Bestellungen beim Universum …

27. Dezember 2018

… sind spätestens seit Bärbel Mohr praktisch jedermensch ein Begriff.
Auch die selbsterfüllenden Prophezeiungen (self-fulfilling prophecies) kennen schon viele.
Aus der Medizin kennt man den Placebo-, aber auch den Nocebo- Effekt …

Warum dann, musste die Frau Mohr als junge Mutter, die sicher ihre Kinder gerne groß werden gesehen hätte, so früh an Krebs sterben?
Warum dann, funzt diese so einfache Idee der selbsterfüllenden Prophezeihungen nur so selten?
Warum dann, sind nicht alle Erkrankungen mittels Placebos heilbar?

Ich denke:
Wir machen neben dem Denken immer noch viel zu viel anderes falsch
Jeder Handwerker weiß, wie lange man Fertigkeiten üben muss. Warum bloß, glauben wir mit völlig verschwommenen Vorstellungen konkrete Realitäten erschaffen zu können!?
Wenn es schon diese Schöpferkraft geben sollte, so bedarf sie sicher seeeehr konkreter Vorstellungen

Genau in diesem Sinne verstehe ich und wünsche ich Euch auch mein übliches

 

 

 


Bestellungen beim Universum

10. Mai 2011

Vorausschicken möchte ich, dass für mich Telepathie, Morphogenetische Felder bzw. allgemein das Gefühl, dass wir alle eins, dass wir alle miteinander und mit allem verbunden sind und uns damit auch gegenseitig beeinflussen, unverrückbare Fakten sind.
Selbst Wissenschafter kennen solche Einheits- Phänomene aus dem Bereich der Quantenphysik. Das Einstein-Podolsky-Rosen- Paradoxon z.B. besagt, dass zwei Teilchen so eng miteinander verbunden sein können, dass selbst eine Messung an einem der beiden sofort auch das andere – weit entfernte – in seinem Verhalten beeinflusst.
Bei solchen Fakten ist es natürlich auch nicht weiter erstaunlich, wenn wir es sind, die durch ihr Denken die Welt gestalten.
Dennoch hat diese Denkweise meines Erachtens Grenzen. Unser All-eins-sein will nicht durch Bestellen beim Universum unsere Allmachtsgelüste befriedigen sondern ist zum demütigen Umgang mit allen und allem angetan.
Bärbel Mohr war eine sehr bekannte Autorin dieser Denkrichtung und löste mit ihrem Buch ‚Bestellungen beim Universum‘ einen wahren Bestellungs- Boom aus.
Ich kannte das Buch noch gar nicht, als mir schon auffiel, dass von den Menschen von freien Parkplätzen bis zu Traumpartnern so ziemlich alles bestellt und angeblich auch erhalten wurde.
Bärbel Moor’s Bestellungen wurde eine natürliche Grenze gesetzt: Sie erlag ihrem Krebsleiden.
Von einigen Autoren wurde zwar selbst dieser ‚Heimgang‘ schöngeredet. Doch dass eine so junge Frau mit relativ kleinen Kindern tatsächlich vorzeitig in andere Dimensionen will, mag ich nicht glauben.
Was ich mit dieser Geschichte sagen will ist, dass der (wünschende, schöpferische) Geist zwar Fakt und wunderbar ist, aber ein ‚Fahrzeug‘, einen (intakten) Körper braucht! Ohne ihn hat es sich aus- gewünscht und aus- bestellt.
Das sind unsere Grenzen!
Wir sind frei, wir können gestalten. Doch können wir Naturgesetze nicht nach Belieben verbiegen.
Unser Körper ist einfach das letzte und neueste Modell einer langen, evolutionären Natur- Entwicklung, die nach tierischen Gesichtspunkten erfolgte. Dieser unser – noch immer – Tierkörper will und braucht das, wofür er ausgelegt wurde. Alles andere schadet ihm oder tötet ihn gar. Diese Tatsachen lassen sich auch mit Geisteskräften und Universums- Bestellungen (noch) nicht umschiffen.