Ist Dir klar …

29. Oktober 2018

… dass all Dein Entscheiden und Beurteilen mehr über Dich aussagt, als über das, den oder die BeurteilteN!?

Die Sympathiewerte von Personen z.B.:
Ein Heiliger der alle Wesen liebt hat mit niemandem ein Problem.
Ein Gebildeter, der in allen Bereichen beschlagen ist, kann sich vielen anpassen, wird viele verstehen und sympathisch finden.
Ein schlichter Mensch aber, der sich vielleicht nur für Fußball oder Handarbeiten interessiert, wird schnell über andere befremdet sein und sie ablehnen.

 

 

 


Willst Du glücklich oder unglücklich sein?

4. Dezember 2014

Diese einfache Frage ist ein gutes Beispiel dafür wie wir alle völlig gedankenlos unsinnigste Uralt- Verhaltensmuster von unseren Eltern oder anderen Bezugspersonen übernehmen.
Ein Klassiker: Er kommt müde nach Haus, sie hat etwas auf dem Herzen, will mit ihm reden, er sagt ‚Jetzt nicht‘.
In den wenigsten Fällen geht das gut aus. Denn sie fühlt sich nicht angenommen, wartet doch ohnehin schon lange genug, jetzt könnte er doch …. usw. Er ist genervt, will doch nur erstmal runterkommen, ausschwingen, hätte sich Verständnis, ev. sogar Aufbauendes erwartet … usw.
Sie erwartet etwas, was sie nicht bekommt. Er erwartet etwas, das er nicht bekommt. Beide sind unglücklich!

Warum aber erwarten sie etwas bestimmtes, wenn absehbar ist, dass sie das unglücklich machen wird?
Warum stellen sie sich nicht die Frage ‚Will ich glücklich oder unglücklich sein?‘ und entscheiden sich fürs Glücklichsein?
Sie müssten doch genau wissen, wie das geht, sie kennen doch des anderen Reaktionen und Bedürfnisse.

Die Antwort: Sie können nicht glauben, dass sie Götter sind!
Sie können nicht glauben, dass sie alles können.
Sie begeben sich lieber auf die Stufe von Kindern, von Schwächlichen und Bedürftigen die jetzt in dieser Sekunde etwas wollen/ brauchen.

Oder/ und fallen ins Beurteilen und Werten, wollen Gerechtigkeit. ‚Ich bin immer für ihn da! Und wenn einmal ich ihn brauche, stellt er sich taub!‘. ‚Den ganzen Tag maloche ich für sie und dann soll ich mir ihre Banalitäten auch noch anhorchen!‘ …
glückGötter beurteilen nicht, denn sie haben unendlich Energie! Sie strahlen wie die Sonne strahlt. Ob da unten auf diesem blauen Planeten die Menschen freundlich oder krininell sind. Sie strahlt!
Götter haben keine Bedürfnisse, denn sie haben unendlich Energie.

Warum ist die Phase der Verliebtheit so schön?
Weil wir da göttliche Energie haben. Weil wir da nur für das Du da sind. Gerne da sind!
Da genießen wir es sogar, da beziehen wir sogar Energie aus dem Geben!
In dieser Phase sorgen ‚himmlische Mächte‘, von manchen auch ‚Hormone‘ genannt, für diese wunderbare unendliche Energie.
– Und es bricht uns kein Zacken aus der Krone dabei! Im Gegenteil, wir tragen auf Händen, wir verwöhnen, wir investieren – und sind glücklich dabei!

Was, wenn wir uns bewusst wären unserer Göttlichkeit? Wenn wir uns bewusst wären unserer unendlichen Energie? Wenn wir uns bewusst wären, dass wir jederzeit frei wählen können zwischen Energie haben und geben und Energie, Zuwendung, Liebe, Aufmerksamkeit, Wertschätzung zu brauchen!?
Die Antwort: Dann wären wir dauerglücklich! Wie alle nichtbeurteilenden Wesen, wie diese ‚dummen‘ Tiere und Pflanzen es sind, wie unsere Vorfahren es Jahrmillionen lang waren.

Doch wir haben uns ja zivilisiert, haben nun ein Denkvermögen, können beurteilen, können nachtragen, können enttäuscht sein, können uns ungerecht behandelt fühlen!
Ein echter Fortschritt! Nicht wahr!? 😉
Oder sollten wir vielleicht sagen: ‚Vorwärts, es geht zurück!‘? 😉
Und uns wieder bewusst fürs Glück entscheiden? 😉

So können wir alle unsere Verhaltens- und REaktionsmuster durchgehen und sie auf ihre Sinnhaftigkeit, auf ihr Glücks- oder Unglücks- Potenzial abklopfen. – Und ‚göttlich‘ verändern …
Das ist ein weiteres Beispiel für ‚Lernen von der Natur‘ bzw.
paradise your life

 

 

 


Verbogene Geradlinigkeit

8. September 2012

Kürzlich gaben Kommentatoren dieses blogs ihrem Entsetzen Ausdruck, dass der Rohkostpionier Konz beim Essen von Gekochtem ‚erwischt‘ wurde.
Auch sonst habe ich hier im blog sehr oft mit Dogmatik zu tun.
Deshalb hier meine Sicht zu menschlicher Geradlinigkeit und vielleicht für manche eine erhellende Korrektur des gängigen Geradlinigkeitsdenkens.

1) Ehrlichkeit, Geradlinigkeit, Treue, etc. sind keine natürlichen Eigenschaften. Sie wurden von den Herrschenden ‚erfunden‘ bzw. dem ‚einfachen Volk‘ mit Hilfe des Klerus übergestülpt, um es leichter lenkbar zu machen.
‚Die Kirche hat die Sünden, die es nirgends in der Natur gibt, erfunden, um dann die Menschen davon freizusprechen‘
‚Herrschende nehmen sich was sie wollen, lügen, dass sich die Balken biegen, aber verlangen – mit Justiz- Unterstützung – von anderen Ehrlichkeit‘

2) Dieser historischen Vorgabe entsprechend reagieren Menschen gerne mit einem ausgeprägten ‚Schubladendenken‘. Nur zu gerne vereinfachen wir, beurteilen wir.
Beur-teilen aber bedeutet teilen. Und teilen heißt, wir bekommen nie mehr das Ganze; beschränken uns also selber …

3) Sehen wir uns eine Schublade, etwas Künstliches an! Welche Kontur hat sie?
Geradlinig! Toleranz- und Bewegungs- los. Einengend und geradlinig.
– Schon Friedensreich Hundertwasser hielt die gerade Linie für gottlos!

Dagegen: Sehen wir uns die Kontur eines Baumes, einer Wolke, eines Menschen, etwas Natürlichen an!

DAS soll unser Rahmen sein!
Nicht pingelig und ‚gottlos geradlinig‘, sondern Konsistenz mit weichen, beweglichen Konturen!

Denn

4) Akribische Grenzen haben etwas von Enge, von Beurteilen, einen Hauch von Negativ- Energie.
Weiche, diffuse Formen aber ziehen ebenfalls Grenzen. Aber weiche Grenzen, die die Energie von Freiheit, von Großzügigkeit, von Größe haben …
Eben natürliche und menschliche Eigenschaften!

Solch ein Bild und Verhalten ist Natur! Und damit gesund!

 


Über Türen und Weichen

23. Juni 2012

Baut man einen Münzautomaten, braucht man einen Einwurfschlitz für die Münzen und nachgeschaltet einige Sortier- Weichen, die die eingeworfene Münze auf richtige Größe, Durchmesser, Gewicht, etc. kontrollieren.
Am Ende werden nur die richtigen Münzen in der Kassa landen. Alle anderen werden wieder zurückgespielt und ausgespuckt.

Für einen Münzautomaten ist das ein durchaus sinnvolles Konzept.
Für uns Menschen führt dieselbe Strategie aber in die Katastrophe, in die Vereinsamung, in die Isolation, in die Erstarrung. Und dennoch befleißigt sich die weit überwiegende Mehrheit ihrer.
Ja, sogar noch schlimmer! Viele halten schon den Einwurfschlitz dauergeschlossen! Das heißt, sie haben es sich in sich, in ihrer eigenen Welt so eingerichtet, dass sie vermeinen nichts und niemanden zu brauchen und lassen dementsprechend niemanden an sich heran. Alles wird von vornherein ausgeschlossen, niedergemacht, für falsch, unpassend, uninteressant, peinlich, indiskutabel, etc. angesehen.
Die Eingangstür bleibt sozusagen für alle zu.

Die etwas Offeneren lassen zumindest diese Eingangstür offen. – Aber dann!
Dann wird jeder ‚Eindringling‘ genau beurteilt, geprüft und abgecheckt.
Wie ‚alte Payolianer‘ bereits wissen, hat Beurteilen aber mit Teilen zu tun. Und wer teilt, erhält nie mehr das Ganze!

Na klar, wirst Du vielleicht sagen, man muss sich doch schützen vor ev. Übergriffen oder Bedrohungen.
Bloß, aus Angst vor Übergriffen sollte man sich doch nicht den ganzen Input verunmöglichen. Denn neue Eindrücke sind Geschenke, sind eine Bereicherung, können Inspiration, Unterhaltung, Hilfe, Lernaufgabe sein.
Andere Sichten anzunehmen oder sich zumindest mit ihnen auseinandersetzen hält uns beweglich, offen und dynamisch. Während das Beharren auf unseren Gewohnheiten, auf unseren Sichten, uns verhärtet, unbeweglich macht, uns nach und nach erstarren lässt; geistig, wie körperlich.

Wir brauchen also für ein reiches, buntes Leben eine weit offene Tür und dahinter unsere ausgebreiteten Willkommens- Arme.
Und keinesfalls eine versperrte Tür mit einem misstrauischen Griesgram dahinter.
Und auch nicht eine angelehnte Tür mit zahllosen Beurteilungs- Weichen dahinter. Denn durch diese werden nur die durchkommen, die so sind wie Du. Und die bereichern Dein Leben nicht, sondern tragen zu Deiner Versteinerung bei.

In diesem Sinn:
paradise your life und open wide your door 😉
Eine Schatzkiste lässt sich nur bei offenem Deckel füllen!