Und was, wenn …

22. September 2021

… Rilkes wunderbares Herbst- Gedicht gar nicht den Übergang von Sommer auf den Hebst, sondern gesellschaftliche Veränderungen meinte?

Oder gar visionär die heutige Wendezeit vorwegnahm?

Kann alles sein, kann auch nicht sein. Selten wunderbar bleibt dieses dreistrophige Gedicht allemal:

     Herr: es ist Zeit. Der Sommer war sehr groß.
Leg deinen Schatten auf die Sonnenuhren,
und auf den Fluren laß die Winde los.
 
Befiehl den letzten Früchten voll zu sein;
gieb ihnen noch zwei südlichere Tage,
dränge sie zur Vollendung hin und jage
die letzte Süße in den schweren Wein.
 
Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr.
Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben,
wird wachen, lesen, lange Briefe schreiben
und wird in den Alleen hin und her
unruhig wandern, wenn die Blätter treiben.

Ganz in diesem Rilke- Sinne: Genießt Eure Häuser und sonnenprallen Früchte, aber auch im Sinne der Natur und


 
 
 


Bach, der alte Trottel

19. August 2021

Man kann zu vergangenen Generationen bzw. deren An- und Einsichten stehen wie man will.

Aber die bescheidene Frage sei mir gestattet:

Wer hat wohl das bessere, zufriedenere, erfülltere Leben? Die heutigen Konsummenschen oder jemand mit solchen Texten und Gedanken:


Ich bin vergnügt mit meinem Glücke,
Das mir der liebe Gott beschert.
Soll ich nicht reiche Fülle haben,
So dank ich ihm vor kleine Gaben …
Ich esse mit Freuden mein weniges Brot
Und gönne dem Nächsten von Herzen das Seine.
Ein ruhig Gewissen, ein fröhlicher Geist,
Ein dankbares Herze, das lobet und preist,
vermehret den Segen, verzuckert die Not…
Ich leb indes in dir vergnüget
Und sterb ohn alle Kümmernis,
Mir genüget, wie es mein Gott füget,
Ich glaub und bin es ganz gewiß:
Durch deine Gnad und Christi Blut
Machst du’s mit meinem Ende gut.


(BWV 84„Ich bin vergnügt mit meinem Glücke“)

Natürlich wirkt vieles davon auf uns heute fremd bis schwülstig. Doch auch völlig rational betrachtet bietet das Leben, bietet die Natur soviele zauberhafte Dinge, soviele unerklärlichen Wunder, dass uns die alten Werte der Dankbarkeit, Demut und Zuversicht mehr als gut täten.

Nicht zufällig hat Aaron Antonovsky in seiner höchst erfolgreichen Salutogenese rein wissenschaftlich erkannt und belegt, dass der wichtigste Faktor für ein gesundes und langes Leben eben genau diese ZUVERSICHT ist …

Mit nur drei Worten gesagt:


 
 
 


Vielleicht ist es …

15. April 2021

… gerade dieses Zitat von Hermann Hesse, dass gerade DU in gerade DIESER Zeit brauchst:


Weich ist stärker als hart,
Wasser stärker als Fels,
Liebe stärker als Gewalt.


 
 
 


Irre, im Gewirre

8. April 2021



Waldstille

Tief im Walde saß ich,
Und die Welt vergaß ich,
Die nie mein gedacht;
Mich in mich versenkt‘ ich,
Und mein Sinnen lenkt‘ ich
In des Daseins Schacht.

Welt,ich dein vergessen?
Erst dich recht besessen
halb‘ ich fern von dir.
Wo du mir geschwunden,
Hab‘ ich dich gefunden
Inniger in mir.

Draußen im Gewirre
Kann man werden irre,
Welt, an sich und dir;
Fern von deinem Rauschen
Kann ich dich belauschen
In mir selber hier.

(Friedrich Rückert)


 
 
 


Wir wollen noch weitertanzen

4. April 2021

Auch in dieser Krise jetzt, ist eine ‚Auferstehung‘ möglich    
Hier eine sehr charmante Version aus Frankreich (deutsche Untertitel sind vorhanden, bitte bei Bedarf einstellen).

– Frohe Ostern und lets dance!


 
 
 


Fiel doch glatt …

8. Februar 2021

… 1986, ausgerechnet einem Förster, dieses wunderbare Gedicht ein!

Doktor Wald

Wenn ich an Kopfweh leide und Neurosen,
mich unverstanden fühle oder alt,
und mich die holden Musen nicht liebkosen,
dann konsultiere ich den Doktor Wald.

Er ist mein Augenarzt und Psychiater,
mein Orthopäde und mein Internist.
Er hilft mir sicher über jeden Kater,
ob er von Kummer oder Cognac ist.

Er hält nicht viel von Pülverchen und Pille,
doch umso mehr von Luft und Sonnenschein.
Und kaum umfängt mich angenehme Stille,
raunt er mirzu: „Nun atme mal tief ein!“

Ist seine Praxis oft auch überlaufen,
in seiner Obhut läuft man sich gesund.
Und Kreislaufkranke, die noch heute schnaufen,
sind morgen ohne klinischen Befund.

Er bringt uns immer wieder auf die Beine,
das Seelische ins Gleichgewicht,
verhindert Fettansatz und Gallensteine.
Nur Hausbesuche macht er leider nicht.


Helmut Dagenbach


 
 
 


Passt das in unsere Zeit?

2. Februar 2021

Oder in jede Zeit?

„Was keiner wagt, das sollt ihr wagen.
Was keiner sagt, das sagt heraus.
Was keiner denkt, das wagt zu denken.
Was keiner anfängt, das führt aus.

Wenn keiner ja sagt, sollt ihr’s sagen.
Wenn keiner nein sagt, sagt doch nein.
Wenn alle zweifeln, wagt zu glauben.
Wenn alle mittun, steht allein.

Wo alle loben, habt Bedenken.
Wo alle spotten, spottet nicht.
Wo alle geizen, wagt zu schenken.
Wo alles dunkel ist, macht Licht.“

– Lothar Zenetti


Möge diese wunderbare Übung gelingen!
 
 
 


No more lockdown!

6. Januar 2021

Und alle singen, tanzen, snippen, klatschen und rocken wir uns weg …

So laut, dass es die Kurz’s, Anschober’s und deren div. Pharma- Co’s gleich wegfegt:

Und gleich die schweigenden deutschsprachigen Musiker auch!

Und weils so schön war, gleich weiter in diesem Sinne:


 
 
 


Gefahr in Verzug

2. Oktober 2020

Vor wenigen Tagen erst hab ich diesen bewegenden Wahnsinn um Julian Assange thematisiert. Und nun wurde Dr. Heiko Schöning, der Mitbegründer von „Ärzte für Aufklärung“ in London vom ‚Speakers corner‘ im Hyde park, dem Symbol für Redefreiheit weg verhaftet, weil er zu Menschen gesprochen hat! (siehe: https://www.youtube.com/watch?v=RcOAmaefVLg)

Leute, es ist mittlerweile echt Gefahr in Verzug!
Nicht nur, dass uns Politiker und Medien seit Monaten nach Strich und Faden belügen, Menschen wegen nichts und wieder nichts, beschränkt werden, Grundgesetze gebrochen werden, Demonstranten verhaftet werden, Kinder in ihrer Entwicklung geschädigt werden, Alte in schmerzlicher Isolation gehalten werden …
Die Polizei nimmt sich völlig undemokratische Verhalten heraus bzw. wird ‚dank‘ absolut stiller Oppositionen gesetzlich dazu angewiesen.

Liebe Leute, wenn Ihr all das schon mit Euch machen lasst, wäre es doch das Mindeste, das wunderbare, unten stehende, Lied von Reinhard Mey auf alle Kinder und auf die heutige Situation umzutexten und zu leben.
Denn mittlerweile geht es nicht mehr um den Schutz unserer Kinder vor herkömmlichen Kriegen.
Die modernen Kriege sind bereits unter uns und werden weitaus perfider geführt, durch 5G-Bestrahlung, Glyphosat- Vergiftung, fast food, Handy- Verstrahlung und Horizontverengung, durch soziale Isolierung und Entfremdung, durch Zwangsimpfungen, Globalisierung, globale Ausbeutung, und, und, und.
Längst ist es erwiesen, dass Kinder immer kränker, immer psychisch auffälliger, autistischer, unfruchtbarer, übergewichtiger, asozialer … werden.

Leute, steht auf! Lasst das nicht mit Euren Kindern machen!
Lasst Euch von diesem Lied motivieren und aufrütteln. Hört daraus die heutigen Gefahren heraus und stimmt mit ein mit: ‚Nein, meine Kinder geb‘ ich nicht!‚:

    Ich denk‘, ich schreib‘ euch besser schon beizeiten
    Und sag‘ euch heute schon endgültig ab –
    Ihr braucht nicht lange Listen auszubreiten
    Um zu sehen, dass ich auch zwei Söhne hab‘!
    Ich lieb‘ die beiden, das will ich euch sagen
    Mehr als mein Leben, als mein Augenlicht
    Und die, die werden keine Waffen tragen!
    Nein, meine Söhne geb‘ ich nicht –
    Nein, meine Söhne geb‘ ich nicht!

    Ich habe sie die Achtung vor dem Leben
    Vor jeder Kreatur als höchsten Wert –
    Ich habe sie Erbarmen und Vergeben
    Und wo immer es ging, lieben gelehrt!
    Nun werdet ihr sie nicht mit Hass verderben
    Keine Ziele und keine Ehre, keine Pflicht
    Sind’s wert, dafür zu töten und zu sterben –
    Nein, meine Söhne geb‘ ich nicht –
    Nein, meine Söhne geb‘ ich nicht!

    Ganz sicher nicht für euch hat ihre Mutter
    Sie unter Schmerzen auf die Welt gebracht –
    Nicht für euch und nicht als Kanonenfutter
    Nicht für euch hab‘ ich manche Fiebernacht
    Verzweifelt an dem kleinen Bett gestanden
    Und kühlt‘ ein kleines glühendes Gesicht
    Bis wir in der Erschöpfung Ruhe fanden
    Nein, meine Söhne geb‘ ich nicht –
    Nein, meine Söhne geb‘ ich nicht!

    Sie werden nicht in Reih‘ und Glied marschieren
    Nicht durchhalten, nicht kämpfen bis zuletzt
    Auf einem gottverlass’nen Feld erfrieren
    Während ihr euch in weiche Kissen setzt!
    Die Kinder schützen vor allen Gefahren
    Ist doch meine verdammte Vaterpflicht
    Und das heißt auch, sie vor euch zu bewahren!
    Nein, meine Söhne geb‘ ich nicht –
    Nein, meine Söhne geb‘ ich nicht!

    Ich werde sie den Ungehorsam lehren
    Den Widerstand und die Unbeugsamkeit –
    Gegen jeden Befehl aufzubegehren
    Und nicht zu buckeln vor der Obrigkeit!
    Ich werd‘ sie lehr’n, den eig’nen Weg zu gehen
    Vor keinem Popanz, keinem Weltgericht
    Vor keinem als sich selber g’radzustehen!
    Nein, meine Söhne geb‘ ich nicht –
    Nein, meine Söhne geb‘ ich nicht!

    Und eher werde ich mit ihnen fliehen
    Als dass ihr sie zu euren Knechten macht –
    Eher mit ihnen in die Fremde ziehen
    In Armut und wie Diebe in der Nacht!
    Wir haben nur dies eine kurze Leben –
    Ich schwör’s und sag’s euch g’rade ins Gesicht:
    Sie werden es für euren Wahn nicht geben!
    Nein, meine Söhne geb‘ ich nicht –
    Nein, meine Söhne geb‘ ich nicht!

 

 

 


Soooo schön …

25. März 2020


 

    Erneuere uns mit einer reinen Speise,
    mit Tau, mit ungetötetem Gericht,
    mit jenem Leben, das wie Andacht leise
    und warm wie Atem aus den Feldern bricht!

    (Reiner Maria Rilke)