Trauer

6. November 2015

Wie wichtig meine Begriffe ‚Urur..sache‘ und der demnächst folgende ‚Urgrand‘ sind, wie wichtig meine Denkanstöße für die Menschen sind, zeigte sich mir erst kürzlich wieder, als der Journalist Johannes Kaup eine Radio- Reihe ‚Über das Trauern und den Umgang mit Verlusten‘ mit vielen Betroffenen, Trauernden und mit ‚hochkarätigen‘ Therapeuten, Sozialpädagogen, Begleitern, u.Ä. präsentierte.
Die Sendungen waren vollgestopft mit tragischen Verlusten und trieften förmlich vor Leid und Trauer. Nie und mit keinem Wort aber wurde erwähnt, dass JEDER all der vielen Tode

a) unnatürlich (viel zu) früh eintrat, – egal ob durch einen sinnlosen oder vermeidbaren Unfall, durch eine Zivilisationserkrankung oder durch den ’normalen Zivilisations- Frühtod‘, und dass
b) ALL unser Leiden und Trauern (‚bloß‘) kulturell konnotiert ist, dass immer und immer wieder ein völlig unnötig schmerzliches Gedankenkonstrukt von Generation zu Generation, von Mensch zu Mensch, weitergegeben wird.

Mit welchen Fehlprogrammierungen sich selbst hochintelligente Menschen ihr Leben ruinieren!
Was Kindern z.B. an Unsinn erzählt wird!
Was da an Zivilisations- und Kultur- geschaffenen Strukturen transportiert wird!
Alles nicht notwendig, alles entbehrlich.
Alles Kultur- ‚Leistungen‘ deren Sinn in längst zurückliegendem Dunkel liegt.
Diese vielen destruktiven Konstrukte gehörten längst hinterfragt, eliminiert und ersetzt, anstatt mit ihnen und läppischen Oberflächenpolituren weiterzuleben.
Dabei ist es egal ob es um ’normale‘ Ernährung geht, die krank und viel zu frühe Tode macht oder um ‚übliche‘ Trauer die bloß unsere zivilisationsbedingten Liebesdefizite spiegelt.

TränenVielleicht wird zumindest unser Trauer- Irrweg klarer, wenn wir dran denken, dass es Kulturen gibt, die lachen, feiern und fröhlich sind, wenn jemand die Daseinsebene wechselt.
Oder warum weint kein Tier!?
Ja, es ist sogar umgekehrt! Ich sah mal eine Doku, in der ‚weinende Elefanten‘ gezeigt wurden und prompt fanden die Menschen das rührend und schrieben diesen Tieren deshalb sofort ein Herz, eine Seele zu. – Bis sich rausstellte, bis gesagt wurde, dass das Drüsen sind, die unabhängig von Verlusten und Trauer tränenähnliche Flüssigkeiten absondern …     😉

Es gibt soviele schreckliche Dinge auf die wir uns dennoch freuen.
redball Bewegungs- und Freiheits- liebende Kinder freuen sich auf schulisches Stillsitzen, auf schulischen Zwang!
redball Menschen kaufen freiwillig, teuer und mit Begeisterung, sie krank- und kaputtmachende Substanzen.
redball Menschen sehen sich freiwillig Filme an die sie zum Fürchten und Weinen bringen.
redball Menschen zahlen für die Zufügung von Schmerz.
redball Menschen ziehen jubelnd in Kriege!
redball und, und, und …
Einzig, weil die Erwartungen darauf dementsprechend positiv konnotiert sind.
Der Tod aber, der eigentlich nichts besonderes ist, der allen gewiss ist, wird schmerzlich ‚gemacht‘!
Dabei: Wie bitte sähe es aus, wenn alle je Geborenen noch rumlaufen würden!?
Wie sähen unsere Entwicklungen und Fortschritte aus, wenn es keinen Tod gäbe!?

Ja klar, ist jeder Todesfall ein Verlust. Aber auch das ist doch hausgemacht, dass Verluste und Entbehrungen als schmerzlich empfunden werden. Durch unsere Mangel an Liebe (die wir durch nicht artgerechte Betreuung, von Kindesbeinen an, schon erleiden mussten) klammern wir uns lebenslang krankhaft an alles was uns guttut.
Ein völlig entspannter Mensch, der in sich und in der Liebe ruht, kann völlig entspannt durch die Welt und durch alle Zustände gehen. Für ihn ist jede Veränderung einfach eine Veränderung, eine Bereicherung; nicht mehr!

DAS alles müssten die Menschen m.E. erfahren!
Dass sie selber es sind, die (sich) das Leid machen!
Das förmliche Suhlen aber, in Trauer und Schmerz, wie es jetzt rund um Allerheiligen/ Allerseelen betrieben wird, treibt die Massen nur in die Arme der Beutelschneider und Seelenfänger. Das muss man schon auch so sehen!

Unglaublich auch, wenn man sich ansieht oder sogar misst WIEVIEL Energie, wertvollste Lebensenergie, uns dieses willkürliche Konstrukt kostet!
All dieses Leid, all diese Trauer, all dieser Energieverlust ist aber nur der fatale Endpunkt einer unseligen Zivilisations- Kette die mit unserem bzw. unserer Kinder völlig lieblosem und nicht artgerechtem Aufwachsen beginnt …

Jetzt aber genug mit diesem Thema!
Wie schön sind doch die jetzt gerade sterbenden, sich verfärbenden Blätter, die sich wandelnden Wälder und Wiesen. Wie herrlich ist doch das Verdecken der angenehm wärmenden Sommersonne durch märchenhafte Nebelschleier …    🙂

 
PS: Nachdem ich diesen Beitrag geschrieben hatte, radelte ich zu meiner ‚herzallerliebsten‘ Gärtnerei. Dort erzählte mir eine Dame, dass sie mit ’sozial ungewöhnlichen‘ Kindern, so gerne die Gärtnerei und die angeschlossenen Ställe besucht oder die Kinder mit ihrem Therapiehund besucht. Besonders die türkischstämmigen Kinder würden ganz wunderbar aufblühen durch den Natur- und besonders Tierkontakt. In deren Kultur sind Tiere unrein und absolute ‚Unterwesen‘. Um so mehr genießen diese Kinder das Knuddeln, Angreifen oder auch nur Zusammensein mit den Tieren …
‚Tja‘ denke ich mir, ‚Das passt sehr gut zu meinem Trauer- Text. So baut sich jede ‚Kultur‘ die Dinge, an denen sie dann leiden, die sie entbehren, ‚dürfen‘ …     😉

Da ist es doch besser, Du hältst es mit:
paradise your life!     🙂

 

 

 


Zu ‚Allerheiligen‘ …

1. November 2015

… weiß Wikipedia, dass es ein Feiertag ist ‚zu dem aller Heiligen gedacht wird – auch solcher, die nicht heiliggesprochen wurden − sowie der vielen Heiligen, um deren Heiligkeit niemand weiß als Gott‘.

Da mir das Denken der Menschen immer schon etwas ‚zu kurz‘ war, möchte ich auch heute an diese letzte, völlig unbeachtete und für ‚Gläubige‘ vermutlich sogar als Ungläubige eingestufte Gruppe erinnern. An die, ‚um deren Heiligkeit niemand weiß als Gott‘!

Ganz zu Beginn dieses blogs hab ich einmal von der ‚Wannenkurve‘ geschrieben.
Sie zeigt, wie Menschen ‚ticken‘: Erst machen sie in ihrem Eifer alles zu verbessern, zu rationalisieren, alles kaputt. Danach treten sie dann als große Reformatoren, Retter, Rückbauer und auch Heilige auf.

Vom heiligen Martin z.B., zu dessen Feier demnächst wieder tausende wunderschöne unschuldige Gänse ermordet werden ‚müssen‘, wird ehrfürchtig berichtet, dass er seinen Mantel mit einem Bettler teilte. Davon, dass er aber aus ‚bestem Hause‘ stammend zuvor anderen soviel weggenommen hatte, dass es Bettler überhaupt erst gab, spricht niemand.
Das ist ein Beispiel der Wannenkurve, der Zivilisation. Erst sündigen, dann beichten. Erst ruinieren, dann aufbauen. Erst sich krank essen/ leben, dann zum Doc rennen. Erst Streit vom Zaun brechen, dann es bedauern. Erst Kriege erklären, dann die Gefallenen beweinen …

Hl. RehDas Gute: Die Wesen die sich so blöd verhalten machen global ohnehin nichtmal 0,01% aus! Es sind die Menschen, – mit all ihren Heiligen! 😉

Die, die erst gar nix kaputt machen, die ihr Leben so leben wie Gott/ wie die Evolution es für sie vorgesehen hat, kommen in unserer Denkwelt kaum vor. Es sind aber genau die Heiligen ‚von deren Heiligkeit nur Gott weiß‘.
Es sind all die Tiere und Pflanzen und die fast schon gänzlich ausgerotteten, missionierten, zivilisierten ‚einfach lebenden Ethnien‘.

An sie und daran WIE einfach, unkompliziert und paradiesisch auch unsere Leben sein könnten, möchte vielleicht heute, zu Allerheilige‘ die/ der eine oder andere denken …

 

 

 


Allerheiligen/ Allerseelen

1. November 2013

Allerheiligen

Wieder einmal gedenken wir der Toten, werden von Medien und Pfarrern an unsere eigene Endlichkeit erinnert.
Wieder möchte ich an diesen Tagen daran erinnern, dass unser aller Endlichkeit viel zu kurz ist, selbstverursacht verkürzt wird bzw. wir uns unser Leben verkürzen und erschweren.
Daran erinnern, dass wir durch unsere unparadiesische und nicht artgerechte Lebensweise wunderbare Lebensjahre – ja nichteinmal ‚verschenken‘, sondern – wegwerfen. Dass wir uns durch vermeintlich Gutes unendlich viel Schmerz, seelisch wie körperlich, aufladen.

Das alles müsste nicht sein! Unsere verstorbenen Lieben könnten noch am Leben sein, könnten sich bester Gesundheit erfreuen, könnten mit uns und in Liebe sein!
– Wenn wir bereit wären, die Geschenke des Lebens, wenn wir nur bereit wären das Paradies anzunehmen, wie es für uns vorgesehen ist, wie es uns geschenkt wurde …

Doch noch einen Aspekt dieser Gedenkzeit möchte ich heute beleuchten:
Der Tod ist, trotz allen Schmerzes, den er auslöst, ein starker Motor für unser aller Entwicklung.

a) Wir alle heute Lebende verdanken unseren Vorfahren eine Millionenjahre lange Entwicklung und dadurch unser heutiges so Sein, gesellschaftlich, technisch und biologisch.
Das bedeutet für viele ein Geschenk, einen Vorteils-/ Vorsprungs- ‚Sockel‘ auf den wir durch unsere Geburt gestellt wurden, ohne unser Zutun.
Natürlich kann man darin auch eine Altlast der vergangenen Irrtümer sehen …

b) Der zweite, eher übersehene Aspekt des ‚Motors Tod‘ ist die Tatsache, dass viele Entwicklungsschritte erst DURCH den Tod möglich wurden und werden. Da Weiterentwicklung oft erst durch das Abtreten einer (erstarrten) Generation möglich ist.
Aber auch innerhalb unserer Leben werden viele Abschlüsse, Ziele, Projekte erst durch den Termindruck vor Abgabetermin erreicht. Das kann man auch über die Lebensspanne hin beobachten. Wenn es dem Ende zugeht, hört man all die ‚Es wäre noch soviel zu sagen gewesen‘, ‚Das hätte ich noch gern gesehen‘, ‚Soviel wäre noch zu tun gewesen‘ …

Warum dieser Torschlusspanik- Effekt?
Hätten wir vielleicht gar noch etwas zu lernen?
Existiert der Tod vielleicht gar nur mehr deshalb, um uns zu lehren, dass wir das Leben besser nutzen sollten, dass wir flexibler sein sollten?
‚Müssen‘ etwa gar die alten Erstarrten nur deshalb weg, weil sie der Weiterentwicklung im Wege stehen, weil sie zu unflexibel für das Neue sind?
‚Müssen‘ wir etwa gar nur deshalb so früh sterben, weil das Schicksal durch unsere Erstarrt- und Fixiertheit keine Möglichkeit mehr sieht, uns all die noch vorhandenen Schönheiten zu präsentieren?

Ich kann und will keine Antworten auf diese Fragen geben, weiß, spüre und erlebe aber tagtäglich, dass das Leben es gut mit uns meint und uns weitaus mehr anbietet als wir bereit sind anzunehmen …
Vielleicht denkt die Eine oder der Andere gerade heute daran, sich mehr als bisher, sich mehr als üblich, sich mehr als ‚denkbar‘ vom Leben zu nehmen, offener zu sein.
– Um damit vielleicht sogar dem Tod ein Schnippchen zu schlagen … 😉

 

 


Gedenken/ Gedanken

1. November 2011

Auch wenn Allerheiligen der Gedenktag der Heiligen ist, sind unsere Gedanken wohl eher bei unseren lieben Verstorbenen.
Es ist wunderbar, wenn wir sie immer noch in unseren Herzen tragen, ihrer gedenken, uns ihrer Verdienste, ihre Vorarbeit für uns, ihrer Leiden, Unglücke und Verirrungen gewahr sind.
Dieser Tag könnte aber auch in einem ganz anderen Sinne für uns nützlich, für die Menschen erhellend und hilfreich sein:

Warum mussten unsere Eltern, Großeltern, vielleicht sogar Geschwister oder Kinder so früh gehen? Wir haben ein Geburtsrecht für ca. 120 glückliche und gesunde Jahre. Warum mit 60, 70 oder 80 schon sterben?
Warum nicht bis zum letzten Tag fit und gesund sein?
Warum die letzten Jahre in Schwäche, vielleicht sogar Siechtum, in Schmerzen, in Krankenhäusern, mit Medikamenten, mit dumpfen Gedanken und in depressiver Aussichtslosigkeit verbringen?

Ist das nicht ein sinnvollerer, ein perspektivenreicherer und positiverer Denkansatz für diesen Tag?

Wieso nehmen wir soviele Krankheiten, Probleme, Unpässlichkeiten so widerspruchslos hin? Warum finden wir uns damit ab, Jahrzehnte unseres Lebens zu verschenken, Jahrzehnte zu früh abzutreten? Jahrzehnte zu früh krank, schwach, perspektiven- und nutzlos zu werden?

Ich sag Dir die Antwort: Weil wir es nicht besser wissen. Weil unsere Eltern, Großeltern es nicht besser wussten.

Doch spätestens JETZT weißt DU es!
Du brauchst es bloß noch umzusetzen!
Du brauchst bloß noch richtig zu leben!
Du brauchst Dich bloß ‚artgerecht‘ zu ernähren.
Du brauchst Dich bloß ausreichend zu bewegen.
Du brauchst bloß ’schön‘ zu denken.
Du brauchst Dich bloß in Liebe in eine Gemeinschaft einzufügen.
Du brauchst bloß ein Egoist im positiven Sinn zu sein.
Du brauchst bloß gut zu Dir zu sein.
– Und damit wirst Du automatisch glücklich und gesund bleiben und 120 werden.
– Auch hast Du damit Deinen Nachkommen viele, viele unnötige und traurige Besuche am Friedhof oder im Krankenhaus erspart … 😉