ und ‚Nur 5 Gedichte’) die ich als Geschenke mitgebracht hatte, zur Hand genommen.
Sei es, weil ich sie seit Jahren selber nicht mehr angesehen und mich unterschätzt habe oder war es diese so andere, teilweise so schlimme Lebensweise dort, die nur die Wenigsten mehr als 50 Lebensjahre erreichen lässt … Ich dachte bei dieser Lektüre und wohl auch in einem Anfall von Selbstüberschätzung:

‚Genial! DAS braucht die Welt!’ 🙂

 


Adieu Äthiopien!

2. März 2011

Lebt wohl Ihr stolzen Schönen, die Ihr Eure Neugierde nach dem ‚Ferency’ nicht verbergen konntet, lebt wohl Ihr coolen Burschen, die Ihr lebenstüchtig bis schlitzohrig immer irgendwie durchkommt, lebt wohl Ihr tüchtigen Tischler, Schmiede, Handwerker, in deren Werkstätten ich gucken durfte. Behüt Euch Gott, Ihr süßen, lachenden Kleinen – und sei es vor den Zivilisations- Irrtümern …


Ich war gerne da, in dieser Hitze, in dieser Höhenluft, sogar in diesem Staub, der mir zeigte, wie gut meine Flimmerhärchen funktionieren. Ich war gerne da unter diesem unendlichen Himmel, in dieser unendlichen Weite. Ich war gerne in Euren Menschen- und Lebens- prallen Städten, oft skurilen Shops, auf Euren turbulenten Märkten, in Euren einfachen Häusern.
Ich hab unendlich genossen Eure Gastfreundschaft und Eure ansteckend gute Laune.
Ich hab mich kindlich freuen können über jedes zutrauliche, neue oder unbekannte Tierchen, über jede Blüte, jeden bizarren Dornenbusch und über die genialen Bäume, die es hier gibt und die mir noch mehr Bewunderung abringen, als die ohnehin schon für ihr ‚Lebenskünstlertum’ hoch verehrten Europäischen.
Mein Techniker- Kopf hat sich unendlich amüsieren können über Eure ‚Technik’, mir aber für Eure Improvisations- Fähigkeiten in dieser unvorstellbaren, dafür nicht vorhandenen Infrastruktur, meine volle Bewunderung abgerungen.
Meine Jungfrau- Asszendent- Penibilität hat staunen können wie ein Kind, dass man so ‚ungeordnet’ bis chaotisch so gut leben kann und viel von Euch gelernt bzw. einiges abgeworfen.
Ihr alle werdet mir fehlen, obwohl ich mich auch schon wieder freue auf das altgewohnte Vertraute, auf neue Aufgaben und Menschen zu Hause.
Ihr werdet mir fehlen Ihr Absonderlichkeiten in meiner alten Vertraut- und Geborgenheit.
Ich denke, wir könnten viel voneinander lernen. Unsere Modebewussten, die trotz unserer vermeintlichen Vielfalt bei weitem nicht herankommen an Eure, zwar teilweise zerfetzte, aber Uroriginellität.
Ihr könntet bei uns sehen, dass nicht jeder Fortschritt ein Segen ist und dass man Plastik besser nicht auf die Straße oder ins Lagerfeuer entsorgt.
Unsere Schönheitschirurgen- Kunden könnten an Euren wunderschönen und einzigartigen Gesichtern sehen um wieviel reicher Ihr seid, als wir in unserer Uniformität.
Ihr könntet schätzen lernen, was Euer Klima Euch ermöglichen könnte, anstatt nach unserem Kram zu gieren.
Wir könnten wiedererlernen, um wieviel einfacher man leben, um wieviel glücklicher wir sein könnten.
Wir hätten noch viel voneinander zu lernen.
Ich danke allen, die ich hier kennenlernen oder auch nur beobachten, bewundern, bestaunen durfte, allen die mir geholfen haben, denen ich helfen durfte. Vor allem aber danke ich Paul und seiner zauberhaften Jenu und ich danke dem Leben, das mir all diese Wunder ermöglicht hat …