Vorwärts, es geht zurück!

24. Oktober 2022

Sieht man sich die diversen Klimawandel- Diskussionen an, fasst man es einfach nicht, wie undenkbar der heutigen Generationen ein kleiner Schritt zurück erscheint.
Da werden die alten AKW’s wieder ‚aufgewärmt‘, da werden Apps erfunden die zwar mehr Energie verbrauchen, aber beim Energiesparen helfen sollen. Da werden immer neue Produkte – anstatt weniger – angeboten, die den Klimawandel abwenden sollen …

Bitte, wie sehr muss das ‚Vorwärts‘ gepusht und das ‚Zurück‘ verteufelt worden sein, um diese heutige Bescheuklappung zu erzeugen!?

Es bräuchten doch bloß alle so zu leben, wie ihre Oma und es gäbe absolut kein Klimaproblem mehr!
War es gar so schlimm, wie diese vorige oder vorvorige Generation lebte?
Wer noch die Gelegenheit hat, setze sich doch einmal mit solchen ‚Alten‘ zusammen und lasse sich erzählen!

Diese Leute waren weitaus näher ‚bei sich‘, lebten absolut ‚qualitätsvoller‘, als wir heute!
Wir werden doch von all diesen Profiteuren, Konzernen, Wissenschaftern … nur mehr immer weiter und weiter getrieben, ohne noch Zeit zu finden den Sinn des Ganzen zu hinterfragen!

Sieh doch einmal genau hin! Was bringt Dir jede neue PC-, Handy-, Auto- … Generation?
Noch mehr Energieverbrauch, noch mehr Abhängigkeit von Konzernen, noch mehr Lebenszeit die uns ‚weggefressen‘ wird, noch mehr Geld, das uns – in immer kürzeren Intervallen – ‚abgesaugt‘ wird!

Wenn ich meine Kindheitserinnerungen rekapituliere, wie meine eine Oma liebevoll ihr Gemüse umsorgte, was die andere Oma für eine Freude mit ihren Hühnern hatte, wie der eine Opa bis ins hohe Alter und mit Begeisterung herrlich duftendes Holz hackte, der andere Opa, jede freie Minute mit seltener Hingabe Trompete übte, könnten mir die Tränen runterrinnen …
Unglaublich wie sehr diese Menschen noch ‚ihr‘, und wie sehr wir heute ‚fremde‘, Leben leben!
– Na so ein Zufall aber auch, dass gerade diese kranken Lebensformen auch noch das Klima ruinieren

Wär nicht eben ein Freund vorbeigekommen, der meinte: ‚Vor und zurück ist doch so einfach und selbstverständlich wie bei der Vorhaut‘, hätt ich keine passende Illustration gefunden     


 
 
 


Die Homöopathie- Pilz

3. Juni 2019

Unzählbar, wie oft ich schon den, ich nenn‘ ihn, Mikado- Effekt beobachten musste.
Solange Mikadostäbchen von der Hand gehalten werden, liegen sie automatisch parallel, platzsparend und geordnet. Kaum lässt man sie fallen, entwickeln sie immer neue, immer hochkomplizierte Unordnungs- Muster, die unmöglich vorauszusehen sind und deren Auflösung den Spielern alles abverlangt, sich oft aber auch als unauflöslich herausstellt.

Nimmt man die ordnende Hand der Natur weg, verhält es sich mit dem Leben, mit der Gesundheit, mit dem Glück, ebenso; all die bestimmenden Faktoren geraten durcheinander und bilden oft unauflösbare Probleme und Erkrankungen.

Nur eines von vielen Beispielen in diesem bereits verfahrenen Bereich des Gesundheitssystems ist die Homöopathie.
Kaum zu sagen ob die Befürworter oder Gegner die leidenschaftlicheren sind. Selten absurd aber, dass die Österreichische Ärztekammer Homöopathie- Ausbildungen anbietet, während Wiens Patientenanwältin aber sogar den Verkauf dieser Präparate verbieten lassen will.
Besonders pikant, dass eine ehemalige Grün- Politikerin, die für diese Bevormundung der Patienten eintritt!

Mir geht es – siehe Mikado- Effekt – in dieser Frage, wie in der Impf- Frage: NUR Impfungen zu verweigern ist ein bisserl wenig!
Doch wer artgerecht lebt, braucht, meines Erachtens, nichteinmal einen Gedanken an dieses Thema zu verschwenden.

Detto Homöopathie! Ein wirklich schwieriges Thema, wenn man ersteinmal schon feststeckt in diesem ‚Mikado- Gewirr‘!
Einerseits mutet es tatsächlich seltsam an, Wirkungen von derartig ‚bis-ins-Nichts-verdünnten‘ Wirkstoffen zu erwarten.
Andererseits mehren sich Schadstoff- Studien, die zeigen, dass gerade in Winzdosis- Bereichen die wahren Gefahren lauern. Auch vielen Psychotherapeutischen Disziplinen wird ihre Wirkung zuerkannt, obwohl diese gar keine Substanzen übertragen.
Oder der Placebo- Effekt! Nichts außer Zucker und dennoch, abhängig von der jeweiligen Erkrankung, sind unterschiedlich hohe Heilungsraten nachgewiesen.

In einem kürzlich besuchten Vortrag über Schadstoffe in Nahrungsmitteln und Kosmetika, warf die vortragende Chemikerin insoferne selber das Handtuch, dass sie auf eine bald online- gehende App verwies, die nach Einlesen des Produkte- Barcodes ampelfarbig die Belastung durch dieses Produkt anzeigen würde.
Leute, gehts noch!? Erst durch Abstimmung an den Kassen, in den undurchdringlichen Mikado- Dschungel stolpern, um sich dann auf die undurchschaubaren Mechanismen einer App zu verlassen!?

Puuuuuhhhhhhh! Was bin ich froh, mir das (fast) alles zu ersparen …