Unis von Virus befallen

16. Juli 2017

Dass bereits ca. 15% unserer Schulabgänger nicht mehr sinnerfassend lesen können ist mittlerweile dramatische Wahrheit.
Nun scheint die allgemeine Verdummung auch auf die Unis überzugreifen. Denn heute meldete der ORF im Brustton der Seriosität:

‚Bei einem beträchtlichen Teil der Studenten macht sich Ernüchterung breit, weil das Gelehrte nicht mit den Erwartungen übereinstimmt. Viele meinen, eigentlich ist das Ganze ziemlich anders als sie sich ursprünglich erwartet hatten.‘

Na hallo! Seit wann können Taferlklassler die Qualität des Lehrers beurteilen!?
Setzt man sich nicht in die Uni um gerade das zu erlernen, das man noch NICHT kennt? Wie können da Erwartungen nicht erfüllt werden!?
Doch jeder Vortragende heute weiß, dass ein Zuvielwissen, ein Vermitteln, ein Vortragen ein absolutes No-go sind. Heute kommt nur gut an, was man mit den Besuchern erarbeitet. Seien diese vom jeweiligen Wissen auch noch so unbeleckt …
So liberal und menschenlieb solche Verhalten und Vorgehen auch scheinen mögen. Man kann die Demokratisierung (d.h. die Dümmsten entscheiden) auch übertreiben …

 

 

 


Komm ich kürzlich …

10. Mai 2017

… während einer Radtour bei einem offenen Bücherregal vorbei, entdecke Roland Düringer und Clemens Arvay’s ‚Leb wohl, Schlaraffenland‘, seh rein und finde den bemerkenswerten Satz:

„Ich hoffe, dass wir, die Angehörigen unserer Generationen in den frühindustrialisierten Ländern, dafür [unser Öko- und Wohlstands- Wahnsinn] geradestehen werden müssen und nicht unsere Kinder und der Rest der Welt. Das wäre nur gerecht. Denn eine Gesellschaft, die 50 Prozent der produzierten Lebensmittel jeden Tag in den Mülltonnen der Supermärkte verschwinden lässt und Tiere so schlecht behandelt. als wären es leblose Waren, darf nicht ungeschoren davonkommen.“

Danke! Kommen eh nicht! Die Menschen werden immer kränker, gestresster und kaputter. Und leider kommen doch auch bereits die Kinder ‚zum Handkuss‘ die in immer jüngeren Jahren immer schwerer erkranken …

Wo Herr Düringer von mir etwas lernen könnte, ist die Unterscheidung in menschengemachtes Schlaraffenland und Natur- Paradies. Er wirft nämlich diese beiden Begriffe wild durcheinander.

Aber sonst ein durchaus lesenswertes, gutes Buch! (das sich Interessierte gerne abholen können, bevor ich es wieder anderweitig freisetze)

 

 

 


Unglaublich!

6. Februar 2017

Schon als meine Kinder noch mit Begeisterung Märchen hörten, konnte ich nicht umhin, immer wieder zu ergänzen wie unglaublich schlau und unverfroren so wunderbare Könige und Königinnen waren und sind. Die schaffen es, vom Volk dafür verehrt und geliebt zu werden, dass sie sich von ihm nicht nur erhalten lassen, sondern mit, von ihm Erarbeiteten auch noch rumprotzen und in Saus und Braus zu leben.
Heute sind diese ‚Altparasiten‘ weitgehend von Politikern und Millionären abgelöst. Doch das Prinzip blieb dasselbe.
Mindestens ebenso absurd ist das Verhalten der Menschen gegenüber Kirchen und Ärzten:

Kirchen und Medizin

 

 

 


Großfamilie

5. Januar 2017

Vielen Mitlesern wird das payoli- Prinzip schon klar sein:

Wir brauchen für unser Glück und unsere Gesundheit keine Wissenschafter, Fachleute, Produkte, etc. Es reicht völlig, so zu leben wie wir es Jahrmillionen lang getan haben. Denn dafür ist unser Körper ausgelegt und sobald wir ihm diese seine Bedingungen geben, beginnt er mit seiner unendlichen Weisheit effektivst mit der Reparatur/ Wiederherstellung.

primatengruppeNeben Ernährung, Bewegung und Frischluft in freier Natur und naturrichtigem Denken ist auch das richtige soziale Umfeld enorm wichtig für uns.
Wir sind als Sozialwesen für ein Leben in vertrauten Großgruppen ausgelegt.

Von unerwarteter Seite hörte ich kürzlich dafür ein Plädoyer.
Die wunderbare Schauspielerin Maria Happel wurde von

Günter Kaindlstorfer gefragt: In Ihren Memoiren schreiben Sie: ‚An meine Kindheit denke ich mit der größten Zärtlichkeit. Ich erfuhr in meiner Familie viel Liebe‘.
Wie hat sich diese Liebe ausgedrückt?

Maria Happel: Es war einfach so, dass es in dieser Großfamilie immer jemanden gab, zu dem man hingehen konnte. Man war einfach unglaublich eingebettet. Es war ein Nest und es war auch ein sehr warmes Nest. Ich habe das alles in einer unglaublichen Harmonie in Erinnerung. Ich fühlte mich behütet und beschützt und nie irgendwie gedrängt. Ich hatte eine große Freiheit und es war immer jemand da, ob das die Großeltern waren, Eltern oder Geschwister. Ich bin eine große Verfechterin der Großfamilie, wie die auch immer heutzutage aussieht. Denn innerhalb einer Großfamilie kann einfach viel mehr Liebe abgegeben werden. Wo sie herkommt ist ja egal, Hauptsache das Kind bekommt sie.

DAS wär doch ein netter Stammbuch- Spruch, der es wert wäre ins allgemeine Gedankengut aufgenommen zu werden. Oder?

 

 

 


Gesunde Beziehungen

24. November 2016

‚paradise your life‘- Leser wissen, dass nicht nur Ernährung, Bewegung und richtiges Denken wichtig sind für ein gesundes und erfülltes Leben, sondern auch die Sozialkontakte. Wir sind nun einmal ‚Primaten‘ und leiden oft verlusts der größeren Gemeinschaft sogar schon an unseren Exklusiv- und Zweier- Partnerschaften. Doch immer sind diese, oft doch noch durch Kinder, Eltern, Nachbarn ‚ausgebaut‘ noch erfüllender als Einsamkeit.
Der amerikanische Psychiater Prof. Robert Waldinger gibt in diesem Video einen berührenden Einblick in eine 75 Jahre dauernde Havard- Studie zu diesem Thema:

Gerade in dieser heutigen Zeit, die mit ‚Volldampf‘ daran arbeitet Familien auseinanderzureißen, die allermeisten schon zerissen hat, brauchen wir Familien im Sinne von ‚Primatensippen‘ dringender denn je!
Nicht nur, dass solche Gemeinschaften unseren Ur- Bedürfnissen entsprechen, spüren wir auch, dass sie ‚gut tun‘. Das Gefühl der Geborgenheit ist einfach heilsam.
Auch der Austausch der Generationen ist in dieser Zeit des Spezialistentums, der Separiertheit ein seltenes Geschenk. Nicht zu vergessen die vielen, vielen kostenlosen und ‚warmen‘ Sofortmaßnahmen. Wenn sich ein Kind gestoßen, verletzt hat, jemandem etwas nicht einfällt, eine Zutat, ein Werkzeug fehlt, man jemanden zum Aussprechen braucht, der neueste Witz unbedingt weitererzählt werden will, eine Hand berührt werden will, die Blüte des Kaktus gezeigt werden will …

Doch um das wiederzuerschaffen muss uns erst bewusst(er) werden WIE kräftezehrend das Kaufen oder Erbitten von Fremden jedes Mangels ist. Jede kleine Verletzung mit der das Kind zum Arzt oder ins Krankenhaus muss ist angstbesetzter Schock. Ein Blasen oder ‚Verbinden‘ durch die Oma dagegen ist schon die halbe Heilung in Form von Zuwendung.
Oder das viele pendeln und km- Fressen für Beruf, Schulen, Kindergärten, Einkäufen! Das könnte alles Teil einer Gemeinschaft sein!
In Japan feiern zur Zeit kombinierte Seniorenhäuser und Kindergärten Erfoge. Warum müssen das fremde Alte und Junge sein, wenn doch die Harmonie zwischen Omas und Enkeln, zwischen Nachbarn und Verwandten eine größere wäre?
Ach! Da ist noch viiiel zu tun! Doch es wird, es wird, – im Sinne von
paradise your life !     😉

 

 

 


245 Tonnen Schmerzmittel !!!

27. Oktober 2016

Diese Menge wird nicht in den USA, nicht in Deutschland ‚verputzt‘!
Nein! Eine Studie des Umweltbundesamtes ergab, dass die Österreicher 245 Tonnen Schmerzmittel im Jahr schlucken!
Nein, das ist kein Schreibfehler.
8 Millionen Menschen nehmen 245 Tonnen(!) Schmerzmittel!
medikamentCa. 40 Prozent der Bevölkerung klagen über wiederkehrende Beschwerden im Nacken oder Rücken, Kopfschmerzen plagen ca. 50% der Menschen regelmäßig.
Der Schmerzmittelverbrauch stieg in den letzten 20 Jahren um 50%.
Überflüssig zu sagen, doch nicht weniger dramatisch, dass bei diesen Mengen sich die Inhaltsstoffe dieser Präparate mittlerweile auch in Abwässern, Flüssen und Seen, im Grund- und Trinkwasser und im Boden, im Klärschlamm und Kompost finden!
Bereits jedes dritte geschluckte Medikament ist ein Schmerzmittel. Gefolgt von den Präparaten der Diabetiker, vor Psychopharmaka und Antibiotika.
In Summe werden ca. 800 Tonnen Medikamente jährlich ‚eingeworfen‘!

Was soll man da noch sagen!?
Noch dazu angesichts der payoli’schen Binsenweisheit, dass all diese Probleme leicht vermeidbar wären …
Das Thema Nebenwirkungen, die die Krankheitsspirale nochmal beschleunigen, ist dabei noch gar nicht angesprochen …

Soweit seit langem wieder einmal ein Report über diese ver-rückte Welt ‚da draußen‘ für alle payolis zwink

 

 

 


Was Kinder brauchen (2)

17. Oktober 2016

Findet Jungmutter neben dem Ershoppen all der unnützen aber soooo süßen Babysachen noch Zeit sich ihr Kleines einmal genauer anzusehen, es zu beobachten, wird sie feststellen, dass sie einen nackten Affen geboren hat. Denn Baby zeigt absolut kein Verhalten das man von erwachsenen zivilisierten Menschen kennt. Doch alles, was Baby kann und tut, können und tun auch kleine Affen. Baby ist sogar so kräftig, dass es sein Körpergewicht mit den Händen halten kann, sich also auch an Mamas längst nicht mehr vorhandenem Fell festhalten könnte. – Wie ein kleiner Affe!

Mehr als naheliegend also auch die Überlegung, dass Baby mehr, wenn nicht sogar alle die Bedürfnisse hat, die Kleinafferl haben. Und sicher kein Bedürfnis nach entzückenden Stramplern, blinkendem Plastikspielzeug, sprechenden Puppen, Babynahrung, Trinkfläschchen und ‚1000‘ anderen Dingen die Designern sonst noch so eingefallen sind.

affenbabySo, da liegt nun ein kleiner nackter Affe mit Affen- Bedürfnissen und soll ein zivilisierter Mensch werden …
Halt! ‚Soll‘ er überhaupt!?

Wollen wir wirklich unser Liebstes in Hamsterräder die uns schon schlauchen und stressen rein- erziehen!? Sind wir sooo glücklich mit unserem Leben, dass wir das auch für unser Kind wollen? Sind wir in unseren Schulen tatsächlich so glücklich gewesen?

Ich sag jetzt einmal etwas ganz Freches: Alle Nicht- oder nur Gering- Bewussten sind mit ihren Leben zufrieden. Ist auch gut so. Sollen sie sein. Sie werden natürlich ihr Kind er- ziehen. Denn von alleine wird kein Primate zu einem linlientreuen Konsumenten und einer ‚Arbeitsameise’. Diese Leute pfeifen also auf die Bedürfnisse ihrer Kinder und biegen sie immer weiter auf Menschenbahn …

Das hat den ‚Vorteil‘, dass sie später einmal lebenslang einer Bedürfnisbefriedigung die sie nie erreichen werden, nachhängen können. Das heißt, sie werden ‚gute‘ Konsumenten und damit zwangsläufig auch gute ‚Arbeiter‘.

Etwas bewußtere Menschen haben diese Zivilisationsfallen bereits erkannt, haben erspürt, dass Zivilisationsleben mit der Erfüllung ihrer Ur- Bedürfnisse nichts zu tun hat, dass Konsum immer nur kurzzeitig befriedigt, dass unser Zusammenleben weder sozial noch liebevoll oder erfüllend ist, dass Tiermorde, Hungerkatastrophen, Umweltzerstörung und Kriege unerlässlicher Teil des Zivilisationslebens sind.

Sie haben zu entscheiden, ob sie ihr Kind nun dahin er- ziehen oder es sich einfach ent-falten lassen und es dabei unterstützen.

Doch das ist nicht ganz so einfach! Zu weit haben wir uns alle schon entfernt von einem ‚artgerechten‘ Affenleben.

Allein schon unsere Exklusivpartnerschaften!: Horror pur!

– Bis auf wenige glückliche Ausnahmen.

Absolut kein Umfeld für ein harmonisches Heranwachsen!

Die Eltern aber können da gar nicht soviel dafür. Der Fehler steckt schon im System!

Unsere Primaten- Vorfahren lebten in Gruppen unterschiedlicher Alter, Fähigkeiten und Temperamente zusammen. Mütter waren entlastet, da sich immer jemand um die Kleinen ‚gerissen‘ hat. In solchen Gesellschaften: Jeder findet immer jemanden, der seine augenblicklichen Bedürfnisse abdeckt. Und Baby hat immer eine sozial überaus lehrreiche und harmonische, vertraute Gruppe um sich. – Geborgenheit pur!

Exklusivpartnerschaften hingegen müssen fast immer schiefgehen. Denn Frau erwartet von ihrem Mr. Right, dass er nun alles für ihr Wohl right machen wird. Und er denkt sich ‚Endlich die Frau, die mir jetzt alle meine Bedürfnisse erfüllt!‘.

Beides ist nur in ganz, ganz seltenen Ausnahmefällen möglich!

Die immer weiter steigenden Scheidungsraten sind also sicher kein Zufall. Und Baby, das Harmonie, Liebe und Zuwendung bräuchte, geht leer aus und wird zu einem dementsprechend neurotischen Erwachsenen …

Doch selbst wenn es klappt mit den beiden, sie vielleicht sogar in eine Großfamilie eingebunden sind: Es gibt in dieser Gesellschaft viel zu viele Irrtümer, Tabus und Zivilisationsverirrungen um Bedürfnisse kleiner Äffchen zu stillen!

24 Stunden Körperkontakt: nicht gewollt!

Ganztägig herumgetragen zu werden: nicht gewollt!

Gleich nach der Geburt abgeleckt, ja nichteinmal ganzkörpergestreichelt zu werden: nicht üblich!

Freier Zugang zur Intimzone: Durch Dauerwindeltragen blockiert!

Bei jedem Bedarf trinken können: Nicht erwünscht! …

Es geht also, selbst bei vorgeblich liebenden Eltern primär um die gedankenlose Einhaltung gesellschaftlicher Konventionen als um die Befriedigung von Babys Ur- Bedürfnissen.

Vielleicht ist das die Antwort auf den ‚bösen‘ Spruch: ‚Wenn ich mir so süße Babys anseh, frag ich mich woher all diese unmöglichen Erwachsenen herkommen‘      zwink

Mit den täglichen ‚Kleinigkeiten‘ die Baby oft förmlich in ‚Abgründe‘ stoßen, könnte ich jetzt noch Seiten füllen. Vielleicht ein Beispiel noch, bevor ich alle, die Veränderungs- Willigen mit der ‚Äffchen- Theorie‘ als Anregung selber weiterdenken lasse:

Das scheinbar harmlose Raum- Verlassen der Mutter kann unendliche Ängste beim Baby auslösen, die wiederum die Basis für zahlreiche lebenslange Verlustängste bilden können. Babys empfinden sich eins mit der Mutter und können nicht wissen, was Mutter weiß: Dass sie ohnehin wieder zurückkommen wird. Man kann solche Trennungsschmerzen durchaus – nur um es zu verdeutlichen bzw. nachvollziehbar zu machen – mit dem Ableben eines geliebten Menschen vergleichen …

Alles Liebe allen künftigen Babys wünsche ich Euch, mir und uns allen.

 
PS: Der erste Teil liegt schon etwas länger zurück. Hier der link:
Was Kinder brauchen (1)