Lernstörungen bei Kindern

7. September 2015

Tja, die Ferien sind vorbei!
Der Schul- Terror beginnt wieder!
Schon in aller Früh musste ich heute im Radio die Ankündigung der Sendung ‚Lernstörungen bei Kindern‘ hören.
In dieser unsägliche Radiodoktor- Sendung, die regelmäßig den sonst so wunderbaren Sender Ö1 verseucht, werden sich, wie immer Montags, vorgeblich Hochkarätige diesmal über Kinder erheben die nicht genauso ticken wie die kranke Gesellschaft es gerne hätte.

Was bitte sollen L E R N S T Ö R U N G E N sein!?
Das, in dieser Gesellschaft erwünschte, erwartete und geforderte nicht zu lernen, es nicht zu verstehen, ist eine Adelung! Das zeigt, dass es noch Kinder gibt die sich zumindest Hauche eines Lebensgefühls erhalten haben. Kinder, die sich noch nicht platt machen ließen.
Man sehe sich nur die imposante Reihe der höchst prominenten Schulverweigerer und Schulabbrecher an! Von Einstein bis zum André Stern. Oder die grenzgenialen Kinder der Schetinin- Schulen die sich selber und gegenseitig unterrichten und es in 2 Jahren zur Maturareife bringen!
Und das Wichtigste: SELBER denken!

SchuleIn unseren Staatsschulen mit ihren vorgestrigen Frontalunterrichten, ihrem sinnlosen Gepauke, mit ihren manipulativen Gleichschaltungen aller, zu versagen ist wunderbar! Das gibt dem lebendigen Leben eine Chance!
Denn was ist zu erwarten von einem Leben, das Schule erfolgreich abschloss? Karriere, Geld, Arbeit!
– Aber kein L e b e n !    😉

Was haben diese ‚Hochkarätigen‘ denn geschafft und geschaffen!? Eine Welt der Zerstörung, der Unterdrückung!
Wie sonst können sich Akademiker, deren Karriere nichts anderes zeigt, als dass sie sich bisher genug gebückt und wenig selber gedacht haben, glauben, dasselbe nun mit anderen tun zu können?
Wie bitte kann jemand angeblich so Gebildeter übersehen, welche Wunderwesen uns mit jedem Kind geschenkt werden!?
Wer sagt, dass nur eine Art zu sein und zu lernen gut, und alles andere eine ‚Störung‘. ist!?
Ist das wirklich erstrebenswert Kinder durch eine Mangel zu drehen, die solche präpotenten Menschen hervorbringt?

Doch wir sind im ‚paradise your life‘- blog. Wir gucken einfach in die Natur, die es noch geben wird, die noch paradiesisch sein wird, wenn es all diese Professoren und Doktoren längst nicht mehr gibt:
Jedes Wesen ist willkommen, ist ein Geschenk und eine Bereicherung für alle.
Ich ließe mir sehr gern vom ‚größten Dummkopf‘ das Leben retten, wenn er besser schwimmt, wenn er kräftiger, emphatischer oder unerschrockener wäre als ich …    😉

Wir haben ja eine überaus seltsame Situation in dieser Welt. Alles kann man sein, alles darf man zu anderen sagen. Nur nicht dumm sein oder jemanden dumm heißen!
Schwach sein, ein Mitläufer und Wendehals zu sein ist ok. Selbst notorische Lügner sind hochangesehen und werden immer wieder gewählt. Aber wehe, Du nennst solch einen einen Idioten!
Rücksichtslose legen die steilsten Karrieren hin. Das wird bewundert! Aber dumm, nein dumm darfst Du nie sagen, dass die sind!
Wir sind, aus mir unerfindlichen Gründen total Intelligenz- fixiert. Und so sehen auch unsere Schulen, so sieht auch unsere Erziehung, aus!
Dabei: Unsere Welt war noch nie so ungerecht, brutal, verschmutzt und instabil wie heute.
All unsere Katastrophen von den Kriegen bis zu den Müllbergen sind verursacht von den Geistes- Eliten in ihren Labors und Büros.

Diese paar ‚unintelligenten‘ Gedanken will ich allen Schulanfängern, Eltern und Lehrern mitgeben ins neue Schuljahr …    😉

 
PS: Ich hab in fast allen besuchten Schulen nur ‚Einser‘ gehabt. Und ich hab‘ weitaus länger gebraucht all diesen gelernten Unsinn zu durchschauen und abzuwerfen als meine Schulzeit dauerte. Erst danach war ich wirklich erfolgreich und glücklich.
Und heute noch: Wenn immer ich noch Probleme an mir entdecke und sie mir ansehe: Es sind Relikte aus dieser unsäglichen Schul- und Zivilisationszeit.

Morgen ein Beitrag wie Du wirklich lernen kannst!

 

 

 


„Wenn Du anfängst …

14. Mai 2011

… Dich für manche Dinge zu interessieren und die Zeit und die Energie frei zur Verfügung hast, ist das Interesse eigentlich ein Strom, der nicht zu bremsen ist“ sagt André Stern, der nie eine Schule besuchte und heute dennoch höchst erfolgreich im Leben steht.

Er ist ein weiteres lebendiges Beispiel dafür, dass die Natur immer das Richtige tut, dass unsere, für so wichtig genommenen Zivilisations- Errungenschaften, wie hier die Schule, höchst entbehrlich sind.
In seiner Freizeit lernte André Stern von sich aus Tanz, Literatur, Gitarrenbau und mehrere Sprachen. Heute lebt er als Musiker, Komponist, Journalist und erfolgreicher Autor in Paris – und ist selbst Vater eines Sohnes, der nie zur Schule gehen wird.
Bei einer internationalen Konferenz in der Wiener Hofburg erzählte er vor Hunderten von ZuhörerInnen von seiner Kindheit ohne Schule, ohne Leistungszwang, ohne Benotung:
„Guten Tag. Ich heiße André, ich bin ein Junge. Ich esse keine Bonbons und ich gehe nicht zur Schule.“ So lautete der Standardsatz, mit dem der kleine André Erwachsenen begegnete, die ihn auf der Straße ansprachen und wissen wollten, warum er denn an einem Vormittag nicht in der Schule sei. „Schulen zwängen Kinder in ein Korsett, das für die meisten zu eng ist und das viele krank macht“, sagt André Stern. „Kinder lernen gern – wenn man sie in Ruhe lässt“.
„Ich hätte gar nicht zur Schule gehen können“ fügt er mit einem Zwinkern hinzu. „ Ich war viel zu beschäftigt!“
Der kleine André lernt früh die Grundkenntnisse der Fotografie, er interessiert sich für den Bau und die Funktion von Kameras, er ist fasziniert von der Arbeit mit Metall, der Arbeit mit einem Imker an Bienenstöcken, dem Lesen geliebter Bücher und dem Schreiben, bei dem er den Stil von Marcel Proust zu kopieren versucht. Er beschäftigt sich mit Autos, Flugzeugen, Lokomotiven und entwickelt selbst gewagte Modelle und Konstruktionen. Nach einer Ausstellung über Ägypten lernt er Hieroglyphen zu entziffern. Angeregt durch eine Radiosendundgen, in der er Worte wie „Supernova, Galaxis, Spiralnebel, Lichtjahre“ hört, beschäftigt er sich intensiv mit der Astronomie.

Der junge André geht in all diesen Jahren in keine Schule und ist doch ständig am Lernen. Sein Unterricht sieht anders aus. Fasziniert vom Klang der Gitarre, wird der junge André zum Musiker und zum kundigen Instrumentenbauer.
„Kinder nehmen das Spiel ernst“, sagt sein Vater Arno Stern. Er selbst hat die Bedürfnisse seiner Kinder auch als Vater ernst genommen, weder Sohn André noch Tochter Delphine wurden in eine Schule geschickt. Sie wurden auch nicht zu Hause von den Eltern unterrichtet. Arno Stern und seine Frau Michelle vertrauten darauf, dass das Lernen bei Kindern auch anders geschehen kann, und zwar in großer Freiheit.
Ein Wort ist ihnen dabei besonders wichtig, ein Schlüsselwort für alle Beziehungen: Vertrauen. – ‚Unter anderem auch in die Natur’ möchte ich hinzufügen!
Heute lebt André Stern mit seiner Familie Tür an Tür mit seinen Eltern in einem „Großfamilienverbund“, wie er sagt, in Paris und auf dem Land.