Bach, der alte Trottel

19. August 2021

Man kann zu vergangenen Generationen bzw. deren An- und Einsichten stehen wie man will.

Aber die bescheidene Frage sei mir gestattet:

Wer hat wohl das bessere, zufriedenere, erfülltere Leben? Die heutigen Konsummenschen oder jemand mit solchen Texten und Gedanken:


Ich bin vergnügt mit meinem Glücke,
Das mir der liebe Gott beschert.
Soll ich nicht reiche Fülle haben,
So dank ich ihm vor kleine Gaben …
Ich esse mit Freuden mein weniges Brot
Und gönne dem Nächsten von Herzen das Seine.
Ein ruhig Gewissen, ein fröhlicher Geist,
Ein dankbares Herze, das lobet und preist,
vermehret den Segen, verzuckert die Not…
Ich leb indes in dir vergnüget
Und sterb ohn alle Kümmernis,
Mir genüget, wie es mein Gott füget,
Ich glaub und bin es ganz gewiß:
Durch deine Gnad und Christi Blut
Machst du’s mit meinem Ende gut.


(BWV 84„Ich bin vergnügt mit meinem Glücke“)

Natürlich wirkt vieles davon auf uns heute fremd bis schwülstig. Doch auch völlig rational betrachtet bietet das Leben, bietet die Natur soviele zauberhafte Dinge, soviele unerklärlichen Wunder, dass uns die alten Werte der Dankbarkeit, Demut und Zuversicht mehr als gut täten.

Nicht zufällig hat Aaron Antonovsky in seiner höchst erfolgreichen Salutogenese rein wissenschaftlich erkannt und belegt, dass der wichtigste Faktor für ein gesundes und langes Leben eben genau diese ZUVERSICHT ist …

Mit nur drei Worten gesagt:


 
 
 


Test- Auflösung

10. Februar 2021

Kürzlich hatte ich Dir hier eine Frage gestellt.
Ich hoffe Du bist nicht allzu enttäuscht oder freu mich auch, wenn Du alle gefunden hast!
Es sind 24 Dreiecke!

‚Und was hat das mit Paradies, mit Natur zu tun?‘, könntest Du fragen.

Ich halte das für ein wunderbares Beispiel dafür, WIE wenig wir verstehen, wie wenig wir uns vorstellen können.

Du musst bedenken, das obige Beispiel ist bloß zweidimensional und statisch und ja auch nicht sooo komplex, ‚bloß‘ 3- Ecke. Und dennoch wird es vermutlich auch Dich einigermaßen gefordert haben.

Bei den Dingen aber, an denen all unsere Wissenschafter, Biologen, Virologen, Mediziner u. Ä. vorgeben zu arbeiten oder gar etwas zu verstehen, haben sie es mit mehrdimensionalen, weitweitweitaus komplexeren Dingen zu tun. Mit ‚mehrdimensional‘ ist gemeint, dass sich das ganze 3 D- Gebilde ständig verändert, abhängig von der Zeit, der Temperatur und vielen, vielen Faktoren, die man oft noch gar nicht kennt! – Und selbst die zeitlichen und dimensionalen Größenordnungen sind so etwas von unvorstellbar, – so schnell, so klein und oft sogar so unsichtbar!

Dieses Beispiel soll niemanden dumm dastehen lassen! Ich möchte nur vermitteln WIE teilweise größenwahnsinnig und un- demütig, also hochmütig wir sind.

Liebe Leute, demütig zu sein ist auch gar kein Problem! Wir können locker alles annehmen, wie es ist!

Wir müssen nichts!
Wir müssen nichts verstehen!
Wir müssen nichts verändern!
Wir müssen nichts nachbessern!
Es ist alles wunderbar, wie es ist!
Wir können uns all unsere Mühen sparen.
Wir wurden in eine perfekte Schöpfung gestellt und dürfen uns reich beschenkt fühlen.

Das alles könnten Euch diese paar Dreiecke da oben verklickern       


 
 
 


Glück und Zufriedenheit

11. Mai 2020

Das ist so ein seltsam Ding, mit diesen beiden, mit diesem Gefühl.
Ist es da, bemerken wir es kaum, denn es läuft einfach alles ‚wie geschmiert‘.
Kaum aber sind diese Energien weg, zwickt’s da, passiert uns jenes, schlägt das Schicksal zu, haben wir Pech … und wie alle unsere Benennungen und Ausflüchte lauten.

Zwei US-amerikanische Psychiater pathologisierten und nannten diesen Zustand, obwohl er für viele Normalität bedeutet, schon in den 1970er- Jahren Gefühlsblindheit oder Alexithymie.

Doch hier wird ja nicht pathologisiert sondern eher salutogenisiert
Wie also sind die Menschen, die immer glücklich und zufrieden sind?
Wenn ich noch zu ‚immer glücklich und zufrieden‘ ‚langfristig‘ ergänze, sind wir schon bei den 4 Segmenten von :
Bewegung,
Ernährung,
Mentales und
Soziales.

Hält man diese 4 Themen einigermaßen im naturrichtigen Bereich, gehört man auch schon dazu, zu dieser beneidenswerten Glücksgruppe!

Natürlich werden Glück und Zufriedenheit primär vom mentalen Segment beeinflusst. Ernährung, Bewegung und ein liebevolles Umfeld sind jedoch die Basis, sozusagen der rote Teppich, auf dem die glücklich machende Einstellung daherrollt.

Und was braucht es für diese Einstellung?
Im Prinzip nur zwei ‚Kleinigkeiten‘:

    Achtsamkeit und
    Demut

      Achtsamkeit meint:
      Ständig präsent zu sein,
      sich immer spüren,
      alle Sinne offen zu haben.
      Damit ist man aufmerksamer gegenüber vielleicht Schädigendem/ ‚Runterziehendem‘, kann sich dagegen wappnen und entdeckt mehr ‚Lebensgeschenke‘ die uns erfreuen.

      Demut meint:
      Bescheiden,
      wertschätzend und
      dankbar zu sein.
      Auch eine Prise Kritisches Hinsehen kann das Gericht günstig abrunden. Denn damit erkennen wir, dass in praktisch allen Fällen von ‚Konsumverzicht‘, es sich nicht wirklich um Verzicht, sondern vielmehr um einem Lebensqualitäts- Zugewinn handelt.

All diese Punkte bedürfen natürlich einiger Übung, einiger Wiederholungen. Doch das ist mit der entsprechenden Achtsamkeit kein Problem. – Es macht sogar Spaß!

Möge die Übung gelingen!