Aufarbeiten, Aufarbeiten, Aufarbeiten

28. Februar 2018

Aufarbeitungen historischer Fehlverhalten allerorten!
Alles bestens, müsste man meinen.
Mitnichten!
Was heute unter ‚Aufarbeitung‘ läuft ist ein erbärmliches Winzstückchen des ganzen Notwendigen und ein Winzwinzstückchen einer möglichen allumfassenden Harmonie und Liebe, nach der aber, wir alle uns sehnen.

Was tun wir beim Aufarbeiten?
Meist bloß mehr oder weniger objektiv darstellen was war.
Als Sahnehäubchen wird fallweise dann noch entschuldigt! Das ist aber auch schon das Maximum des Denkbaren!

Und was tut ‚Entschuldigen‘?
Es ent-schuld-igt ganz buchhalterisch, stellt also bloß den Zuvor- Zustand wieder her. Doch auch dieser hing ja schon schief! Denn wie sonst hätte es zu den Differenzen, zum ‚letzten Unrecht‘ kommen können!?

Das heißt, all unser Aufarbeiten, Entschuldigen, ja sogar alle Schadenersätze stellen bloß ein altes Unrecht wieder her!

Von dort aber müssen wir weg, müssen noch weiter zurück gehen in dieser schier endlosen Unrechts- und Unbewusstheitskette.
Wir müssen weiter, und weiter, viiiel weiter zurück! Zu immer kleineren Unrechten, immer kleineren Verletzungen. Wir müssen sensibler und sensibler werden …
Wir dürfen uns nicht zufriedengeben mit einer ‚kleinen‘ (Scheinbar-)Lösung!
Wir müssen groß denken, großzügig denken, größer als wir es uns noch vorstellen können!
Wir müssen paradiesisch, wir müssen in unvorstellbaren Liebes- Dimmensionen denken!
Erst dann, erst dort, an diesem noch virtuellen Harmonie- Ort, werden wir diese winzig kleinen Verletzungs- und Unrechts- Viren wahrnehmen und vermeiden können, aus denen immer größere Unrechte, immer schrecklichere Rachen entstanden und aus denen der heutige Riesenberg an Vergeltungen, Verletzungen, Kämpfen, Unrechtsschmerzen, und, und, und angehäuft wurde.

Also auch beim Thema Aufarbeitung gilt:
paradise your life!

Natürlich wird es auf diesem ‚Weg zurück‘ immer wieder Situationen geben, in denen man meint: ‚Es reicht!’/ ‚Irgendwann muss doch Schluss sein!‘.
Ja, das sind ganz einfach die uralten Erinnerungen und Sehnsüchte nach den alten Paradieszeiten, in denen alles in Harmonie war.
Trotz dieses Gefühls ist das Stoppen auf dem Weg keine Lösung …

 

 

 


Vergewaltigt (2)

9. Juni 2016

Manche mögen sich gefragt haben was mein kürzlich veröffentlicher Vergewaltigungs- Artikel mit dem Paradiesleben zu hat.
Nicht viel, außer dass es in paradiesischen Leben natürlich keine Gewalt, keinen Zwang, keine Vergewaltigungen gibt.

Was ist aber darstellen wollte, waren

a) meine ‚Natur- Gedanken‘ dazu, die es viel zu selten auch anderswo zu lesen gibt, und

b) ich habe auf einem ‚unmöglichen‘ Forum einen 10(!)- teilgen detailierten Bericht über die Folgen einer Vergewaltigung gelesen bzw. streckenweise nichtgelesen, weil es fast unerträglich war.

femvisionDer Absolute Wahnsinn dran: Alles passierte ausschließlich in den Köpfen der Beteiligten!
Diese ‚Aufarbeitung‘ ist nach einem Horror- Jahr in dem dutzende Menschen zusätzlich in diesen Leid- und Grauslichkeiten- Strudel reingezogen wurden, noch immer nicht abgeschlossen. Verwandte müssen Psychopharmaka nehmen, sind in Therapie, Beamte, Therapeuten, Gerichte, Fachverständige wurden bemüht … Ein unvorstellbarer ‚Rattenschwanz‘ an Folge- Folgen!

Und die Betroffene?
Hätte sie eine andere Einstellung a la ‚Aufstehen, Krone zurechtrücken, weitergehen‘ gehabt, wären auch ihr Monate an verschenkter Lebenszeit, an peinlichen Konfrontationen, an Frechheiten und Ungerechtigkeiten erspart geblieben, die alles nur noch schlimmer machten.
Das soll weder heißen, dass derartige Taten zu entschuldigen sind, noch dass die Frau ’schuld‘ war. Es sollte bloß jedermensch sich in jeder Situation darüber im Klaren sein, ob ein Weitermachen, ein Rächen, ein Recht-Bekommen, und, und, und sich dafürsteht oder nicht.
Diese Überlegung geht weit über das Vergewaltigungsthema hinaus. Die Beispiele der seit Jahren im Rechtsstreit liegenden Verwandten oder Nachbarn sind Legion. Steht sich das echt dafür?
Die vielen, vielen Leute die ihr Leben lang abnehmen, zu Rauchen aufhören, wollen. Steht sich das dafür?
Das oft partnerschaftslange ‚Nörgeln‘ über die immer gleichen Kleinigkeiten. Steht sich das wirklich dafür?
Wäre ein ‚Schnitt‘ nicht oft besser? Könnten wir nicht sogar lernen daraus? Lernen, gewisse Dinge anders zu sehen.

Auch das gehört zur ‚Joki Kirscher- Weisheit‘! Man sollte Gedanken- Lenkung üben bevor man sie braucht!