Eine neue Erde

8. November 2018

Weißt Du wie unsere Erde aussähe, wenn ‚bloß‘ jeder umsetzen würde, wofür er in der Lage ist?

Sie wäre ein Paradies!
Ja! Es klingt unglaubwürdig. Doch es stimmt!
Niemand mehr müsste krank, arm oder unglücklich sein!
Keine Plackerei, keine öden Bürostunden mit alljährlichem Gebettel um Urlaub.
Keine weinenden Kinder, keine vereinsamten Alten mehr.
Keine Gifte, Müllberge, Kriege, kein Stress, keine Staus, kein Gehetze, kein Frust.

Ja, nichts weniger als ein Paradies, in dem für jedeN gesorgt wäre, wäre dieser Planet.
Und nicht durch viel Arbeit sondern durch ein einfaches Umlegen eines kleinen Schalters in unseren Köpfen. Durch unser bloßes Sein …
Alle Voraussetzungen wären längst vorhanden.
Wir bräuchten ihnen bloß ’nachzukommen‘ …

 

 

 


Längst überfällig …

7. Juli 2016

… für unser Paradies- Thema hier ist wohl dieses schon etwas angestaubte aber immer noch geniale Erich Kästner- Gedicht:

 

Die Entwicklung der Menschheit

Einst haben die Kerls auf den Bäumen gehockt,
behaart und mit böser Visage.
Dann hat man sie aus dem Urwald gelockt
und die Welt asphaltiert und aufgestockt,
bis zur dreißigsten Etage.

Da saßen sie nun, den Flöhen entflohn,
in zentralgeheizten Räumen.
Da sitzen sie nun am Telefon.
Und es herrscht noch genau derselbe Ton
wie seinerzeit auf den Bäumen.

Sie hören weit. Sie sehen fern.
Sie sind mit dem Weltall in Fühlung.
Sie putzen die Zähne. Sie atmen modern.
Die Erde ist ein gebildeter Stern
mit sehr viel Wasserspülung.

Sie schießen die Briefschaften durch ein Rohr.
Sie jagen und züchten Mikroben.
Sie versehn die Natur mit allem Komfort.
Sie fliegen steil in den Himmel empor
und bleiben zwei Wochen oben.

Was ihre Verdauung übrigläßt,
das verarbeiten sie zu Watte.
Sie spalten Atome. Sie heilen Inzest.
Und sie stellen durch Stiluntersuchungen fest,
daß Cäsar Plattfüße hatte.

So haben sie mit dem Kopf und dem Mund
Den Fortschritt der Menschheit geschaffen.
Doch davon mal abgesehen und
bei Lichte betrachtet sind sie im Grund
noch immer die alten Affen.

 

 

 


Windeln für alle!

12. September 2012

Babys quietschen – zumindest wenn man der Windelwerbung glaubt – in ihren – natürlich Wegwerf – Windeln vor Vergnügen.
Alte Menschen hassen ihre Windeln, die sie fallweise im Alter brauchen.

Was liegt dazwischen?

Zum Einen ein ‚falsches‘ Leben. Ein Leben, dass durch Bewegungsmangel, Sexmangel, falsche Ernährung zur Inkontinenz führte.

Zum Anderen zwei völlig konträre Denkmuster. Einerseits – als Baby – die Nichtbewusstheit des Problems, dass Ausscheidungen verschmutzen.
Andererseits – als AlteR – das übertriebene Schuldgefühl durch die Ausscheidungen schmutzig zu sein.
Zweiteres ließe sich ändern!
Erinnere Dich: ‚Es ist wie es ist, sagt die Liebe‘

Jetzt die gute Nachricht:
Beides entsteht und ist in unserem Kopf!

Wir können auch dauergesund und damit Ausscheidungs- kontinent leben.
Und wir können unsere gewohnte Hygienewelt relativieren. Wir können mit Genuss in die Badewanne pinkeln, uns keine Gedanken über Flecken am Laken machen. Wir können unsere Ausscheidungen in ’neuem Licht‘ sehen; sie sind ein Teil von uns, ein Teil unserer (guten) Ernährung.
Und/ oder wir können unsere Inkontinenz (die mit gesunder Ernährung olfaktorisch ‚halb so schlimm‘ ist) leben bzw. sie als Teil unseres Alters, unseres So- Seins sehen.

Also, Du siehst, soviel Unterschied ist gar nicht zwischen Baby und Greis.
– Beide könnten glücklich sein … 😉

 


Alters- Starrheit/ Steifheit

15. November 2010

Wer schon mit älteren Menschen zu tun hatte oder ein guter Beobachter ist, weiß, dass ältere Menschen in der Regel versteifen. Ihre Bewegungsradien schränken sich ein, ihre Bewegungen werden langsamer und wirken beschwerlicher.
Das kann man als unabwendbare Altersbegleiterscheinung sehen, was falsch und schade wäre oder man könnte auf mehr Sport, Gymnastik, etc. setzen, was zwar eine, aber nicht die beste Möglichkeit wäre.
Denn Sport ist
a) bloß eine meist sehr reduzierte und wenigdimmensionale Bewegungsmöglichkeit und
b) wird der Erfolg immer wieder von der Überwindung des ‚inneren Schweinehundes’ abhängig gemacht.

Besser ist es u r s ä c h l i c h an das Problem heranzugehen!
Warum werden ältere Menschen ungelenkiger! Warum versteifen und erstarren sie?
Weil sie sich weniger bewegen!
Warum bewegen sie sich weniger?
Weil sie weniger Aufgaben wahrnehmen?
Warum nehmen sie weniger Aufgaben wahr?
Weil sie weniger Antrieb, weniger Interessen, weniger Aufgaben und nicht zuletzt weniger Visionen und Träume haben!
Und warum haben sie weniger Zukunftsträume?
Weil sie sich durch das Beispiel der anderen Alten und deren frühe Tode begrenzt sehen!

Paradiesisch lebende Menschen aber, erreichen Alter von 120 Jahren bei bester Gesundheit!
Mit dem Pensionsantritt steht man erst in der Lebensmitte bzw. hat ein halbes Leben vor sich! Man kann Pläne schmieden und lang verschobene Projekte mit Elan in Angriff nehmen.

Und! – Seeehr wichtig!
Man ist gut beraten, seine eigenen, meist nicht wahrgenommenen Begrenzungen und Gewohnheiten, die uns sowohl geistig erstarren, als auch in der Folge körperlich versteifen lassen, zu verlassen und sein Denken und Tun zu verbreitern.
Dazu gibt es keine bessere Strategie als das Ego, die eigenen (alteingefahrenen) Bedürfnisse zu verlassen und sich an der Vielfalt Anderer zu orientieren, andere Menschen bei ihrem Tun zu unterstützen, mit anderen Menschen mitzumachen.
Nur das eröffnet die Vielfalt in Denken und Bewegen die unseren unbegrenzten Möglichkeiten gerecht wird!
Selbstlosigkeit und Interesse an anderem nützt also uns selber am allermeisten … 😉

 


Stell dir vor (4)

18. Mai 2010

Ja, stell dir vor, nimm Dir Zeit und denk Dich in folgende Welt rein:
Stell dir vor, eine Gesellschaft, in der Krankheiten völlig unbekannt sind. Alle Wesen leben so, wie es ihre Körper verlangen. Damit sind sie optimal fit, um praktisch alle ‚Erreger- Angriffe’ abzuwehren und dauerhaft gesund zu bleiben.
Es gibt und braucht weder Krankenhäuser, noch Pillen oder Ärzte, denn es gibt weder Zahn- noch Kopfschmerzen, Geburten verlaufen natürlich und leicht, Kinder weinen nicht mehr und Alte werden nicht gebrechlich sondern verabschieden sich nach dem Abschluss ihres Lebensbogens friedfertig und gesund in eine andere Welt.
Als eines Tages einige aus widrigen Umständen oder Experimentierfreude beginnen, ihre natürlichen Bedürfnisse und Impulse zu missachten, nach Ersatz- oder modischeren Angeboten zu greifen, schwächen sie damit zwar ihre Körper, doch sind diese immer noch stark genug, um nicht sofort reagieren zu müssen, zu erkranken.
Bald finden sich, wie bei allen Neuerungen, Nachahmer dieser ‚modernen’ Lebensweise und Unnatürliches wird zur unbeachteten Gewohnheit. Mit Fortschreiten dieser neuen ‚Mode- Belastungen‘ müssen die damit bedrängten Körper versuchen, irgendwie zu entgiften.
Dadurch wird nun vermehrt geschwitzt, mehr gestunken, die Nasen rinnen, die Frauen beginnen zu bluten, Kinder husten, Insektenstiche schwellen plötzlich an.
Doch die Zeiten der absoluten Gesundheit liegen nun schon Generationen zurück und sind längst vergessen. So werden diese kleinen Unpässlichkeiten zu Selbstverständlichkeiten und nach einiger Zeit zu Krankheiten, die es ‚nun einmal gibt’.
Dass es sich um Winke, um Rettungs- und Entgiftungs- Aktionen der Körper handeln könnte, kommt niemandem mehr in den Sinn.
Heiler treten auf den Plan. Diese können zwar nicht oder nur kurzfristig helfen, machen sich aber sehr beliebt, da sie Heilungs- Hoffnungen nähren und von, vielleicht doch noch vorhandenen, Resten von Selbstverursachungs- ‚Schuld’ freisprechen. Die neuen, nun wahren Schuldigen – sagen sie – sind, erst böse Geister, später dann böse Erreger. Jedenfalls aber werden die Schuldigen ins bequem patientenentlastende Außen verlegt.
Die so, bald beliebten, als unentbehrlich angesehenen Heiler merken bald, dass wirkliche Gesundheit bzw. eine Rückkehr zum alten System sie ihre angesehene und bestdotierte Position kosten würde. Damit ‚muss’ Krankheit nun endgültig zu einem unentrinnbaren, unbeeinflussbaren Schicksal werden … (wird fortgesetzt)