Früher …

30. März 2017

… war es mühevoll mit einem Kienspan, später dann mit einer Petroleumlampe, Licht zu machen. Es brauchte Geduld und war mühevoll bis die Wäsche wieder sauber war, bis ein neuer Tisch gezimmert war, bis der Esel oder Ochse in Bewegung gesetzt war …
Heute funktioniert praktisch alles in Sekundenschnelle auf einen Tastendruck oder Mausklick.

helferleinDiese Perfektion und Schnelligkeit tut aber auch etwas mit den Menschen!
Kaum jemand hat noch Geduld, ist bereit sich für irgendetwas Mühe zu geben, Geduld aufzubringen, sich um jemanden zu bemühen. Egal ob das Service- oder Verkaufspersonal, der Partner oder Kollege. Die Menschen haben umgehend zu funktionieren.
Damit verschwindet auch viel Liebe aus unseren Leben. Denn sich um Menschen bemühen, ihnen achtsam zu begegnen, Geduld für sie aufzubringen sind Zuwendungen und damit eine Form von Liebe. Klicken und Funktionieren hingegen sind eiskalt und lieblos.

Dabei – das ist völlig ver-rückt! – hätten gerade die heutigen Menschen allen Grund ihren nie zuvor genossenen, durch Technik und gestraffte Abläufe ermöglichten Verwöhnstatus, zu genießen und dankbar dafür zu sein.
Doch was vor wenigen Jahren noch ein seltenes Zuwendungs- Geschenk gewesen wäre gilt heute als unbedankt selbstverständlich und reizt bei kleinsten Abweichungen schon zu Unmut.

Ich liebe meine Freude und Dankbarkeit für, schon kleinste Annehmlichkeiten oder Erfreuungen, sei es das Dach überm Kopf, die dichten Türen und hellen Fenster, das herrlich warme, fließende Wasser, das wunderbar flauschige Bett, diese vielen vielschichtigen Menschen, die leicht abwaschbaren Teller, das scharfe Messer, den praktischen Raffler und den genialen Mixer, die süßen Kinder, wunderbaren Tiere, das praktische Waschbecken, den glatten Boden, die schönen Bilder an der Wand, das Radio, die Badewanne, das Fahrrad, das herrliche Grün auf der Fensterbank, die so praktischen Plastiksackerl, die dichtschließenden Glasflaschen, der immer neue, verlässlich ‚alte‘ Himmel, die herrliche Waldluft …
Ach, wir haben’s so schön!    🙂

Ich hab mir diese Liste, die ich noch fast endlos weiterführen hätte können, nicht etwa krampfhaft zusammengedacht. Nein, ich denke tatsächlich sehr oft bei der Verwendung all dieser vermeintlichen Selbstverständlichkeiten voller Dankbarkeit und Freude daran wieviel Freude sie mir machen …
Und fühle mich dann noch besser und beschenkter!    😉

 

 

 


Bitten, beten, hoffen …

15. Dezember 2015

betenSieh Dir an, wieviele Moslems sich niederwerfen, wieviele Christen beten …

Sieh Dir an, wieviele Leute jammern, klagen, hoffen …

Sieh Dir an, wieviele Leute lernen, wollen, sich bemühen, sehnen, wünschen …

Sieh Dir an, wieviele Leute sich fürchten, Widerstand gegen etwas aufbauen, Dinge NICHT wollen …

Und dann vergegenwärtige Dir, was wir über unser Unterbewusstsein wissen: Dass es alle unsere Gedanken ‚blindlings‘ ausführt!

Vergegenwärtige Dir, dass wir schöpferische Götter sind (1.Mose 1:27: ‚Und Gott schuf den Menschen nach seinem Ebenbild‘), die sekündlich sich ihre Wirklichkeit erschaffen.

Vergegenwärtige Dir, dass ‚Dir geschehe nach Deinem Glauben‘ in der Bibel steht!

Und? Hats schon ‚Klick‘ gemacht?     😉
Je mehr Du jammerst, betest, hoffst desto massiver programmierst Du Dir: ‚Das habe ich noch nicht‘!
Und schwuppdiwupp – wie’s bei Göttern eben so ist – hast Du das alles tatsächlich NICHT!    😉

Es ist zum Haare- Raufen WIEVIEL Negativ- und wie wenig Positiv- Programmierungen wir in unserer Sprache, in unseren Religionen, in unserem Alltagsverhalten finden.
Man könnte ohne jede Übertreibung sagen: ‚Wir arbeiten primär an der Erschaffung unseres Unglücks‘.
Wir erschaffen uns sekündlich Probleme, wo mehr Lösungen als sonst etwas sind.
Wir stellen uns sekündlich Fragen, wo Antworten über Antworten sind.
Wir erschaffen uns sekündlich Mangel, wo unendliche Fülle ist.

Vielleicht schaffst Du jetzt in dieser besonders reichen Weihnachtszeit einen Schwenk, weg von diesem Unsinn.
Versuchs mal mit Dankbarkeit!

Ja, halt die Augen offen, was so alles ganz wunderbar ist in Deinem Leben.
Da gibt es soooo viel!
Das Dach überm Kopf, fließendes Wasser, volle Geschäfte, das Lachen der Kinder, die vielen Sterne, so viele spannende Menschen mit ihren Geschichten, unzählige wunderbare Bücher, Filme, Deine weiche Haut, Deine Fähigkeit zu sprechen …
Ich hab‘ als Techniker u.a. an der Entwicklung von myoelektrischen Prothesen mitgearbeitet. Du machst Dir keine Vorstellung WIE kompliziert allein schon das simple Abbiegen eines Fingers ist. Und dennoch funktioniert in Deinem wunderbaren Körper sekündlich weitweitweitaus mehr …
Ist allein das nicht schon ein Grund für Dankbarkeit?

Mach diese neugierige Offenheit gepaart mit Dankbarkeit zu Deinem Alltag!
– Und Du bist im Paradies!     😉

 

 

 


Ich freu mich …

16. Mai 2014

Ich freu mich… heuer unendlich über meinen Geburtstag!       🙂

Nicht über Glückwünsche und Geschenke, – schon auch!
Nicht über irgendwelche geraden oder ungeraden Zahlenspiele, – schon auch!
Nicht wegen meines Alters, – schon auch!
Nicht wegen dieses läppischen Anlasses, – schon auch!

Ich weiß, dass alle Kalender- Festlegungen und Spielchen ‚unnatürlich‘, willkürlich und völlig unwichtig sind.
Ich weiß, dass Zahlen, Daten und Abzählungen banale Denkkonstrukte sind, die keinem Afferl, Eisvogel oder Delphin wichtig wären.

Ich freu mich heuer so sehr über meinen Geburtstag, weil er mich daran erinnert,
herzchen wie gut das Leben es mit mir meint,
herzchen wieviel ich schon erleben und erlieben durfte,
herzchen was ich schon an Herrlichem sehen,
herzchen Wunderbarem hören,
herzchen an Unvergesslichem erfühlen und erspüren,
herzchen was ich schon alles erstaunen,
herzchen begreifen und
herzchen ‚verarbeiten‘ durfte.
herzchen Ich freu‘ mich ‚wie ein Schneekönig‘ über all die bunten Bilder die bei solchen Erinnerungen auftauchen
herzchen über all das Erlebte,
herzchen über alle Begegnungen und
herzchen ‚Begehungen‘,
herzchen über die vielen, vielen wunderbaren Gespräche,
herzchen Radiosendungen,
herzchen Konzerte,
herzchen Filme,
herzchen über die vielen, vielen erhaltenen mails,
herzchen über die vielen spannenden, liebevollen, verständnislosen, freundlichen, tiefen, traurigen Blicke.
herzchen Ich bin unendlich dankbar für jedes Scheitern, für jede Kritik, für jeden Erfolg.
herzchen Ich danke dem Leben, der Welt, der Natur und meiner Mitwelt für die vielen, vielen wunderbaren Momente, ‚Aufblitzer‘, Unerwartetheiten und ‚Lektionen‘.
herzchen Ich bin unendlich dankbar für die vielen genossenen Leckereien, für die vielen Begegnungen und Beobachtungen.
herzchen Ich bin dankbar für alle Ideen, Anregungen und ‚Nase- Draufstoßer‘, für alle Bücher, Artikel, Infos und Berichte die mich fesselten, die mich etwas lehrten.
herzchen Ich bin unendlich dankbar für das Geschenk ‚paradise your life‘, für alle Leser, Kritiker, Unterstützer und Kommentatoren hier.
herzchen Ich bin sehr, sehr dankbar über meine wunderbare Gesundheit, aber auch für die Erinnerung an meine früheren, sehr schlimmen Zeiten des Krankseins.
herzchen Ich bin unendlich dankbar noch immer da sein zu dürfen …
Und ich danke allen, allen die so lieb waren mich in irgendeinem Moment zu berühren und entschuldige mich bei allen die ich je verletzt haben sollte.
Ich bin – selbst mit all meinen Enttäuschungen, Mängeln und Traurigkeiten – überglücklich! 😉

DAS LEBEN IST EIN GESCHENK !!!

 

 

 


Bist Du dankbar?

14. April 2014

Also, ich bin es!
– Sogar sehr!
Ich bin dankbar für mein fließendes Wasser, für mein Dach über dem Kopf.
Ich bin dankbar für ausgetretene Wege, Eisenbahnen und Mitmenschen.
Ich bin dankbar für die Luft, die ich atmen darf, für eine warme Stube.
Ich bin dankbar für jedes Wort, das mir den Austausch mit anderen ermöglicht.
Ich bin dankbar meiner Mutter, meinem Vater, Gott, der Natur, für mein Leben.
Ich bin der Evolution dankbar für die Zuversicht die sie mir schenkt.
DankeIch bin dankbar all den wunderbaren Wesen, die mich Staunen machen.
Ich bin dankbar für all die Knospen, die mich im Frühling durch ihr Sein, später durch ihr ‚Aufplatzen‘, dann durch ihr herrliches Grün, im Herbst Rot, später Braun und letztendlich durch ihr Rascheln am Boden, wenn ich sie durchschlurfe, erfreuen.
Ich bin dankbar, dass alles Leben zu wunderbar nährendem Humus wird.
Ich bin dankbar für das Wasser, das mich pur oder in Gemüsen und Früchten erquickt und die unendlich vielen Pflanzen hervorbringt und nährt.
Ich bin dankbar für die unendlich vielen und vielfältigen Wolkenformationen und Lichterscheinungen am Himmel, die mich erfreuen und immer wieder neu überraschen.
Ich bin dankbar für die Kühle und Klarheit der Nacht,
für das Funkeln der Sterne,
für den Mond mit seinen immer neuen ‚Gesichtern‘.
Ich bin dankbar den Frauen für ihre Schönheit und ‚Unberechenbarkeit‘.
Ich bin dankbar der Mathematik für ihre Klarheit und ‚einfache Kompliziertheit‘.
Ich bin dankbar all meinen Vorfahren für deren Erkenntnisse und Erfahrungen von denen ich profitiere.
Ich bin dankbar allen Pflanzen die mich erfreuen, belehren und nähren.
Ich bin dankbar allen Tieren die mich ‚fesseln‘ oder im Herzen berühren.
Ich bin dankbar allen Kindern und Menschen die mir mein Unvermögen spiegel und/oder mir andere Möglichkeiten aufzeigen.
Ich bin dankbar allen Erfindern und Entdeckern, von deren Vorarbeit ich profitieren und sie in Teilen fortsetzen darf.
Ich bin dankbar all den Fantasten, Visionären, Literaten und Lügnern für ihre wunderbaren Geschichten.
Ich bin dankbar den Entwicklern technischer Geräte, die mein Leben erleichern.
Ich bin dankbar allen Formen von Energie, die mir ein wunderbares Leben ermöglichen.
Ich bin zutiefst dankbar allen Menschen des Südens, die mir den Genuss ihre Früchte ermöglichen.
Ich bin dankbar allen Fernfahrern, Schiffs- und Flugzeugbesatzungen, die mich mit wunderbarsten Tropenfrüchten beschenken.
Ich bin dankbar all den Spinn- und Web- Maschinen und deren Bedienern für meine Kleidung, Gebrauchs- und Bettwäsche.
Es ist so schön, Kakaobohnen und Bananen essen zu können. Ich bin den Menschen, Energien und Maschinen, die mir das ermöglichen unendlich dankbar.
Ich bin dankbar den Samen für ihre Keimfähigkeit Pflanzen hervorzubringen.
Ich bin dankbar der Erde und all den Bäumen, Gräsern, Kräutern, Sträuchern und Bäumen.
Ich bin dankbar den Steinen und Gebirgen, den Sanden und Schlämmen.
Ich bin so dankbar für die wunderbaren Vögel, die mich mit ihrer Buntheit, ihrem lustigen Geflatter und Gezwitscher erfreuen.
Ich bin so dankbar all den Insekten, die ich schon beobachten durfte, die mich staunen und bewundern machten.
Ich bin dankbar dem Wetter, das immer wieder für Überraschungen sorgt.
Ich bin dankbar all den Menschen in Radio-, Fernseh- und Zeitungs- Redaktionen die mich mit wunderbaren Neuigkeiten versorgen.
Ich bin dankbar den Bäumen für ihre Sauerstoffproduktion.
Ich bin dankbar den Pilzen, Viren und Bakterien für ihre ‚Aufräumarbeit‘.
Ich bin den vielen, vielen Menschen dankbar, die mich je geliebt, kritisiert, berührt, gerührt, erheitert, bewegt, ignoriert, beschimpft, verwöhnt, belehrt … haben.
Ich bin dankbar jedem Schmetterling, jeder Libelle, die je auf mir Platz genommen haben.
Ich bin dankbar jeder Schneeflocke die mich geküsst hat.
Ich bin dankbar jeder Frau, die mich geliebt hat,
jedem Kind das mich zum Lachen gebracht hat,
jedem Tierchen, das sich an mich gekuschelt hat.
Ich bin dankbar all den Künstlern die meinen Horizont erweitert haben, die mein Herz erfreut haben.
Ich bin dankbar für jedes Glied das ich habe und benutzen darf.
Ich bin dankbar für jeden Gedanken, den ich denken darf,
für jede Idee die mir geschenkt wurde.
Ich bin dankbar für jedes Bild, das mein Auge trifft,
für jeden Klang, der in mein Ohr dringt,
für jeden Duft, den meine Nase wahrnimmt,
für jede Berührung, die mir geschenkt wird.
Ich bin dankbar für Granatäpfel, Avocados, Ribisel, Haselnüsse …
Ich bin dankbar für wunderbar bunte oder ’nachtfarbene‘ Schmetterlinge,
für Blüten, Blütendüfte und pralle Früchte.
Ich bin unendlich dankbar für all die wunderbaren Käfer.
Ich bin dankbar für die sanften Augen von Kühen und Pferden,
für die bunten Federn von Vögeln, Stacheln von Stachelschweinen, Schalen von Nüssen, Samenständen von Pflanzen …
Ich bin dankbar für meine PC- Maus und all die Möglichkeiten des Computers.
Ich bin dankbar für meine und den vielen äußeren Schatten.
Ich bin dankbar für die Fülle des Lebens,
für die Liebenswürdigkeit der Menschen,
für die unendliche Vielfalt des Lebens,
für die Fülle an Liebe,
für die Fülle an Geschenken …

Nicht zuletzt bin ich sehr, sehr dankbar, diesen blog schreiben und darüber mit so vielen wunderbaren Menschen in Kontakt treten zu dürfen.

Ich bin dankbar!
Unendlich dankbar!
Und das tagtäglich!- Um nicht zu sagen sekündlich! 😉

Das bereichert mein Leben und macht mich glücklich.
Das gibt mir ein umfassendes Gefühl an Fülle und angenommen und geborgen zu sein.
Und auch dafür bin ich dankbar! 🙂

 

 

 


Geld distanziert

31. August 2012

Des öfteren habe ich hier schon vom ‚pösen Geld‘ geschrieben.
Ein weiterer Aspekt, warum und wie Geld unser Tun und Denken ungünstig beeinflusst, ist die Distanz die es schafft.

Kaum jemand würde es bei Selbstgestricktem, Selbstgebautem, Selbstgezogenem auf diese irrwitzigen Wegwerf- Raten bringen, die wir bei unseren Konsumprodukten erreichen …

Kaum jemand würde es übers Herz bringen jemandem den man kennt einen Hungerlohn zu bezahlen. Schon gar nicht, wenn man auch noch seine Kinder vor Hunger weinen sieht …
Geld schafft hier ‚wunderbar beruhigende‘ Distanzen. Wir können völlig entspannt auf Schnäppchenjagd gehen ohne auch nur einen Gedanken an die Herkunft und die Herstellungsumstände der Produkte verschwenden zu müssen.

Damit verrohen wir ohne es zu merken.
Damit stürzen wir die Welt in Abgründe von denen wir nichts wissen (wollen).
Damit werden vermeintliche Unschuldslämmer und Hochmoralische zu Tätern wider Willen, wider besseren Wissens.

Natürlich ist nicht wirklich das Geld, dieses, in diesem Fall anonymisierende Hilfsmittel der Täter. Natürlich sind wir selber es. Natürlich sind es einige wenige, die sich solch schlaue Verschleierungs- Strategien ausdenken.
Doch das Gro der Menschen kauft tatsächlich gutgläubig ’schlimmste Dinge‘.

Damit ist nun Schluss!
Muss Schluss sein!
Sieh Dir jedes Konsumgut zwei-, dreimal gut an, bevor Du es kaufst. ‚Überschlafe‘ selbst kleine Anschaffungen nochmal. Sei lästig in den Geschäften, frage nach Herkunft, Inhaltsstoffen, Arbeitsbedingungen. Die Geschäftsleute sollen wissen, dass die Kunden Interesse an fairen Produkten haben.

UND kaufe möglichst wenig!
Denn selbst fair trade- Produkte verändern die Welt zu unser aller Nachteil!
Je mehr fair trade- Produkte wir kaufen desto mehr Menschen zwingen wir an Arbeitsplätze, desto stärker wird dort rationalisiert. Es wird also den Menschen des Südens unser ehemaliger Weg, den wir nun langsam zurückzurudern haben, aufgezwungen.

Sei nicht länger ‚comfortably numb‘, wie es Pink Floyd nannten.
Mach Dir wieder mehr selber.
Kauf wieder vermehrt bei Bekannten.
Kauf weniger.
Mit einem Satz:
paradise your life!

In diesem Fall ist das Gegenteil von Distanziertheit, Dankbarkeit. Je näher Du der Natur, je näher Du den Menschen, mit denen Du (Dich aus)tauschst kommst, desto weiter wird eine unendliche Verbunden- und Dankbarkeit in Dir wachsen und Dein Glück mehren …