Auch wenn Klimawandel kaum noch ein Thema ist …

27. August 2020

‚Bloß‘ vom Dalai Lama, der ja wohl kaum ein ‚Linker‘ oder ‚Soros- Komplize‘ ist:     

 
PS: Mein Seminar ‚LiebendeR werden‘ musste ich mangels Nachfrage absagen!

 

 

 


In der Ruhe liegt die Kraft

19. September 2012

oder in der Leere liegt unser Potenzial, könnte man auch sagen …
Beides, Ruhe und Leere kommen in unseren heutigen Leben kaum noch vor.
– So sieht es aber auch aus, in dieser Gesellschaft! 😉


Ich hörte den Dalai Lama einmal sinngemäß sagen: ‚Es erscheint vielen unmöglich die Welt durch die Innenreinigung eines jeden Einzelnen zu retten, doch es ist die einzige Möglichkeit‘
Dem kann ich mich nur anschließen.

Ich bin sehr oft mit Menschen konfrontiert, denen meine webseiten, mein blog, denen meine Vorträge gefallen und das probieren möchten. Das ist auch gut so. Doch fallen sie mir auf durch die Unzahl an (Detail-)Fragen die sie stellen.
Da denke ich mir oft ‚Wie wunderbar einfach doch mein Leben läuft! Mir ist alles klar. Alles läuft wie ‚am Schnürchen‘.

Doch ganz stimmt das natürlich nicht.
Ich war schon sehr fleißig in meinem Leben. War sehr neugierig auf diverse Kontemplationstechniken, hab sehr viel gelesen, Selbstversuche gemacht und Vorträge besucht. Ich habe sozusagen mein Inneres ‚in Ordnung‘ gebracht. Ich habe gelernt auf meine innere Stimme zu horchen, geistige Hilfen anzunehmen und auf mich und das Leben zu vertrauen.
Aus diesen Quellen schöpfe ich nun …

Achte also gut darauf, womit Du Dich befasst, was Du denkst, was Du in Dich hineinlässt!
Ich hatte eine Zeit, in der ich etwas unrund war und viel PC- Spiele spielte; bevorzugt Tetris, dieses Puzzelteile- runterpurzel- Spiel.
Nach Wochen ertappte ich mein Gehirn dabei, wie es in stillen Momenten, wie z.B. beim Einschlafen weiterhin diese Puzzleteile drehte und ordnete!
Wir werden also tatsächlich, was wir bevorzugt tun!
Das war mir eine Lehre!

Versuche also, Dich nur mit Positivem zu befassen, nur Angenehmes und Konstruktives in Dich zu lassen.
UND sorge regelmäßig für Leere in Deinem Kopf!
Klingt blöd, ist aber enorm wichtig!
Denn unser Hauptproblem in allen Bereichen ist nicht das Zuwenig, sondern das Zuviel.
Und Neues, Inspirationen, Ideen können nur ‚auf leeren Plätzen landen‘.

Mach Joga, Chi Gong oder eine andere bekannte Technik. Oder achte auch nur auf Deinen Atem. Zähle, um die Gedanken- Tornados zu beruhigen. Beobachte Deine Bewegungen, sei achtsam über lange Strecken und Zeiten …

So wirst Du zu Dir und zu neuen Qualitäten finden.

PS: Aber, don’t panic wenn Du ‚von der anderen Seite‘ kommst und Dich erstmal in ‚paradise your life‘ einarbeitest. Auch da wird Dir mit der Zeit ‚richtiges Denken‘ immer leichter fallen.
Es ist egal wie man ans Ziel kommt. Hauptsache man kommt! 😉

 


Diametrale Geschwister

25. Mai 2012

In der heutigen Republik Kongo leben zwei Stämme von Menschenaffen, die einst durch den Fluss Kongo getrennt wurden. Heute noch sind sie genetisch praktisch ident, könnten in ihrem jeweiligen Sozialverhalten aber unterschiedlicher nicht sein: Die Gemeinen Schimpansen und die Bonobos oder Zwergschimpansen.

Schimpansen haben das Patriachat, die Alpha- Männchen ‚terrorisieren‘ die Weibchen ihres Clans so lange, bis sie ihnen unterwürfig das Hinterteil anbieten. Es gibt ständige Machtkämpfe unter den Männchen, Junge von fremden Männchen werden getötet. Schimpansen sind aggressiv, jagen auch und fressen Fleisch.

Völlig anders die Geschwister am anderen Ufer. Bonobos leben das Matriachat, haben den ganzen Tag Sex und Zärtlichkeiten, – sozusagen jeder mit jedem in allen Varianten, gesteuert von den Weibchen.
Dadurch wachsen die Jungen weitaus liebevoller auf. Niemand weiß, von welchem Männchen sie sind und genießen deshalb die Zuwendungen aller, sind ‚everybodys darling‘.
Es gibt keine männlichen Machtkämpfe, da ohnehin die Weibchen ‚das Sagen‘ haben. Bonobos sind überaus friedfertig, jagen nicht und leben vegetarisch.

So massive soziale Auswirkungen können kleine Unterschiede haben … 😉

… Fiel mir bloß ein, weil ich den Dalai Lama gestern sagen hörte, dass das menschliche Patriachat als Folge unserer Sesshaftwerdung entstand, für die Kraft und Verteidigungsbereitschaft gefragt war, heute aber nicht mehr notwendig wäre …

Wir könnten also auch jederzeit Bonobo spielen, wenn wir Männer über unseren Schatten springen könnten …
Oder haben wir unsere Kriege, unser ‚Sagen‘, unseren Stress und unsere Burn outs schon zu lieb gewonnen? 😉

 


Kinderleid, Kinderfreud

5. Februar 2012

Kürzlich, genauer gesagt nach dem Artikel ‚Mangeldenken‘, überrollte mich förmlich eine Welle der Empörung und des Unverständnisses.
Ich wurde so verstanden, dass Tiere liebevoller mit ihren Jungen umgehen, als Menschen- Eltern mit ihren Kindern.
Natürlich will das keine Mutter, kein Vater so hinnehmen.
Natürlich will niemand seine Eltern so ‚runtergemacht‘ sehen.
Ich verstehe das gut.
Doch es ist so! 😉

ABER, und deshalb wagte ich auch, es zu schreiben, nicht aus Böswilligkeit, sondern aus Unwissenheit. Ja, nichtmal aus wirklicher Unwissenheit, sondern aus einem ganz perfiden Selbstverständnis heraus, in dem wir alle stecken. Einen Aspekt dieses unseres Selbstverständnisses stelle ich heute dar:

Wir halten es für das Normalste der Welt, dass Zeit vergeht und teilen diese gedachte Zeitlinie in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.
Für einen Außenbetrachter wäre es noch verständlich und nützlich Geschehnisse nach dieser Zeitachse zu ordnen. Für die ‚bewegten Wesen selber‘, also für uns, für jeden Einzelnen ist das völliger Unsinn!
Wir können nur im Hier und Jetzt wirklich leben und erleben. Alles davor ist ein Erinnern. Alles danach ist ein Fantasieren. Beides passiert im Kopf und ist kein Erleben!
Oder wie es der Dalai Lama ausdrückte:

‚Es gibt nur zwei Tage im Jahr an denen man nichts tun kann.
Der eine ist gestern, der andere ist morgen.
(Das bedeutet dass heute der richtige Tage ist zum Lieben und Leben)‘

Genauso, wenn nicht sogar noch authentischer und direkter sieht oder besser gesagt erlebt das jedes Tier und jedes Kind, die natürlich mit solch zivilisierten, um nicht zu sagen verkopftenen Hirn- Konstrukten noch nichts anfangen können. Das heißt, jedes Kind fühlt sich in jeder Sekunde, in jedem Augenblick normal. Es ist immer ok, so wie es ist.
Und was hört es von seinen Eltern?
‚Das musst Du noch lernen‘, ‚Was willst Du denn einmal werden?‘, etc.
Die Eltern sind sozusagen die Außenstehenden, die wissen, dass das Kleine mal ein erwachsener Mensch werden wird und ein tüchtiger Mensch werden sollte.
Natürlich agieren sie nur wohlmeinend, natürlich sehnen sie schon jeweils die nächste Leistung des Nachwuchses herbei.
Auch wissen sie natürlich um die nächsten Entwicklungsschritte und können deshalb nicht wirklich und ehrlich überrascht werden von den Kindern und verhalten sich dementsprechend ‚Begeisterungs- reduziert‘. Sie eilen sozusagen dem Kind immer voraus. Das Kind ist immer hintennach und damit genügt es nie, ist immer frustriert.

Die einzige Lösung wäre, wenn auch die Eltern lernen würden absolut im ‚Hier und Jetzt‘ zu leben. Also von den Kindern lernen würden … 🙂