Sie machen Dich kaputt (2)

22. Juni 2021

Auf Grund einer Nachfrage, hier ein kleiner Trick etwas mehr aus unserer Spannungs- Schieflage, in mehr Entspannung zu kommen. Er ersetzt natürlich NICHT Änderungen unserer Lebensweise!   

Unser Nervensystem unterteilt sich in einen anspannenden (sympathischen) und entspannenden (parasympathischen) Teil.

Von unseren 12 Hirnnerven zum Beispiel zählen 8 zum sympathischen und nur 4 zum parasympathischen, also entspannenden, Nervensystem.

Alle diese Nerven können auch von Muskeln stimuliert werden und beide Gruppen sollten möglichst immer in Ballance gehalten werden.

Klingt kompliziert ist aber höchst einfach, wenn bzw. indem man ‚paradiesisch‘ lebt    

Und/ oder auch mit diesem Trick:

Nicht zufällig wird die heilige Silbe OM der Hindus und Buddhisten durch 3 Vokale ‚durchgesummt‘. Die Selbstlaute A und U erreichen durch ihre Muskelspannungs- Muster und besonders durch das stimmliche Vibrieren eine Stimulation einiger parasympathischen Nerven, u.a. den Vagusnerv, einem dieser 4 parasympathischen Gehirnnerven.

Also tief durch die Nase in den Bauch einatmen und länger summend/ singend ausatmen. Das ganze wiederholend und mit möglichst langen Einatemzügen und Ausatemsummen (max. 5 Zyklen pro Minute).

Du brauchst also – na, so ein Zufall aber auch! – bloß gutgelaunt vor Dich hinsummen und schon entspanntst Du Dich und es geht’s Dir gut!     


 
 
 


Zungenstellungen

5. April 2021

Es ist ein so kleines Detail und hat dennoch massive und breitbandige Auswirkungen: Die Zungenstellung bzw. -lage.

WIE entspannt eine Zunge sein kann, sieht man, natürlich wieder einmal an der Natur, konkret z.B. am Herunterhängen der Hundezungen.

Achte einmal auf Deine Zunge, darauf wie angespannt oder entspannt sie ist. Auch in unterschiedlichen Situationen! Die Zunge ist ein sehr guter Indikator für Anspannungen und Stress.

Also erstens: ent-spannen

Zweitens: Wo sollte die Zunge liegen?

Nicht zufällig wissen Meditierende, dass die Zunge an den Gaumen gehört. Auch wenn es kaum jemand so macht, sollte die Zungenspitze den Gaumenbereich hinter den oberen Schneidezähnen berühren.

Falls Du diese Kleinigkeit für unwichtig bis läppisch hältst, darf ich Dir sagen, das Auswirkungen auf den GANZEN Körper hat.

Es verbessert die Atmung und damit die Sauerstoffversorgung, indem es die Nasenatmung aktiviert.

Es harmonisiert die Energieflüsse, indem Energiebahnen geschlossen werden.

Es harmonisiert den ganzen Mundbereich, indem es Zahnfehlstellungen verhindert bzw. rückbildet.

Es entspannt die Kiefermuskulatur, was sich positiv auf das Rückgrad fortpflanzt.

Es erweitert den Mundraum, was zu einem größeren Kieferbogen führt.

Auch wenn es unglaublich klingt: Es entängstigt und harmonisiert auch Bewegungen, Schriftbild, Denken, Sprachfluss, etc.

Viele Leute finden Kinder mit ständig leicht geöffnetem Mund, oft sogar noch nasal sprechend, süß. In Wahrheit sind das Anzeichen für – ernährungsverursachte – verstopfte Nasen und schädlicher Mundatmung. Sehr oft ist das der Beginn von, siehe oben, Zahnfehlstellungen und/ oder zahlreiche Folgeprobleme.

Auch dieser scheinbar kleine Zungen- Aspekt ist ein wunderbares Beispiel dafür, wie ganzheitlich und ‚vernetzt‘ unser Körper zu sehen ist. Alles wirkt auf alles!


 
 
 


Natur und Kultur

5. September 2019

Wir bestehen und bewegen uns zwischen den Antipoden ‚Natur‘ und ‚Kultur‘, sind ein Mischwesen aus beidem.
Sieht man sich aber unsere heutigen Leben, unsere Lebensweisen an, bestehen diese aus praktisch nur Kultur.
Wir stellen ganztägig Kulturgut her und wertschätzen überwiegend Kunst, Wissenschaft, Fortschritt, Design, etc.
Ich möchte heute darstellen wie absurd aber diese unsere Realitäts- Verzerrung ist.

Wir sind ca. 175 cm groß, davon hat unser Kopf, unsere Stirn einen Anteil von nur 10 %.
Wir wiegen ca. 75 kg, unser Gehirn keine 1,5 kg.
Unser Lebensraum, die Erde hat einen Durchmesser von 12700 km, unser Wirkanteil, also die höchsten Gebäude, unsere Flughöhen, unsere tiefsten Tauchgänge beschränken sich auf schlappe 16 km.
Wir leben seit ca. 4000 Millionen Jahren Natur pur, unsere ‚letzte kulturelle Jahre‘ messen kurze 100.000 Jahre, also 0,0025 %.
Recht deutlich zeigt auch der Aufbau unseres Gehirns was Sache ist. Der älteste Teil und ‚Kern‘ unseres Gehirns ist das Kleinhirn, das direkt am ‚Verteilungsstrang‘ aller Informationen, am Rückgrad sitzt. Es steuert geschätzte 99% all unserer Lebensfunktionen, wie Atmung, Herzschlag, Reflexe, Hormonsteuerung, Temperatursteuerung, Gefühle, Intuition und vieles, vieles mehr.
Darüber wölbt sich, ich möchte fast sagen aufgeblasen groß, das Großhirn, mit dem wir denken, kreativ, logisch, rational arbeiten.
Die Liebe, zum Beispiel, die so sehr unser Leben bestimmt, ist nur ein winzig kleiner Aufgabenteil des Kleinhirns, obwohl das Großhirn Bibliotheks- Kilometer an Literatur darüber verfasste …

So sieht es mit all unserem Tun aus. Wir ‚kultivieren‘, im Sinne von ‚mickymaus- verbiegen‘, längst Bestehendes und essenziell Wichtiges. Wobei unser Kultivieren aber völlig überschätzt wird. Unser Fokus ist einfach so selbstverliebt auf die Ameise gerichtet, dass wir den Elefanten auf dem sie rumläuft gar nicht sehen.
Ja, noch viel extremer! Wir sehen durch unsere selbstverliebte Fehlfokussierung nicht mehr den Naturanteil, dem wir unser Leben, unsere Gefühle, unser Glück, … praktisch alles verdanken.
Oder umgekehrt, der heutigen Realität noch näher: Wir sehen nicht mehr, wie sehr und wie kriminell wir tagtäglich gegen unsere Natur verstoßen. Deshalb besteht genau besehen der Großteil unseres Lebens im Reparieren unserer Verstöße. Wie sonst wäre es möglich, dass ‚dumme‘ Tiere alles lebenslang Gesunderhaltende und glücklich Machende arbeitsfrei genießen, wir mit unserem Fortschritt aber mehr und länger arbeiten denn je und trotz allen Fortschritts kränker sind denn je!?

Oder nocheinmal anders, als Bild, durchaus dem obigen Bild vergleichbar: Wir stehen auf einem unermesslich riesigem Berg. Doch anstatt uns über seine Größe und die vielen Geschenke zu freuen, ‚wursteln‘ wir ständig verändernd an seiner Oberfläche rum; als würden wir einzelne Steine des Ötschers oder Watzmanns glattpolieren müssen …

 

 

 


Du verhungerst schon nicht!

25. März 2019

Wusstest Du, was man heute u.a. aus der Weltraumforschung weiß?
Dass wir (auch) durch unsere Atmung – nicht nur mit Sauerstoff – versorgt werden?
Wir syntetisieren praktisch aus dem Luft- Stickstoff unsere Eiweiß- Bausteine!
Das heißt, wir könnten das gängige Bild der unbedingt über die Nahrung aufzunehmenden, essenziellen Aminosäuren anzweifeln, wenn nicht sogar vergessen! Denn diese Proteine sind schlicht und einfach Stickstoff-, um nicht zu sagen ‚Luftverbindungen‘! Denn unsere Atemluft enthält 78% Stickstoff.

Konkret nehmen wir allein durch die Atmung täglich ca. 20 g Stickstoff auf, aus dem wir 110 g Eiweiß produzieren könnten. Für bodybuilder zuwenig! Für Paradieslinge genug!

Was man dazu allerdings braucht, ist eine gute Körperhaltung, richtiges Atmen und ein funktionierendes Mikrobiom, was im ‚Paradies‘ aber eine Selbstverständlichkeit ist!