Ovid aktuell

3. Januar 2019

 

„Das Zeitalter welches wir das Goldene benannt haben, war gesegnet mit den Früchten der Bäume und mit den Kräutern, welche die Erde hervorbringt, und der Mund der Menschen wurde nicht mit Blut befleckt.
Damals bewegten die Vögel ihre Schwingen sicher in den Lüften, und der Hase durchstreifte das freie Feld ohne Furcht. Damals wurde der Fisch nicht das arglose Opfer des Menschen. Jeder Ort war ohne Verrat; keine Ungerechtigkeit herrschte – alles war von Friede erfüllt.
In späteren Zeitaltern schmähte und verachtete ein Unheilstifter diese reine einfache Nahrung und versenkte in seinen gefräßigen Wanst Speisen, die von Leichnamen herrühren. Damit öffnete er zugleich der Schlechtigkeit den Weg.“

Ovid (43 v. Chr. – 17 n. Chr.)

 

 

 


Ich fürchte mich …

31. Dezember 2018

    Ich fürchte mich so vor der Menschen Wort.
Sie sprechen alles so deutlich aus.
Und dieses heißt Hund und jenes heißt Haus,
und hier ist der Beginn und das Ende ist dort.

Mich bangt auch ihr Sinn, ihr Spiel mit dem Spott,
sie wissen alles, was wird und war;
kein Berg ist ihnen mehr wunderbar;
ihr Garten und Gut grenzt grade an Gott.

Ich will immer warnen und wehren: Bleibt fern.
Die Dinge singen hör ich so gern.
Ihr rührt sie an: sie sind starr und stumm.
Ihr bringt mir alle die Dinge um

(Rainer Maria Rilke)

Dieses kleine Rilke- Präsent leg ich Euch an die Schwelle zu einem neuen, noch paradiesischerem Jahr.

 

 

 


Bestellungen beim Universum …

27. Dezember 2018

… sind spätestens seit Bärbel Mohr praktisch jedermensch ein Begriff.
Auch die selbsterfüllenden Prophezeiungen (self-fulfilling prophecies) kennen schon viele.
Aus der Medizin kennt man den Placebo-, aber auch den Nocebo- Effekt …

Warum dann, musste die Frau Mohr als junge Mutter, die sicher ihre Kinder gerne groß werden gesehen hätte, so früh an Krebs sterben?
Warum dann, funzt diese so einfache Idee der selbsterfüllenden Prophezeihungen nur so selten?
Warum dann, sind nicht alle Erkrankungen mittels Placebos heilbar?

Ich denke:
Wir machen neben dem Denken immer noch viel zu viel anderes falsch
Jeder Handwerker weiß, wie lange man Fertigkeiten üben muss. Warum bloß, glauben wir mit völlig verschwommenen Vorstellungen konkrete Realitäten erschaffen zu können!?
Wenn es schon diese Schöpferkraft geben sollte, so bedarf sie sicher seeeehr konkreter Vorstellungen

Genau in diesem Sinne verstehe ich und wünsche ich Euch auch mein übliches

 

 

 


Ich wünsche Euch allen ein frohes Fest!

24. Dezember 2018



 
PS: Wer selbst zu Weihnachten ermordete Tiere essen muss, soll sich’s schmecken lassen, aber bitte nicht vom Fest des Friedens sprechen bzw. sein Verständnis von ‚Frieden‘ überdenken. Danke!

 

 

 


Kennst Du diese Geschichte?

20. Dezember 2018

Ein Mann ist unendlich unglücklich mit seiner Frau.
Doch er ist gläubig.
Also betet er inbrünstig zu Gott, seine Frau doch zu einer liebenswürdigen Person zu ändern.
Überraschend gibt Gott ihm die Antwort, er würde alles zu seinem Besten ändern. Nur solle er sich selber auch bemühen um seine Frau und vor allem die Fortschritte, die sie macht, genau zu beobachten.

Genau das tut der Mann.
Und er sieht auch tatsächlich, erst nette Kleinigkeiten, bald teils unglaubliche Fortschritte.
Seine Frau erscheint ihm liebenswürdiger und liebenswürdiger.
Seine Frau wiederum wundert sich über seine plötzlich fürsorgliche Art.
Ihr Verhältnis wird besser und besser …

Noch scheint die milde Herbstsonne auf sie alle …
Wer mit wem den Winterschlaf verbringt, wird sich noch weisen …

 

 

 


Buddha aktuell

17. Dezember 2018

 

„Die Wesen mögen alle glücklich leben, und keines möge ein Unheil treffen!
Möge unser ganzes Leben Hilfe sein an anderen.
Ein jedes Wesen scheuet Qual, und jedem ist sein Leben lieb.
Erkenne dich selbst in jedem Sein, und quäle nicht und töte nicht.“

Buddha (560–480 v. Chr.)

 

 

 


Ein Buch- Geschenk

13. Dezember 2018

Wieder einmal ist mir ein ganz wunderbares Buch- Geschenk aus einem öffentlichen Bücherregal passiert:
Anita Moorjani’s „Heilung im Licht – Wie ich durch eine Nahtoderfahrung den Krebs besiegte“

Ein Zitat daraus möchte ich Euch gerne weiterschenken:

„Während meiner Nahtoderfahrung hatte ich das Empfinden,
dass alles Verurteilen, aller Hass und aller Neid,
alle Eifersucht und Angst daher kommen,
dass die Menschen nicht ihre wahre Größe erkennen.“