Du hast alle Chancen

4. Juni 2010

Manche nützen sie aber leider nicht!
Wir können sie nicht alle nützen!
Denn wir grenzen vieles aus und begrenzen uns damit selber!
Wer beurteilt, teilt!
Er teilt sich seine Gesamtheit, die er genießen könnte mit jeder (Beur-)Teilung in kleinere und immer kleiner Stückchen.
Lass Dir das bloß mal auf der Zunge zergehen, was Dir alles an Fülle und Möglichkeiten entgeht. Bloß weil Du beurteilst. Bloß weil wir andere und anderes ausgrenzen!

Trifft ein neuer Erdenbürger auf dieser Welt ein, stünde ihm im Prinzip ein ganzer Planet, stünden ihm Milliarden von potentiellen Freunden und Helfern und Myriaden von knuffigen oder interessanten Wesen zur Verfügung.
Nur, ist das tatsächlich so?
Also ersteinmal ist er in 191 von 192 Staaten ausge-grenzt, denn der Mensch ‚musste’ ja Grenzen erfinden und errichten.
Also haben wir uns bzw. den neuen Erdenbürger gleich einmal um 191 192stel der ganzen Erde gebracht; mit einem Schlag 99,5% des Planeten ausgegrenzt!
Naja, bleibt uns ja noch unser ‚Heimatland’ mit Millionen von interessanten Mitwesen, mit tausenden Hektaren wunderbarster Landschaft.
Nichts da!
Wir hätten zwar ein ganzes Land. Wir sagen ja auch ‚unser’ Heimatland. Aber können wir jetzt irgendwo unsere Radieschen anbauen? Können wir irgendwo die kostenlos wachsenden Äpfel pflücken? Können wir uns hinlegen, wo eben so schön die Sonne hinscheint?
Nur sehr begrenzt! Das ganze Land ist ‚in Besitz’! Überall trennen Zäune, Mauern, Verbotsschilder. Alles in Besitz!
Bloß wir haben keinen Besitz! Wir bekamen keinen Anteil an ‚unserem’ Land! (siehe auch Geburtsrecht)

Ebenso läuft’s aber auch mit allen anderen Dingen. Das wird schon den Kleinsten beigebracht.
Auf Bäume dürfen wir nicht klettern: Ab 1- 2 m Höhe alles ausgegrenzt!
Schmutz dürfen wir nicht angreifen. Damit ist weit weniger erlaubt als ausgegrenzt!
Auf die Straße dürfen wir nicht laufen. Ausgegrenzt!
Mit ‚fremden Männern’ dürfen wir nicht mitgehen. Ausgegrenzt!
Diese Dunkelhäutigen lassen wir lieber links liegen. Ausgegrenzt!
Den Rollstuhlfahrer fragt man nicht, warum er nicht läuft. Den fremden Hund greift man nicht an, er könnte ja beißen. Das Grüne von der Wiese kosten wir nicht, es könnte ja giftig sein. Über den Zaun klettert man nicht, der ‚gehört’ dem Nachbarn.
Für die Buben sind Mädchen, für Mädchen sind Buben in jungen Jahren blöd: 50% ausgegrenzt!
Kaum wird auch das andere Geschlecht interessant sind sofort andere Grenzen zur Stelle. Freunde/ Freundinnen aus anderen sozialen Schichten: absolute No- no’s.
Später dann, Paarbildungszeit + Treue: 99,99999% aller Frauen/ Männer ausgegrenzt!
Arbeiten gehen, Büro/ Fabrikshalle sitzen: 90% der Tageszeit weg! Natur, frische Luft, freies Bewegen: Ausgegrenzt!

Und wer hat das alles so gestaltet?
Und warum wandern wir nicht herum, wie die Tiere, unterhalten uns mit jedem, rasten wo es uns beliebt, erleben täglich Neues …?
Weil wir uns für die Beschränkung entschieden haben. Schon vor hunderten Generationen und auch heute noch.
Und warum verschenken wir diese ‚unsere‘ Welt so einfach?
Warum tauschen wir Welt, Weite und Abenteuer gegen eine enge Garconniere mit Arbeit und Langeweile?
Weil irgendwann der Virus der Dualität in die Welt kam und seither von uns verbreitet wird.
Wir glauben, alles beur-teilen und damit teilen zu müssen. Wir wollen, ja glauben sogar, wir können, nicht mit jedem, weil der zu schmutzig, zu geschniegelt, zu schüchtern, zu frech, zu groß, zu klein, zu arm, zu reich, jedenfalls ‚zu’ ist.
Beur-teilen heißt teilen, teilen heißt, die Harmonie, die Gesamtheit zerstören, das Ganze vermindern.
Und dafür entscheiden wir uns Tag für Tag, Sekunde für Sekunde!
Und dafür zahlen wir Tag für Tag, Sekunde für Sekunde! 😉
Mit Geld, Leib, Leben, Unglück und unendlicher Beschränkung!