Liebe, technisch

9. November 2017

Unglaublich wie nüchtern wissenschaftlich Liebe dargestellt werden kann. Aber auch interessant wie sich diese Anziehung durch alle Entwicklungsstufen und Arten zieht:

Der amerikanische Zoologe und Präsident des Sexual- Untersuchungsausschusses Alfred C. Kinsey’s, Robert M. Yerkes ließ 5300 Männer und 5940 Frauen über ihr Geschlechtsleben befragen und brachte das mit tierischem Verhalten in Zusammenhang:

»Eine der charakteristischen Leistungen der Materie, ob Pflanze, Tier oder Mensch, ist die Fähigkeit, auf Berührung zu reagieren. Die normale erste Reaktion eines Organismus besteht darin, sich gegen jedes Objekt zu drängen, mit dem es in Berührung kommt. Einzellige Lebewesen ballen sich zusammen. Mehrzellige Lebewesen drängen sich in die Ecke, schmiegen sich spontan an andere Körper an … Reagiert das Tier mit Gegendruck auf das Objekt, so kann sich daraus eine Kette physiologischer Erscheinungen entwickeln. Wenn der taktile Reiz rhythmisch wird oder ein stetiger Druck anhält, kann sich der Reaktionsgrad erhöhen und neuromuskuläre Spannungen erzeugen, die als Sexualreaktion kenntlich sind.«

Sind sie nicht süß unsere Wissenschafts- Schrullis!?

 

 

 

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Wir sind überfordert!

8. November 2017

Leopold Kohr der große Österreicher hat es gesagt und wissenschaftlich bearbeiet und untermauert:
Small is beautiful.
Zahllose kleinräumige Strukturen funktionieren in aller Welt bestens. Ich, der nach wie vor begeisterte ‚Wir sind immer noch Affen‘- Postulierer empfahl immer wieder Kleinstrukturiertes.
Und wie geht der Trend in unseren Gesellschaften?
Genau umgekehrt!

Hat der, selbst aufmerksame und gebildete Österreicher früher schon nie wahlwichtige staatspolitische Details verstanden, so ist er heute mit der EU- Dimmension völlig überfordert.
Den Menschen wird Demokratie vorgespielt, dabei stimmen sie mit maximal Hausverstand etwas ab, was von diesem nie und nimmer verstanden werden kann.
Es ist aber nicht so, dass staatspolitische Themen so überaus kompliziert wären. Es ist nur die Bandbreite für die Menschen zu groß. Sie können nicht alle Fragen von ihrem kleinräumigen sozialen Umfeld, über ihren Beruf, über Kommunalpolitik, bis zu Staats- und EU- Politik überblicken.
Da dürfen dann schon einmal Populisten Zuwandererpanik verbreiten die fern der Realität ist, ohne aufzufliegen. Da darf ein Donald Trump in den großen USA schon mal von der Errichtung von Grenzmauern, als Arbeitslosen- Maßnahme schwadronieren, ohne dass die Menschen wissen, dass längst mehr Mexikaner aus- als einwandern.
Da dürfen sich schon mal EU- Bürger über diesen genialen Türkei- deal der uns alle Emigranten fernhält, ohne zu sehen, dass uns das ein Vermögen kostet und ausschließlich negativ gecastete Syrer und Millionen von Türken bringt, wundern.
Durchschnittsmensch KANN das nicht alles wissen und verstehen! Und diese Themen kontrolllos unseren Politikern zu übergeben ist einfach verrückt!

Wir haben uns Jahrmillionen an kleinstrukturierte Gemeinschaften gewöhnt, wurden in ihnen sozialisiert, haben uns an sie angepasst. Wir sind darin perfekt!
Warum leben wir nicht, was wir gut können, für das wir ‚ausgelegt‘ sind und in dem wir uns wohlfühlen?
Warum lassen wir uns, mit unseren Familien, Gemeinschaften, Dörfern und Grätzeln in Staaten oder noch größer zusammenfassen!?
Es wird uns damit Entscheidungsmacht genommen, Sand in die Augen gestreut. Wir führen damit ‚die Mächtigen‘ in unverantwortliche Versuchungen und haben deren ‚Ausrutscher‘ bis Sauereien zu bezahlen.

Detto Firmen!
Ein Tischler, ein Mauer, der schlampt ist in ’small- town‘ bald entlarvt und weg vom Fenster. Was uns Multis reinwürgen, können wir nur höchst aufwändig analysieren und entdecken’s meist erst Jahre zu spät, wenn überhaupt.

Detto das Bildungswesen, die Medizin, die Wissenschaft …!

Bitte, wozu die vielen, vielen Auszeichnungen und Ehrungen, das weltweite Ansehen Leopold Kohrs, wenn wir es nicht nutzen!?
Werden wir doch wieder small! Pfeifen wir doch auf die Bundesregierung. Lösen wir diesen Staat auf! Lasst doch jedem Schuldirektor seine Schule führen wie er will! Macht er’s schlecht wird er es zu spüren kriegen
Sieh doch einmal genau hin! Was hat uns all dieser Fortschritt, auch so ein Kind ‚der Größe‘, gebracht? Ok, vielleicht sieht die Arbeit heute leichter aus als vor 100 Jahren. Doch dafür sind wir seltene Schlaffis, anfälliger für Erkrankungen, gestresster, haben weniger Zeit …

 

 

 


#Me Too

3. November 2017

Endlich hat uns der ORF amüsante Einblicke gegeben in diese gerade höchst virulente ‚Sexuelle Übergriffs‘- Bewegung.
Ich frage mich nämlich seit Strauss-Kahn, Köln- Silvester und Weinstein was da wohl wirklich passiert ist, was emanzipierte Frau nicht unterbinden hätte können.
Seit heute – jede Stunde in den ORF- Nachrichten – gibt es insider- Details. Der Ex- Grün- Abgeordnete Peter Pilz hatte zu einer Mitarbeiterin ‚Schatzi‘ gesagt, woraufhin sie zur Gleichbehandlungskommission ging und ihrem Wunsch entsprechend versetzt wurde.
Ok, es gibt sicher auch schlimmere Vergehen. Nur frage ich mich wo da, nach der alten Weisheit ‚Es gehören immer zwei dazu‘ der Anteil der Frauen bleibt.
Ich meine jetzt nicht diese alte Kamelle von den, zu aufreizenden Frauen, obwohl jedermensch natürlich weiß, dass Möchtegern- Schauspielerinnen sicher nicht in Sack und Asche zu Vorstellungsgesprächen gehen und sehr wohl wissen wie Sexappeal wirkt …
Nein, ich meine das Selbstbewusstsein, das einer gewissen Emanzipation eigentlich immanent sein sollte, sich solchen männlichen Ansinnen entgegenzustellen.

Ich selber hab in meiner Kindheit und Jugend auch einige ‚Übergriffe‘ erlebt, aber nicht als solche empfunden. Das waren einfach Menschen die etwas wollten, das ich nicht wollte, was sie aber nicht wissen konnten. Ich hab es ihnen gesagt, meist mit einem Witzchen, sodass sie Menschen blieben und sich nicht abgewiesen oder unangenehm berührt fühlten und der Fall war erledigt.

Was bitte hindert eine Pilz- Sekretärin daran zu sagen: ‚Liebes Fliegenpilzchen, bebrumme doch bitte andere Schwammerl. Ich sag Dir wann ich eventuell Interesse daran haben sollte. Jetzt aber bitte nicht. Klar?‘?

Es ist m.E. nämlich ebenfalls ein Übergriff, wenn nicht sogar ein weit schlimmerer, wenn solche Missgeschicke verschwiegen werden und Jahrzehnte später durch Veröffentlichungen Karrieren oder Leben dadurch zerstört werden. Hätte man den ‚Täter‘ angesprochen, täte es ihm vielleicht eh schon längst leid. Denn gerade bei diesen nun ‚älteren Herren‘ muss man schon dazusagen, dass in deren Jugend das Wissen über das andere Geschlecht durch die damalige Prüderie praktisch nicht vorhanden war, die Zeiten und das Wissen sich aber glücklicher Weise geändert haben.
Man kann es sich fast nicht mehr vorstellen. Doch das waren damals Zeiten in denen männliche Filmstars bewundert wurden, die ihre Partnerinnen mit eisernem Gewaltgriff in einen Kuss zwangen.
– Aber vielleicht outet sich ja morgen schon irgendeine 90-jährige Schauspielerin als John Wayne- Opfer …

 
PS: Ich hab übrigens einmal einige Paar- Seminare gegeben bei denen die Frauen lernen konnten wie Männer ticken und die Männer lernen konnten wie Frauen ticken: Es zeigte sich, dass Männer – wenn sie’s vielleicht auch nicht immer anwenden – weitaus mehr über die Frauenbedürfnisse wissen als umgekehrt!

 
PPS: Ich hoffe sehr, dass ich jetzt nicht frauenfeindlich rübergekommen bin oder gar gewalttätige Männer verteidigen will. Ich liebe alle Wesen, finde sie wunderbar und akzeptiere deren Bedürfnisse. Jedermensch sollte alles versuchen, alles ablehnen und alles akzeptieren dürfen.

 

 

 


Unglaublich!

2. November 2017

Schon 1956 schrieb der wunderbare Erich Fromm in seinem genialen ‚Die Kunst des Liebens‘:

Der moderne Mensch ist sich selbst, seinen Mitmenschen und der Natur entfremdet. Er hat sich in eine Gebrauchsware verwandelt und erlebt seine Lebenskräfte als Kapitalanlage, die ihm unter den jeweils gegebenen Marktbedingungen den größtmöglichen Profit einzubringen hat. Die menschlichen Beziehungen sind im wesentlichen die von entfremdeten Automaten.
Jeder glaubt sich dann in Sicherheit, wenn er möglichst dicht bei der Herde bleibt und sich in seinem Denken, Fühlen und Handeln nicht von den anderen unterscheidet. Während aber jeder versucht, den übrigen so nahe wie möglich zu sein, bleibt er doch völlig allein und hat ein tiefes Gefühl der Unsicherheit, Angst und Schuld, wie es immer dann entsteht, wenn der Mensch sein Getrenntsein nicht zu überwinden vermag.
Unsere Zivilisation verfügt über viele Betäubungsmittel, die den Leuten helfen, sich ihres Alleinseins nicht bewußt zu werden: Da ist vor allem die strenge Routine der bürokratischen, mechanischen Arbeit, die verhindern hilft, daß sich die Menschen ihres tiefsten Bedürfnisses, des Verlangens nach Transzendenz und Einheit, bewußt werden.
Da die Arbeitsroutine hierzu nicht ausreicht, überwindet der Mensch seine unbewußte Verzweiflung durch die Routine des Vergnügens, durch den passiven Konsum von Tönen und Bildern, wie sie ihm die Vergnügungsindustrie bietet; außerdem durch die Befriedigung, ständig neue Dinge zu kaufen und diese bald wieder gegen andere auszuwechseln.
Der moderne Mensch kommt tatsächlich dem Bild nahe, das Aldous Huxley in seinem Roman „Brave New World“ (1946) beschreibt: Er ist gut genährt, gut gekleidet und sexuell befriedigt, aber ohne Selbst und steht nur in einem höchst oberflächlichen Kontakt mit seinen Mitmenschen …

So früh, so treffend!
Was würde er wohl zu den heutigen tablet- ‚Wischern‘ und Couch-Potatos sagen!?

 

 

 


95 Thesen

30. Oktober 2017

Glücklicher Weise können wir uns heute nicht mehr vorstellen wie dunkel und unterdrückend vor 500 Jahren die Kirchenwelt war und wie sehr die Menschen ausgebeutet und klein gehalten wurden.
Morgen sind es genau 500 Jahre, dass Martin Luther seine 95 Thesen an eine Kirchentür nagelte.
Unvorstellbar, dass es danach noch 500 Jahre dauerte bis sich diese Finsternis, mit noch vielen Auf und Abs, einigermaßen lichtete. Doch an dieser Tür der Schlosskirche zu Wittenberg war ein Anfang gemacht, ein winziger Lichstrahl drang durch einen Spalt eines sich langsam, langsam öffnenden Tores.

Ganz so finster wie damals ist dadurch unsere heutige Welt nicht mehr. Doch Millionen völlig unnötige Tote jährlich, unvorstellbares leicht vermeidbares Leid in Krankenhäusern und -betten, viel zu viele Unglückliche, machen schon noch immer traurig.
All das könnte völlig anders aussehen! Wenige Schräubchen in den Köpfen gedreht, leicht veränderte Lebensstile und es gäbe weder Krebs, noch Asthma, Allergien, MS, MC, Arthrosen, Karies, Zahnfehlstellungen, Dermatitis, Kopfschmerzen, Unfruchtbarkeit, Stress, zerrüttete Partnerschaften, verhaltensgestörte Kinder, vergiftete und zubetonierte Umwelt, Müllberge, Hamsterrad- Jobs …

Es wäre so einfach!
Wir hatten Jahrmillionen lang keines dieser Probleme. Keines der heute noch wildlebenden Tiere kennt auch nur eine dieser Krankheiten und Probleme.
All das haben WIR uns geschaffen!
Die gute Nachricht: Damit könnten wir es auch wieder zurückändern.
Noch dazu geht es bei diesen Veränderungen nicht um Entbehrungen, Verzicht oder Mangel. Unsere ganze lange Zeit durch die Evolution mussten wir nie in unsere Schlafstätten schlachzen, weil wir den heutigen, ja ohnehin lächerlichen und peinlichen, Lebensstandard nicht hatten

Doch das alles haben wir hier im blog schon x- mal ‚durchgekaut‘.
Nun werden Thesen angenagelt!
Jawohl!
Morgen!

Diesmal nur 18!
Die müssen reichen!
Dem Zeitgeist angepasst, virtuell angenagelt!
Hier im blog zum 500. Jahrestag von Luthers Gehämmere.

Und Euch bitte ich, sie möglichst breit zu verteilen. Dieser Wahnsinn muss ein Ende haben! Die Welt und das Leben sind zu schön, um sie von uns Neurotikern kaputt machen zu lassen.
– Und, liebe Leute, nochmal 500 Jahre darf es auch nicht dauern!

 

 

 


Bub (15), brandgefährlich …

25. Oktober 2017

… befindet ein Gerichtspsychiater den Angeklagten.
Eine Zeitung zeigt Fotos eines übergewichtigen Buben, zeigt seine übergewichtige Mutter, die sie besucht haben:
„An den Wänden hängen bunte Landschaftsbilder, auf der Couch im Wohnzimmer liegen flauschige Decken und Zierpölster, in den Regalen stehen, neben Büchern und Nippes- Figuren, Fotos in silbernen Rahmen.
Alles wirkt so normal in diesem Haus.
‚Glauben Sie mir‘, sagt seine Mutter, während sie selbstgebackenen Kuchen und Kaffee serviert, ‚mein Bub ist in geordneten Verhältnissen aufgewachen‘.“

Genau DAS ist das Problem!
Wir alle erkennen heute nicht mehr in welch kranker Welt wir stecken, wie unnatürlich unsere Leben sind. ‚Geordnet‘ und ‚fauschige Decken‘ sind keine Zeichen gesunder Psychen!

Nun steht dieses Kind vor Gericht, muss ’sich verantworten‘!
Verantworten dafür, dass er krankgefüttert wurde?
Verantworten dafür, dass er deswegen verspottet wurde?
Verantworten dafür, dass Kinder heute so leicht an Waffen kommen?
Verantworten dafür, dass er in TV und Videos schon abertausende Schießereien gesehen hat?
Verantworten dafür, dass es in seiner Wohnung, in seinem Leben nie wirkliches, lebendiges Leben gab?
Verantworten dafür, dass er nie alle Facetten von Natur und wirklichem Leben erlebt hat?
Verantworten dafür, dass sein Charakter, seine Fantasien, sein Weltbild von klein an von ebenfalls gestörten Erwachsenen und skrupellosen Medien verunstaltet wurden?

Ein Kind hat ’sich zu verantworten‘ für eine kranke Welt!?
Während all die Waffen-, Brutalfilm-, Mistnahrungs- Händler und Hersteller hochangesehen ihr Leben weiterhin genießen!?
DAS nennt sich ‚Recht(!)- Sprechung‘!?

Natürlich bin ich nicht für die Verurteilung ‚der anderen Seite‘! Denn alle Täter sind selber auch Opfer. Und wenn auch oft ’nur‘ die des Zeitgeistes, des Umfeldes.
Auch ich verurteile natürlich nicht die hier Kritisierten! Ihnen allen müsste geholfen werden.
Sieht man sich diese langen, langen Ursachen- und Verursacher- Reihen an, wird erst klar wieviel Wichtiges noch zu tun wäre in dieser Gesellschaft!
Aber Österreicht hat sich ja kürzlich eher für das Gegenteil entschieden …

 
PS: Sollte jemandem das ‚Übergewicht‘ und die ‚Nahrung‘ in diesem Beitrag als unpassend/ übertrieben erscheinen, kann ich nur empfehlen, ein paar Rohkostwochen, oder im Umgekehrten Fall ein paar fastfood- Wochen, einzulegen und zu beobachten wie sehr sich die Psyche, das Empfinden, die Weltsicht allein durch andere Ernährung ändert!

 

 

 


Pflegeberufe

4. Oktober 2017

Eben wird in den Österreichischen Medien wieder das Thema Pflege kräftig um- und aufgerührt. Es müsste mehr Kontrollen geben, allgemeingültige Standards müssen eingeführt werden, diese Berufe müssen attrraktiver gestaltet werden, usw. …
Doch jegliches Misstrauen, jede Kontrolle, zieht enorme Folgeketten an dokumentarischen und administrativen Aufwänden nach sich. So wird Pflege immer teurer und bezogen auf die direkten Leistungen immer ineffizienter …
Ein weiteres Problem scheint zu sein, dass Pflegebedürftige auf Profiteure wie hilflose Lämmer auf Wölfe wirken müssen. Da kann’s schon einmal vorkommen, dass die Wölfe aus Begeisterung über ihre Hilflosigkeit mehr Lämmer tot beißen als sie fressen können …
Das heißt, Pflege verspricht um so mehr Geld, je weiter das Feld aufgedehnt werden kann.

Natürlich lässt einE PflegerIn die/ der eine lange Ausbildung durchlaufen musste, es nun endlich drauf hat alle Kontrollen und Vorschriften zu umrunden und nun einen einigermaßen dotierten Versorgungsjob hat seine ‚Schützlinge‘ nicht mehr so gern aus den ‚Klauen‘.
Auch Firmen, die Hilfsmittel für Pflegebedürftige herstellen überschwemmen den Markt natürlich gern und unter der Wachstumsprämisse mit immer neuen, immer besseren Angeboten.
Und letztendlich leben auch die Pflegebedürftigen gerne in dem Bild ‚Ich hab lange genug gearbeitet, hab lange genug eingezahlt. Jetzt will ich verwöhnt werden und es mir gut gehen lassen‘.

   Doch sie alle machen gewaltige Denkfehler!

Die Pfeglinge verschenken durch ihr vermeintliches Genießen der Pflege, Jahre bis Jahrzehnte eines ebenfalls möglichen fitten und lebendigen Lebens.
Die Firmen sehen einerseits nur den Profit und die Profitsteigerungen, nicht aber ihre eigene Lebensqualität. Andererseits nur die Profitmaximierung in der Pflegeausweitung, nicht aber in der Rehabilitation.
Und für die PflegerInnen wäre eine Attraktivierung Ihres Berufes möglich, indem sie die frustrierende Dauerpflege durch erfolgreiche Revitalisierungs- Aktivitäten ersetzten.

   Wir brauchen also ein völlig neues Pflege- und Lebensbild:

Menschen sehen sich nach einem Arbeitsleben als aktive, lebendige Mitglieder der Gesellschaft die ihre Sozialkompetenz und neue Erfahrungen genießen.
Gibt es gesundheitliche Rückschläge, stehen UnterstützerInnen zur Verfügung, mit deren Hilfe diese raschestens und ursächlich überwunden werden können.
Diese Helfer sind darin geschult und beziehen ein hohes Maß an Befriedigung aus ihrem erfolgreichen Tun und haben auch noch Zeit für ein eigenes hochqualitatives Leben.