Mein Wohlstands- Regulativ

16. Januar 2012

Wir leben in unseren Breiten hier in einer so wunderbar reichen bis wahnwitzig verschwenderischen Gesellschaft und merken das oft gar nicht.
Ich bin seit Jahrzehnten begeisterter Ökodenker und kritischer Betrachter unseres Tuns und bemühe mich redlich, zumindest meinen Konsum- und Verschwendungswahn in Grenzen zu halten.
Manchmal gelingt es, manchmal misslingt es, – leider!
Doch hab ein ganz wunderbares Regulativ und Erinnerungs- Medium: Eines meiner Kinder lebt in Äthiopien zwischen ‚bescheiden‘ und ‚paradiesisch‘, meines Erachtens aber stets zufrieden. Seine Nachrichten rücken mein Weltbild nur zu oft wieder zurecht.
Ich möchte Euch heute einen kleinen Ausschnitt eines seiner mails nicht vorenthalten, in dem er vom heurigen Weihnachtspaket schreibt, das seine Mutter sicherlich für ganz normal gehalten, und nur gut gemeint, hat:

ich musste stundenlang yenu und nachbarn erklaeren was denn das alles ist und wozu es gut ist – aber bei einer riesigen spieluhr versteht das niemand. und was ich auch schade fand ist, dass man in aethiopien nirgens ein email-kochgeschirr bekommt; immer nur die ultraduennen rohaluminium-toepfe. und da bekomme ich 4 christbaumgeschmuecke die emailiert sind und temperaturen von ueber 1000 grad standhalten und fast das haerteste material auf der welt darstellen – und ich nicht weiss was ich machen soll damit (ohne weihnachtsbaum) und wir weiterhin aus unseren 50cent zerkratzten farblosen aluminiumreindln essen.
und was ich mit hunderten winzigen goldengerln machen soll weiss ich bis heute nicht – und sollte mir irgendwann irgendwas einfallen so versteht das hier in asella sicher niemand *ggg*

 


Straßen, einmal anders

26. Februar 2011

(Reisebericht Äthiopien)

So sieht eine durchschnittliche Straße in Asella (Äthiopien) aus:

Eine andere:

Noch eine:

Straße ‚voll‘ (religiöse Prozession):

Und noch eine kleinere:

 


Das ist eine …

26. Februar 2011

(Reisebericht Äthiopien)

Äthiopische ‚Straßen’- Brücke (in Asella, 130.000 Einwohner- Stadt):


Das auch:
Man sieht’s auf dem Foto leider nicht, aber auf einer Seite der Brücke ist eine 30cm-, auf der anderen eine ca. 1m- Stufe zur ‚Straße’

 


Waaaahnsinn!

24. Februar 2011

(Reisebericht Äthiopien)

Soooo schön!!!
Ich war heute in einem – naja, kein Restaurant, kein Cafe ….
Es hat gewirkt wie privat eingeladen, in so einem ‚Ur- Häuschen’, dessen Wände mit Erde und Kuhdung verschmiert sind, bin selten liebenswürdig aufgenommen und bedient worden (inkl. Führung zur Kuh, die gleich im Nebenraum ‚wohnt’ ein süßes Kalb und unglaublich wohlschmeckende Milch hatte).
Jaja, ich weiß, das ist nicht vegan! Aber ich musste einfach kosten …
Ich hab da endlich einmal ein sensationell gutes Inschara bekommen.
Auch das Interieur war selten fremd aber heimelig und für uns höchst originell.
Die Wände dunkel- aber strahlend blau, die Decke gestreifte (Plastik-)Stoffbahnen, die Stühle, Tische und ‚Theke’ dunkelrot gestrichen, am Boden war Heu ausgestreut und auf den Tischen lagen sehr attraktive Blätter die angeblich gegen Fliegen wirken.
An der Rückwand des ca. 3 x 4 m- messenden Raumes, neben der ‚Theke’ saß auf einem Polster am Boden die Chefin vor einem Tablett mit Kaffeetassen und einem Kohlekocher, auf dem sie das Kaffeewasser erhitzte. Neben ihr, kontrapunktisch präzise ein relativ moderner, weißer Kühlschrank!

Das Inschara war mit Häufchen von gekochtem Kohl, roter (Paprika) Linsen- Sauce, eingelegtem Kraut und frischem Kuhkäse, und Zwiebel- Tomaten ‚beladen’.
Bei der Führung sahen wir auch den Inscharar und gleich daneben den Brot- Ofen.

Alles wie seit Steinzeiten verwendet, aus einfacher Erde mit Kuhdung gebaut, modelliert und gebrant.

Ich hoffe, gemeinsam mit den Fotos könnt Ihr Euch ein halbwegs gutes Bild von dieser absolut faszinierenden Szene machen …

 


Vulkan

19. Februar 2011

(Reisebericht Äthiopien)

Wir leben hier ca. 6 km von einem erloschenen Vulkan. Vielleicht schaff ich es ja noch auf den Kraterrand hochzukommen. Von den Einheimischen hier dürfte noch kaum jemand oben gewesen sein, da sie mich bei Nachfragen völlig ungläubig ansehen und behaupten es gäbe keine Straßen oder Wege dorthin …