K E I N …

23. Juni 2020

… ich betone KEIN Mensch wird heute mehr erwachsen, der NICHT traumatisiert ist!
Ja, befasse Dich mit Psychologie, mit Entwicklungspsychologie, lies Bücher von Hirn- und/ oder Kindheits- Forschern.
Diese Katastrophe ist nicht wegzuleugnen, sie ist kein Diskussionsthema, sie ist Fakt.
Ja, lies Gerald Hüther, Michael Hüter, Arno Stern, Bruno Bettelheim …, lies was immer Du über Kinder finden kannst!

Es ist ABSOLUT ‚WASSERDICHT‘ und und unverrückbar erwiesen:

Nicht EIN Mensch noch, der geistig, emotional und sozial gesund wäre!

DAS muss allen klar werden!
Auch wenn Kranke sich selber nie als krank sehen …
Ja, das hättest Du Dir wohl nie träumen lassen, hm?
Was wir lächelnd von den Leuten in der Klapse behaupten, dass sie sich selber für normal halten, trifft plötzlich auf uns alle ebenfalls zu.

Keine wirkliche Liebe, keine echte Lebensqualität, keine wahren Zuwendungen, keine Zeit für heutige Kinder, und, und, und …
Und das alles halten wir für normal, da wir es nicht anders kennen!
Es verhalten sich ja schließlich auch all die Anderen ebenso.

Was hab ich nicht alles, eben deswegen, vor vielen, vielen Jahren durchlitten, als ich den Verdacht hatte, mit rohköstlicher Ernährung könnten praktisch alle meine Probleme Geschichte sein! Es kochen, braten und backen doch alle! Alle gehen Essen, allen schmeckt es, alle sind doch gesund und normal … usw. usf.
Auch ich konnte es nicht glauben, dass sich dennoch alle falsch verhalten, sich schaden, sich runterziehen, sich das Leben verkürzen, ihre Stimmungen dämpfen, sich krank essen …
Und dennoch ist es so, dennoch tun es alle!
Nicht nur in der Ernährung und dem heutigen Kinder- Thema. Nein, in mehr Lebensthemen, als wir denken bzw. uns vorstellen können passiert genau das tagtäglich.

Was sehen Menschen und auch die Kinder heute in Filmen, in der Nachbarschaft, in der Verwandtschaft …?
Ausschließlich Vorbilder in Sachen Geld und Erfolg!

In keiner Schule wird noch Bildung, geschweige denn Herzensbildung, vermittelt!
Ausschließlich Disziplinierung und Erziehung zum Leistungsträger, die dieses bestehende Kinderelend auch noch der nächsten Generation fortsetzen werden!

NIEMAND! Ich wiederhole: NIEMAND kann diesen Wahnsinn sehen, NIEMANDEM fällt auf, wie sehr Kinderquälerei, ebenso wie Tierquälerei unsichtbar, jedoch selbstverständliche ‚Normalität‘ geworden sind!

Und jetzt sag ich etwas, wofür Du mich vielleicht für verrückt oder irreal religiös halten wirst. Vielleicht aber auch bringt es Dich dazu, zu sehen, was ich sehe:

Sieh Dir unvoreingenommen unbeeinflusste, spielende Kinder, sieh Dir Kinderlachen an:

    Uns werden ständig in Form der Kinder Engel geschenkt und geschickt!

    Massen von Engeln!
    Engel, die unsere Leben, die diese Welt ändern, in ein Paradies verwandeln, könnten.
    – Sofern WIR von IHNEN lernen würden!

Und was tun wir mit diesen Engeln!? …
Wir er-ziehen sie!
Wir disziplinieren sie!
Wir zerren sie auf unser erbärmliches Niveau herunter!
Wir machen sie zu Leistungsbringern, zu solch erbärmlichen Hamsterradläufern, wie wir es sind …

 

 

 


„Wenn Du anfängst …

14. Mai 2011

… Dich für manche Dinge zu interessieren und die Zeit und die Energie frei zur Verfügung hast, ist das Interesse eigentlich ein Strom, der nicht zu bremsen ist“ sagt André Stern, der nie eine Schule besuchte und heute dennoch höchst erfolgreich im Leben steht.

Er ist ein weiteres lebendiges Beispiel dafür, dass die Natur immer das Richtige tut, dass unsere, für so wichtig genommenen Zivilisations- Errungenschaften, wie hier die Schule, höchst entbehrlich sind.
In seiner Freizeit lernte André Stern von sich aus Tanz, Literatur, Gitarrenbau und mehrere Sprachen. Heute lebt er als Musiker, Komponist, Journalist und erfolgreicher Autor in Paris – und ist selbst Vater eines Sohnes, der nie zur Schule gehen wird.
Bei einer internationalen Konferenz in der Wiener Hofburg erzählte er vor Hunderten von ZuhörerInnen von seiner Kindheit ohne Schule, ohne Leistungszwang, ohne Benotung:
„Guten Tag. Ich heiße André, ich bin ein Junge. Ich esse keine Bonbons und ich gehe nicht zur Schule.“ So lautete der Standardsatz, mit dem der kleine André Erwachsenen begegnete, die ihn auf der Straße ansprachen und wissen wollten, warum er denn an einem Vormittag nicht in der Schule sei. „Schulen zwängen Kinder in ein Korsett, das für die meisten zu eng ist und das viele krank macht“, sagt André Stern. „Kinder lernen gern – wenn man sie in Ruhe lässt“.
„Ich hätte gar nicht zur Schule gehen können“ fügt er mit einem Zwinkern hinzu. „ Ich war viel zu beschäftigt!“
Der kleine André lernt früh die Grundkenntnisse der Fotografie, er interessiert sich für den Bau und die Funktion von Kameras, er ist fasziniert von der Arbeit mit Metall, der Arbeit mit einem Imker an Bienenstöcken, dem Lesen geliebter Bücher und dem Schreiben, bei dem er den Stil von Marcel Proust zu kopieren versucht. Er beschäftigt sich mit Autos, Flugzeugen, Lokomotiven und entwickelt selbst gewagte Modelle und Konstruktionen. Nach einer Ausstellung über Ägypten lernt er Hieroglyphen zu entziffern. Angeregt durch eine Radiosendundgen, in der er Worte wie „Supernova, Galaxis, Spiralnebel, Lichtjahre“ hört, beschäftigt er sich intensiv mit der Astronomie.

Der junge André geht in all diesen Jahren in keine Schule und ist doch ständig am Lernen. Sein Unterricht sieht anders aus. Fasziniert vom Klang der Gitarre, wird der junge André zum Musiker und zum kundigen Instrumentenbauer.
„Kinder nehmen das Spiel ernst“, sagt sein Vater Arno Stern. Er selbst hat die Bedürfnisse seiner Kinder auch als Vater ernst genommen, weder Sohn André noch Tochter Delphine wurden in eine Schule geschickt. Sie wurden auch nicht zu Hause von den Eltern unterrichtet. Arno Stern und seine Frau Michelle vertrauten darauf, dass das Lernen bei Kindern auch anders geschehen kann, und zwar in großer Freiheit.
Ein Wort ist ihnen dabei besonders wichtig, ein Schlüsselwort für alle Beziehungen: Vertrauen. – ‚Unter anderem auch in die Natur’ möchte ich hinzufügen!
Heute lebt André Stern mit seiner Familie Tür an Tür mit seinen Eltern in einem „Großfamilienverbund“, wie er sagt, in Paris und auf dem Land.