Schweine schlagen Killerhaie

2. November 2015

HaischweinIn puncto menschlichen Todesopfern schlagen Schweine die Killerhaie um Längen.
Weniger weil sie angriffiger als die Meeresbewohner sind, sondern tödlicher!
– Sobald sie auf’s Teller kommen!     😉

Wes Geistes Kind Fleischesser sind bzw. wie wenig offen sie neueren Erkenntnissen gegenüber sind, sieht man am fast nicht vorhandenen Bio- Fleisch- Angebot in den Supermärkten.
Während bei den Backwaren und Milchprodukten mit ‚Bio‘ jede Menge Kohle gemacht wird, dämmern Fleischesser immer noch im vorigen Jahrhundert dahin und nehmen kaum eine der vielen Alternativangebote an …

 

 
PS: Ein selten absurdes Erlebnis – zum Lachen, wenn’s nicht so ‚tragisch wär‘ – hatte ich kürzlich. Ein ’sündiger‘ Ausrutscher oder besser gesagt der Hunger trieb mich radelnd zu einem Heurigen, wie Buschenschanken in meiner Gegend heißen.
Ich setzte mich an den Tisch eines recht netten, älteren Ehepaares und wir plauderten bald lebhaft über unsere Rad- Touren und Erlebnisse.
– Bis zu dem Zeitpunkt, als ich ein sogenanntes Vegetarierbrot bestellte, ein dick mit Gemüse belegtes Butterbrot.
Als der Mann das sah konnte er sich einen völlig fassungslosen Blick auf dieses bunte ‚Gebilde‘ mit einem Gemurmel das nach ‚Na, mir is‘ ja wurscht‘ klang und verständnislosem Kopfgeschütteln nicht verkneifen.
Dass ihn meine Wahl offensichtlich ‚härter‘ traf als erklärbar wäre, zeigte sich daran, dass er fortan an seiner riesigen Fleischportion, ständig ‚verdeckt‘ feindselig zu mir rüberschielend und immer wieder ‚Na, mir is ja wurscht‘ murmelnd, mit viel Kopfschütteln weitermampfte aber kein Wort mehr mit mir sprach …
So etwas sind schon sehr massive, tiefsitzende … naja, sag‘ ma einmal ‚Seltsamkeiten‘ …    🙂

 

 

 


Was ist schon ein ‚Red carpet’ …

24. Februar 2011

(Reisebericht Äthiopien)

… gegen das Service, das mir hier geboten wird!
Wir waren in einer Art Buschenschank, bei der ein zwar alkoholisches, aber rohes und traumhaft gutes Getränk auf Honig- Basis, in ganz süßen Fläschchen, ausgeschenkt wurde.
Auch vor diesem Besuch musste ich mir – wieder einmal – zahlreiche Warnungen, wie kriminell, bösartig und Weiße- feindlich Äthiopier, besonders die betrunkenen, wären. Doch es zeigte sich auch hier – wieder einmal – dass sie alle ganz entzückend sind und ich fühlte mich dort sehr wohl bis ‚getragen’ von deren Zuneigung.
Leider erwischte ich in dieser Stimmung, die sich durch einen der häufigen Stromausfälle mit anschließender Kerzenlichtstimmung noch verbesserte, wohl etwas zuviel von diesem Nektar.
Auf dem Heimweg staunte ich wieder einmal, wie gut die Äthiopier selbst in stockdunkelster Nacht sehen (was mir verborgen blieb); – dabei gelte ich hier eher als gut nachtsichtig.
Mit Hilfe fand ich mein Hotelzimmer, das sich in einer Festungs- ähnlichen Anlage befand: Alles ebenerdig, in Vierkant- Anordnung, mit Glasscherben- bewehrten Mauern, alle Fenster und Türen ausschließlich in den Innenhof, aus Eisen und vergittert.
Nachts weckte mich ein schlimmes Bauch- Gefühl, das mir sagte: ‚Wenn Du nicht in wenigen Minuten auf einem Klo bist, gibts eine Panne’.
Ich probiere das Licht. Noch immer kein Strom!
Der Weg zur Toilette, ein unergründlicher Zick- Zack- Kurs vorbei an halboffenen Senkgruben, Küchenabfallhaufen und Abwasch- Lachen.
Draußen wähnte ich, durch die ständigen Schauergeschichten über aufgeschlitzte Weiße, die man hier ständig hört, natürlich auch noch Horden an Massenmördern …
Irgendwann war aber Schluss mit krampfhaftem Alternativen- Suchen und den Weg vielleicht doch nochmal zu erinnern. – Ich MUSSTE! SOFORT!
Kaum hatte ich die Tür nur einen Spalt offen, blitzt ein Lichtstrahl auf und eine Stimme fragt aus dem Dunkel: ‚What do you want?’
Das Hotel hatte einen Wächter, der sich rührend um mich kümmerte, mir mit seiner Taschenlampe den für mich schönsten ‚Light carpet’ meines Lebens bis zum offenen Klo legte und auch noch fürsorglich fragte ob ich softs (Klopapier) bräuchte.
Ich hätte ihn abbusseln können … 🙂
Auf diesem Klo hatte ich übrigens tags zuvor die Lektion gelernt, dass man völlig problemlos zur Notdurft hockerln und dem vorbeigehenden Küchenpersonal zugrinsen kann 😉