1. April

1. April 2020

Heuer, ein sendationeller 1. April!
Wir haben es nicht mit einem Scherz zu tun, sondern mit zahllosen:

Das Corona- Virus ist gefährlich
Unsere Regierung handelt kompetent
Wir haben eine Pandemie
Das Finanzsystem bricht nicht zusammen
Die Wirtschaft floriert
Alles ist gut
Viren sind gefährlich
Menschen werden völlig ‚unschuldig befallen‘
Das Virus ist zu ‚bekämpfen‘
Ausgangssperre wirkt
Menschen werden nicht entmündigt
Mundschutzmasken wirken
Impfungen nützen
Medikamente wirken
Medien berichten objektiv
Pharmas und Ärzte arbeiten selbstlos
die Lebensmittelindustrie produziert Gesundes
der Gesundheitsminister ist kompetent
die Regierung arbeitet für die Bevölkerung
Handy- Strahlung ist unbedenklich
Glyphosat ist unbedenklich
NPK- Dünger ist unproblematisch
e-Mobilität hat Zukunft

Wirklich zum Ablachen lustig heuer!

 

 

 


Dagobert hat konvertiert!

3. März 2020

Ja! Ich konnte es selber nicht glauben!
Der Hero des Geldes, des Reichtums … ausgerechnet Dagobert!
Tja! Selbst er ist umgefallen!
Er tummelt sich mittlerweile weitaus lieber in Wäldern und Wiesen, als in seinem Geldspeicher.
Er soll sogar schon beim Wildkräutersammeln erwischt worden sein …
Naja, blöd war der ja nie! Jetzt scheint er auch noch die totale Erleuchtung erwischt zu haben …

Und ich hatte das Glück, davon sogar ein Foto schießen zu können.
– Echt! Gaaaaanz eeeehrlich!

 

 

 

 


Vor der Nachtruhe …

13. Februar 2020

Ich trete vor die Tür.
Ach, diese herrliche Luft!
Diese Frische, dieser Duft!
Was in ihr alles enthalten ist!
Sie umwehte schon die ganze Erde, hatte Kontakt mit zahllosen Bäumen, Pflanzen, Tieren, Menschen …
Beinhaltet Atome von Wesen aller Jahrtausende …
Wurde aufgewärmt von der Sonne, abgekühlt vom Meer.
Aufgeladen vom kosmischen Energien.
Sie pulste mit der Mond- Energie,
enthält Homöopathisches aus aller Welt, von allem Leben.
Sie füllt meine Lunge, energetisiert und belebt mich.
Macht mich zu einem Teil des Ganzen.
Nährt und versorgt mich.
Und das alles völlig kostenlos!
Herrlich!
Wunderbar!
Das Leben ist einfach schön!
Und ein selten wertvolles Geschenk!
Ich liebe das Leben!
So schön dieser Mond, diese Sterne …
Dieses Dunkel der Nacht …

 

 

 


Dieser Morgen!

10. Februar 2020

Gab es je einen Morgen wie diesen!?
Ich öffne das Fenster,
ich bin fast betäubt von dieser einströmenden Fülle!
Dieses junge Licht, diese Frische!
Diese Naturklänge- Symphonie!
Diese Perspektiven!
Mir steht die ganze Welt offen.
Ich habe alle Möglichkeiten, zu lernen, zu erleben, mich zu verschenken!
Ich kann weinen, lachen, denken, tanzen, reden, wandern, atmen, lieben, genießen, gehen, laufen, sitzen, ruhn, sehen, lauschen, spüren, essen, trinken, mich spüren, mich verbreiten, beschenken, lernen, verstehen, aufgehen, mitschwingen, müßiggehen, singen, riechen …
Ein neuer Tag, ein neues Leben!
Danke für dieses wunderbare Geschenk!

 

 

 


Ein Paradies- Gedicht

4. Februar 2020

Vier Früchte blieben uns vom Paradiese
auf unsrer langen Wüstenwanderung,
auf daß durch sie die Kraft des Ursprungs fließe
in tausendfacher Anverwandelung:

Die Liebe lädt in saftigblauer Traube;
die Hoffnung duftet warm wie goldnes Brot;
in bittersüßem Grün neigt sich der Glaube;
die Freude aber lächelt sonnenrot.
(Christina Egan)

 

 

 


So lange schon …

16. Januar 2020

… schreibe, schreibe und schreibe ich hier, um Menschen weiterzuhelfen.

– Obwohl ich weiß und oft schon erfahren durfte, dass Lebensweichen häufig ganz anders und gern auch nonverbal gestellt werden. In meinem ‚G’schichten vom PAYOLI‘- Buch gibt es so eine Geschichte.

Oft sind es Erlebnisse, Erzählungen, manchmal nur Blicke oder Bilder, Klänge oder Lieder …
Das Leben ist gar vielfältig, meint es aber immer gut mit uns.

Ich hab die Erfahrung gemacht, dass das Tun, die Stille und die Natur die allerbesten ‚Lehrmeister‘ sind.
Bei Letzteren sind es oft nur Bilder.
Bilder von lachenden Kindern, von steinalten Gesichtern, von knorrigen Bäumen, sprießendem Grün, geschäftig wusselndem Gekrabbel oder Gewinde, von kunstvollen Flügen, Blattformen, Himmelsformationen, Sonnenstrahlen, Mond- und Sternenbildern, von huschenden Schatten oder Wellenspielen.

Ich denke, wer offen und willens ist, kann dieser allgegenwärtigen Fülle so viel entnehmen …
Oder umgekehrt gesagt: Ein Leben reicht nicht aus, um all diese Wunder wahrzunehmen und sie Teil unserer Leben zu machen …
Doch wir bleiben dran. Ok?

 

 

 


Vater unser

23. Dezember 2019

Was war das!?

Das war ja schrecklich!
Eine Folter!
Eine Qual!

Nein, ein Albtraum!
Ja, es war ein Albtraum!
Solange ich ihn noch ‚frisch‘ hab, schreib ich ihn Euch hier auf:

[mein Sohn betritt den Raum, fällt auf die Knie] ‚Vater mein, …‘

‚Wie bitte? Ich bin’s doch! Noch immer, Dein Papa!‘

‚…im Haushalt!‘, fährt er ernst und unbeirrt fort.
‚Gepriesen werde Dein Name.‘

‚Was redest Du denn da? Kind, hast Du Fieber? Hast Du was genommen?‘

‚Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie hier im Haus so überall.‘

‚Jetzt wird’s mir aber gleich zu bunt! Was ich will, setze ich schon durch, wo ich will und an Politik, geschweige denn Weltpolitik, hab ich Null Interesse! Und jetzt steh endlich auf und hör mit diesem Blödsinn auf!‘

‚Mein tägliches Brot gib mir heute.‘

‚Geh bitte! Du weißt doch, wo der Kühlschrank, wo die Brotdose, steht! Warum nimmst Du Dir nicht einfach, so wie immer?‘, war ich fassungslos.

‚Und vergib mir meine Schuld, wie auch ich vergebe meinen Schuldigern.‘

‚Schnulli, jetzt reicht’s aber! Du bist mein Kind, ich liebe Dich und seh nirgendwo Schuld. Du entwickelst Dich einfach und machst Erfahrungen. Das ist ganz normal und doch keine Schuld!‘, versuchte ich ihn an unser ‚altes‘, lockeres Leben zu erinnern. Doch, mit völlig unterwürfigem und bittenden Ausdruck plapperte er weiter:

‚Und führe mich nicht in Versuchung, sondern erlöse mich von dem Bösen.‘

Ich konnte nicht mehr! Laut prustend klatschte ich mir auf die Schenkel und stammelte: ‚Nein, ich werd nicht mehr … In Versuchung führen! … Ich führe Dich in Versuchung! …
Kinderl, Du läufst ständig in diverse Konsumtempel, um Dich von neuesten Games oder Süßigkeiten in Versuchung führen zu lassen! Nicht ich!
Und …‘, wieder kriegte ich mich vor Lachen nicht ein. ‚Und ich soll Dich vom Bösen erlösen!? Wo ist da irgendwo Böses, bitte!?‘
Nichts, absolut nichts, nützten meine Einwände! Er war völlig gehirngewaschen …

‚Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.‘, endete er.

Ich war aufgesprungen, um ihn in meiner Verzweiflung durchzuschütteln. Da setzte er nach:

‚Amen!‘

Ich wachte auf und stand schweißnaß im Bett …