Brexit psychologisch

1. Juli 2016

Ich bin absolut nicht für diese EU der Konzerne. Ich hätte gerne eine EU der Menschen.
Dennoch halte ich den Austritt der Briten für falsch.

Ein kleiner Gehirn-/ Gefühls- Exkurs:
Alle unsere Begriffe/ Wörter kann man als Blätter eines Baumes sehen. Jedes Blatt hängt an einem Ästchen, jedes Ästchen an einem Ast, jeder Ast am nächststärkeren Ast usw. Bis wir beim Stamm angelangt sind der alle Blätter versorgt.
In unserem Gehirn läuft es sehr ähnlich. Jeder Begriff, jedes Wort das wir hören lässt nicht nur die entsprechende Synapse ‚anschwingen‘ sondern auch deren ‚Wurzel‘.
Unser aller ursprünglichste Wurzel ist: Geht es mir gut/ Geht es mir nicht gut?
Schon die nächstkomplexere Wurzel, die aber praktisch bei jedem Gedanken mitaktiviert wird, ist: ‚Fühl ich mich angenommen/ Fühl ich mich abgelehnt‘.

So gesehen ist jede Trennung kontraproduktiv,
jede Nichtzusammenarbeit schlecht.
Jede Ablehnung schwächt. Ob wir es wahrnehmen können oder nicht.
Jeder Kinesiologe weiß, dass selbst ein schlichtes ‚Nein‘ schon schwächt. Auch mittels Bio- Feedback ist das mess- und nachweisbar.
Und interessanter Weise schwächt jede Ablehnung, jedes Nicht- Annehmen alle Beteiligten!

Das Dabeibleiben und um Veränderung bemühte Mitwirken ist selbst in ‚Loser- Vereinen‘ und verfahrenen Situationen günstiger als das Ablehnen/ Austreten.
Dieses Prinzip gilt immer! Es gilt für Beziehungen, Freundschaften, Vereine, für Länder, Unionen und es gilt für ALLE Beteiligten.
Jedermensch kann das leicht nachprüfen: Wie fühlt es sich an, wenn jemand sagt ‚Mit Dir nicht!‘, ‚Verschwinde aus meinem Leben‘ oder auch nur ‚Sie hören von uns‘ o.Ä.
Und wie fühlt sich an: ‚Ich geh mit Dir durch dick und dünn‘, ‚Ja, ich will!‘, ‚Lass es uns nochmal probieren‘ oder ‚Wir freuen uns, Sie zu einem Gespräch einladen zu dürfen‘ o.Ä.

BritenJemanden ablehnen oder auszugrenzen verursacht immer Leid!
Für den Abgelehnten sowieso. Doch langfristig auch für den Ablehner. Wir bekommen immer zurück was wir ausgesandt haben …
Deshalb sende ich Euch allen aus ganzem Herzen Liebe 🙂
– Auch den Briten! 😉

 

 

 


Ein Stich ins Herz

4. November 2013

Oder besser gesagt viele ‚Stiche ins Herz‘ erleben wir tagtäglich.
Und verrückter Weise von Menschen, die uns gar nichts Böses wollen!
Wie das?

Dass unser aller Kommunikation primär über Worte läuft, ist so selbstverständlich, dass wir uns nur wenige Gedanken darüber machen.
Unser Vokabular umfasst tausende bis zigtausende Worte.
Was davon aber, und wie, in unserem Inneren ankommt wissen oder bedenken nur wenige.

Stell Dir vor, wie wohl all diese vielen Worten entstanden sein mögen:
Je gebildeter wir wurden, je spezialisierter wir arbeiteten und kommunizierten, desto mehr Worte brauchten wir und entstanden.
Je historisch früher man den Sprachschatz erhoben hätte, desto weniger Begriffe hätte er umfasst.
Dieser ‚Wörter- Entwicklungsbaum‘ hat sicherlich irgendwann einmal mit einzelnen, damals wichtigen, Worten oder Lauten begonnen. Um sich in der Folge immer weiter zu verbreitern.
Genau genommen entspringt dieser Baum zwei ‚Kernen‘ bzw. Befindlichkeiten: ‚Es geht mir gut/ Ich fühle mich angenommen‘ und ‚Ich fühle mich schlecht/ nicht angenommen‘.

Nach der ‚paradise your life‘- Auffassung, die sich hier interessanterweise mit der modernen Hirnforschung deckt, wirkt das Gesagte weitaus einfacher und ursprünglicher auf uns, als wir gemeinhin denken.
Man könnte auch sagen, das Ur- Tier, die Urzelle steckt immer noch in jedem hochzivilisierten Menschen und reagiert dementsprechend (einfach).

Es ist also vollkommen egal, wie blumenreich oder ausführlich der Liebesschwur oder die Kündigung übermittelt wird. Unserem Befinden geht es ausschließlich darum, ob wir uns angenommen oder abgelehnt fühlen.
Wir nehmen also primär den ‚Ur- Wert‘ der jeweiligen Aussage – oder sogar der einzelnen Worte – wahr.

SynapsenDu kannst Dir das so vorstellen, dass jedes Kind, diese Sprachentwicklung der Menschheit im Kleinen nocheinmal durchläuft. Aus ersten Lauten, werden einzelne Worte, die wiederum um immer komplexere Begriffe erweitert werden.
Dabei sind die zuvor angelernten ‚Ur- Einteilungen‘ aber immer noch aktiv und ‚hängen‘ sozusagen an jedem neuen Begriff, an jedem neuen Wort dran.
Mit praktisch jedem Gedanken schwingt die Hirnzelle, die Synapsenverbindung für ‚Ich fühle mich angenommen‘ oder ‚Ich fühle mich abgelehnt‘ mit.

So wie beispielsweise für ein Kind ein Hund nach und nach erlebt, erschlossen und in neuen ‚Abschleck-‚, ‚Weich-‚, ‚Fell-‚, ‚rote Zunge-‚, Wau Wau-‚, etc. Gehirnzellen abgespeichert wird, so ’schwingen‘ bei jedem Erwachsenen immer noch beim Wort ‚Hund‘, beim Sehen eines Hundes, beim Hören eines Hundes, etc. all diese Eigenschafts- Nervenzellen mit.

Genauso wird bei jedem Wort eine der ursprünglichsten ‚Befindlichkeits- Zellen‘, also ‚Ich fühle mich angenommen‘ oder ‚Ich fühle mich abgelehnt‘, für eine zwar nur extrem kurze Zeit, aber dennoch anschwingen und das dazugehörige Gefühl aktiviert werden.

DAS sollte uns, die wir tagtäglich kommunizieren, bewusst sein!
Wir alle heben durch unsere Worte Menschen hoch oder stoßen sie emotional runter.
Jedes unserer Worte wirkt nachhaltig, macht etwas mit den Menschen.

Genauso unsere Gestik, Mimik, Körpersprache, Art der Tonformung …
Dies alles zusammengenommen, macht sogar mehr als der Wortanteil, nämlich ca. 80% unserer gesamten Kommunikation, aus.

Das heißt, jede Mimik, jede Geste, jede Bewegung macht etwas mit dem Gegenüber, nimmt ihn an oder lehnt ihn ab!

Ist man an einer angenehmen, wertschätzenden, menschlichen, herzlichen Kommunikation interessiert, kann man sich jedes Wort genau ansehen, wie es konnotiert ist und sich die negativ wirkenden abtrainieren bzw. durch positiv wirkende Begriffe ersetzen.
– Eine Mega- Aufgabe!
Auch könnte man sich vor den Spiegel oder Video- Monitor stellen und alle seine Gesten und Bewegungen auf ihre Ur- Wirkung hin untersuchen und sich die unangenehm wirkenden abtrainieren.
– Die nächste Mega- Aufgabe!

Aber was bliebe uns sonst anderes übrig!?
Weiterhin Menschen verletzen, obwohl wir das gar nicht wollen?
Nein! Den payoli- Baum der Erkenntnis nochmal durcharbeiten!
Damit lässt sich auch dieses Problem leicht lösen … 🙂