Ein kleiner Nachtrag …

21. August 2021

.. zum kürzlich hier besprochenen ‚Wir machen alles blöd‘:
Nicht nur unsere

Medizin
Ernährung
Bildung
Weltsicht
Toleranz
und, und, und,

auch unser heutiges


gesellschaftliche Verhalten und
Demokratieverständnis

sind eindeutige Verschlechterungen gegenüber denen unserer Vorfahren.
– Man müsste noch die zeitliche Grenze finden, ab wann und eventuell warum es ‚bergab ging‘     

Doch für das hochentwickelte und erfolgreiche Zusammenleben früher Indigener möchte ich hier mit nur ein paar Zitaten Raum schaffen:

Unser Bild vom kärglich-harten Steinzeitleben muss vollständig revidiert werden. Ja, es ist vielmehr die heutige Gesellschaft, in der die Knappheit ein institutionalisiertes Wirtschaftsprinzip darstellt! Im Gegensatz zur zivilisierten Welt, wo ein riesiger Teil der Bevölkerung jeden Abend hungrig ins Bett geht, kennen traditionell lebende Jäger und Sammlerinnen wie die Kalahari-Buschleute oder die australischen Aborigines Hunger höchstens als eine außergewöhnliche, bald vorübergehende Erscheinung, die so gut wie niemals lebensgefährliche Ausmaße annimmt.
https://oya-online.de/article/read/195.html

Ich habe mich in den letzten 18 Jahren fast ausschließlich mit dem praktischen und theoretischem Studium „primitiver“ Kulturen beschäftigt. Primitiv heißt in dem Kontext: Menschen, die erdverbunden und gemeinschaftlich zusammen leben und ihr Leben meist größtenteils als Jäger und Sammlerinnen gestalten. Diese „Primitiven“ brauchten ca. 3,5h Arbeitszeit pro Tag, um ihre Grundbedürfnisse zu erfüllen und widmeten sich dann der Entspannung, dem Spiel, dem Gesang, den Kindern und der Gemeinschaft.
Bastian Barucker, ‚Das große Gesetz des Friedens‘

Das Wissen steckt im Tun
Kalani Souza (Hawaianischer Ältester)

Unsere Führungspersönlichkeiten wurden darin geschult Menschen mit Visionen zu sein und jede Entscheidung im Interesse der kommenden 7 Generaitonen zu fällen. Sie sollten Mitgefühl und Liebe für die ungeborenen Generationen haben…
… Wir lebten zufrieden unter dem großen Gesetz des Friedens. Uns wurde gelehrt Gesellschaften zu gründen, die auf den Prinzipien Freiheit, Fairness, Gerechtigkeit und auf der Kraft des guten Verstandes fußten. Unsere Gesellschaft basieren auf großartigen demokratischen Prinzipien, der Autorität der Menschen und gleichwertige Verantwortlichkeit von Männern und Frauen. Es war ein großartiges Leben auf dieser Schildkröteninsel und Frieden mit Respekt war überall.

Oren Lyons (Indianischer Glaubenshüter)

Auch Marx und Engels wussten noch um diese idealen Lebensformen:

Alles läuft reibungslos ab und das sogar ohne Soldaten oder Polizei. Ohne Adelige, Könige, Gouverneure, Präfekte, Richter, Gefängnisse und Gerichtsverfahren. Jeglicher Streit wird von allen Beteiligten geklärt – kein bisschen unserer ausgedehnten und komplizierten Administrationmaschinerie ist notwendig. Es gibt keine Armen und Bedürftigen. Alle sind frei und gleichberechtigt – auch die Frauen.


Wenn ich über mein Leben nachdenke, denke ich daran, wie das Land mir mein Leben geschenkt hat. Ohne das Land der Okanagan, ohne das Volk der Sylix und all die Verwandten, die auf diesem Land leben, ohne jedes einzelne Ding, das mein Volk aufrechterhält, wie Nahrung, Medizin, Kleidung und Obdach, ohne all die Dinge, die uns umgeben, die mich umgeben, wäre ich nicht.
Jeannette Armstrong (Literatin, Lyrikerin und Gründerin des indigenen Informations- und Bildungszentrums)

Nicht zuletzt waren auch Matriarchate bei frühen Ethnien üblich:

Nie war Gerechtigkeit perfekter und nie war die Zivilisation höher entwickelt als unter dem Matriarchat. Unter diesem System erreichte die Gesellschaftswissenschaft ihre weltweit höchste Form.
New York Evening Post (September 1875)


 
 
 


Arbeitszeitverkürzung …

1. Mai 2014

Arbeitszeitverkürzung… passend zum heutigen Tag der Arbeit:
Immer wieder kreuzt dieses Arbeitszeitverkürzungs- Thema unseren Weg.
Zahllose sehnen sich danach, hoffen auf eine baldige Lösung, erträumen sich bereits was sie tun würden mit dem Plus an Freizeit.
Natürlich wäre eine Arbeitszeitverkürzung ohne Einkommensverlust auch längst überfällig, bei den enormen Rationalisierungen die in den letzten Jahrzehnten gelungen sind.
Diese Arbeitszeiten, die uns jetzt Maschinen abnehmen nutzen nur sehr wenige für sich bzw. genießen diese Errungenschaft.
Um welche Größenordnungen geht es bei den angesprochenen ‚politischen‘ Arbeitszeitverkürzungen? Meist um eine Reduktion von 40 oder 38,5 Stunden auf 35! Also um schlappe 10- 13%! Und diese Lappalie schleppt sich schon seit Jahrzehnten durch die Medien und Parlamente!

Was würdest Du sagen zu einer Arbeitszeitverkürzung um, sagen wir, 90%? Also statt 40 Wochenstunden nur mehr 4 Stunden. Wär‘ das ein Riesengeschenk für Dich? Wär‘ das ok für Dich?
Kein Problem!

Überleg mal, dass Brennessel zum Beispiel 40 mal mehr Vitamin C und 50 mal mehr Kalzium haben als Blattsalat.
Um Dein hart erarbeitetes Geld kaufst Du Dir aber derzeit noch Salat.
Pflückst Du Dir Brennessel, brauchst Du davon
greenball 40- 50 mal weniger als vom Salat, und noch dazu sind
greenball Brennessel gratis zu haben.

Klar gibst Du nicht Dein ganzes Geld für Salat aus. Doch wie mit den Brennesseln funzt es auch mit über 1000 essbaren Wildkräutern aus der freien Natur!
Du kannst locker den größten Teil Deines Speisezettels gratis beziehen. – Und brauchst nicht auf die Spitzen- Gastronomie zu warten, die eben dabei ist die Wildkräuter zu entdecken, sie aber ohnehin nur zerkocht und dennoch Schweinegeld für diesen neuen Hipe verlangt.

Wenn Du diesen blog aufmerksam verfolgst, wirst Du schon gesehen haben oder noch sehen, dass all der Klimbim den wir uns um Geld leisten zwar zum Geldverdienen zwingt, aber nicht glücklich macht.
Die Dinge, Situationen und Menschen, die uns wirklich zufrieden und glücklich machen, die unser Leben bereichern sind für Geld nicht zu haben!

Was also sollte Dich hindern, Deine Arbeitszeit nicht pipifax und dann doch wieder nicht oder nur politisch geringfügig, sondern wirklich und massiv zu verkürzen? 😉

PS: Selbst wenn Du Dir Dein Gemüse selber ziehst, um weniger Geld und damit weniger Job zu brauchen, kannst Du das aus Spaß an der Freude gerne tun. Aber rationeller als all das Umgraben, Mulchen, Jäten, etc. ist das Sammeln … Einfacher, gesünder und abwechslungsreicher sowieso.