Auto vor Kindern

15. Mai 2013

„Wir sind in eine Struktur eingebaut, die auf das Auto passt, aber nicht mehr auf den Menschen.
Bei Kindern kommt diese Wertehaltung am deutlichsten zum Ausdruck. Die Menschen geben Geld für das aus, was sie für wertvoll halten. 15 Prozent der Haushaltsausgaben werden im Schnitt für das Auto ausgegeben, knapp 11 Prozent für Kinder.
Prof. KnoflacherEltern ist das Auto wichtiger als ihre Kinder.
In unserer Zeit der schnellen Verkehrsmittel haben sie auch weniger Zeit für ihre Kinder, dafür arbeiten sie etliche Wochen pro Jahr für ihr Auto. Das erhöht auch das Bruttonationalprodukt (BNP), wohingegen die Zeit, die sie ihren Kindern widmen, keinen Beitrag leistet und daher wertlos ist.
Schon wertvoller sind bezahlte ‚Ablagestellen‘, Kinderkrippen für Babys, weil sie den Eltern die Möglichkeit geben, sich so schnell wie möglich wieder in den ‚Arbeitsprozess einzugliedern‘.
Das wird als sozialer Fortschritt bezeichnet, obwohl es fast immer der Beginn einer meist lebenslangen Käfighaltung ist.
Dass der Großteil der Bevölkerung, seit es Autos gibt, de facto unter gefängnisähnlichen Bedingungen aufwächst und lebt, ohne schuldig oder gefährlich zu sein, ist aber kaum bewusst. Wenn wir durch die Stadt fahren, passieren wir unsichtbare Gefängnismauern, hinter denen sich die Fußgänger auf Gehsteigen zu bewegen haben. Ausgang bekommen sie nur an besonders dafür markierten Stellen, häufig noch durch Signallichter zeitlich dosiert. Ausbrüche können leicht tödlich enden, vor allem für Kinder.
Kinder sind ja wegen ihrer Unberechenbarkeit allgemeingefährlich, weshalb man sie in den Wohnungen und beim Spielen in Gitterkäfigen halten muss, damit die Autofahrer ungehindert herumtoben können.
… In der Bauordnung wird zwar kein Kinderzimmer bei einer Wohnung vorgeschrieben, aber es wird bei jeder Wohnung ein Abstellplatz für Autos vorgeschrieben.“

All diese teilweise verblüffenden Wahrsätze und absurden Tatsachen habe ich dem Buch ‚ZURÜCK ZUR MOBILITÄT‘ des wunderbaren Professor Hermann Knoflacher (Wiener Verkehrsexperte) entnommen.

 


Der Regenbogen ist tot!

20. November 2012

Schon Johann Wolfgang von Goethe erkannte:

Wär nicht das Auge sonnenhaft,
Die Sonne könnt es nie erblicken …

und meinte damit, dass all unser Sehen und Leben sich unter unserer Sonne entwickelt und sich ihr angepasst hat.
Jedes Kind ist begeistert von den Farben des Regenbogens:

Die neue Farbspektralverteilung aber sieht so aus:

Das ist die Farbverteilung der EU- erzwungenen Energiesparlampen.
Es werden damit nicht nur unsere Augen betrogen, sondern uns auch noch der Großteil der Farben vorenthalten; Farbenklau sozusagen.
Dazu kommt noch, dass Sonnenlicht kontinuierlich scheint, die Glühbirne schon leicht (100 mal pro Sekunde) blinkte, die Sparlampe aber völlig unregelmäßig flackert. Auch wenn unser Auge zu träge ist, dies wahrzunehmen, sind diese Schwankungen sehr wohl in unseren Nervenbahnen nachweisbar und stehen sogar im Verdacht Stress auszulösen.

Was wollen wir uns eigentlich noch alles antun!?

Das Auge bekommt nicht, was es braucht. Denn Film, TV- Bild und elektrische Beleuchtung flackern und blinken was das Zeug hält.

Das Ohr bekommt nicht was es braucht. Denn Radio und CD sind längst digitalisiert und damit ebenso zerhackt wie das Licht.

Der Verdauungstrakt und Geschmackssinn bekommt nicht was er braucht. Denn der Würzbetrug ist essentieller Teil unserer Kulinarik.

Unsere Nase bekommt nicht was sie braucht. Denn künstliche Aromen sind nicht nur allgegenwärtig und ähnlich ‚lückenhaft‘ zusammengestellt wie Kunstmusik, sondern verfälschen uns so ziemlich das ganze Leben.

Unsere Haut bekommt nicht was sie braucht. Denn wir sind rund um die Uhr durch unsere Kleidung von der Umwelt isoliert und von Klimaanlagen thermostiert.

Unsere Muskeln bekommen nicht was sie brauchen. Denn wir ziehen es vor, es bequem zu haben.

Selbst unser Gehirn bekommt nicht mehr die Aufgaben, die es bräuchte. Denn wir haben ja Computer und Handys …

Hauptsache das Auto kriegt das Bezin und die Waschmaschine den Strom, den sie brauchen!

WIR funktionieren ja auch mit den falschen Inputs!
– Glauben wir !!! 😉

 


Gesundheit als Zugabe

9. November 2012

Lange schon schreibe ich diesen blog. Noch länger bemühe ich mich mit meiner Natur Pur- Seite und noch länger im ‚real life‘ den Menschen die Natur, die Gesundheit, das Glück, das Paradies, ja sogar Reichtum zurückzugeben.

Dennoch werde ich primär als ‚Gesundheits- Apostel‘, oft sogar als ’spartanischer Gesundheits- Guru‘ gesehen.
Dabei – es ist so verrückt! – würde ich all das, was ich weitergebe und propagiere nie und nimmer tun, wenn es ausschließlich einer Lebensverlängerung oder Erkrankungs- Unterdrückung dienen würde.
Der Witz ist: Das Leben wird mit ‚paradise your life‘ um sovieles schöner, einfacher, genussvoller, tiefer, bunter, lebendiger …
Und sozusagen als Draufgabe, als Sahnehäubchen, gibt’s dann auch noch lebenslange Dauergesundheit dazu!

Ich würd’s sogar umdrehen:
Nichteinmal wenn man durch Kochen, Bürositzen, Autofahren, etc. gesünder würde, was ja ohnehin falsch bis absurd ist, würde ich mir das nochmal antun.

Ich erlebe jetzt soviel so intensiv und schön, dass ich absolut kein Verständnis mehr habe für Menschen, die ihre wunderbaren Leben nicht nur in dampfenden und ölspritzenden Küchen, sondern später dann in Krankenhäusern vergeuden.

Mir hat kürzlich jemand allen Ernstes erzählt, dass er auf seine Kuren und Rehabilitationen nicht verzichten möchte und deshalb seinen derzeitigen Lebenswandel beibehalten wird.
Bitte, was muss das für ein ‚armes‘ Leben sein, wenn Kuraufenthalte unverzichtbare Bereicherungen darstellen, denke ich mir …
– Aber vielleicht nur, weil ich solche ‚Labsale‘ nicht kenne, sondern stattdessen einfach
l e b e ! 😉

 


Mach Dich nicht zum Affen

11. August 2012


Wunderbar die Intention dieses Plakates! Es will die Menschen von ihrem Stress- Level, von ihrer unnötigen und übertriebenen Geschäftigkeit runterholen. Das ist ganz wunderbar!

ABER, sieh doch bitte mal genau hin!
So verdreht wird uns bereits unsere Welt präsentiert!

Als würde ein Affe je so blöd sein, ein Auto zu bauen, ein Handy zu bauen und mit beidem endlos und gehetzt herumhantieren. Geschweige denn diese Abertausende Zuliefer- Arbeiten verrichten die dafür nötig sind:
In nachtfinsteren, einsturzgefährdeten Minen Erze schürfen, in ohrenbetäubend lauten Catapillarn auf Baustellen herumkurven, in Trucks den ganzen Tag über Autobahnen donnern, täglich in eintönigen Büro- Silos vor Computern hocken, in Besprechungszimmern Überflüssiges wälzen, in nichtartgerechten Fabrikshallen malochen, und, und, und …

Es müsste richtigerweise heißen: ‚Mach Dich nicht zum Menschen!‚.

Oder noch besser wäre, eine friedlich entspannte Affen- Gruppe in ihrem angestammten Habitat zu zeigen mit dem Text: ‚Mach Dich zum Affen!‚.

Doch das wäre aber schon wieder zu Wirtschafts- (zer)störend. SO weit weg von der Ausbeutun …, äh, Zivilisation wollen sie uns auch wieder nicht haben … 😉

Nicht zufällig wurde dieses Plakat von einer renomierten Automarke mitfinanziert.
– Und verwirrter Weise – ich konnte es erst gar nicht glauben! – von einer Schulklasse – unserer Zukunft! – ausgedacht! 😦

Doch Du weißt ja, anstatt ‚Mach Dich zum Affen!‘ sagen wir lieber

paradise your life und tun das auch! 😉

 


Mal ein Witz

13. Juli 2012

Früher brauchte man für 50km noch einen ganzen Tag, dann wurde das Auto entwickelt und man brauchte für 50km nur noch eine halbe Stunde.
Was machten die Menschen mit der gewonnenen Zeit?
Sie bauten so viele Autos, dass man für 50km wieder einen ganzen Tag braucht.

 


M. ist tot!

7. April 2012

 

Ein einzückender, liebenswerter Bub.
Einer der besten Freunde meines Sohnes.
20 Jahre wollte/ durfte er in diesem schönen Leben, auf dieser schönen Welt sein.
Kurze 20 Jahre! – Kurz für mich ‚alten Kracher‘.
Vielleicht lange und ereignisreiche Jahre für ihn.

Ein Auto- Unfall! So wie 4 Auto- Unfälle in den letzten Jahren, die ähnlich Jungen ebenfalls das Leben kosteten und die mein Sohn ebenfalls gut kannte.

Ein Auto- Unfall bei dem auch M.s Freundin (18) starb.
Zwei wunderbare junge Leben sind nicht mehr.

Ein ‚tolles‘ starkes Auto hatte er; sein ganzer Stolz!
Jetzt ist es ein Wrack. Zwei Menschen tot.

Wozu bitte!!!?
Wozu? Wozu? Wozu?
WO-ZU???
Welcher kurze Kick, welches geile Gefühl kann solch einen ‚Preis‘ rechtfertigen?

Was hätte er, was hätten sie nicht alles noch erleben, durchlieben können, was hätten sie noch lachen, weinen, tanzen, lernen, chillen können. Was hätten sie noch erleben, Spaß haben, Party machen können …
Ihnen standen noch alle Möglichkeiten offen. Sie hätten Jackpot- Gewinner, Nobelpreisträger, große Entdecker, hochgeschätzte Mitarbeiter, Chefs, Mutter, Vater … werden können!

‚Diese Scheiß- Autos‘ war mein erster zorniger Gedanke bevor die Tränen liefen …
Ist das Auto ‚Schuld‘?
Die Auto- Hersteller, die mit solch überstarken, ‚tollen‘ Autos locken?
Der Gesetzgeber, der unsere Jugend zulässt zu diesen ‚Mordinstrumenten‘?
Sind die Filmemacher ‚Schuld‘ die kaum mehr einen Film hinkriegen ohne quietschende Reifen, ohne rasende Helden?
Haben Video- Games M. für die hohen Geschwindigkeiten ‚angefüttert‘?
War M. ‚Schuld‘ an seinem Unfall?
Kann ein 21 jähriger mit wenigen tausend Kilometern Fahrpraxis alle Situationen einschätzen können?
War seine Liebe zum Auto, seine Liebe zur Geschwindigkeit ‚Schuld‘?

Warum mögen junge Burschen so sehr das Schnellfahren?
Wollen sie damit etwas zeigen? Etwas beweisen?
Wollen sie sich damit Anerkennung, Bewunderung ‚erkaufen‘?
Warum wird ihnen davon nicht genug zuteil?
Warum meinen wunderbare junge Menschen, von denen jeder einzelne ein Geschenk für die Welt, und unsere Zukunft ist, etwas beweisen zu müssen? Sich Anerkennung und Bewunderung ‚erwerben’/ ‚erkämpfen‘ zu müssen?

Ich glaube, dass das die einzig wirkliche Ursache all unseres Leides hier ist.
Wir lieben uns und einander zuwenig.
Wir sagen unseren wunderbaren Kindern nicht, dass sie wunderbar sind.
Stattdessen verlangen wir gute Noten, gutes Benehmen, Leistungen, Erfolge …

Doch diese Wunderwesen sind schon!
Sie sind schon liebenswert. Sie sind schon wunderbar. Sie sind unsere Zukunft.
Sie alle sind Wunder und Geschenke, die es ‚wert‘ wären, ob ihrer selbst uneingeschränkt geliebt zu werden.

Liebe junge Leute,
Ihr seid wunderbar!
Wir lieben Euch über alles.
Wir sind nur leider so blöd, dass wir dazu erst solch tragische Anstöße brauchen …
Dafür entschuldigen wir uns …

M., Dir und Deiner Freundin zünd‘ ich eine Kerze an. Eine Kerze der – vielleicht leider verspäteten – Liebe …

 


Ich bin immer wieder erstaunt …

27. Februar 2012

Meine eigenen, immer noch viele blinde Flecken überraschen mich schon lange nicht mehr. Ich kenne das seit Jahren, dass ich mir immer wieder gegen die Stirn klatsche und denke: ‚Wie konnte ich DAS bloß übersehen‘, um dem eine neuerliche Änderung und Nachbesserung meiner Lebensweise folgen zu lassen.
Was mich aber oft fast ‚vom Stuhl haut‘ sind so manche ‚Zivilisations- Exzesse‘ meiner ‚Fans‘.
Ja! Ich gestehe: Ich habe überaus treue und entzückende Bewunderer und ‚Mittäter‘. Und ich freue mich unendlich über jeden Einzelnen von ihnen.
Ich möchte es mir keinesfalls auch nur mit einem von Euch ‚verscherzen‘. Aber ich sag es dennoch: Ich bin oft fassungslos, welchen Zivilisationsfallen sie noch immer auf den Leim gehen, wenn ich fallweise so ein bisschen über ‚fremde Zäune‘ gucken darf.
Was da an (unnötigen) Auto-Kilometern verfahren wird, was da an dubiosen Bio- Cremen auf Häute geschmiert wird, Kunstfaserkleidung gekauft, Wegwerfmentalität gelebt wird …
Was da Raumdüfte versprüht, Shampoos, Seifen, Zahnpasten verwendet werden. Was es da in Kühl- und Vorrats- Schränken noch an ‚Ausnahmen‘, in Haushaltsregalen noch an Giftzeugs, gibt. Was da noch Haare geföhnt, Textilien weichgespült oder gestärkt, Wohnräume überheizt werden, was da an Medikamenten herumliegt …
Was da an Zeiten vertrödelt wird mit Werbung gucken, Zeitung lesen, und, und, und …
Ich kann es oft echt nicht fassen.

Das alles soll aber absolut nicht heißen, dass das ein Problem wäre oder ich das verurteilen würde.
Nein, keineswegs! Für mich ist jede Lebensform in Ordnung. Ich bin bloß erstaunt, WIE fest der Griff der Werbung und Wirtschaft um die Menschen ist und WIE stabil alte Gewohnheiten, WIE massiv alte Muster sein können.

Doch ich kenne die Gesetzmäßigkeiten mit denen wir funktionieren: Was einmal im Kopf angekommen ist, wird irgendwann zur Überzeugung und sinkt nach und nach immer tiefer in die Praxis und wird irgendwann zu neuen Gewohnheiten. – Diesbezüglich bin ich da sehr zuversichtlich.

Einzig EINES erachte ich für ‚gefährlich‘ und das weiß auch die ‚Gegenseite‘ und pulvert nicht zufällig Unsummen in die Werbung: In jedem von uns wird ständig alles streng mehrheitlich abgestimmt. Wenn wir von 10 Quellen hören, dass eine Krise kommt, bewirken 5 Gegenstimmen praktisch nichts; wir erwarten, oder erfürchten gar, die – vermutlich ohnehin nicht kommende – Krise.
Dieser Mechanismus läuft bei jedem Thema. Wenn man sich also in einem Freundes- oder Kollegenkreis bewegt, viel Zeitung, Werbung, etc. guckt, wo gesunde Lebensweise nicht vorkommt oder gar verächtlich oder lächerlich gemacht wird, hat eine Lebensweise- Umstellung verdächtig schlechte Karten …

Da sollte man sich nichts vormachen. DAS sollte jedermensch wissen und beachten!
Dafür hilft nur eines! Und davon morgen mehr!

 
PS: Eines will ich keinesfalls unerwähnt lassen: Neben meinem Erstaunen über fremde Ausrutscher bereichern mich natürlich deren viele, viele neuen Aspekte unendlich, die ICH wieder, übersehe. Dafür: Danke, liebe Leute. Danke, Leben!

 


Wahnsinn Auto

7. Februar 2012

Erst bei obiger Fotomontage wurde mir unser PS- Wahnsinn bei Autos so wirklich klar.
Die PS in Form von Pferden lassen sich bei heute durchschnittlichen Autos gar nicht mehr wirklich darstellen, so lange wäre das Gespann. Obiges Bild zeigt grade mal schlappe 24 Pferde vor dem Auto, das tatsächlich an die 200 PS hat.

Wenn man dann noch bedenkt, dass der allergrößte Teil unserer Autos primär von EINER Person gelenkt wird, dass 70 kg mit einer Tara von 1000 kg spazierengefahren werden, ist klar, dass wir völlig übergeschnappt sind.

Dabei ist noch gar keine Rede von Wirkungsgraden! Wenn ein Auto bzw. sein Motor mit 100 PS ausgewiesen wird, verbraucht es Energie für 333 PS! Denn trotz allen Fortschritts- Geschwafels erreichen wir immer noch nicht mehr, als ca. 30% Wirkungsgrad. Das heißt, von 100 reingesteckten Energie- Einheiten, dienen 30 der Fortbewegung und 70 verpuffen ungenutzt bzw. erwärmen die Atmosphäre! Bei obigem 100 PS- Auto werden also bei jedem gefahrenen Kilometer 233 völlig ungenutzte PS in die Luft verpufft!
In Worten: Zweihundertdreiunddreißig Pferdestärken!
Obiges Bild zeigt 24 Pferde!

Hat man dafür noch Worte!?

Das Verrückteste aber: Alle Autofahrer haben die Grundrechnungsarten erlernt. Jeder Autofahrer müsste um diesen Wahnsinn wissen.
Doch wer denkt sich schon etwas dabei, wenn er sich auf seinen Kutschbock setzt und vor sich 300 Pferde ’sieht‘! Das heißt, eigentlich nicht mehr sieht, denn die vordersten Pferde wären schon fast einen halben Kilometer(!) vor seiner Kühlerhaube!
Ich spreche wohlgemerkt nicht von rassigen Boliden, sondern von Mittelklasse- Autos!

Dabei ist EIN Pferd schon so stark, dass Old Schatterhand damit ganze Kriegerhorden besiegte 😉

Wenn man dann auch noch bedenkt, dass so ein Pferd simples und völlig kostenlos wachsendes Gras frisst, ein Auto aber etwas tankt, das aus 1000den Metern Tiefe gepumpt, 1000de Kilometer transportiert und in hochkomplizierten Verfahren raffiniert werden muss, dass wir damit in wenigen Jahrzehnten Erdprodukte verbrennen, die Jahrmillionen für ihre Entstehung brauchten, dass wir längst schon vorgreifen auf die Ressourcen unserer Kinder, Kindeskinder, Kindeskinderkinder, Kindeskinderkinderkinder …
… Mir wird schlecht! …
Tschüss, ich bewege jetzt meinen body mit meinen 1 MS 😉

PS: Ich hab übrigens seit Jahren kein Auto mehr, habe dadurch natürlich einige Nachteile hinzunehmen, genieße aber auch sehr viele Bereicherungen. Nun besuchen mich viel öfter ganz liebe Leute, nehmen mich mit, chaffieren mich. Ich hab in Öffis Zeit für Bücher und nette Gespräche mit interessanten Menschen …
Auch das Parkplatzsuchen, Zum- Service- Bringen, Scheiben- Abkratzen, Autowaschen, etc. geht mir nicht so wirklich ab 😉

PPS: Dass die Atemluft unser wichtigstes Überlebensmittel ist und ein paar Minuten Auspuffgase in der Garage für einen letalen Suizid reichen, wissen vermutlich alle Autofahrer. Auch die, die die Zeitung um die Ecke mit dem Auto holen oder mit laufendem Motor vorm Kindergarten warten …

PPPS: Autofahren macht dick, faul und unfit!

PPPPS: Der i- Tupfen auf dem Auto- Wahnsinn aber ist, dass ein einfaches Rechenbeispiel zeigt, dass jeder Radfahrer schneller ist als ein Autofahrer!
Nein, nicht nur wenn diese im Stau stehen!
Immer!
Denn wenn man die Arbeitszeiten für die Anschaffung, den Erhalt und Betrieb eines Autos in die ‚Zeit durch zurückgelegte Strecke‘- Rechnung mit einrechnet, ist ein Auto erbärmlich langsam.
Was man mit dem Auto schneller ist, muss man eben am Arbeitsplatz um so länger absitzen. Oder anders gesagt: Während die Autofahrer in Büros und Fabrikshallen malochen, um sich ihr Vehikel zu erarbeiten, radeln andere ganz entspannt zur Freundin … 😉

PPPPPS: Ich hab nix gegen Autos, schon gar nicht gegen Auto- Nutzer. Aber wenn sie ihre Wägelchen ein wenig bewusster nutzen würden und wenn ich künftig mehrere Insassen in ihnen sehen würde, wärs‘ schon sehr nett!

 


Und? Was tust DU?

11. August 2011

Viele paradise your life- Beiträge waren hoffentlich gut und schön. Doch was davon ist in die Praxis eingeflossen?
Ich mache ja nicht gern konkrete Vorschläge, sondern rege lieber zum Selberdenken und Selber- Beobachten (der Natur) an.
Die Fragen die ich bekomme zeigen aber dennoch immer wieder, dass die Menschen gerne ‚Bedienungsanleitungen’ haben wollen.
Deshalb hier jetzt im Schnelldurchgang und nur stichwortartig einige Beispiele in welchen Bereichen man was verändern könnte/ sollte.
Vorausgeschickt: Wir stecken so tief in der Zivilisation und damit im Irrtum, im Sinne von naturfern, dass praktisch JEDER Lebensbereich nachgebessert gehörte.
Beginnen wir mit dem Aufwachen:

• Ohne Wecker von alleine aufwachen (in einem gut belüfteten, Elektrosmog- und Gift- freien Schlafzimmer oder im Freien), erste freudvolle Gedanken
• Im Badezimmer (kühles) Wasser und Bürsten an Haut und Zähne (keine chemischen Produkte und Seifen, mit rohköstlicher Lebensweise gibt es ohnehin keinen Körpergeruch), ev. Erde
• Frühstücken möglichst wässrig und roh (ohne Gekochtem, Dichtem, Gebrühtem, Tierischem, Hochverarbeitetem) oder ev. (barfuß) frisch selbstgesammelt (z.B. Wildkräuter für einen green smoothie) und in netter Gesellschaft
• Weg zur Arbeit ohne Auto, ev. gemeinschaftlich
• Nur Arbeiten verrichten und annehmen, die gesellschaftlich wertvoll und ökologisch ok sind
• Liebevoller Umgang mit den Mitmenschen
• Zwischenwege möglichst ohne Lift-, Rolltreppen, etc. Benutzung zurücklegen
• Immer wieder Pausen in frischer Luft mit ausreichender Bewegung einlegen
• Auch während der Arbeit nebenher immer wieder Muskelübungen (und sei es nur des PC- Muskels*) einbauen
• Immer wieder mit der Aufmerksamkeit zu sich zurückkehren bzw. bei sich bleiben
• Essen ev. unabhängig von fixen Zeiten und nur bei Hunger
• Im Hunger bleiben (Essen hinauszögern und sich nicht satt essen)
• WC- Bedürfnissen sofort nachkommen!
• Immer wieder mal ‚meditativ Abschalten’ (ev. mit Augen- Palmieren)
• Einkauf von möglichst ökologisch und fair produzierten, möglichst wenig verarbeiteten Produkten in Rohkost- Qualität
• Essenszubereitung und Essen gemeinsam mit netten Menschen
• möglichst geringfügige Lebensmittel- Verarbeitung; immer wieder mal Fasten-, Rohsaft- oder Mono- Tage einlegen
• Geschirr spülen ohne Chemie (Rohes ist wasserlöslich und in frischem Zustand leicht abspülbar)
• Anregende Gespräche, Spiele, Bewegung, Körperkontakt, Spaß, Gemeinsamkeiten in einer liebevollen, harmonischen Gruppe (ev. auch mit Tieren)
• Natürliche Lichtverhältnisse nutzen (nicht die Nacht zum Tag machen)

Wie bereits erwähnt können hier nur einige wenige Beispiele gegeben werden. Praktisch alle Bereiche müssen kritisch ‚abgeklopft’ werden (Bekleidung, Möbel, Innenanstriche, Putz- und Waschmittel, Geschirr, Spielzeug, Beleuchtung, etc.)
Oder wer sich selber auf die Suche machen will und sich alles kritisch ansehen und in Richtung artgerechter verändern will, dem lege ich die vier wichtigen Bereiche ans Herz:

• Ernährung – in Richtung unverarbeiteter, roh, tierleidfrei, natürlicher, weniger, dankbarer
• Bewegung – in Richtung Freude, Vielfalt, Gemeinschaft, in frischer Luft
• Denken – in Richtung Nichtdenken, Intuition, unzielgerichtet, empathischer
• Soziales in Richtung mehr Kontakte, mehr Verbundenheit, mehr Körperkontakt, mehr Liebe

 
*) PC meint nicht ‚Personal Computer‘, sondern ‚Musculus pubococcygeus‘ (lat. Schambein-Steißbein-Muskel)

 

 


Warenkunde

1. September 2010

Jedermensch weiß, wie er sein Auto zu betanken, wie er sein Handy aufzuladen, hat. Und wie macht er das?
Indem er sich an die Vorschriften und Anweisungen der Hersteller hält!
Kein Auto würde auch nur einen Meter fahren mit Essig, Sekt oder Milch im Tank. Nicht ein Gespräch, nicht ein sms wäre absetzbar mit einem Handy, das mit Bier, Hochspannung oder ‚gut Zureden’ aufgeladen wurde.

Wie aber sieht es mit der ‚Aufladung’ unseres Körpers aus?
Hat sich schon je jemand Gedanken gemacht, was der Hersteller vorschreibt? Weiß irgend jemand was unser richtiger Treibstoff ist?
Wir füllen ein, was im Supermarkt- Regal liegt und meinen die Hersteller dieses Mülls würden sich auch nur einen Gedanken darüber machen, was für unseren Körper optimal ist.
Wenn heute ein neues Produkt auf den Markt kommt, wird es kritiklos angenommen und verzehrt, obwohl unser Körper der bereits vor Jahrmillionen angelegt wurde, nie und nimmer daran angepasst sein kann.

Was also sollen wir tun? Wie sollen wir uns ernähren?
Sollen wir den Ernährungswissenschaftlern glauben, die alle paar Jahre ihre Empfehlungen nachbessern, wenn nicht überhaupt revidieren?
Sollen wir auf unsere Oma hören, die auch viel zu früh gestorben ist?
Sollen wir der Werbung glauben, obwohl wir genau wissen, dass die bloß möglichst viel von unserem Geld wollen?

Es gibt nur eine einzige Referenz auf die wir uns verlassen, auf die wir vertrauen, können:
Die Natur!